Ich bin fassungslos...
geschrieben von May82
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Re: Ich bin fassungslos... 15. Juni 2007 17:52 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 222 |
Hallo,
Du beschreibst Deine Sorge, daß ein labiler Teenie sich von einer Proana Seite mitreißen lassen könnte.
Ich sags mal knallhart: Ein Teenie, der sich davon mitreißen lassen würde, würde sich auch von Drogen, Alkohol, Fressucht, Sekten, Kaufsucht, SMS Sucht etc. mitreißen lassen.
Eine Seele, die krank oder labil ist, findet einen Weg, sich auszudrücken, wie auch immer!
LG die Trümmerlotte
Essen können ist sooo schön!
Du beschreibst Deine Sorge, daß ein labiler Teenie sich von einer Proana Seite mitreißen lassen könnte.
Ich sags mal knallhart: Ein Teenie, der sich davon mitreißen lassen würde, würde sich auch von Drogen, Alkohol, Fressucht, Sekten, Kaufsucht, SMS Sucht etc. mitreißen lassen.
Eine Seele, die krank oder labil ist, findet einen Weg, sich auszudrücken, wie auch immer!
LG die Trümmerlotte
Essen können ist sooo schön!
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Re: Ich bin fassungslos... 15. Juni 2007 18:02 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
suessemaus schrieb:
> Ich kenne (auch
> nur von der Arbeit, und das ist gut - denn das hat mir die
> Augen geöffnet) genügend Familien, wo die Eltern gar keine
> Arbeit haben - um so mehr Zeit könnten sie ja dann, nach Deiner
> Argumentation, mit ihren Kindern verbringen. Tun sie aber
> nicht!
Sag ich doch. Die Flucht in eine Sucht oder eine (Rand)Gruppe hat fast immer etwas damit zu tun, dass der/die Flüchtende sich alleine gelassen fühlt.
> Außerdem ist Qualität besse als Quantität.
Natürlich. Etwas anderes habe ich auch nicht behauptet.
> Hart arbeitende
> Menschen können bessere Eltern sein, als diejenigen, die
> qualitativ mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, diese jedoch
> vor dem TV. Mir sind Eltern lieber (so wie die meinen), die
> viel arbeiten, daran viel Freude haben (und damit wagen, trotz
> Prinz oder Prinzessin daheim, IHRE Wünsche zu verwirklichen)
> und mir damit auch vermittelt haben, daß Arbeit etwas Positives
> ist, woran man Freude haben kann, und nicht nur etw. zum Geld
> verdienen!
Da hast du recht - aber ist das nicht eine verschwindend geringe Minderheit?
> Du greifst hier die Eltern an und meinst doch die
> Gesellschaft/Wirtschaft - -die erwartet nämlich vollen Einsatz
> von ihren Arbeitnehmern!
Ich greife das Anspruchsdenken einer ganzen Generation an - Eltern wie Kinder. Zwei Autos, Skiurlaub, Sommerurlaub im Ausland, Handy, DVD-Spieler, Digitalkamera, mindestens 2 Fernseher, am besten noch Flachbildfernseher, MP3-Player, der neueste Computer usw. werden heute gar nicht mehr als Luxusartikel begriffen sondern sind fast schon selbstverständlich - und werden nach wenigen Jahren trotz Funktionsfähigkeit ersetzt durch das neueste Teil mit noch mehr Gimmicks.
In der Oberschicht sind die "muist haves" dann das freistehende Haus, der Van und die Oberklasse-Limousine, Klavierunterricht, Tennisunterricht, Balletunterricht, Vatis toller Weinkeller, die eigene Putzfrau usw.
Dafür wird dann Karriere gemacht und in einer 80 Stunden Woche als leitender Angestellter, Manager oder freiberufler geschuftet - alles selbstverständlich nur zum Wohle der Familie ("... ich schufte doch nur für euch...."
> Die würden sicher lieber Zeit mit
> ihren Kindern verbringen!
Warum tun sie's dann nicht? Weil es finanzielle Einbußen bedeuten würde? Weil das Haus/die Wohnung kleiner ausfallen würde? Weil es keine Mittelklasse-Limousine mehr reicht sondern nur noch einen VW Lupo?
Alex
> Ich kenne (auch
> nur von der Arbeit, und das ist gut - denn das hat mir die
> Augen geöffnet) genügend Familien, wo die Eltern gar keine
> Arbeit haben - um so mehr Zeit könnten sie ja dann, nach Deiner
> Argumentation, mit ihren Kindern verbringen. Tun sie aber
> nicht!
Sag ich doch. Die Flucht in eine Sucht oder eine (Rand)Gruppe hat fast immer etwas damit zu tun, dass der/die Flüchtende sich alleine gelassen fühlt.
> Außerdem ist Qualität besse als Quantität.
Natürlich. Etwas anderes habe ich auch nicht behauptet.
> Hart arbeitende
> Menschen können bessere Eltern sein, als diejenigen, die
> qualitativ mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, diese jedoch
> vor dem TV. Mir sind Eltern lieber (so wie die meinen), die
> viel arbeiten, daran viel Freude haben (und damit wagen, trotz
> Prinz oder Prinzessin daheim, IHRE Wünsche zu verwirklichen)
> und mir damit auch vermittelt haben, daß Arbeit etwas Positives
> ist, woran man Freude haben kann, und nicht nur etw. zum Geld
> verdienen!
Da hast du recht - aber ist das nicht eine verschwindend geringe Minderheit?
> Du greifst hier die Eltern an und meinst doch die
> Gesellschaft/Wirtschaft - -die erwartet nämlich vollen Einsatz
> von ihren Arbeitnehmern!
Ich greife das Anspruchsdenken einer ganzen Generation an - Eltern wie Kinder. Zwei Autos, Skiurlaub, Sommerurlaub im Ausland, Handy, DVD-Spieler, Digitalkamera, mindestens 2 Fernseher, am besten noch Flachbildfernseher, MP3-Player, der neueste Computer usw. werden heute gar nicht mehr als Luxusartikel begriffen sondern sind fast schon selbstverständlich - und werden nach wenigen Jahren trotz Funktionsfähigkeit ersetzt durch das neueste Teil mit noch mehr Gimmicks.
In der Oberschicht sind die "muist haves" dann das freistehende Haus, der Van und die Oberklasse-Limousine, Klavierunterricht, Tennisunterricht, Balletunterricht, Vatis toller Weinkeller, die eigene Putzfrau usw.
Dafür wird dann Karriere gemacht und in einer 80 Stunden Woche als leitender Angestellter, Manager oder freiberufler geschuftet - alles selbstverständlich nur zum Wohle der Familie ("... ich schufte doch nur für euch...."
> Die würden sicher lieber Zeit mit
> ihren Kindern verbringen!
Warum tun sie's dann nicht? Weil es finanzielle Einbußen bedeuten würde? Weil das Haus/die Wohnung kleiner ausfallen würde? Weil es keine Mittelklasse-Limousine mehr reicht sondern nur noch einen VW Lupo?
Alex
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Re: Ich bin fassungslos... 15. Juni 2007 20:17 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 35 |
Hi,
es gibt bestimmt Eltern, die in Ihrer Erziehung Fehler machen. Aber Du darfst auch nicht vergessen dass die Kinder nunmal eine eigene Persönlichkeit haben und sich nicht immer so lenken lassen, wie man es als Mama oder Papa gerne möchte.
Manche sind leicht beeinflussbar. Manche sind nicht selbstbewußt. Manche sind angepasst. Manche sind schlecht in der Schule und manche haben nur wenige (evtl. falsche) Freunde... Die Liste liese sich endlos fortsetzen.
Alles Gründe um Dinge zu tun die andere (angehimmelte, bewunderte Freunde oder Bekannte) auch tun. Um mitzuhalten und dabei zu sein. Das kann in vielen Bereichen so sein (Drogen, Alkohol, oder eben auch Schlankheitswahn etc. pp).
Ich finde es ein bißchen einfach den Eltern immer die Schuld zu geben.
Als Mama zweier Söhne wäre ich z.B. sofort dafür Flatratepartys zu verbieten. Nicht weil ich mich mit meinen Jungs nicht auseinander setzen möchte und das auch tun werde, sondern weil ich es unverantwortlich finde Kindern die Gelegenheit zu geben sich so abzufüllen.
Wenn ich heute sage, ich werden meinen Söhnen nicht erlauben unter 16 oder 18 (ich greif jetzt mal hoch) bis 5.00 Uhr durch die Gegend zu fliegen, bekomme ich überall zu hören: Wart´s erst mal ab. Es gibt auch hier eine Art "Gruppenzwang" der Gesellschaft. Das als Eltern entsprechend durchzusetzen ist Schwerstarbeit.
Kinder und Jugendliche sind überall (Disco, Feste, Konzerte...) zu jederzeit toleriert. Blos wenn was passiert schaut jemand hin. Ansonsten sind Eltern die das nicht erlauben nämlich Glucken, Übermütter, Kontrollfreaks etc..
Aber jetzt bin ich etwas abgeschweift.
Gruß,
Birgit
34 Jahre
168 cm
Startgewicht: 97,0 kg
Stand 06.04.07: 81,8 kg
Stand 09.05.07: 80,8 kg
es gibt bestimmt Eltern, die in Ihrer Erziehung Fehler machen. Aber Du darfst auch nicht vergessen dass die Kinder nunmal eine eigene Persönlichkeit haben und sich nicht immer so lenken lassen, wie man es als Mama oder Papa gerne möchte.
Manche sind leicht beeinflussbar. Manche sind nicht selbstbewußt. Manche sind angepasst. Manche sind schlecht in der Schule und manche haben nur wenige (evtl. falsche) Freunde... Die Liste liese sich endlos fortsetzen.
Alles Gründe um Dinge zu tun die andere (angehimmelte, bewunderte Freunde oder Bekannte) auch tun. Um mitzuhalten und dabei zu sein. Das kann in vielen Bereichen so sein (Drogen, Alkohol, oder eben auch Schlankheitswahn etc. pp).
Ich finde es ein bißchen einfach den Eltern immer die Schuld zu geben.
