Joggen

geschrieben von Lyla 
Joggen
19. Juni 2005 20:59
Da hier ja so einige Joggen, wollte ich mal von euch wissen, wie oft und wie lange ihr Joggen geht?

Ich habe mir bis zu den Sommerferien das Ziel gesetzt, wöchentlich 2 Mal zu Laufen und mich langsam zu steigern. Bin ganz am Anfang 2 kleine Runden gelaufen (Zeit k/A) und bin mittlerweile bei 2 Großen angelangt (ca. 40/45 min).
In den Ferien selber, habe ich dann mehr Zeit und will auf 3 Mal wöchentlich hochschrauben und es dann auch weiterführen, oder eben wieder 2 Mal Laufen aber dann länger.

Was ist denn sinnvoller? 2 Mal wöchentlich lange Laufen, oder lieber mehrmals in der Woche und dann etwas kürzer?
Re: Joggen
19. Juni 2005 21:49
Hi Lyla,

also ich bin kein Profi, aber meiner Meinung nach bringt es mehr öfters zu joggen und dafür nicht so lange. Ich erinnere mich da an Strunz, der ja gesagt hat jeden Tag laufen und wenn es nur 20 Minuten sind.

LG Tanja
Re: Joggen
20. Juni 2005 00:07
Hi!

Also ich halte es für sinnvoller mehrmals die Woche laufen zu gehen! Erstmal respekt,dass du dich dazu aufraffen kannst!Zum joggen kann ich mich nur sehr zu überwinden....

liebe grüße
Re: Joggen
20. Juni 2005 10:22
Hallo,

bei mir ist es so das ich 4Mal Laufe. 3x 12Kilometer (80Minuten) und 1x zwischen 15-20KM (120-130Min)

Was der Herr Strunz sagt solltest du aber nicht so ernst nehmen. Mach so wie du dich wohler fühlst. Irgendwasnn wirst du von alleine öfter+länger laufen können + WOLLEN! Denn Laufen kann süchtig machen...

Liebe Grüsse
Sandy



Wir sind was wir denken-ich bin schlank!!
Re: Joggen
20. Juni 2005 11:14
Lyla schrieb:

> Was ist denn sinnvoller? 2 Mal wöchentlich lange Laufen, oder
> lieber mehrmals in der Woche und dann etwas kürzer?

Das hängt ganz davon ab, was du erreichen willst. Ein gutes Training ist ein Training, das sowohl die Zeiten als auch die Geschwindigkeiten variiert.

Vorschlag für ein Training, bei dem du 4 mal pro Woche läufst:

Montag - 45 Minuten normales Tempo
Dienstag - Pause
Mittwoch - 30 Min. schnell oder 45 Min. mit wechelndem Tempo
Donnerstag - Pause
Freitag - 45 Minuten normales Tempo
Samstag - Pause
Sonntag - 60 bis 90 Minuten langsames Tempo

Wenn du merkst, dass du dieses Pensum 2 wochen lang ganz gut schaffst, erhöhst du bei den Einheiten mit 45 Minuten (Mo. und Fr.) normalem Tempo die Dauer etwas, bei der Tempoeinheit (Mi.) erhöhst du das Tempo etwas und bei der langen Einheit (Sa. oder So.) erhöhst du die Dauer etwas.

Wenn du merkst, dass dir das o. g. Pensum zu anstrengend ist, reduzierst du das Tempo bzw. die Dauer bei den jeweiligen Trainingseinheiten.

Immer wenn du merkst, dass du das neue Pensum schaffst, erhöhst du bei den schnellen Trainingseinheiten das Tempo und bei den langen Trainingseinheiten die Trainingsdauer.

Sobald du wöchentlich 60 km läufst, meldest du dich wieder, dann solltest du dir mal Gedanken machen, ob du nicht einen Trainingsplan für einen Halbmarathon in Angriff nehmen solltest :-)

Alex
Re: Joggen
20. Juni 2005 11:16
sandyflash1 schrieb:

> bei mir ist es so das ich 4Mal Laufe. 3x 12Kilometer
> (80Minuten) und 1x zwischen 15-20KM (120-130Min)

versuch mal, ob du aus einer der 12km-Einheiten eine 8 oder 10km-Einheit machen kannst, bei der du dafür ordentlich schneller läufst als bei den anderen Einheiten.

> Was der Herr Strunz sagt solltest du aber nicht so ernst
> nehmen.

Stimmt!

