Insulin

geschrieben von Magdalena 
Insulin
10. April 2007 10:37
Hallo!

Der untere thread "Besser Essen" ist mittlerweile etwas unübersichtlich geworden.

Trotzdem finde ich diese ganze Diskussion um Insulin, künstliche Süßstoffe und den Blutzuckerspiegel sehr interessant.

Ich bin selber insulinresistent, weshalb ich den Inhalt des Beitrages von Roberto nur bestätigen kann.

Roberto schrieb:

Die gängige Empfehlung von fünf bis sechs Mahlzeiten täglich kann im
Einzelfall kontraproduktiv sein (bei deutlich Übergewichtigen, die eine Hyperinsulinämie bzw. bereits eine Insulinresistenz aufweisen), da aufgrund der mit jeder Nahrungszufuhr stimulierten Insulinsekretion der Fettabbau durch Hemmung der Lipolyse eher erschwert wird - Insulin fördert nicht nur die Aufnahme von Glucose (=Traubenzucker), Aminosäuren und Fettsäuren in die Körperzellen, sondern hemmt auch die Lipolyse = Fettspaltung. Diese kann demnach am besten bei niedrigem Insulinspiegel stattfinden, also im Nüchternzustand. Die Fettsäureverbrennung (Betaoxidation) selbst wird jedoch von Insulin nicht beeinträchtigt. An dieser Stelle soll auch darauf hingewiesen werden, dass der in letzter Zeit "in Mode" gekommene glykämische Index (GI) für Stoffwechselgesunde keine Relevanz hat, sondern allenfalls nur für Patienten mit gestörter Glukosetoleranz aufgrund einer Insulinresistenz (metabolisches Syndrom, NIDDM = Typ 2-Diabetes mellitus).
Nachdem von Süßstoffen bekannt ist, dass auch sie die Insulinproduktion steigern, würde ich sagen, dass es sehrwohl sinnvoll ist, in einer Abnehmphase auch darauf zu verzichten oder zumindest lediglich zu den Mahlzeiten, wo das Insulin ohnehin steigt, zu genießen.
[gin.uibk.ac.at];


Somit kann man nicht generell sagen, ob künstliche Süßstoffe sich negativ auf die Insulinproduktion oder des BLutzuckerstoffwechsel auswirken.
Eine Insulinresistenz kann oft erst nach Jahren bemerkt werden und oft erst wenn es schon zu DiabetesII gekommen ist.
Wer jahrelang übergewichtig war, kann eigentlich nicht sagen, ob die Insulinproduktion oder die Aufnahme des Insulins nicht schon gestört ist.

Freue mich über eure Gedanken und ANmerkungen!

Lg Magdalena



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26 J.
174 cm
Gewicht März:69 kg
Gewicht: 1.4.2007: 68.5 :-)
Gewicht: April 2008: 67.9
Gewicht: Juni 2008: 69.6
Wunschgewicht: 65 kg
Re: Insulin
10. April 2007 11:02
Wenn ein Mensch an einer Stoffwechselerkrankung -und da ist es egal welcher Art- leidet, gehört er (sie) in medizinische Behandlung.
Für stoffwechselgesunde genügt es, sich gesund -also möglichst vollwertig- zu ernähren, körperlich aktiv zu sein und Übergewicht zu vermeiden bzw. abzubauen. Für diese Menschen ist es nahezu überflüssig, darüber nachzudenken welches Lebensmittel wieviel Insulin provoziert, denn das regelt ein gesunder Körper ganz von selbst.

Wenn man auf alle "Dickmacher"parolen hören wollte, dürfte man bald gar nichts mehr essen und müßte sich sicherheitshalber "den Hals zuschnüren"....

Mal isses das Fett, mal die Kohlenhydrate, das nächste mal das Insulin und morgen isses die Atemluft.....................................



Gewicht 118,9kg am 13.01.06
Aktuell 86kg am 18.11.08
Mann 53 Jahre alt; 178cm groß
Re: Insulin
10. April 2007 11:07
Magdalena schrieb:

> Nachdem von Süßstoffen bekannt ist, dass auch sie die
> Insulinproduktion steigern,

und wenn es noch weitere hundertmal geschrieben wird, bleibt das immer noch falsch!!

Süßstoffe haben NACHWEISBAR keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und keinen Einfluss auf die Insulinproduktion.