Als Mama zweier Söhne wäre ich z.B. sofort dafür Flatratepartys zu verbieten. Nicht weil ich mich mit meinen Jungs nicht auseinander setzen möchte und das auch tun werde, sondern weil ich es unverantwortlich finde Kindern die Gelegenheit zu geben sich so abzufüllen.
Wenn ich heute sage, ich werden meinen Söhnen nicht erlauben unter 16 oder 18 (ich greif jetzt mal hoch) bis 5.00 Uhr durch die Gegend zu fliegen, bekomme ich überall zu hören: Wart´s erst mal ab. Es gibt auch hier eine Art "Gruppenzwang" der Gesellschaft. Das als Eltern entsprechend durchzusetzen ist Schwerstarbeit.
Kinder und Jugendliche sind überall (Disco, Feste, Konzerte...) zu jederzeit toleriert. Blos wenn was passiert schaut jemand hin. Ansonsten sind Eltern die das nicht erlauben nämlich Glucken, Übermütter, Kontrollfreaks etc..
Aber jetzt bin ich etwas abgeschweift.
Gruß,
Birgit
34 Jahre
168 cm
Startgewicht: 97,0 kg
Stand 06.04.07: 81,8 kg
Stand 09.05.07: 80,8 kg
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Re: Ich bin fassungslos... 15. Juni 2007 21:17 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 696 |
so, aley nun mal recht geben muss: nicht die foren machen krank - die meisten sind ja drin, weil sie krank sind, denk ich mal.
Aber alex, nicht nur vernachlässigung durch die eltern, sondern auch deren anspruch an ihr kind sind ja häufig faktoren, in eine sucht (bei anorexie wohl fast am stärksten ausgeprägt) zu fallen. vielleicht habt ihr ja den beitrag der mutter gelesen, die mit ihrem kind abnehmen will. und meine reaktion. einfach deshalb, weil man ja essen auch lernt. und falsches essverhalten und ein falsches verhältnis zum essen machen wohl viel aus (jajajaja - merks ja an mir!) - aber wie sol z.b. jmd. reagieren, der von frühester kindheit eingeimpft bekommt: du must perfekt sein, du must gut aussehen, und du bist es es nicht weil du zu fett bist, liebes kind. wie vokabel lernen, oder?
also: mit dem verbot der seiten erreicht man nichts - sondern nur damit, dass menschen (auch kinder, jawohl!) so akzeptiert werden, wie sie sind. liebevoller umgang mit den kids ohne erwartungsdruck (aber die leistungsgesellschaft wird immer mehr vom einzelnen abfordern!)
und denkt doch mal an euch: ohne pro ana seiten würden sich viele hier abnehmtips geben
so nerv nur ich ;-)
Aber alex, nicht nur vernachlässigung durch die eltern, sondern auch deren anspruch an ihr kind sind ja häufig faktoren, in eine sucht (bei anorexie wohl fast am stärksten ausgeprägt) zu fallen. vielleicht habt ihr ja den beitrag der mutter gelesen, die mit ihrem kind abnehmen will. und meine reaktion. einfach deshalb, weil man ja essen auch lernt. und falsches essverhalten und ein falsches verhältnis zum essen machen wohl viel aus (jajajaja - merks ja an mir!) - aber wie sol z.b. jmd. reagieren, der von frühester kindheit eingeimpft bekommt: du must perfekt sein, du must gut aussehen, und du bist es es nicht weil du zu fett bist, liebes kind. wie vokabel lernen, oder?
also: mit dem verbot der seiten erreicht man nichts - sondern nur damit, dass menschen (auch kinder, jawohl!) so akzeptiert werden, wie sie sind. liebevoller umgang mit den kids ohne erwartungsdruck (aber die leistungsgesellschaft wird immer mehr vom einzelnen abfordern!)
und denkt doch mal an euch: ohne pro ana seiten würden sich viele hier abnehmtips geben
so nerv nur ich ;-)
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Re: Ich bin fassungslos... 17. Juni 2007 04:13 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 318 |
Alexander schrieb:
> Dass mein Kind suchtkrank wurde, bedeutet, dass es schon
> (lange) vorher an Liebe, Verständnis oder Ratschlägen gefehlt
> hat bzw. an dem was das Kind unter Liebe, Verständnis oder
> Ratschläge versteht.
Ob du es glaubst oder nicht, aber es gibt Magersüchtige, denen es nie an Liebe, Zuwendung oder Unterstützung gefehlt hat, das war alles immer da und trotzdem konnte sich ein Problem entwickeln. Ein kleinwenig hat es angeblich mit Veranlagung zu tun und einige Charaktere sind von selbst dafür anfälliger. Liebe ist nicht der Schlüssel zu allem, manchmal kann man sie nicht annehmen, ist aus irgendwelchen Gründen dazu nicht fähig.
Man gibt sich selbst an vielem die Schuld, will sich bestrafen und ist der festen Überzeugung, dass man gar nicht geliebt werden kann., obewohl man immer Liebe erfahren hat. Ich weiß nicht, wieso
Nachricht bearbeitet (17.06.2007 04:42)
> Dass mein Kind suchtkrank wurde, bedeutet, dass es schon
> (lange) vorher an Liebe, Verständnis oder Ratschlägen gefehlt
> hat bzw. an dem was das Kind unter Liebe, Verständnis oder
> Ratschläge versteht.
Ob du es glaubst oder nicht, aber es gibt Magersüchtige, denen es nie an Liebe, Zuwendung oder Unterstützung gefehlt hat, das war alles immer da und trotzdem konnte sich ein Problem entwickeln. Ein kleinwenig hat es angeblich mit Veranlagung zu tun und einige Charaktere sind von selbst dafür anfälliger. Liebe ist nicht der Schlüssel zu allem, manchmal kann man sie nicht annehmen, ist aus irgendwelchen Gründen dazu nicht fähig.
Man gibt sich selbst an vielem die Schuld, will sich bestrafen und ist der festen Überzeugung, dass man gar nicht geliebt werden kann., obewohl man immer Liebe erfahren hat. Ich weiß nicht, wieso

Nachricht bearbeitet (17.06.2007 04:42)
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Re: Ich bin fassungslos... 17. Juni 2007 04:37 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 318 |
Du sprichst also die Werte unserer Gesellschaft an? Ich glaube, das muss nicht unbedingt eine solche Rechnung mit Ziet für Arbeit oder Kinder sein, wie du sie aufstellst. Ich würde es vielmehr so erklären, dass so viel Wert auf Konsum und Leistung gelegt wird, dass dabei gesunde Verhaltensmuster aus vergangener Zeit unter den Tisch fallen und so psychische Krankheiten sich häufen (obwohl ich jetzt keine Statistik hier habe
) und die Menschen an den unmenschlichen Anforderungen kaputt gehen. Unmenschlich deshalb, weil sie nicht die menschlichen Bedürfnisse wie Kontakte, Bestätigung und Liebe berücksichtigen, ohne dass Erfolg, Leistung und Geld vorrausgesetzt werden.
Aber darauf lässt sich Magersucht auch nicht alleine zurückverfolgen. Man vermutet, dass diese Krankheit schon seit Jahrhunderten existiert. Und die Gesellschaft war nicht immer so wie heute. Vielleicht war sie damals auch schlimm in anderer Weise?
) und die Menschen an den unmenschlichen Anforderungen kaputt gehen. Unmenschlich deshalb, weil sie nicht die menschlichen Bedürfnisse wie Kontakte, Bestätigung und Liebe berücksichtigen, ohne dass Erfolg, Leistung und Geld vorrausgesetzt werden.Aber darauf lässt sich Magersucht auch nicht alleine zurückverfolgen. Man vermutet, dass diese Krankheit schon seit Jahrhunderten existiert. Und die Gesellschaft war nicht immer so wie heute. Vielleicht war sie damals auch schlimm in anderer Weise?
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ich bin fassungslos... 17. Juni 2007 19:07 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 1 |
... dass sich Menschen auf Grund der Einsicht in eine Seite von vielen so eine Meinung bilden.
Ich bin in einem pro-ana-Forum. In einem, dass nicht aus pubertierenden kleinen Mädchen, sondern aus erwachsenen Frauen und Männern besteht.
Einem, dass keine dämlichen Regeln und "Gebote" voraussetzt (was übrigens kein Forum, dass länger als eine Phase lang besteht, tut).
Einem, dass die Mitglieder nicht zu Abnahme zwingt.
Sondern einem, dass mir das Gefühl gibt, mit diesen tausenden verdammten Gefühlen, die man sich selbst und dem Körper gegenüber hat, nicht allein zu sein.
Ja, lasst uns doch einfach alle pro-Seiten sperren.
Dadurch werden sicher alle gesund und glücklich.
Man braucht mehr, als irgendein Forum mit irgendwelchen Regeln um krank zu werden.
Ich bin fassungslos, dass es immer noch Menschen gibt, deren Horizont nur bis zum nächsten Klischee reicht. Um ehrlich zu sein, sind die meisten Pro-Ana-Foren nicht viel radikaler als dieses Abnehmforum hier. (schockiert? ach bitte..)
Und die Anzahl untergewichtiger User ist auch eher gering, denn darum geht es einfach nicht.
Natürlich gibt es, vorallem in der USA, radikalere Seiten. Und viell. verleiten sie auch einen Moment lang, darüber nachzudenken und die Krankheit zu verherrlich - genauso schnell springen aber auch die von dem Trend ab, die diese Krankheit wirklich nur als einen Trend sehen.
Ich bin in einem pro-ana-Forum. In einem, dass nicht aus pubertierenden kleinen Mädchen, sondern aus erwachsenen Frauen und Männern besteht.
Einem, dass keine dämlichen Regeln und "Gebote" voraussetzt (was übrigens kein Forum, dass länger als eine Phase lang besteht, tut).
Einem, dass die Mitglieder nicht zu Abnahme zwingt.
Sondern einem, dass mir das Gefühl gibt, mit diesen tausenden verdammten Gefühlen, die man sich selbst und dem Körper gegenüber hat, nicht allein zu sein.
Ja, lasst uns doch einfach alle pro-Seiten sperren.
Dadurch werden sicher alle gesund und glücklich.
Man braucht mehr, als irgendein Forum mit irgendwelchen Regeln um krank zu werden.