Alex
Re: Joggen
20. Juni 2005 16:36
Alexander schrieb:


> Montag - 45 Minuten normales Tempo
> Dienstag - Pause
> Mittwoch - 30 Min. schnell oder 45 Min. mit wechelndem Tempo
> Donnerstag - Pause
> Freitag - 45 Minuten normales Tempo
> Samstag - Pause
> Sonntag - 60 bis 90 Minuten langsames Tempo

Oha ... ich will eigentlich nur meinem Körper was gutes Tun, hab kein bestimmtes Ziel vor Augen, außer einer bissel strafferen Figur.
Und soviel Laufen kann ich gar nicht in meinen Wochenplan einbringen. Ich bin Schülerin (demnächst Abi) und habe zusätzlich noch einen Nebenjob, sowie "Standardaufgaben" bei uns im Haushalt (Babysitten, Badputzen) ...
Re: Joggen
20. Juni 2005 18:09
Lyla schrieb:

> Oha ... ich will eigentlich nur meinem Körper was gutes Tun,
> hab kein bestimmtes Ziel vor Augen, außer einer bissel
> strafferen Figur.

Dann ist Krafttraining vermutlich die bessere Wahl. Allerdings ist das noch viel zeitaufwändiger :-(

> Und soviel Laufen kann ich gar nicht in meinen Wochenplan
> einbringen.

Die Woche hat 10.080 Minuten. 180 davon wirst du doch wohl erübrigen können :-) Wenn du durch das Laufen (oder durch irgend eine andere Sportart) etwas erreichen willst, solltest du das schon mit einer gewissen Intensität betreiben.

Zu deiner Ausgangsfrage: wenn du trainiert bist, ist es besser, 2 mal lange zu laufen als 4 mal kurz. Wenn du untrainiert bist, ist es besser, 4 mal kurz zu laufen, als 2 mal lange.

Abr egal wie oft oder wie lange du läufst - jede Minute die du auf der Laufstrecke verbringst, ist sinnvoller verbracht als vor dem Fernseher auf dem Sofa :-)

Alex
Re: Joggen
20. Juni 2005 20:00
Ist man nach 2 Jahren Radfahren (20 km täglich) trainiert oder eher untrainiert?
Re: Joggen
20. Juni 2005 21:50
Also ich habe zu Beginn meiner Lebensveränderung mit Nordic Walking angefangen, um erstmal eine Basiskondition aufzubauen. Dann habe ich mir handelsübliche Jogging-Literatur besorgt, und so begonnen mich daran zu orientieren. Mit der erforderlichen Kondidtion laufe ich inzwischen 5x die Woche 100 Minuten, und habe auch schon an diversen (Halb-)Marathons teilgenommen. Seit kurzem spiele ich auch wieder Fußball und Tennis, und werde dann das Joggen auf 2x120 Minuten pro Woche herunterschrauben, um meine Knochen nicht zu überstrapazieren. Aber ich halte es da mit der alten Bauernregel: Viel hilft viel! ;-)
Re: Joggen
20. Juni 2005 23:01
Alexander schrieb:


> Die Woche hat 10.080 Minuten. 180 davon wirst du doch wohl
> erübrigen können :-) Wenn du durch das Laufen (oder durch
> irgend eine andere Sportart) etwas erreichen willst, solltest
> du das schon mit einer gewissen Intensität betreiben.

Tschuldigung, aber Dein Programmvorschlag ist echt der Hammer, wenn auch aus sportlicher Sicht sicher sehr gut.

MIt einem solchen Zeitaufwand kann einfach nicht jeder nebenher Sport betreiben und da finde ich es ehrlich gesagt schon etwas heftig, wenn pauschal behauptet wird, dass dein Zeitplan doch wohl von jedem verwirklicht werden kann!

Es bleibt ja nicht bei den 180 mInuten, man muss ja auch noch Duschen etc., da sind 4 x die Woche locker je 1- 1 1/2 Stunden weg (mit ausschwitzen eher mehr).
Und die Zeit hat einfach nicht jeder, ich leider auch nicht, obwohl ich gerne mehr Sport machen würde.
Ich arbeite regelmäßig (mit kleinen Pausen) mindestens 14 Stunden täglich, an den Wochenenden 7-8 Stunden, manchmal auch mehr (selbständig halt), daneben kommt noch Haushalt, einkaufen etc, und schlafen will ich auch noch wenigstens 6 Stunden.
Da bleibt - jedenfalls unter Woche - kaum noch Zeit für Hobbies. Ich bin froh, wenn ich am Wochenende zur sportlichen Betätigung komme und vielleicht 1 x während der Woche wenigstens 30 Minuten auf den Crosstrainer komme (auch wenn ich viel lieber mehr machen würde - und wenn es zeitlich passt dies auch tue!).

Und ich denke, dass viele andere ähnlich eingespannt sind.

Und wenn dann eine Einsteiger gesagt bekommt, ohne einen solchen Zeitaufwand, den man ja mal so eben erübrigen kann, geht's nicht, dann wirkt das eher abschreckend als motivierend!

Wichtig ist doch - gerade für Einsteiger - dass sie erst mal Spass an der Bewegung bekommen, ohne dass der Sport noch zusätzlichen Stress darstellt und ohne dass sie das Gefühl haben, ihr Maß an Bewegung bringt eh nichts, weil es zu wenig ist!

