Joggen
geschrieben von Lyla
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Re: Joggen 25. Juni 2005 18:27 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 133 |
Ich komme erst heute dazu, zu der weiteren Diskussion zu antworten:
1.
Lana, wenn Du auch selbständig bist und eine 60 Stunden Woche hast (was ja für einen Selbständigen in der Regel eh recht wenig ist), dann verstehe ich einige Deiner Postings überhaupt nicht mehr.
Ich verstehe dann nicht, wie Du allen Ernstes behaupten kannst, dass man sich gerade als Selbständiger aussuchen kann, wie viel man arbeitet.
Denn als Selbständige musst Du doch auch dafür sorgen, dass alle Kosten reinkommen, Du insbesondere Deine Mitarbeiter zahlen kannst, Du Deine notwendigen Ausgaben wie (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Steuern etc) tätigen kannst.
Und dann muss ja auch noch genug zum Leben übrig bleiben, wobei Du ja auch dafür schon einiges benötigst, wenn ich lese, dass Du eine große Wohnung hast, ein Pferd hast, ins Fitnesstudio gehst etc.
Allein diese Kosten deckt man in der Regel doch nur über die entsprechende dauerhafte Anzahl von Aufträgen, die dann auch bearbeitet werden müssen.
Und dies kann doch in der Regel nur durch entsprechende Arbeitsleistung, Eingehen auf Kundenwünsache (auch in zeitlicher Hinsicht) etc. sichergestellt werden.
Und dann obliegt dem Selbständigen ja nicht nur die „eigentliche“ Arbeit, sondern auch (nebenbei) die Verwaltung seines Unternehmens mit allem drum und dran.
Und dies ist (und da bin ich kein Einzelfall, sondern die Regel!) nur mit entsprechend hohem Arbeitseinsatz und Aufwand zu schaffen.
Die Fälle, dass jemand so gewinnträchtige und einzigartige Produkte oder Dienstleistungen anbietet, dass man mit geringem Arbeitsaufwand und ohne sich (auch zeitlich) nach den Kundenwünschen zu richten, tatsächlich dauerhaft und „garantiert“ diese Kosten „reinholt“ und auch noch entsprechenden Gewinn machen kann, gibt es, aber sie sind sehr, sehr selten.
Wenn Du, wie es scheint, zu diesen wenigen Glücklichen gehörst, dann sei Dir das von Herzen gegönnt.
Mit ein bisschen Realismus dürfte Dir als Selbständige und Alleinverantwortliche für das unternehmerische Risiko aber auch bewusst sein, dass dies die große Ausnahme darstellt und nicht verallgemeinerungsfähig ist!
Und es ist bestimmt nicht jeder unfähig oder naiv, bei dem dies nicht so ist!
2.
Darüberhinaus scheinst Du auch in der glücklichen Lage zu sein, fast keinen Schlaf zu benötigen und trotzdem leistungsfähig zu sein, denn wenn ich Deine Postings (auch aus anderen Threads) mal zusammenfasse, dann dürfte Dein Tag (ausgehend von einer 60 Stundenwoche) mit Arbeit, Pferd, Sport, Haushalt, Zeit für Haushalt/Einkaufen/Essen Duschen locker 19 Stunden betragen. Da sind noch keine Pausen, Fahrzeiten etc. eingerechnet, also wahrscheinlich eher 20 Stunden.
Mit dauerhaft 4 Stunden Schlaf kommen nur die wenigsten aus und sind dann auch zu vernünftigem Sport nicht mehr in der Lage. Das dürfte wohl auch kaum jemanden vorwerfbar sein!
3.
Langer Rede kurzer Sinn. Ich finde es schlichtweg vermessen, anderen vorzuwerfen, wenn sie sagen, keine Zeit zu einem entsprechend hohen Pensum an Sport zu haben, dass dies „in der Regel“ eine Ausrede ist.
Wenn ich das mal genau nehme, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die meisten Menschen, die so etwas von sich behaupten lügen (und man daher mit seinem Vorwurf meistens den richtigen trifft). Die wenigen Ausnahmen können sich ja dann erst mal rechtfertigen. Und das finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben und dies steht auch in einem Forum keinem zu!