Ich bin fassungslos, dass es immer noch Menschen gibt, deren Horizont nur bis zum nächsten Klischee reicht. Um ehrlich zu sein, sind die meisten Pro-Ana-Foren nicht viel radikaler als dieses Abnehmforum hier. (schockiert? ach bitte..)
Und die Anzahl untergewichtiger User ist auch eher gering, denn darum geht es einfach nicht.
Natürlich gibt es, vorallem in der USA, radikalere Seiten. Und viell. verleiten sie auch einen Moment lang, darüber nachzudenken und die Krankheit zu verherrlich - genauso schnell springen aber auch die von dem Trend ab, die diese Krankheit wirklich nur als einen Trend sehen.
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Re: ich bin fassungslos... 17. Juni 2007 19:16 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 318 |
Ich habe auch ein Forum, in dem ich mich wirklich wohl fühle. Ein negativer Nebeneffekt ist leider, dass ich mit Leuten aus meinem persönlichen Umfeld jetzt weniger rede. Ich habe andere gefunden, die mich besser verstehen und zu denen ich ehrlich sein kann. So isoliere ich mich leider auch mehr.
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 02:06 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 696 |
aber so ist es doch immer... du brauchst zeit für das eine, du musst zeit für das andere abzwacken.
aber euch beiden recht geb: oder mal so ausgedrückt: nach allem, wo ich in letzter zeit rumgehopst bin und gevorwitzt hab sag ich zudem thema folgendes (und hoffe, wir können dann abschließen - weil hier einfach lager sind, die sich wenig in die jeweils andere situation reinversetzen können oder wollen): vielleicht gibt es diese wirklich radikalen seiten, es gibt auch seiten, auf denen sich kleine mädels rumtreiben, weil sie es schick finden, ana zu sein. es gibt aber auch seiten, auf denen es keinen druck, sondern eigentlich eher hilfe gibt bei problemen - die haben meist aber ein mindestalter sowie etliche dinge, die verhindern sollen, dass jemand, der eigentlich nicht krank ist, reingezogen wird, etc. - andere bieten den angehörigen sogar areas. also in vielen foren werden schon im vorfeld die mitglieder verantwortungsbewusst ausgesucht ----- ----------- -------------------- --------------------- ---------------
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so und nun gebts ruhe - sonst muss ich hier zu viel tipsen ;-)
aber euch beiden recht geb: oder mal so ausgedrückt: nach allem, wo ich in letzter zeit rumgehopst bin und gevorwitzt hab sag ich zudem thema folgendes (und hoffe, wir können dann abschließen - weil hier einfach lager sind, die sich wenig in die jeweils andere situation reinversetzen können oder wollen): vielleicht gibt es diese wirklich radikalen seiten, es gibt auch seiten, auf denen sich kleine mädels rumtreiben, weil sie es schick finden, ana zu sein. es gibt aber auch seiten, auf denen es keinen druck, sondern eigentlich eher hilfe gibt bei problemen - die haben meist aber ein mindestalter sowie etliche dinge, die verhindern sollen, dass jemand, der eigentlich nicht krank ist, reingezogen wird, etc. - andere bieten den angehörigen sogar areas. also in vielen foren werden schon im vorfeld die mitglieder verantwortungsbewusst ausgesucht ----- ----------- -------------------- --------------------- ---------------
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so und nun gebts ruhe - sonst muss ich hier zu viel tipsen ;-)
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 11:02 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
acute02 schrieb:
> Ich bin in einem pro-ana-Forum. In einem, dass nicht aus
> pubertierenden kleinen Mädchen, sondern aus erwachsenen Frauen
> und Männern besteht.
"pro ana" bedeutet, Anorexie gut zu heißen. Menschen, die eine lebensbedrohliche Krankheit gut heißen mögen evtl. auf dem Papier erwachsen sein...
> Ich bin fassungslos, dass es immer noch Menschen gibt, deren
> Horizont nur bis zum nächsten Klischee reicht. Um ehrlich zu
> sein, sind die meisten Pro-Ana-Foren nicht viel radikaler als
> dieses Abnehmforum hier. (schockiert? ach bitte..)
> Und die Anzahl untergewichtiger User ist auch eher gering, denn
> darum geht es einfach nicht.
wenn es nicht darum geht, untergewichtig zu werden oder darum, sein erreichtes Untergewicht zu halten, handelt es sich wohl kaum um ein pro ana -Forum.
> Natürlich gibt es, vorallem in der USA, radikalere Seiten. Und
> viell. verleiten sie auch einen Moment lang, darüber
> nachzudenken und die Krankheit zu verherrlich
Eben - pro ana Seiten verherrlichen per Definition ("pro" = "für"
Untergewicht.
Alex
> Ich bin in einem pro-ana-Forum. In einem, dass nicht aus
> pubertierenden kleinen Mädchen, sondern aus erwachsenen Frauen
> und Männern besteht.
"pro ana" bedeutet, Anorexie gut zu heißen. Menschen, die eine lebensbedrohliche Krankheit gut heißen mögen evtl. auf dem Papier erwachsen sein...
> Ich bin fassungslos, dass es immer noch Menschen gibt, deren
> Horizont nur bis zum nächsten Klischee reicht. Um ehrlich zu
> sein, sind die meisten Pro-Ana-Foren nicht viel radikaler als
> dieses Abnehmforum hier. (schockiert? ach bitte..)
> Und die Anzahl untergewichtiger User ist auch eher gering, denn
> darum geht es einfach nicht.
wenn es nicht darum geht, untergewichtig zu werden oder darum, sein erreichtes Untergewicht zu halten, handelt es sich wohl kaum um ein pro ana -Forum.
> Natürlich gibt es, vorallem in der USA, radikalere Seiten. Und
> viell. verleiten sie auch einen Moment lang, darüber
> nachzudenken und die Krankheit zu verherrlich
Eben - pro ana Seiten verherrlichen per Definition ("pro" = "für"
Untergewicht.Alex
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Re: Ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 11:21 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
softie14 schrieb:
> Ob du es glaubst oder nicht, aber es gibt Magersüchtige, denen
> es nie an Liebe, Zuwendung oder Unterstützung gefehlt hat, das
> war alles immer da und trotzdem konnte sich ein Problem
> entwickeln.
Ja, das gibt es. Es gibt sicher auch Menschen, die an Lungenkrebs erkranken obwohl sie nie in ihrem Leben geraucht haben, nie in ihrem Leben dem Passivrauchen oder anderen Schadstoffen ausgesetzt waren.
Heißt das jetzt, Rauchen und Luftschadstoffe sind gar nicht die Hauptverursacher für Lungenkrebs?
> Liebe ist nicht der Schlüssel zu allem, manchmal kann man sie
> nicht annehmen, ist aus irgendwelchen Gründen dazu nicht
> fähig.
weil man es in jungen Jahren nicht gelernt hat, da man in jungen Jahren zu wenig Liebe, Zuwendung oder Unterstützung erfahren hat.
> Man gibt sich selbst an vielem die Schuld,
Das kommt nicht von Ungefähr. Meist haben solche Selbstzerfleischer in Ihrem Leben nicht genug Selbstbestätigung erfahren - womit wir wieder bei "zu wenig Liebe, Zuwendung oder Unterstützung" angelangt sind.
> will sich bestrafen
> und ist der festen Überzeugung, dass man gar nicht geliebt
> werden kann.
Und warum ist man dieser festen Überzeugung? Vielleicht weil man bis dahin zu wenig Liebe, Zuwendung oder Unterstützung erfahren hat?
> obewohl man immer Liebe erfahren hat.
Liebe wie sie der "Liebe Schenkende" oder wie sie der "Liebe Empfangende" definiert? Unterhalte dich mal mit Menschen über ihre (vermeintlich) glückliche Kundheit oder Jugend. Nicht selten hört man "meine Eltern waren immer für mich da, haben alles für mich gemacht". Bei tieferer Unterhaltung stellt sich dann meistens heraus, dass hier der unausgesprochene nachsatz fehlt "... wenn ich so funktioniert habe, wie sie es wollten" oder "... wenn ich gute Leistungen vollbracht habe" usw.
Zuwendung für wohlgefälliges Verhalten zu bekommen, oder Lob für gute Leistungen zu erhalten, hat mit Liebe nichts zu tun. Erst wenn das Kind regelmäßig auch dann Zuneigung und Zuwendung erfährt, wenn es schlechte Noten heimbringt, sich unangepasst verhält, sich so benimmt, dass man damit nicht vor anderen Muttis und Vatis prahlen kann oder sich gar für das Kind schämen muss, erst dann hat es meiner Meinung nach genug Liebe, Zuwendung und Unterstützung erfahren.
Alex
> Ob du es glaubst oder nicht, aber es gibt Magersüchtige, denen
> es nie an Liebe, Zuwendung oder Unterstützung gefehlt hat, das
> war alles immer da und trotzdem konnte sich ein Problem
> entwickeln.
Ja, das gibt es. Es gibt sicher auch Menschen, die an Lungenkrebs erkranken obwohl sie nie in ihrem Leben geraucht haben, nie in ihrem Leben dem Passivrauchen oder anderen Schadstoffen ausgesetzt waren.
Heißt das jetzt, Rauchen und Luftschadstoffe sind gar nicht die Hauptverursacher für Lungenkrebs?
> Liebe ist nicht der Schlüssel zu allem, manchmal kann man sie
> nicht annehmen, ist aus irgendwelchen Gründen dazu nicht
> fähig.
weil man es in jungen Jahren nicht gelernt hat, da man in jungen Jahren zu wenig Liebe, Zuwendung oder Unterstützung erfahren hat.
> Man gibt sich selbst an vielem die Schuld,
Das kommt nicht von Ungefähr. Meist haben solche Selbstzerfleischer in Ihrem Leben nicht genug Selbstbestätigung erfahren - womit wir wieder bei "zu wenig Liebe, Zuwendung oder Unterstützung" angelangt sind.
> will sich bestrafen
> und ist der festen Überzeugung, dass man gar nicht geliebt
> werden kann.
Und warum ist man dieser festen Überzeugung? Vielleicht weil man bis dahin zu wenig Liebe, Zuwendung oder Unterstützung erfahren hat?