Und auch diese (wenige) Bewegung - die vielleicht nicht für den den nächsten Marathon qualifiziert - ist doch besser als gar nichts und sinnvoll.


Alexander schrieb:

>
> Abr egal wie oft oder wie lange du läufst - jede Minute die du
> auf der Laufstrecke verbringst, ist sinnvoller verbracht als
> vor dem Fernseher auf dem Sofa :-)
>

Eben!

Wenn man sich einfach ein bißchen mehr bewegen will (ohne es gleich zu sportlichen Leistungen bringen zu wollen) , ist es doch völlig o.k., wenn man es dann tut.


LG

Gela



Nachricht bearbeitet (20.06.2005 23:03)
Re: Joggen
21. Juni 2005 08:06
Diese Diskussion um zu wenig Zeit für den Sport kommt hier immer wieder und ich kann dazu nur sagen, wenn einem etwas wirklich wichtig ist, dann nimmt man sich dafür auch die Zeit.

WEnn jemand gerne 14 Std. am Tag arbeitet ist das ja o.k. und da ist klar, dass ihm/ihr die Zeit für den Sport fehlt.

Aber das ist seine ganz eigene Entscheidung. DA braucht man sich dann nicht drüber aufregen.
Niemand zwingt einen 14 Std. pro Tag zu arbeiten.
WEr es dennoch tut muss sich nicht beschweren wenn er für andere Dinge dann keine Zeit mehr hat.

Und ich denke auch, dass jeden 2. Tag eine Stunde Sport wohl kaum viel ist. Die Zeit kann man sich immer nehmen, wenn man wirklich will.

WEr das nicht macht dem ist das eben nicht wichtig genug.
Ist ja auch o.k. Muss ja nicht jeder viel Sport machen, aber dieses ständige Beschweren ich habe eh keine Zeit für den Sport ist doch langsam lächerlich.
Re: Joggen
21. Juni 2005 09:20
@ Alex

Ja, ja .. die Tempoläufe, Intevalleinheiten.. *schluck* ich hab da richtg schiss davor! Ich weis das ich "sollte" aber ich trau mich nicht... Ich hab mir aber fest vorgenommen mal auf dem Crossi meinen Puls intervallweise hoch zu jagen.

Meine Einheiten laufe ich bisher immer bei 147er und den langen bei etwa 135.

Mein Plan sieht vergleichsweise so aus:

Mo. Ruhetag
Di: 1:00h-1:20hn (10 oder 12KM)
Mi: andere Sportart
DO. 1:00h-1:20hMinuten (10 oder 12KM)
FR: Ruhetag
SA: 0:50h (8km)
So: 1:50h -2:20h (15-20km)

@ll

Laufen soll doch eigentlich Spass machen! Man muss sich nicht an einen Plan halten sondern einfach dann Laufen wenn man mag und nicht wenn es ein Plan der Euch nicht kennt es vorschreibt. Behaltet den Spass am Sport macht ihn ohne Druck und freut Euch am Leben!



Sandy



Wir sind was wir denken-ich bin schlank!!
Re: Joggen
21. Juni 2005 10:06
sandyflash1 schrieb:

> @ Alex
>
> Ja, ja .. die Tempoläufe, Intevalleinheiten.. *schluck* ich hab
> da richtg schiss davor!

Brauchst du nicht. Du kannst ja langsam damit anfangen. Wenn du normalerweise mit 147 läufst, dann läufst du die Tempoeinheiten zunächst mal als Fahrtspiel: 1 Minute mit 152 im Wechsel mit 1 Minute 142. Das solltest du ohne Probleme schaffen. Wenn du merkst, das geht ganz gut, dann erhöhst du auf 2 Minuten mit 152 mit 1 Minute Erholung bei 142. Sobald das auch gut klappt, erhöhst du auf 2 Minuten mit 155 und bleibst bei 1 Minute Erholung mit 142.

Eines Tages läufst du dann 5 Minuten mit 160 abwechselnd mit 2,5 Minuten Trabpause (=gaaaanz langsam).

> Ich weis das ich "sollte" aber ich trau mich nicht...

Wieso nicht?

> Mein Plan sieht vergleichsweise so aus:
>
> Mo. Ruhetag
> Di: 1:00h-1:20hn (10 oder 12KM)
> Mi: andere Sportart
> DO. 1:00h-1:20hMinuten (10 oder 12KM)
> FR: Ruhetag
> SA: 0:50h (8km)
> So: 1:50h -2:20h (15-20km)

Ist doch ein super Plan. Nimm dir vor, den Samstag zukünftig etwas schneller als bisher zu laufen. Und sobald du die 20 km in 2 Stunden schaffst, läufst du einen Halbmarathon mit.