Alex
Re: Insulin
10. April 2007 11:24
@August der Starke:

August der Starke schrieb:
>Wenn ein Mensch an einer Stoffwechselerkrankung -und da ist es egal welcher Art- leidet, gehört er (sie) in medizinische Behandlung.

Das stimmt sicher, aber viele Leute wissen ja nicht, dass die Bauschspeicheldrüse oder die Zellrezeptoren nicht mehr richtig arbeiten. Und da wir hier in einem Forum sind, wo viele lange Zeit übergewichtig waren oder sind, ist es wichtig, auf diese Möglichkeiten aufmerksam zu machen.

Und eine Insulinresistenz kann nicht so einfach mit einem Oralem Glucosetoleranztest festgestellt werden, der kann nämlich durchaus normal sein.


@Alexander:
ICH hab ja nur zitiert und nicht selber erfunden.
Ich weiß es ja nicht, aber könnte es nicht sein, dass jemand mit dem metabolischen Syndrom künstliche Süßstoffe anders verwertet als jemand der ganz gesund ist?

Eine fragende Magdalena



Nachricht bearbeitet (10.04.2007 11:25)

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Re: Insulin
10. April 2007 11:47
Insulin schüttet die BSD nur dann aus, wenn genügend oder zu viel "Zucker" -oder teilweise auch Eiweiß bzw. Fett- im Blut ist. Da im Süßstoff nichts dergleichen vorhanden ist, gibt es auch keine Veranlassung zur Insulinausschüttung.



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Aktuell 86kg am 18.11.08
Mann 53 Jahre alt; 178cm groß
Re: Insulin
10. April 2007 12:40
Magdalena schrieb:

> Ich weiß es ja nicht, aber könnte es nicht sein, dass jemand
> mit dem metabolischen Syndrom künstliche Süßstoffe anders
> verwertet als jemand der ganz gesund ist?

Nein. Der Insulinregelkreis wird vom Blutzuckergehalt gesteuert. Wenn jemand an einer Krankheit leidet, bei der dieser Regelkreis gestört ist, wird die Insulinausschüttung nicht plötzlich von den Rezeptoren gesteuert, die für das Geschmacksempfinden "süß" verantwortlich sind.

Alex
Re: Insulin
10. April 2007 12:45
Hihi, das habe ich anscheinend blöd geschrieben.

Ich meinte damit, dass z.B. bei mir die Zellen das Insulin nicht aufnehmen können und deshalb immer weiter Insulin produziert wird, obwohl man es gar nicht bräuchte, eben weil das "Andocken" des Insulins an die Zellen nicht funktioniert.

Und deshalb auch meine Frage, ob das durch Süßstoffe hervorgerufen werden kann.
Trotzdem passt deine Antwort, denn ich denke ja selber, dass Geschmacksempfinen und Zellreaktion nix miteinander zu tun haben.

Andererseits.....das Hirn ist ja auch verantwortlich für Körpervorgänge und wenn da die Meldung "süß" kommt?....

Vielleicht sollte ich nicht so viel darüber nachdenken.

Lg Magdalena



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Wunschgewicht: 65 kg
Re: Insulin
10. April 2007 12:55
Magdalena schrieb:

> Ich meinte damit, dass z.B. bei mir die Zellen das Insulin
> nicht aufnehmen können und deshalb immer weiter Insulin
> produziert wird, obwohl man es gar nicht bräuchte, eben weil
> das "Andocken" des Insulins an die Zellen nicht funktioniert.
>
> Und deshalb auch meine Frage, ob das durch Süßstoffe
> hervorgerufen werden kann.

Nein. Denn wenn das durch den Süßstoffkonsum hervorgerufen würde, wäre durch den Verzicht auf Süßstoff ja wieder alles in Ordnung.

> Andererseits.....das Hirn ist ja auch verantwortlich für
> Körpervorgänge und wenn da die Meldung "süß" kommt?....

Geruchs- und Geschmackssinn sind tatsächlich für verschiedene Körperreaktionen wie z. B. Speichelproduktion verantwortlich. Auf die Insulinproduktion hat der Geschmackssinn dagegen nachweisbar keinen Einfluss.

> Vielleicht sollte ich nicht so viel darüber nachdenken.

Vielleicht ;-)

Alex
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