> obewohl man immer Liebe erfahren hat.
Liebe wie sie der "Liebe Schenkende" oder wie sie der "Liebe Empfangende" definiert? Unterhalte dich mal mit Menschen über ihre (vermeintlich) glückliche Kundheit oder Jugend. Nicht selten hört man "meine Eltern waren immer für mich da, haben alles für mich gemacht". Bei tieferer Unterhaltung stellt sich dann meistens heraus, dass hier der unausgesprochene nachsatz fehlt "... wenn ich so funktioniert habe, wie sie es wollten" oder "... wenn ich gute Leistungen vollbracht habe" usw.
Zuwendung für wohlgefälliges Verhalten zu bekommen, oder Lob für gute Leistungen zu erhalten, hat mit Liebe nichts zu tun. Erst wenn das Kind regelmäßig auch dann Zuneigung und Zuwendung erfährt, wenn es schlechte Noten heimbringt, sich unangepasst verhält, sich so benimmt, dass man damit nicht vor anderen Muttis und Vatis prahlen kann oder sich gar für das Kind schämen muss, erst dann hat es meiner Meinung nach genug Liebe, Zuwendung und Unterstützung erfahren.
Alex
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 11:34 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 222 |
Als erstes Mal: Dieses Forum ähnlich radikal darzustellen, wie ein Pro Ana Forum, finde ich persönlich daneben.
Meine Erfahrungen sind hier anders, hier wird mit Mädels, die schon dünn sind und abnehmen wollen Tacheles geredet und sie werden oft an Foren für Essgestörte verwiesen.
Und ich kann Alex leider wieder nur in dem unterstützen was er sagt ( Alex, krieg ich dafür langsam ein Eis?)
Ich habe mich mein Leben lang ungeliebt und unzulänglich gefühlt! Selbst in meiner Ehe, in der ich zwar geliebt habe, mich selber aber nie sicher gefühlt habe, was das wiedergeliebt werden anbelangt.
Ich war mal auf dem Besten Weg in die Magersucht, dann ging ich ins andere Extrem und wurde fett.
Ich bin vor einigen Jahren schon hier im Forum gewesen, funktioniert hat es nicht, aufgrund meiner Einstellung zu mir selber. Ich blieb dick, trotz vieler Hilfe hier.
Jetzt bin ich inzwischer bei einer Abnahme von fast 15 kg. Warum geht es jetzt? Weil ich liebe und geliebt werde, weil ich meinen Mitmenschen mit Achtung begegne und man mir mit Achtung begegnet.
LIEBE war für mich sehr wohl der Schlüssel.
Heute weiß ich, ich werde von wenigen Menschen geliebt, aber die die mich lieben, lieben mich weil ich bin wie ich bin. Die wollen mich gar nicht anders haben, die wollen mich genau so!
Und ich mich im übrigen auch.
Ich habe eine Menge an Lebenserfahrung und meine Erfahrung ist: Therapien können eine Menge bewirken, aber viele Wunden heilt nur das Leben und die Liebe!
LG die Trümmerlotte
Essen können ist sooo schön!
Meine Erfahrungen sind hier anders, hier wird mit Mädels, die schon dünn sind und abnehmen wollen Tacheles geredet und sie werden oft an Foren für Essgestörte verwiesen.
Und ich kann Alex leider wieder nur in dem unterstützen was er sagt ( Alex, krieg ich dafür langsam ein Eis?)
Ich habe mich mein Leben lang ungeliebt und unzulänglich gefühlt! Selbst in meiner Ehe, in der ich zwar geliebt habe, mich selber aber nie sicher gefühlt habe, was das wiedergeliebt werden anbelangt.
Ich war mal auf dem Besten Weg in die Magersucht, dann ging ich ins andere Extrem und wurde fett.
Ich bin vor einigen Jahren schon hier im Forum gewesen, funktioniert hat es nicht, aufgrund meiner Einstellung zu mir selber. Ich blieb dick, trotz vieler Hilfe hier.
Jetzt bin ich inzwischer bei einer Abnahme von fast 15 kg. Warum geht es jetzt? Weil ich liebe und geliebt werde, weil ich meinen Mitmenschen mit Achtung begegne und man mir mit Achtung begegnet.
LIEBE war für mich sehr wohl der Schlüssel.
Heute weiß ich, ich werde von wenigen Menschen geliebt, aber die die mich lieben, lieben mich weil ich bin wie ich bin. Die wollen mich gar nicht anders haben, die wollen mich genau so!
Und ich mich im übrigen auch.
Ich habe eine Menge an Lebenserfahrung und meine Erfahrung ist: Therapien können eine Menge bewirken, aber viele Wunden heilt nur das Leben und die Liebe!
LG die Trümmerlotte
Essen können ist sooo schön!
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 11:41 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 58 |
Hallo!
Ich meine, dass kein Mädchen magersüchtig wird, weil es sich von einem Tag auf den anderen dazu entschließt, das ist Blödsinn.
Jene die magersüchtig sind, finden in der ProAna Bewegung Unterstützung und können endlich mal das sagen, was sie niemanden sagen können.
Mädchen die an keiner Essstörung leiden, werden gar nicht in ein derartiges Forum aufgenommen werden.
Klar, es gibt Foren, die Abnehmwettbewerbe veranstalten, die einen BMI von 15 toll finden und Mitglieder unter Druck setzen.
Aber es gibt viele Foren, in denen die Mitglieder einander einfach unterstützen und es begrüßen, wenn jemand sich entschließt, das Forum zu verlassen, weil sie gesund werden will. Und die Mitglieder versuchen, so weit virtuell möglich, einem Mitglied, dass zu viel abnimmt (zB. BMI von 17) zu vermitteln, dass es so nicht weitergehen kann.
In solche Foren finden sich nicht nur Untergewichtige, sondern auch Normalgewichtige oder Übergewichtige, denn auch diese können magersüchtig sein!
Sogenannte Anas till the end, die sich zu Tode hungern, sind in der Minderzahl, ich denke, die meisten wollen einfach mit ihrem Leben zurecht kommen und sehen keinen anderen Weg.
Lg MAgdalena
-------------------------
26 J.
174 cm
Gewicht März:69 kg
Gewicht: 1.4.2007: 68.5 :-)
Gewicht: April 2008: 67.9
Gewicht: Juni 2008: 69.6
Wunschgewicht: 65 kg
Ich meine, dass kein Mädchen magersüchtig wird, weil es sich von einem Tag auf den anderen dazu entschließt, das ist Blödsinn.
Jene die magersüchtig sind, finden in der ProAna Bewegung Unterstützung und können endlich mal das sagen, was sie niemanden sagen können.
Mädchen die an keiner Essstörung leiden, werden gar nicht in ein derartiges Forum aufgenommen werden.
Klar, es gibt Foren, die Abnehmwettbewerbe veranstalten, die einen BMI von 15 toll finden und Mitglieder unter Druck setzen.
Aber es gibt viele Foren, in denen die Mitglieder einander einfach unterstützen und es begrüßen, wenn jemand sich entschließt, das Forum zu verlassen, weil sie gesund werden will. Und die Mitglieder versuchen, so weit virtuell möglich, einem Mitglied, dass zu viel abnimmt (zB. BMI von 17) zu vermitteln, dass es so nicht weitergehen kann.
In solche Foren finden sich nicht nur Untergewichtige, sondern auch Normalgewichtige oder Übergewichtige, denn auch diese können magersüchtig sein!
Sogenannte Anas till the end, die sich zu Tode hungern, sind in der Minderzahl, ich denke, die meisten wollen einfach mit ihrem Leben zurecht kommen und sehen keinen anderen Weg.
Lg MAgdalena
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26 J.
174 cm
Gewicht März:69 kg
Gewicht: 1.4.2007: 68.5 :-)
Gewicht: April 2008: 67.9
Gewicht: Juni 2008: 69.6
Wunschgewicht: 65 kg
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 11:59 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
Magdalena schrieb:
> Jene die magersüchtig sind, finden in der ProAna Bewegung
> Unterstützung und können endlich mal das sagen, was sie
> niemanden sagen können.
das können Sie auf Seiten wie [www.hungrig-online.de] oder [www.ab-server.de] auch - nur mt dem Unterschied, dass dort die Anorexie nicht als etwas Erstrebens- bzw. Erhaltenswertes ("pro"
definiert wird.
> Aber es gibt viele Foren, in denen die Mitglieder einander
> einfach unterstützen und es begrüßen, wenn jemand sich
> entschließt, das Forum zu verlassen, weil sie gesund werden
> will.
Dann handelt es sich nicht um ein "pro" ana Forum, Eine "pro" ana Seite stellt die Anorexie als etwas Erstrebenswertes dar. Und niemand der Anorexie als etwas Erstrebenswertes ansieht freut sich, wenn sie endlich nicht mehr anorektisch ist.
> Und die Mitglieder versuchen, so weit virtuell möglich,
> einem Mitglied, dass zu viel abnimmt (zB. BMI von 17) zu
> vermitteln, dass es so nicht weitergehen kann.
Dann handelt es sich nicht um ein "pro" ana Forum. Ein Forum ist kein "pro" ana Forum, wenn darauf Menschen unterwegs sind, die wissen, dass sie essgestört sind, die wissen, dass sie krank sind und die nach Wegen suchen, mit dieser Krankheit zu leben, umzugehen oder besser noch, sie loszuwerden.
> ich denke, die meisten wollen einfach mit ihrem
> Leben zurecht kommen und sehen keinen anderen Weg.
Zu versuchen, mit seinem Leben zurecht zu kommen ist etwas anderes als die Anorexie zu lobpreisen.
Alex
> Jene die magersüchtig sind, finden in der ProAna Bewegung
> Unterstützung und können endlich mal das sagen, was sie
> niemanden sagen können.
das können Sie auf Seiten wie [www.hungrig-online.de] oder [www.ab-server.de] auch - nur mt dem Unterschied, dass dort die Anorexie nicht als etwas Erstrebens- bzw. Erhaltenswertes ("pro"
definiert wird.> Aber es gibt viele Foren, in denen die Mitglieder einander
> einfach unterstützen und es begrüßen, wenn jemand sich
> entschließt, das Forum zu verlassen, weil sie gesund werden
> will.