Alex

Re: Joggen
21. Juni 2005 10:24
> Niemand zwingt einen 14 Std. pro Tag zu arbeiten.
> WEr es dennoch tut muss sich nicht beschweren wenn er für
> andere Dinge dann keine Zeit mehr hat.

diese aussage halte ich für sehr naiv. manche menschen sind schon gezwungen diese zeit auf ihre arbeit zu verwenden und könnten sich mit sicherheit etwas besseres vorstellen.

liebe grüße,
paddy





beginn 29.03.05; pause von juli 05 bis 19.06.06 größe 180cm; alter 28
Re: Joggen
21. Juni 2005 10:32
Gela schrieb:

> Tschuldigung, aber Dein Programmvorschlag ist echt der Hammer,

Der "Hammer" ist das sicher nicht. Der Hammer sind Trainingspläne, an denen man sechs- oder siebenmal pro Woche läuft :-)

> MIt einem solchen Zeitaufwand kann einfach nicht jeder nebenher
> Sport betreiben

Das hängt davon ab, welche Prioritäten man setzt. Ich selbst arbeite pro Woche mindestens 60 Stunden und finde dennoch die Zeit, 4mal pro Woche zu laufen.

> und da finde ich es ehrlich gesagt schon etwas
> heftig, wenn pauschal behauptet wird, dass dein Zeitplan doch
> wohl von jedem verwirklicht werden kann!

Er KANN von jedem verwirklicht werden, der das wirklich will.

> Es bleibt ja nicht bei den 180 mInuten, man muss ja auch noch
> Duschen etc.,

das muß man auch dann, wenn man nicht läuft.

> da sind 4 x die Woche locker je 1- 1 1/2 Stunden
> weg (mit ausschwitzen eher mehr).
> Und die Zeit hat einfach nicht jeder, ich leider auch nicht,

Sieh's mal so: ich habe die Zeit nicht, krank zu sein. Und durch das regelmäßige Laufen bin ich gesünder und leistungsfähiger. Die paar Stunden laufen hole ich darüber lässig wieder rein.

> Ich arbeite regelmäßig (mit kleinen Pausen) mindestens 14
> Stunden täglich, an den Wochenenden 7-8 Stunden, manchmal auch
> mehr (selbständig halt), daneben kommt noch Haushalt, einkaufen
> etc, und schlafen will ich auch noch wenigstens 6 Stunden.

Viel anders sieht meine Woche auch nicht aus.

> Da bleibt - jedenfalls unter Woche - kaum noch Zeit für
> Hobbies.

Ich laufe morgens, gleich nach dem Aufstehen. Dann verschwende ich keine Zeit fürs zusätzliche Duschen.

> Ich bin froh, wenn ich am Wochenende zur sportlichen
> Betätigung komme und vielleicht 1 x während der Woche
> wenigstens 30 Minuten auf den Crosstrainer komme (auch wenn ich
> viel lieber mehr machen würde - und wenn es zeitlich passt dies
> auch tue!).
>
> Und ich denke, dass viele andere ähnlich eingespannt sind.

Wie gesagt, es ist eine Frage der Priorität. Ich habe früher mehr gearbeitet und bin weniger gelaufen. Eines Tages stellte ich im Rahmen einer Langzeit-Blutdruckmessung fest, dass mein durchschnittlicher Blutdruck 170/110 betrug. Ich stand damals vor der Wahl, weiterzumachen wie bisher und für den Rest meines Lebens Medikamente zu nehmen oder mehr Zeit mit Ausdauersport und weniger Zeit mit anderem zu verbringen.

Ich habe mich für letzteres entscheiden.

Heute ist mein durchschnittlicher RR im Rahmen von Langzeitmessungen bei 130/80, obwohl ich seit langem keine Medikamente mehr nehme.

Das ist mir mehr als 2 Stunden pro Woche wert!

> Und wenn dann eine Einsteiger gesagt bekommt, ohne einen
> solchen Zeitaufwand, den man ja mal so eben erübrigen kann,
> geht's nicht, dann wirkt das eher abschreckend als
> motivierend!

Da hast du völlig recht. So etwas würde ich einem Anfänger niemals raten. Ein Trainingsplan für Anfänger sieht anders als der von mir genannte aus.

> Wichtig ist doch - gerade für Einsteiger - dass sie erst mal
> Spass an der Bewegung bekommen, ohne dass der Sport noch
> zusätzlichen Stress darstellt und ohne dass sie das Gefühl
> haben, ihr Maß an Bewegung bringt eh nichts, weil es zu wenig
> ist!

Auch richtig. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass das Laufen mehr Spaß macht, wenn man merkt, dass die eigene Leistungsfähigkeit zunimmt. Und damit diese Leistungsfähigkeit zunimmt, empfiehlt es sich, gezielt an so ein Training ran zu gehen.