Es gibt genug Leute, die – aus welchem Gründen auch immer – stark eingespannt sind und bei denen tatsächlich nur wenig Freizeit bleibt! Sei es weil sie neben Job, eine Familie versorgen müssen und auch auf ihre Kinder/Partner Rücksicht nehmen müssen, sei es, weil sie arbeitsmäßig stark eingespannt sind, sei es weil sie in Prüfungsvorbereitungen stecken oder warum auch immer. (Ich würde sogar glauben, das ist, von denen, die das von sich behaupten die Mehrheit).
Diese Leistungen dadurch abzuwerten, dass man diese Leute eigentlich mit Fug und Recht erst mal in die Kategorie „faul“, nur nach Ausreden suchend und sogar naiv einstufen kann, stößt mir auf.
4.
Nur um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich noch einige Dinge klarstellen bzw. präzisieren:
- Ausgangspunkt meines Postings war nicht, ob es (zeitlich) möglich ist, überhaupt regelmäßig Zeit zum Sport zu finden. In gewissem Rahmen ist das jedem möglich, da gebe ich Dir und Alexander recht. Mir ging es allein darum aufzuzeigen, dass es nicht jedem möglich ist, ein entsprechend zeitintensives (wenn auch aus sportlicher Sicht absolut sinnvolles) Pensum zu absolvieren und dass man diesen Leuten nicht einfach vorwerfen kann, sie suchen nur nach Ausreden und ihnen fehlt der Wille.
Und es ist gerade für die Leute, die vielleicht sogar erhebliche Anstrengungen auf sich nehmen, um überhaupt Sport zu treiben oder die gerade erst mit Sport beginnen, ziemlich kontraproduktiv und demotivierend, wenn ihnen gesagt wird, dass sie schon ein gewisses Pensum absolvieren müssten und ihnen ansonsten entsprechende Vorwürfe gemacht werden können.
- Sicher ist auch jeder für sein Leben selbst verantwortlich und hat es sich in gewisser Weise auch ausgesucht (wobei allerdings gerade in der heutigen Zeit die Wahl, wie man seinen Lebensunterhalt verdient für viele sehr eingeschränkt ist). Ich bin mit meinem Leben auch – jedenfalls jobmäßig - im Großen und Ganzen zufrieden und übe, was nicht für jeden selbstverständlich ist, meinen Job, trotz entsprechender Nachteile, eigentlich gerne aus! Ich habe mich, indem ich meinen Tagesablauf dargelegt und erklärt habe, warum ich ein entsprechendes Sportpensum nicht absolvieren kann, auch nicht beklagen wollen (und habe auch die anderen Postings von Leuten, die erklärt haben, aus welchen Gründen sie wenig Zeit zum Sport haben, auch nicht so verstanden).
ABER: Dass Sport eine Freizeitbeschäftigung ist (und ich rede jetzt nicht, von Leuten die beruflich mit Sport zu tun haben, und für die sich diese Diskussion eh nicht stellt), dürfte auch feststehen. Und Freizeitbeschäftigung kann man eben nur dann ausüben, wenn man Freizeit hat. Und ich denke, man kann niemand vorwerfen, wenn er in seine Prioritätenliste zuerst das Verdienen seines Lebensunterhalts und sein Familie (mit allem drum und dran) und erst dann die Freizeit setzt. Umgekehrt finde ich das eher bedenklich!
Richtig ist sicherlich, dass jemand, der seine Freizeit zunächst mit anderen Dingen verbringt (was jedermanns Recht ist), nicht jammern braucht, wenn dann nicht noch genug Freizeit für Sport bleibt.
Die Prioritäten kann bzw. sollte man aber nur innerhalb einer Kategorie (Pflichten und Freizeit) setzen und verschieben.
- Da ich aber sicherlich lernfähig bin, bin ich für Vorschläge, wie ich in den von mir geschilderten Tagesablauf 4 mal wöchentlich ca. 1-1,5 Stunden Sport (mit Duschen) integrieren kann, dankbar.