Dann handelt es sich nicht um ein "pro" ana Forum, Eine "pro" ana Seite stellt die Anorexie als etwas Erstrebenswertes dar. Und niemand der Anorexie als etwas Erstrebenswertes ansieht freut sich, wenn sie endlich nicht mehr anorektisch ist.
> Und die Mitglieder versuchen, so weit virtuell möglich,
> einem Mitglied, dass zu viel abnimmt (zB. BMI von 17) zu
> vermitteln, dass es so nicht weitergehen kann.
Dann handelt es sich nicht um ein "pro" ana Forum. Ein Forum ist kein "pro" ana Forum, wenn darauf Menschen unterwegs sind, die wissen, dass sie essgestört sind, die wissen, dass sie krank sind und die nach Wegen suchen, mit dieser Krankheit zu leben, umzugehen oder besser noch, sie loszuwerden.
> ich denke, die meisten wollen einfach mit ihrem
> Leben zurecht kommen und sehen keinen anderen Weg.
Zu versuchen, mit seinem Leben zurecht zu kommen ist etwas anderes als die Anorexie zu lobpreisen.
Alex
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Re: Ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 12:08 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
softie14 schrieb:
> Du sprichst also die Werte unserer Gesellschaft an?
Ja.
> Ich glaube,
> das muss nicht unbedingt eine solche Rechnung mit Ziet für
> Arbeit oder Kinder sein, wie du sie aufstellst.
Ist es aber in sehr vielen Fällen. Da wird geschuftet auf Teufel komm raus, und beide Elternteile nehmen noch Nebenjobs an - um das dadurch verdiente Geld in eine Heimkino-Anlage, einen Plasma-Fernseher, einen DVD-Player, den neusten Computer, das schickste Handy oder den Überseeurlaub auszugeben. Die ständige Abwesenheit von Familie und Kindern wird dann mit "ich mach das doch alles nur für Euch" gerechtfertigt.
Was für ein Blödsinn - als würde ein 6-jähriger Wert auf einen Plasma-Fernseher, eine Heimkino-Anlage, einen DVD-Player oder einen Übersse-Urlaub legen!
> Ich würde es
> vielmehr so erklären, dass so viel Wert auf Konsum und Leistung
> gelegt wird, dass dabei gesunde Verhaltensmuster aus
> vergangener Zeit unter den Tisch fallen und so psychische
> Krankheiten sich häufen (obwohl ich jetzt keine Statistik hier
> habe
) und die Menschen an den unmenschlichen Anforderungen
> kaputt gehen. Unmenschlich deshalb, weil sie nicht die
> menschlichen Bedürfnisse wie Kontakte, Bestätigung und Liebe
> berücksichtigen, ohne dass Erfolg, Leistung und Geld
> vorrausgesetzt werden.
Richtig.
> Aber darauf lässt sich Magersucht auch nicht alleine
> zurückverfolgen.
Vielleicht nicht. Aber ein Großteil aller Suchtkranken sind suchtkrank, weil ihnen das Rüstzeug fehlt, Schwierigkeiten meistern zu können. Und dieses Rüstzeug erlernt(e) man hauptsächlich in der Kindheit. Das setzt allerdings voraus, dass die Eltern genug Zeit für ihr Kind haben bzw. diese Zeit auch dem Kind widmen.
Alex
> Du sprichst also die Werte unserer Gesellschaft an?
Ja.
> Ich glaube,
> das muss nicht unbedingt eine solche Rechnung mit Ziet für
> Arbeit oder Kinder sein, wie du sie aufstellst.
Ist es aber in sehr vielen Fällen. Da wird geschuftet auf Teufel komm raus, und beide Elternteile nehmen noch Nebenjobs an - um das dadurch verdiente Geld in eine Heimkino-Anlage, einen Plasma-Fernseher, einen DVD-Player, den neusten Computer, das schickste Handy oder den Überseeurlaub auszugeben. Die ständige Abwesenheit von Familie und Kindern wird dann mit "ich mach das doch alles nur für Euch" gerechtfertigt.
Was für ein Blödsinn - als würde ein 6-jähriger Wert auf einen Plasma-Fernseher, eine Heimkino-Anlage, einen DVD-Player oder einen Übersse-Urlaub legen!
> Ich würde es
> vielmehr so erklären, dass so viel Wert auf Konsum und Leistung
> gelegt wird, dass dabei gesunde Verhaltensmuster aus
> vergangener Zeit unter den Tisch fallen und so psychische
> Krankheiten sich häufen (obwohl ich jetzt keine Statistik hier
> habe
) und die Menschen an den unmenschlichen Anforderungen> kaputt gehen. Unmenschlich deshalb, weil sie nicht die
> menschlichen Bedürfnisse wie Kontakte, Bestätigung und Liebe
> berücksichtigen, ohne dass Erfolg, Leistung und Geld
> vorrausgesetzt werden.
Richtig.
> Aber darauf lässt sich Magersucht auch nicht alleine
> zurückverfolgen.
Vielleicht nicht. Aber ein Großteil aller Suchtkranken sind suchtkrank, weil ihnen das Rüstzeug fehlt, Schwierigkeiten meistern zu können. Und dieses Rüstzeug erlernt(e) man hauptsächlich in der Kindheit. Das setzt allerdings voraus, dass die Eltern genug Zeit für ihr Kind haben bzw. diese Zeit auch dem Kind widmen.
Alex
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 13:26 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 58 |
Alexander schrieb:
> > Aber es gibt viele Foren, in denen die Mitglieder einander
> > einfach unterstützen und es begrüßen, wenn jemand sich
> > entschließt, das Forum zu verlassen, weil sie gesund werden
> > will.
>
> Dann handelt es sich nicht um ein "pro" ana Forum, Eine "pro"
> ana Seite stellt die Anorexie als etwas Erstrebenswertes dar.
> Und niemand der Anorexie als etwas Erstrebenswertes ansieht
> freut sich, wenn sie endlich nicht mehr anorektisch ist.
>
> > Und die Mitglieder versuchen, so weit virtuell möglich,
> > einem Mitglied, dass zu viel abnimmt (zB. BMI von 17) zu
> > vermitteln, dass es so nicht weitergehen kann.
>
> Dann handelt es sich nicht um ein "pro" ana Forum. Ein Forum
> ist kein "pro" ana Forum, wenn darauf Menschen unterwegs sind,
> die wissen, dass sie essgestört sind, die wissen, dass sie
> krank sind und die nach Wegen suchen, mit dieser Krankheit zu
> leben, umzugehen oder besser noch, sie loszuwerden.
>
Doch, es gibt genau solche ProAnaForen. Du hast keine Ahnung.
Lg Magdalena
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26 J.
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Gewicht März:69 kg
Gewicht: 1.4.2007: 68.5 :-)
Gewicht: April 2008: 67.9
Gewicht: Juni 2008: 69.6
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> > Aber es gibt viele Foren, in denen die Mitglieder einander
> > einfach unterstützen und es begrüßen, wenn jemand sich
> > entschließt, das Forum zu verlassen, weil sie gesund werden
> > will.
>
> Dann handelt es sich nicht um ein "pro" ana Forum, Eine "pro"
> ana Seite stellt die Anorexie als etwas Erstrebenswertes dar.
> Und niemand der Anorexie als etwas Erstrebenswertes ansieht
> freut sich, wenn sie endlich nicht mehr anorektisch ist.
>
> > Und die Mitglieder versuchen, so weit virtuell möglich,
> > einem Mitglied, dass zu viel abnimmt (zB. BMI von 17) zu
> > vermitteln, dass es so nicht weitergehen kann.
>
> Dann handelt es sich nicht um ein "pro" ana Forum. Ein Forum
> ist kein "pro" ana Forum, wenn darauf Menschen unterwegs sind,
> die wissen, dass sie essgestört sind, die wissen, dass sie
> krank sind und die nach Wegen suchen, mit dieser Krankheit zu
> leben, umzugehen oder besser noch, sie loszuwerden.
>
Doch, es gibt genau solche ProAnaForen. Du hast keine Ahnung.
Lg Magdalena
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 13:49 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 13:51 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 696 |
Lieber alex, in die meisten pro ana foren wirst du nur dann aufgenommen, wenn du eine ES hast, davon weisst und dir darüber im klaren bist!
und nicht jede proana seite stellt anorexie als erstrebenswert da, es geht einfach darum, mit der störung zu leben, wenn man sie schon nicht abschaffen kann (oder will, oder einfach nicht die kraft hat) - was die meisten hier nicht verstehen: wer sich jahre lang über sein gewicht definiert hat, kann irgendwann nicht mehr anders, und der übergang zu einer normalen ernährung ist dann nicht nur hart für den magen, sondern auch für das selbstbild.
- und diese lächerlichen taffbrisanthaumichblauberichte sollte man nicht glauben - anorexie wird nur in den möchtegernforen gelobpreist - in allen anderen wissen die mitglieder meist, was sie sich angelacht haben - und dass das sehr wohl konsequenzen haben kann...
oder wie magdalena bemerkte: du hast keine ahnung - also hinsetzen!
und nicht jede proana seite stellt anorexie als erstrebenswert da, es geht einfach darum, mit der störung zu leben, wenn man sie schon nicht abschaffen kann (oder will, oder einfach nicht die kraft hat) - was die meisten hier nicht verstehen: wer sich jahre lang über sein gewicht definiert hat, kann irgendwann nicht mehr anders, und der übergang zu einer normalen ernährung ist dann nicht nur hart für den magen, sondern auch für das selbstbild.
- und diese lächerlichen taffbrisanthaumichblauberichte sollte man nicht glauben - anorexie wird nur in den möchtegernforen gelobpreist - in allen anderen wissen die mitglieder meist, was sie sich angelacht haben - und dass das sehr wohl konsequenzen haben kann...
oder wie magdalena bemerkte: du hast keine ahnung - also hinsetzen!
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 13:54 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 58 |
Alexander schrieb:
> Magdalena schrieb:
>
> > Doch, es gibt genau solche ProAnaForen. Du hast keine Ahnung.
>
> es gibt "pro" ana Foren, die "gegen" Anorexie sind?