> Und auch diese (wenige) Bewegung - die vielleicht nicht für den
> den nächsten Marathon qualifiziert - ist doch besser als gar
> nichts und sinnvoll.

Unbedingt!

Alex

Re: Joggen
21. Juni 2005 10:47
Paddy schrieb:

> > Niemand zwingt einen 14 Std. pro Tag zu arbeiten.
> > WEr es dennoch tut muss sich nicht beschweren wenn er für
> > andere Dinge dann keine Zeit mehr hat.
>
> diese aussage halte ich für sehr naiv. manche menschen sind
> schon gezwungen diese zeit auf ihre arbeit zu verwenden und
> könnten sich mit sicherheit etwas besseres vorstellen.

Das sehe ich etwas anders. Sehr viele Menschen finden 10 oder mehr Stunden pro Woche Zeit, mit einer Tonne Chips vor dem Fernseher zu sitzen. Häufig sind das die gleichen Leute, die darüber klagen, dass sie nicht einmal 2 Stunden Zeit erübrigen können, um sich aktiv zu bewegen.

Es sind jedes Jahr viele Millionen Menschen, die an Marathon-Läufen teilnehmen und dementsprechend sehr viel pro Woche trainieren. Das sind mit Sicherheit nicht alles Rentner, Arbeitslose oder kinderlose Teilzeitbeschäftigte, die über jede Menge Zeit verfügen.

Ob ich mir Zeit fürs Laufen oder einen anderen Sport nehme, hängt im Wesentlichen davon ab, wie ich meine Prioritäten setze.

Alex
Re: Joggen
21. Juni 2005 10:48
Lyla schrieb:

> Ist man nach 2 Jahren Radfahren (20 km täglich) trainiert oder
> eher untrainiert?

wenn du die 20 km nicht ausschließlich bergab fährst, würde ich dich schon als trainiert bezeichnen :-)

Alex
Re: Joggen
21. Juni 2005 10:51
hallo alex,

darum geht es mir ja gar nicht. sicher, wer ausreden finden will, der tut sich damit nicht schwer.
aber zu sagen, dass keiner gezwungen ist 14 stunden am tag zu arbeiten halte ich für naiv. allerdings kann man, auch wenn man 14 stunden am tag arbeitet, noch einen sportlichen ausgleich finden. die zeit muss man sich eben nehmen, da geb ich dir recht.

lg
paddy





beginn 29.03.05; pause von juli 05 bis 19.06.06 größe 180cm; alter 28
Re: Joggen
21. Juni 2005 12:15
Ich finde es naiv zu behaupten, dass man dazu gezwungen wird.

Das ist doch wirklich mehr als naiv.

WElcher Mensch wird dazu gezwungen 14 Std. pro Tag zu arbeiten???

Dass man arbeiten muss, weil man GEld verdienen muss um zu überleben ist klar, aber sicher nicht 14 Std. pro Tag.

Das hat die Person sich dann ganz sicher selber ausgesucht.

Vor allen Dingen, wenn sie selbstständig ist, dann ist das allein ihre Sache.

Wenn ihr die Arbeit eben wichtiger ist als das Laufen, ist doch voll und ganz o.k. Sagt doch auch niemand was dagegen.

Aber das ständig als Ausrede zu benutzen finde ich lächerlich, denn das ist die eigene Entscheidung gewesen.

Und im Übrigen ist es sicher total ungesund jeden TAg 14 Std. zu arbeiten.
Es sei denn ihm/ihr macht die Arbeit super Spaß und er sieht es eher als Spaß an.
Aber wenn es wirklich 14 Std. schweres arbeiten ist ohne mal an die eigenen Bedürfnissse zu denken dann frage ich mich wer hier so naiv ist.
Re: Joggen
21. Juni 2005 13:03
Lana29 schrieb:

> WElcher Mensch wird dazu gezwungen 14 Std. pro Tag zu
> arbeiten???

Diejenigen, die als Selbständige trotz lauer Auftragslage jeden Monat die Kohle zusammenbekommen müssen, die draufgeht für Mieten, Personalkosten, Krankheitskosten, Leasing-Kosten für Fahrzeug(e) und Geschäftsausstattung, Steuern, Versicherungen, Abgaben, Steuerberaterkosten, Strom, Wasser, Heizung, Telefon, Internet, Müllabfuhr, GEZ, Werbung, Rücklagen, säumige Kunden, pleite gegeangene Kunden, Diebstahl usw.

> Dass man arbeiten muss, weil man GEld verdienen muss um zu
> überleben ist klar, aber sicher nicht 14 Std. pro Tag.

Wenn die einzigen monatlichen Belastungen Miete, Essen und das Fahrtgeld ins Büro sind, dann muss man sicher keine 14 Stunden arbeiten. Wenn man dagegen ein Unternehmen (egal ob groß oder klein) entweder aufbauen will oder vor der Pleite bewahren will, reichen oftmals 14 Stunden pro Tag nicht aus.