Das käme mir nämlich sehr entgegen! Allerdings möchte (und brauche!) ich
mindestens 6 Stunden Schlaf, zwischendurch auch mal 7 Stunden.
1.
Lana, wenn Du auch selbständig bist und eine 60 Stunden Woche hast (was ja für einen Selbständigen in der Regel eh recht wenig ist), dann verstehe ich einige Deiner Postings überhaupt nicht mehr.
Ich verstehe dann nicht, wie Du allen Ernstes behaupten kannst, dass man sich gerade als Selbständiger aussuchen kann, wie viel man arbeitet.
Denn als Selbständige musst Du doch auch dafür sorgen, dass alle Kosten reinkommen, Du insbesondere Deine Mitarbeiter zahlen kannst, Du Deine notwendigen Ausgaben wie (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Steuern etc) tätigen kannst.
Und dann muss ja auch noch genug zum Leben übrig bleiben, wobei Du ja auch dafür schon einiges benötigst, wenn ich lese, dass Du eine große Wohnung hast, ein Pferd hast, ins Fitnesstudio gehst etc.
Allein diese Kosten deckt man in der Regel doch nur über die entsprechende dauerhafte Anzahl von Aufträgen, die dann auch bearbeitet werden müssen.
Und dies kann doch in der Regel nur durch entsprechende Arbeitsleistung, Eingehen auf Kundenwünsache (auch in zeitlicher Hinsicht) etc. sichergestellt werden.
Und dann obliegt dem Selbständigen ja nicht nur die „eigentliche“ Arbeit, sondern auch (nebenbei) die Verwaltung seines Unternehmens mit allem drum und dran.
Und dies ist (und da bin ich kein Einzelfall, sondern die Regel!) nur mit entsprechend hohem Arbeitseinsatz und Aufwand zu schaffen.
Die Fälle, dass jemand so gewinnträchtige und einzigartige Produkte oder Dienstleistungen anbietet, dass man mit geringem Arbeitsaufwand und ohne sich (auch zeitlich) nach den Kundenwünschen zu richten, tatsächlich dauerhaft und „garantiert“ diese Kosten „reinholt“ und auch noch entsprechenden Gewinn machen kann, gibt es, aber sie sind sehr, sehr selten.
Wenn Du, wie es scheint, zu diesen wenigen Glücklichen gehörst, dann sei Dir das von Herzen gegönnt.
Mit ein bisschen Realismus dürfte Dir als Selbständige und Alleinverantwortliche für das unternehmerische Risiko aber auch bewusst sein, dass dies die große Ausnahme darstellt und nicht verallgemeinerungsfähig ist!
Und es ist bestimmt nicht jeder unfähig oder naiv, bei dem dies nicht so ist!
2.
Darüberhinaus scheinst Du auch in der glücklichen Lage zu sein, fast keinen Schlaf zu benötigen und trotzdem leistungsfähig zu sein, denn wenn ich Deine Postings (auch aus anderen Threads) mal zusammenfasse, dann dürfte Dein Tag (ausgehend von einer 60 Stundenwoche) mit Arbeit, Pferd, Sport, Haushalt, Zeit für Haushalt/Einkaufen/Essen Duschen locker 19 Stunden betragen. Da sind noch keine Pausen, Fahrzeiten etc. eingerechnet, also wahrscheinlich eher 20 Stunden.
Mit dauerhaft 4 Stunden Schlaf kommen nur die wenigsten aus und sind dann auch zu vernünftigem Sport nicht mehr in der Lage. Das dürfte wohl auch kaum jemanden vorwerfbar sein!
3.
Langer Rede kurzer Sinn. Ich finde es schlichtweg vermessen, anderen vorzuwerfen, wenn sie sagen, keine Zeit zu einem entsprechend hohen Pensum an Sport zu haben, dass dies „in der Regel“ eine Ausrede ist.
Wenn ich das mal genau nehme, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die meisten Menschen, die so etwas von sich behaupten lügen (und man daher mit seinem Vorwurf meistens den richtigen trifft). Die wenigen Ausnahmen können sich ja dann erst mal rechtfertigen. Und das finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben und dies steht auch in einem Forum keinem zu!