>
> Alex
Ich würde es mal so sagen, es gibt proAna Foren, in denen sich die Mitglieder der Tragweite der eigenen Krankheit bewusst sind. Diese Foren nehmen auch keine Scheinmagersüchtigen auf, die auf diesen "Trend" aufspringen wollen.
Ich weiß ja nicht, wie du lebst, aber es gibt Situationen, die kann man im Moment nicht ändern, auch wenn man weiß, dass sie nicht gut sind.
Diese Mitglieder haben akzeptiert, sich mit der Krankheit arrangieren zu müssen, weil momentan nicht die Kraft da ist, dagegen anzukämpfen, weil die Magersucht eben eines der wenigen Dinge ist, die diesen Mädels noch Halt bietet.
@tinkerbell: Ich denke wir verstehen uns. Danke!
Lg Magdalena
Nachricht bearbeitet (18.06.2007 14:10)
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Wunschgewicht: 65 kg
> Magdalena schrieb:
>
> > Doch, es gibt genau solche ProAnaForen. Du hast keine Ahnung.
>
> es gibt "pro" ana Foren, die "gegen" Anorexie sind?
>
> Alex
Ich würde es mal so sagen, es gibt proAna Foren, in denen sich die Mitglieder der Tragweite der eigenen Krankheit bewusst sind. Diese Foren nehmen auch keine Scheinmagersüchtigen auf, die auf diesen "Trend" aufspringen wollen.
Ich weiß ja nicht, wie du lebst, aber es gibt Situationen, die kann man im Moment nicht ändern, auch wenn man weiß, dass sie nicht gut sind.
Diese Mitglieder haben akzeptiert, sich mit der Krankheit arrangieren zu müssen, weil momentan nicht die Kraft da ist, dagegen anzukämpfen, weil die Magersucht eben eines der wenigen Dinge ist, die diesen Mädels noch Halt bietet.
@tinkerbell: Ich denke wir verstehen uns. Danke!
Lg Magdalena
Nachricht bearbeitet (18.06.2007 14:10)
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 14:08 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 696 |
> Ich weiß ja nicht, wie du lebst, aber es gibt Situationen, die
> kann man im Moment nicht ändern, auch wenn man weiß, dass sie
> nicht gut sind.
> Diese Mitglieder haben akzeptiert, sich mit der Krankheit
> arrangieren zu müssen, weil momentan nicht die Kraft da ist,
> dagegen anzukämpfen, weil die Magersucht eben eines der wenigen
> Dinge ist, die diesen Mädels noch Halt bietet.
>
ja, genau das hab ich sagen wollen, ist mir aber so nicht eingefallen! das hast du schön zusammengefasst ....
so aber nun ist doch alles gklärt, oder?
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 14:10 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 58 |
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 14:11 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
Magdalena schrieb:
> Alexander schrieb:
> >
> > es gibt "pro" ana Foren, die "gegen" Anorexie sind?
>
> Ich würde es mal so sagen, es gibt proAna Foren, in denen sich
> die Mitglieder der Tragweite der eigenen Krankheit bewusst
> sind. Diese Foren nehmen auch keine Scheinmagersüchtigen auf,
> die auf diesen "Trend" aufspringen wollen.
Dann handelt es sich dabei also nicht um Foren, in denen diese Krenkheit verherrlicht oder gar als erstrebenswerter Zustand dargestellt wird.
Somit sind solche Foren per Definition keine "pro" ana Foren.
Ich versuche es an einem Beispiel deutlich zu machen: es gibt verschiedene Foren zum Thema Alkoholabhängigkeit, in denen sich Alkoholabhängige über ihre Alkoholsucht unterhalten und in denen sie Wege suchen, mit ihrer Alkoholsucht umzugehen bzw. ein Leben ganz ohne Alkohol zu suchen.
In diesen Foren geht es nicht darum zu erlernen, wie man Alkoholiker wird, in diesen Foren geht es auch nicht darum, sich gegenseitig Tipps zu geben, wie man noch mehr saufen kann oder wie toll das Leben doch als Alkoholiker ist.
Solche Foren sind genauso wenig "pro Alki"-Foren wie die von dir beschreibenen Foren "pro ana"-Foren sind.
> Ich weiß ja nicht, wie du lebst, aber es gibt Situationen, die
> kann man im Moment nicht ändern, auch wenn man weiß, dass sie
> nicht gut sind.
Ja, in solche Situationen kommt wohl jeder einmal.
> Diese Mitglieder haben akzeptiert, sich mit der Krankheit
> arrangieren zu müssen, weil momentan nicht die Kraft da ist,
> dagegen anzukämpfen, weil die Magersucht eben eines der wenigen
> Dinge ist, die diesen Mädels noch Halt bietet.
Und eben darum geht es: sie wissen, dass sie krank sind, sie wissen, dass es nicht gut ist und sie versuchen zumindest langfristig, davon loszukommen. Das hat nichts mit den von May82 im OP aufgeführten "Ach wie toll magersüchtig wird doch sind"-Foren zu tun.
Genausowenig wie ein Alkoholiker-Forum etwas mit einem "Mann, was waren wir gestern wieder toll besoffen"-Forum voller pubertierender Buben und Mädels zu tun hat.
Alex
> Alexander schrieb:
> >
> > es gibt "pro" ana Foren, die "gegen" Anorexie sind?
>
> Ich würde es mal so sagen, es gibt proAna Foren, in denen sich
> die Mitglieder der Tragweite der eigenen Krankheit bewusst
> sind. Diese Foren nehmen auch keine Scheinmagersüchtigen auf,
> die auf diesen "Trend" aufspringen wollen.
Dann handelt es sich dabei also nicht um Foren, in denen diese Krenkheit verherrlicht oder gar als erstrebenswerter Zustand dargestellt wird.
Somit sind solche Foren per Definition keine "pro" ana Foren.
Ich versuche es an einem Beispiel deutlich zu machen: es gibt verschiedene Foren zum Thema Alkoholabhängigkeit, in denen sich Alkoholabhängige über ihre Alkoholsucht unterhalten und in denen sie Wege suchen, mit ihrer Alkoholsucht umzugehen bzw. ein Leben ganz ohne Alkohol zu suchen.
In diesen Foren geht es nicht darum zu erlernen, wie man Alkoholiker wird, in diesen Foren geht es auch nicht darum, sich gegenseitig Tipps zu geben, wie man noch mehr saufen kann oder wie toll das Leben doch als Alkoholiker ist.
Solche Foren sind genauso wenig "pro Alki"-Foren wie die von dir beschreibenen Foren "pro ana"-Foren sind.
> Ich weiß ja nicht, wie du lebst, aber es gibt Situationen, die
> kann man im Moment nicht ändern, auch wenn man weiß, dass sie
> nicht gut sind.
Ja, in solche Situationen kommt wohl jeder einmal.
> Diese Mitglieder haben akzeptiert, sich mit der Krankheit
> arrangieren zu müssen, weil momentan nicht die Kraft da ist,
> dagegen anzukämpfen, weil die Magersucht eben eines der wenigen
> Dinge ist, die diesen Mädels noch Halt bietet.
Und eben darum geht es: sie wissen, dass sie krank sind, sie wissen, dass es nicht gut ist und sie versuchen zumindest langfristig, davon loszukommen. Das hat nichts mit den von May82 im OP aufgeführten "Ach wie toll magersüchtig wird doch sind"-Foren zu tun.
Genausowenig wie ein Alkoholiker-Forum etwas mit einem "Mann, was waren wir gestern wieder toll besoffen"-Forum voller pubertierender Buben und Mädels zu tun hat.
Alex
|
Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 14:23 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 58 |
Alexander schrieb:
>
> Dann handelt es sich dabei also nicht um Foren, in denen diese
> Krenkheit verherrlicht oder gar als erstrebenswerter Zustand
> dargestellt wird.
>
> Somit sind solche Foren per Definition keine "pro" ana Foren.
>
>
> Und eben darum geht es: sie wissen, dass sie krank sind, sie
> wissen, dass es nicht gut ist und sie versuchen zumindest
> langfristig, davon loszukommen. Das hat nichts mit den von
> May82 im OP aufgeführten "Ach wie toll magersüchtig wird doch
> sind"-Foren zu tun.
>
> Genausowenig wie ein Alkoholiker-Forum etwas mit einem "Mann,
> was waren wir gestern wieder toll besoffen"-Forum voller
> pubertierender Buben und Mädels zu tun hat.
>
> Alex
Innerhalb der "Szene" ist Pro ein weitaus weiter gefasster BEgriff, als du ihn jetzt verwendest. ProAna ist zumeist kein Verherrlichen der Krankheit, sondern das Suchen eines Weges, mit der Krankheit umzugehen, und zu ÜBERLEBEN.
Und ja, für jemanden der gesund ist, erscheint alles was mit ProAna zu tun hat, abartig und krank. Ist es auch. Aber für die meisten Kranken sind die Dinge die auf den ProAna Seiten zu lesen sind, nichts Neues, sondern nur ein Wiedererkennen der eigenen Gedanken. (Obwohl ich zugebe, dass es schon sehr abartige Seiten gibt, die einfach nur dumm sind. Aber man kann nicht so eindeutig in Gut und Böse trennen)
Lg Magdalena
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>
> Dann handelt es sich dabei also nicht um Foren, in denen diese
> Krenkheit verherrlicht oder gar als erstrebenswerter Zustand
> dargestellt wird.
>
> Somit sind solche Foren per Definition keine "pro" ana Foren.
>
>
> Und eben darum geht es: sie wissen, dass sie krank sind, sie
> wissen, dass es nicht gut ist und sie versuchen zumindest
> langfristig, davon loszukommen. Das hat nichts mit den von
> May82 im OP aufgeführten "Ach wie toll magersüchtig wird doch
> sind"-Foren zu tun.
>
> Genausowenig wie ein Alkoholiker-Forum etwas mit einem "Mann,
> was waren wir gestern wieder toll besoffen"-Forum voller
> pubertierender Buben und Mädels zu tun hat.
>
> Alex
Innerhalb der "Szene" ist Pro ein weitaus weiter gefasster BEgriff, als du ihn jetzt verwendest. ProAna ist zumeist kein Verherrlichen der Krankheit, sondern das Suchen eines Weges, mit der Krankheit umzugehen, und zu ÜBERLEBEN.