> Vor allen Dingen, wenn sie selbstständig ist, dann ist das
> allein ihre Sache.

Und die Sache derer, die als feste oder freie Mitarbeiter darauf angewiesen sind, das der Laden läuft.

> Und im Übrigen ist es sicher total ungesund jeden TAg 14 Std.
> zu arbeiten.

Da hast du nicht unrecht. Allerdings interessiert das die Bank, den Staat, das Land, den Kreis, die Stadt, die IHK, die GEZ, die Berufsgenossenschaft, die Krankenversicherung, den Steuerberater, die Lieferanten, die Kunden und wer sonst noch so alles die Hand aufhält i. d. R. einen ziemlichen Sch...dreck.

Alex
@ Lana
22. Juni 2005 00:49
Hallo Lana,


sorry wenn ich jetzt gleich direkt werde, aber Deine Postings erwecken bei mir den Eindruck, dass du nicht wirklich weißt wovon Du redest und einfach mal ein paar Klichées in den Raum wirfst, mit denen Du dann andere Leute schnell und einfach aburteilen kannst!

1.

Wenn man Deine Antworten so liest, dann bedeutet selbständig sein, eigentlich nichts weiter als die Linzens zur Freizeit und zum Geldverdienen. Der Selbständige kann sich ja seine Zeit selbst einteilen und braucht nur arbeiten, wann er will, und wenn er dann viel arbeitet ist er’s selber schuld und naiv (ist jetzt vielleicht etwas überspitzt ausgedrückt, aber so ungefähr klingt es bei Dir durch).

Wenn dem auch nur annähernd so wäre, frage ich mich allerdings, warum nicht jeder selbständig ist, sondern viele fremdbestimmt arbeiten oder sogar Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen.

Die Realität sieht leider ein wenig anders aus. Damit man als Selbständiger auch tatsächlich Geld verdient und davon leben kann, muss man den Ansprüchen seiner Kunden genügen, sein Unternehmen im Griff haben und sollte sich möglichst wenige Fehler erlauben – denn Negativwerbung potenziert sich, Positivwerbung verdoppelt sich höchstens.

Nur um hier gleich Missverständnissen vorzubeugen. Ich schreibe das nicht deshalb, um mich zu beklagen, sondern um mit deinen offensichtlichen Vorurteilen aufzuräumen. Ich würde mir zwar ehrlich gesagt eine geringere Arbeitsbelastung wünschen, allerdings „genieße“ ich es auch, mein eigener Chef zu sein, für alles was ich tue die Verantwortung zu tragen und letztlich es in viel größerem Maße als ein Arbeitnehmer in der Hand haben zu können, ob ich arbeiten kann und darf und damit meinen Lebensunterhalt verdienen kann. Gerade der letztere Punkt ist in der heutigen Zeit für mich fast unbezahlbar.

Aber diese Vorteile der Selbständigkeit können sich halt nur verwirklichen, wenn man auch die entsprechende Leistung mit eigener Disziplin und Verantwortung bringt (wobei selbstverständlich auch immer ein wenig Glück dazugehört). Sonst ist man ganz schnell pleite!

Ich habe beispielsweise einen beratenden Job, in dem ich zum einen viele Kundenkontakte wahrnehmen muss und zum anderen nach den Gesprächen 98 % dieser Gespräche (oft mit zahlreichen Schreiben) auch noch schriftlich bearbeiten muss. Dabei laufen oftmals – je nachdem wann der Kunde zu mir kommt - kurze Fristen von manchmal nur ein oder zwei Tagen (wobei die Schreiben durchaus auch mal 50-100 Seiten sein können – aber sicherlich nicht immer sind (!)).

Darüber hinaus muss ich viele Termine für meine Kunden wahrnehmen.

Verzögerungen und Fristversäumnisse werden von den Kunden nicht geduldet und würden oftmals auch zur Haftung führen. Außerdem erwarten die Kunde eine regelmäßige Erreichbarkeit – jedenfalls in den Kerngeschäftszeiten (am liebsten jedoch auch nachts und am Wochenende – Du glaubst gar nicht, wie oft Kunden versuchen mich nachts um 3.00, 4.00 Uhr zu erreichen, wobei ich insoweit jedoch „gnadenlos bin“ und meinen AB die Gespräche annehmen lasse).
Und kein Kunde würde Verständnis dafür haben, wenn ich ihm erkläre, „eigentlich hätte ich ja Ihre Sache bearbeiten müsen, aber mein Hobby ist mir jetzt wichtiger, dass sie dadurch einen Schaden haben tut mir leid“.