Es gibt genug Leute, die – aus welchem Gründen auch immer – stark eingespannt sind und bei denen tatsächlich nur wenig Freizeit bleibt! Sei es weil sie neben Job, eine Familie versorgen müssen und auch auf ihre Kinder/Partner Rücksicht nehmen müssen, sei es, weil sie arbeitsmäßig stark eingespannt sind, sei es weil sie in Prüfungsvorbereitungen stecken oder warum auch immer. (Ich würde sogar glauben, das ist, von denen, die das von sich behaupten die Mehrheit).
Diese Leistungen dadurch abzuwerten, dass man diese Leute eigentlich mit Fug und Recht erst mal in die Kategorie „faul“, nur nach Ausreden suchend und sogar naiv einstufen kann, stößt mir auf.
4.
Nur um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich noch einige Dinge klarstellen bzw. präzisieren:
- Ausgangspunkt meines Postings war nicht, ob es (zeitlich) möglich ist, überhaupt regelmäßig Zeit zum Sport zu finden. In gewissem Rahmen ist das jedem möglich, da gebe ich Dir und Alexander recht. Mir ging es allein darum aufzuzeigen, dass es nicht jedem möglich ist, ein entsprechend zeitintensives (wenn auch aus sportlicher Sicht absolut sinnvolles) Pensum zu absolvieren und dass man diesen Leuten nicht einfach vorwerfen kann, sie suchen nur nach Ausreden und ihnen fehlt der Wille.
Und es ist gerade für die Leute, die vielleicht sogar erhebliche Anstrengungen auf sich nehmen, um überhaupt Sport zu treiben oder die gerade erst mit Sport beginnen, ziemlich kontraproduktiv und demotivierend, wenn ihnen gesagt wird, dass sie schon ein gewisses Pensum absolvieren müssten und ihnen ansonsten entsprechende Vorwürfe gemacht werden können.
- Sicher ist auch jeder für sein Leben selbst verantwortlich und hat es sich in gewisser Weise auch ausgesucht (wobei allerdings gerade in der heutigen Zeit die Wahl, wie man seinen Lebensunterhalt verdient für viele sehr eingeschränkt ist). Ich bin mit meinem Leben auch – jedenfalls jobmäßig - im Großen und Ganzen zufrieden und übe, was nicht für jeden selbstverständlich ist, meinen Job, trotz entsprechender Nachteile, eigentlich gerne aus! Ich habe mich, indem ich meinen Tagesablauf dargelegt und erklärt habe, warum ich ein entsprechendes Sportpensum nicht absolvieren kann, auch nicht beklagen wollen (und habe auch die anderen Postings von Leuten, die erklärt haben, aus welchen Gründen sie wenig Zeit zum Sport haben, auch nicht so verstanden).
ABER: Dass Sport eine Freizeitbeschäftigung ist (und ich rede jetzt nicht, von Leuten die beruflich mit Sport zu tun haben, und für die sich diese Diskussion eh nicht stellt), dürfte auch feststehen. Und Freizeitbeschäftigung kann man eben nur dann ausüben, wenn man Freizeit hat. Und ich denke, man kann niemand vorwerfen, wenn er in seine Prioritätenliste zuerst das Verdienen seines Lebensunterhalts und sein Familie (mit allem drum und dran) und erst dann die Freizeit setzt. Umgekehrt finde ich das eher bedenklich!
Richtig ist sicherlich, dass jemand, der seine Freizeit zunächst mit anderen Dingen verbringt (was jedermanns Recht ist), nicht jammern braucht, wenn dann nicht noch genug Freizeit für Sport bleibt.
Die Prioritäten kann bzw. sollte man aber nur innerhalb einer Kategorie (Pflichten und Freizeit) setzen und verschieben.
- Da ich aber sicherlich lernfähig bin, bin ich für Vorschläge, wie ich in den von mir geschilderten Tagesablauf 4 mal wöchentlich ca. 1-1,5 Stunden Sport (mit Duschen) integrieren kann, dankbar.
Das käme mir nämlich sehr entgegen! Allerdings möchte (und brauche!) ich
mindestens 6 Stunden Schlaf, zwischendurch auch mal 7 Stunden.
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