Und ja, für jemanden der gesund ist, erscheint alles was mit ProAna zu tun hat, abartig und krank. Ist es auch. Aber für die meisten Kranken sind die Dinge die auf den ProAna Seiten zu lesen sind, nichts Neues, sondern nur ein Wiedererkennen der eigenen Gedanken. (Obwohl ich zugebe, dass es schon sehr abartige Seiten gibt, die einfach nur dumm sind. Aber man kann nicht so eindeutig in Gut und Böse trennen)
Lg Magdalena
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26 J.
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Gewicht März:69 kg
Gewicht: 1.4.2007: 68.5 :-)
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Wunschgewicht: 65 kg
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 14:48 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 241 |
Alexander schrieb:
> es gibt "pro" ana Foren, die "gegen" Anorexie sind?
Wahrscheinlich sind wir hier auch in einem proadi-Forum und wissen das nur noch nicht.
Wir (nein eigentlich nur Du ;-) ) sin da wohl zu alt, um so etwas noch zu verstehen ;-) .
Vielleicht wird der Begriff proana wirklich zurzeit etwas weiter gefasst.
Vielleicht ist das einfach nur ein (fragwürdiger) Trend von dünnen Teenagern sich proana zu nennen.
Vielleicht versuchen so auch Platformen, die eigentlich Hilfe und Vernunft anbieten wollen, kleine Mädchen zu ködern, die proana als Trend sehen, um dann eher sachdienliche Hinweise und Unterstützung zu geben.
Du hast, was den eigentlichen Sinn des Begriffs proana angeht ja recht, aber viele Begriffe werden doch irgendwann gedehnt und nicht mehr so eng verwendet.
Also wahrscheinlich ist nicht überall proana drin, wo proana draufsteht.
Hüftspeck
> es gibt "pro" ana Foren, die "gegen" Anorexie sind?
Wahrscheinlich sind wir hier auch in einem proadi-Forum und wissen das nur noch nicht.
Wir (nein eigentlich nur Du ;-) ) sin da wohl zu alt, um so etwas noch zu verstehen ;-) .
Vielleicht wird der Begriff proana wirklich zurzeit etwas weiter gefasst.
Vielleicht ist das einfach nur ein (fragwürdiger) Trend von dünnen Teenagern sich proana zu nennen.
Vielleicht versuchen so auch Platformen, die eigentlich Hilfe und Vernunft anbieten wollen, kleine Mädchen zu ködern, die proana als Trend sehen, um dann eher sachdienliche Hinweise und Unterstützung zu geben.
Du hast, was den eigentlichen Sinn des Begriffs proana angeht ja recht, aber viele Begriffe werden doch irgendwann gedehnt und nicht mehr so eng verwendet.
Also wahrscheinlich ist nicht überall proana drin, wo proana draufsteht.
Hüftspeck
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 15:14 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
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Re: Ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 17:52 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 506 |
Alexander schrieb:
> Ist es aber in sehr vielen Fällen. Da wird geschuftet auf
> Teufel komm raus, und beide Elternteile nehmen noch Nebenjobs
> an - um das dadurch verdiente Geld in eine Heimkino-Anlage,
> einen Plasma-Fernseher, einen DVD-Player, den neusten Computer,
> das schickste Handy oder den Überseeurlaub auszugeben. Die
> ständige Abwesenheit von Familie und Kindern wird dann mit "ich
> mach das doch alles nur für Euch" gerechtfertigt.
Warum bist Du so auf Abwesenheit von der Familie fixiert? Glaubst Du wirklich, daß früher "alles besser war"? Ich wage es stark zu bezweifeln, daß Familien früher mehr Zeit miteinander verbracht haben. Zumindest in der Art, wie Du es Dir offensichtlich vorstellst.
Dieses verklärte Bild der perfekten, liebevollen Bilderbuch-Familie ist erst in den 50er Jahren aufgekommen und scheint unausrottbar zu sein. Lies einfach einmal ein Buch zur Sozialgeschichte des Familienlebens bzw. der Kindheit.
Gern würde ich ebenfalls wissen, wie viele solcher Familien Du persönlich kennst. Ich kenne nämlich keine einzige Person, die viel arbeitet, um sich solchen "Luxus" wie Du ihn beschreibst, leisten zu können. Einige leisten sich solche Dinge, doch wird nicht primär darauf hingearbeitet, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist nicht der Grund, warum man aufsteht und zur Arbeit geht.
> Die
> ständige Abwesenheit von Familie und Kindern wird dann mit "ich
> mach das doch alles nur für Euch" gerechtfertigt.
Habe ich das richtig verstanden - Familie = Frau und Kinder?
Würde mich nur mal interessieren... kann ja auch falsch liegen.
> Vielleicht nicht. Aber ein Großteil aller Suchtkranken sind
> suchtkrank, weil ihnen das Rüstzeug fehlt, Schwierigkeiten
> meistern zu können. Und dieses Rüstzeug erlernt(e) man
> hauptsächlich in der Kindheit. Das setzt allerdings voraus,
> dass die Eltern genug Zeit für ihr Kind haben bzw. diese Zeit
> auch dem Kind widmen.
Tut mir Leid, Dir hier deutlich widersprechen zu müssen - aber es ist erwiesen, daß der Großteil der Suchtkranken genetisch vorbelastet ist. Sie sind weniger "resistent". Deshalb treten auch einige Krankheiten gehäuft in Familien auf (z. B. Schizophrenie). Psychosomatische Erkrankungen haben in vielen Fällen nichts mit "Unfähigkeit" sein Leben zu meistern zu tun.
Natürlich müssen Kinder bestimmte Verhaltensmuster und Regeln lernen, um in der Gesellschaft zurechtzukommen. Sich eben einzufügen, anzupassen (und das ist jetzt nicht als negativ aufzufassen, denn um eine funktionierende, stabile Gesellschaft zu haben, kann kein Teil dieser Gruppe seine Individualität voll ausleben). Das ist in allen Kulturen so.
Kinder können dieses "Rüstzeug" aber ohne weiteres in der Schule lernen, vorausgesetzt die Gesellschaft erkennt die Bedeutung und das Potenzial der Institution Schule und des Lehrerberufes etc. und handelt dementsprechend.
Kinder müssen sich der Liebe ihrer Eltern sicher sein, das bedeutet aber keineswegs, daß sie viel Zeit mit diesen verbringen müssen (und ab einem gewissen Alter wollen sie das auch gar nicht).
suessemaus
I didn't fight my way to the top of the food chain to be a vegetarian.
> Ist es aber in sehr vielen Fällen. Da wird geschuftet auf
> Teufel komm raus, und beide Elternteile nehmen noch Nebenjobs
> an - um das dadurch verdiente Geld in eine Heimkino-Anlage,
> einen Plasma-Fernseher, einen DVD-Player, den neusten Computer,
> das schickste Handy oder den Überseeurlaub auszugeben. Die
> ständige Abwesenheit von Familie und Kindern wird dann mit "ich
> mach das doch alles nur für Euch" gerechtfertigt.
Warum bist Du so auf Abwesenheit von der Familie fixiert? Glaubst Du wirklich, daß früher "alles besser war"? Ich wage es stark zu bezweifeln, daß Familien früher mehr Zeit miteinander verbracht haben. Zumindest in der Art, wie Du es Dir offensichtlich vorstellst.
Dieses verklärte Bild der perfekten, liebevollen Bilderbuch-Familie ist erst in den 50er Jahren aufgekommen und scheint unausrottbar zu sein. Lies einfach einmal ein Buch zur Sozialgeschichte des Familienlebens bzw. der Kindheit.
Gern würde ich ebenfalls wissen, wie viele solcher Familien Du persönlich kennst. Ich kenne nämlich keine einzige Person, die viel arbeitet, um sich solchen "Luxus" wie Du ihn beschreibst, leisten zu können. Einige leisten sich solche Dinge, doch wird nicht primär darauf hingearbeitet, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist nicht der Grund, warum man aufsteht und zur Arbeit geht.
> Die
> ständige Abwesenheit von Familie und Kindern wird dann mit "ich
> mach das doch alles nur für Euch" gerechtfertigt.
Habe ich das richtig verstanden - Familie = Frau und Kinder?
Würde mich nur mal interessieren... kann ja auch falsch liegen.
> Vielleicht nicht. Aber ein Großteil aller Suchtkranken sind
> suchtkrank, weil ihnen das Rüstzeug fehlt, Schwierigkeiten
> meistern zu können. Und dieses Rüstzeug erlernt(e) man
> hauptsächlich in der Kindheit. Das setzt allerdings voraus,
> dass die Eltern genug Zeit für ihr Kind haben bzw. diese Zeit
> auch dem Kind widmen.
Tut mir Leid, Dir hier deutlich widersprechen zu müssen - aber es ist erwiesen, daß der Großteil der Suchtkranken genetisch vorbelastet ist. Sie sind weniger "resistent". Deshalb treten auch einige Krankheiten gehäuft in Familien auf (z. B. Schizophrenie). Psychosomatische Erkrankungen haben in vielen Fällen nichts mit "Unfähigkeit" sein Leben zu meistern zu tun.
Natürlich müssen Kinder bestimmte Verhaltensmuster und Regeln lernen, um in der Gesellschaft zurechtzukommen. Sich eben einzufügen, anzupassen (und das ist jetzt nicht als negativ aufzufassen, denn um eine funktionierende, stabile Gesellschaft zu haben, kann kein Teil dieser Gruppe seine Individualität voll ausleben). Das ist in allen Kulturen so.
Kinder können dieses "Rüstzeug" aber ohne weiteres in der Schule lernen, vorausgesetzt die Gesellschaft erkennt die Bedeutung und das Potenzial der Institution Schule und des Lehrerberufes etc. und handelt dementsprechend.
Kinder müssen sich der Liebe ihrer Eltern sicher sein, das bedeutet aber keineswegs, daß sie viel Zeit mit diesen verbringen müssen (und ab einem gewissen Alter wollen sie das auch gar nicht).
suessemaus
I didn't fight my way to the top of the food chain to be a vegetarian.|
Re: Ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 18:53 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
suessemaus schrieb:
> Warum bist Du so auf Abwesenheit von der Familie fixiert?