Und bei diesem Termindruck bleibt mir nicht viel anderes übrig, als in der Regel 14 Stunden zu arbeiten, zumal ich bei langen Schreiben auch entsprechende Ruhe brauche (also nicht ständig durch Telefon, neue Termine etc.) unterbrochen werden sollte. Dafür bleiben dann meist nur abends (ab etwa 20.00 Uhr, wenn ich den AB einschalte), der ganz frühe Morgen (bis ca. 8.00 Uhr) und das Wochenende.

Und – das kannst Du mir jetzt einfach mal glauben – die Möglichkeit, einfach weniger Kunden anzunehmen (und damit weniger zu arbeiten), wäre tödlich.
Zum einen brauche ich einen gewissen Umsatz, um alle Kosten zu decken (angefangenen von der Angestellten mit allen Unkosten, über Miete, Werbung, Telefon, Büromaterial, EDV, Auto etc, aber auch Krankenversicherung, Rentenversicherung, Steuern etc.), zum anderen soll ja auch noch etwas zum Leben übrig bleiben (und ich kann Dir versichern, dass es mir zwar sicherlich nicht schlecht geht, ich aber ganz gewiss nicht zu den „Großverdienern“ gehöre).
Zum anderen würde die Ablehnung von Kunden sehr schnell zu dem Image „wegen Reichtum geschlossen“ führen und dies würde sich (jedenfalls wenn man wie ich in einer Kleinstadt tätig ist) sehr schnell rumsprechen und jedenfalls dazu führen, dass neue Kunden erst gar nicht kommen würden (ich kenne so manchen Kollegen und Kollegin, dem genau das passiert ist). Und das würde dann kurz oder lang zur Insolvenz führen, meine Mitarbeiterin in die Arbeitslosigkeit und mich (früher oder später) in Harz IV führen.

Fakt ist, und das kannst Du mir jetzt glauben oder nicht, dass mein Arbeitseinsatz notwendig ist, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

2.

Ich geb Dir jetzt mal einen kurzen Einblick in einen meiner typischen Tagesabläufe (wobei diese sicher oft variieren):

Ca 7.30 aufstehen, fertig machen, einen Cappuccino machen und ab ins Büro (welches an meine Wohnung grenzt), also etwa gegen 8.00 Uhr sitze ich am Schreibtisch.

Den Vormittag verbringe ich mit Schreibarbeit oder nehme Termine für Kunden wahr. Zwischenzeitlich mach ich mir ein Brot, welches ich während der Arbeit esse.

Gegen 14.00 Uhr mache ich eine Arbeitspause, die ich in der Regel für Hausarbeit, Einkaufen o.ä. nutze, außerdem gibt’s noch schnell einen Joghurt. Spätestens um 15.00 Uhr bin ich wieder im Büro und empfange dann Kunden (die Zeit zwischen den Gesprächen wird für kurze Schreibarbeiten genutzt).

Etwa gegen 20.00 Uhr bereite ich mein Abendessen (in der Regel warmes Essen) zu, esse, dusche und ziehe meine Wohlfühlklamotten an. Um 21.00 Uhr setze ich mich an den Schreibtisch und arbeite in der Regel noch 3-4 Stunden (je nach Arbeitsanfall).

Gegen 1.00 Uhr, 2.00 Uhr gehe ich dann ins Bett, stelle den Fernseher auf „Sleepfunktion“, schlafe meistens nach ca. einer halben Stunde ein.


Neben den beiden „großen“ Pausen, bleibt sicherlich mal Zeit für eine kleine Pause, in der ich ins Internet schaue, ein privates Telefonat führe oder so etwas. Aber hier handelt es sich um vielleicht 2 oder 3 Pausen von max. 5 Minuten.

Bei diesem Tagesablauf bleibt beim besten Willen nicht viel Zeit für Sport. Bis 20.00 Uhr kannst Du es vergessen, da würde ich schon durch zig Telefonate unterbrochen. Und danach muss ich halt auch noch oft arbeiten.

Und nachts um eins, würden meine Nachbarn sich schon beschweren, wenn ich da auf meinem Crosstrainer trainieren würde und danach auch noch duschen würde :-) - abgesehen davon, dass ich auch ein gewisses Maß an Schlaf brauche.
Früher aufstehen (und früher ins Bett gehen) bringt insoweit auch nichts, denn, abgesehen davon, dass ich morgens nur schwer in die Gänge komme und auch keinen Sport machen könnte, müsste ich die frühen ruhigen und telefonfreien Stundehn dann zum Schreiben nutzen.

Sicher gibt es auch Tage, an denen ich nicht ganz so viel arbeiten muss (heute beispielsweise sind unerwartet nachmittags 3 Termine weggefallen, so dass ich um 20.00 Uhr mit gutem Gewissen aufhören konnte. Und 3 x darfst Du raten, wozu ich diese Freizeit nutze – zum Sport (heute ca 1 Std. Crosstrainer).