Ich bin nicht fixiert darauf, ich halte es für eine der Ursachen.
> Glaubst Du wirklich, daß früher "alles besser war"?
Sicher nicht. Aber der Gedanke der Gemeinsamkeit war früher wohl stärker ausgeprägt.
> stark zu bezweifeln, daß Familien früher mehr Zeit miteinander
> verbracht haben.
Wohl nicht. Bei einer 60-Stunden-Woche blieb vermutlich genauso wenig weniger Zeit für die Familie wei heute bei einer 60-Stunden-Woche.
> Gern würde ich ebenfalls wissen, wie viele solcher Familien Du
> persönlich kennst. Ich kenne nämlich keine einzige Person, die
> viel arbeitet, um sich solchen "Luxus" wie Du ihn beschreibst,
> leisten zu können.
Ich kenne einige.
> Einige leisten sich solche Dinge, doch wird
> nicht primär darauf hingearbeitet, im wahrsten Sinne des
> Wortes. Es ist nicht der Grund, warum man aufsteht und zur
> Arbeit geht.
Aber es ist häufig der Grund, warum man mehr arbeitet als man müsste, warum man sich Zweitjobs sucht und dgl.
> Habe ich das richtig verstanden - Familie = Frau und Kinder?
Familie = Partner und Partnerin bzw. Partner und Partnerin und Kind(er).
> Tut mir Leid, Dir hier deutlich widersprechen zu müssen - aber
> es ist erwiesen, daß der Großteil der Suchtkranken genetisch
> vorbelastet ist.
Hast du da eine Quelle dafür?
> Natürlich müssen Kinder bestimmte Verhaltensmuster und Regeln
> lernen, um in der Gesellschaft zurechtzukommen. Sich eben
> einzufügen, anzupassen (und das ist jetzt nicht als negativ
> aufzufassen, denn um eine funktionierende, stabile Gesellschaft
> zu haben, kann kein Teil dieser Gruppe seine Individualität
> voll ausleben). Das ist in allen Kulturen so.
> Kinder können dieses "Rüstzeug" aber ohne weiteres in der
> Schule lernen,
das halte ich für Wunschdenken. Ich denke nicht, dass die Schule geeignet ist, Erziehungsfehler der Eltern aufzufangen.
> vorausgesetzt die Gesellschaft erkennt die
> Bedeutung und das Potenzial der Institution Schule und des
> Lehrerberufes etc. und handelt dementsprechend.
Du meinst, Schule als Outsourcing-Betrieb für Erziehende?
> Kinder müssen sich der Liebe ihrer Eltern sicher sein, das
> bedeutet aber keineswegs, daß sie viel Zeit mit diesen
> verbringen müssen
Um Bestätigung zu geben reicht meiner Meinung nach ein Zettel auf dem Küchentisch "das hast du toll gemacht" nicht aus (obwohl das schon mal ein Anfang wäre).
> (und ab einem gewissen Alter wollen sie das auch gar nicht).
Wenn dieses Alter erreicht ist, ist es für elterliche Erziehungsversuche meistens eh schon zu spät :-)
Alex
> Warum bist Du so auf Abwesenheit von der Familie fixiert?
Ich bin nicht fixiert darauf, ich halte es für eine der Ursachen.
> Glaubst Du wirklich, daß früher "alles besser war"?
Sicher nicht. Aber der Gedanke der Gemeinsamkeit war früher wohl stärker ausgeprägt.
> stark zu bezweifeln, daß Familien früher mehr Zeit miteinander
> verbracht haben.
Wohl nicht. Bei einer 60-Stunden-Woche blieb vermutlich genauso wenig weniger Zeit für die Familie wei heute bei einer 60-Stunden-Woche.
> Gern würde ich ebenfalls wissen, wie viele solcher Familien Du
> persönlich kennst. Ich kenne nämlich keine einzige Person, die
> viel arbeitet, um sich solchen "Luxus" wie Du ihn beschreibst,
> leisten zu können.
Ich kenne einige.
> Einige leisten sich solche Dinge, doch wird
> nicht primär darauf hingearbeitet, im wahrsten Sinne des
> Wortes. Es ist nicht der Grund, warum man aufsteht und zur
> Arbeit geht.
Aber es ist häufig der Grund, warum man mehr arbeitet als man müsste, warum man sich Zweitjobs sucht und dgl.
> Habe ich das richtig verstanden - Familie = Frau und Kinder?
Familie = Partner und Partnerin bzw. Partner und Partnerin und Kind(er).
> Tut mir Leid, Dir hier deutlich widersprechen zu müssen - aber
> es ist erwiesen, daß der Großteil der Suchtkranken genetisch
> vorbelastet ist.
Hast du da eine Quelle dafür?
> Natürlich müssen Kinder bestimmte Verhaltensmuster und Regeln
> lernen, um in der Gesellschaft zurechtzukommen. Sich eben
> einzufügen, anzupassen (und das ist jetzt nicht als negativ
> aufzufassen, denn um eine funktionierende, stabile Gesellschaft
> zu haben, kann kein Teil dieser Gruppe seine Individualität
> voll ausleben). Das ist in allen Kulturen so.
> Kinder können dieses "Rüstzeug" aber ohne weiteres in der
> Schule lernen,
das halte ich für Wunschdenken. Ich denke nicht, dass die Schule geeignet ist, Erziehungsfehler der Eltern aufzufangen.
> vorausgesetzt die Gesellschaft erkennt die
> Bedeutung und das Potenzial der Institution Schule und des
> Lehrerberufes etc. und handelt dementsprechend.
Du meinst, Schule als Outsourcing-Betrieb für Erziehende?
> Kinder müssen sich der Liebe ihrer Eltern sicher sein, das
> bedeutet aber keineswegs, daß sie viel Zeit mit diesen
> verbringen müssen
Um Bestätigung zu geben reicht meiner Meinung nach ein Zettel auf dem Küchentisch "das hast du toll gemacht" nicht aus (obwohl das schon mal ein Anfang wäre).
> (und ab einem gewissen Alter wollen sie das auch gar nicht).
Wenn dieses Alter erreicht ist, ist es für elterliche Erziehungsversuche meistens eh schon zu spät :-)
Alex
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Re: Ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 19:36 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 318 |
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Re: ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 19:40 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 318 |
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Re: Ich bin fassungslos... 18. Juni 2007 20:01 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 506 |
@ softie14:
Danke für die freundliche Unterstützung durch Linkverweise.
>> Natürlich müssen Kinder bestimmte Verhaltensmuster und Regeln
>> lernen, um in der Gesellschaft zurechtzukommen. Sich eben
>> einzufügen, anzupassen (und das ist jetzt nicht als negativ
>> aufzufassen, denn um eine funktionierende, stabile Gesellschaft
>> zu haben, kann kein Teil dieser Gruppe seine Individualität
>> voll ausleben). Das ist in allen Kulturen so.
>> Kinder können dieses "Rüstzeug" aber ohne weiteres in der
>> Schule lernen,
> das halte ich für Wunschdenken. Ich denke nicht, dass die Schule
> geeignet ist, Erziehungsfehler der Eltern aufzufangen.
Da bin ich völlig gegenteiliger Meinung. Es sollte die Pflicht einer guten Bildungseinrichtung sein, eben diese zu korrigieren! Das gehört meiner Ansicht nach eben auch zur Chancengleichheit - daß allen Kindern ein gewisser gesellschaftslich etablierter Wertekanon bzw. allgemein verbindliche Moralvorstellungen vermittelt werden. Auch "Umgang" ist eine Art Bildung, die erworben werden muß und die unabdingbar für sozialen und beruflichen Erfolg ist. Manche Eltern sind aber nicht fähig (selbst wenn sie willig sein sollten) dies ihrem Kind weiterzugeben.
> Du meinst, Schule als Outsourcing-Betrieb für Erziehende?
Nicht die Schule, sondern die Gesellschaft. So wie es schon immer war... Gesellschaftliche Normen als Regulativ.
> Um Bestätigung zu geben reicht meiner Meinung nach ein Zettel auf dem
> Küchentisch "das hast du toll gemacht" nicht aus (obwohl das schon mal
> ein Anfang wäre).
Das hat auch nie jemand behauptet.
suessemaus
I didn't fight my way to the top of the food chain to be a vegetarian.
Danke für die freundliche Unterstützung durch Linkverweise.

>> Natürlich müssen Kinder bestimmte Verhaltensmuster und Regeln
>> lernen, um in der Gesellschaft zurechtzukommen. Sich eben
>> einzufügen, anzupassen (und das ist jetzt nicht als negativ
>> aufzufassen, denn um eine funktionierende, stabile Gesellschaft
>> zu haben, kann kein Teil dieser Gruppe seine Individualität
>> voll ausleben). Das ist in allen Kulturen so.
>> Kinder können dieses "Rüstzeug" aber ohne weiteres in der
>> Schule lernen,
> das halte ich für Wunschdenken. Ich denke nicht, dass die Schule
> geeignet ist, Erziehungsfehler der Eltern aufzufangen.
Da bin ich völlig gegenteiliger Meinung. Es sollte die Pflicht einer guten Bildungseinrichtung sein, eben diese zu korrigieren! Das gehört meiner Ansicht nach eben auch zur Chancengleichheit - daß allen Kindern ein gewisser gesellschaftslich etablierter Wertekanon bzw. allgemein verbindliche Moralvorstellungen vermittelt werden. Auch "Umgang" ist eine Art Bildung, die erworben werden muß und die unabdingbar für sozialen und beruflichen Erfolg ist. Manche Eltern sind aber nicht fähig (selbst wenn sie willig sein sollten) dies ihrem Kind weiterzugeben.
> Du meinst, Schule als Outsourcing-Betrieb für Erziehende?
Nicht die Schule, sondern die Gesellschaft. So wie es schon immer war... Gesellschaftliche Normen als Regulativ.
> Um Bestätigung zu geben reicht meiner Meinung nach ein Zettel auf dem
> Küchentisch "das hast du toll gemacht" nicht aus (obwohl das schon mal
> ein Anfang wäre).
Das hat auch nie jemand behauptet.
suessemaus
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