3.

Das ist jetzt ziemlich lang geworden. Aber um auf den Punkt zurückzukommen:
Es ist nun mal nicht immer so, dass fehlende Zeit „nur“ eine Ausrede ist und jeder es sich frei aussuchen kann. Ich sitze ja nicht vor dem Fernseher und stöhne, dass ich keine Zeit habe. Die Leute, die es zweifellos gibt und auf die wohl Alexander anspielt, gibt es sicher auch, aber ich glaube von mir mit Fug und Recht behaupten zu können, dass ich zu denen nicht gehöre.

Ich treibe regelmäßig samstags und sonntags je ca 1 Std Sport (oft Crosstrainer Intervalltraining – sind dann auch meine Fernsehstunden :-), manchmal joggen, mittlerweile selten Squash oder Tennis) und wenn es eben geht auch unter der Woche.

Mein Punkt ist nur der, dass es ziemlich vermessen ist, pauschal jemandem vorzuwerfen, es würde am nötigen Willen fehlen, wenn jemand sagt, keine bzw. nicht ausreichend Zeit zum Sport zu haben und möglicherweise seine sportliche Betätigung eher ein Witz ist und nicht zu "Höchstleistungen" trainieren würde, weil ohnehin nicht ausreichend.
Sport sollte auch Spaß machen! Für mich ist Sport in erster Linie ein wichtiger Ausgleich und da will ich mich eigentlich nur „auspowern“ und danach wohlfühlen, ohne den Anspruch, eine besondere Leistung erbringen zu müssen. Ich denke, dass ist nicht so verkehrt.

Wenn jemand lieber auf Leistung trainieren möchte, ist das auch völlig in Ordnung, nur sollte man es akzeptieren, wenn das andere, aus welchen Gründen auch immer nicht können.

Re: Joggen
22. Juni 2005 06:29
Habe den Trhread nicht komplett gelesen aber, ich finde es nicht gut zu unterstellen, jemand hätte keine Lust.
Selbst wenn es nicht um einen 14 Stunden "Arbeitstag" geht, arbeiten viele Leute 14 Stunden und mehr, das schrieb ich auch schon mal in einem Posting.
Wenn ich morgens um Halb Sechs aufstehe, arbeiten gehe, dann den Haushalt mache, alle versorge, kehrt meistens bei mir vor neun halb zehn keine Ruhe ein. Auch dazu wird keiner gezwungen aber es ist eine Notwendigkeit, um den geregelten, "normalen" Tag für einen ganze Familie sicher zu stellen.
Meinen Sport, täglich zirka eine Stunde (für Dich Lana, wie Du in einem Posting schreibst, wenig), habe ich nun in diesen Ablauf integriert, das heißt für mich, daß der Tag sich in dem Sinne verlängert oder Dinge liegen bleiben, die ich dann noch zusätzlich am Wochenende mache.

Gruß

Anna

Re: Joggen
22. Juni 2005 12:18
du hast sicher etwas unüberlegt geschrieben, als du das schriebst:

Lana29 schrieb:

> Ich finde es naiv zu behaupten, dass man dazu gezwungen wird.
>
> WElcher Mensch wird dazu gezwungen 14 Std. pro Tag zu
> arbeiten???
>
> Dass man arbeiten muss, weil man GEld verdienen muss um zu
> überleben ist klar, aber sicher nicht 14 Std. pro Tag.
>
> Das hat die Person sich dann ganz sicher selber ausgesucht.

hast du einen eigenen haushalt? hast du kinder, familie, die du ernähren musst? wenn du finanziell darauf angewiesen bist, zu arbeiten und gleichzeitig einen haushalt zu schmeißen, dann kommst auch du auf mindestens 12 stunden arbeit. und egal, ob du selbständig oder angestellt bist.

ich bin studentin und habe (noch) das glück, mir meine zeit selbst einzuteilen. ehrlich gesagt hab ich so eine weniger stressige woche als früher, durch das eigene einteilen der zeit schaff ich es, regelmäßig laufen zu gehen. aber als ich vor'm studium noch gearbeitet habe, kam ich -aber hallo- dicke auf eine 60-stundenwoche, wohlgemerkt OHNE eigene familie UND als angestellte. wer auch noch kinder hat und arbeiten gehen muss, um seinen unterhalt für die familie zu sichern, der kommt sicher auf noch mehr stunden.

liebe lana, wenn du mal eine 60-stundenwoche hinter dir hast, glaube ich nicht, dass du dich werktags noch zum sport aufraffen kannst. schließlich muss auch noch eingekauft und geputzt werden. und wenn man dir vorwirft, es sei doch bloß eine "ausrede", dass du keine lust mehr auf sport hast, wie würdest du reagieren?

und diese 60-stundenwoche, die hab ich mir nicht ausgesucht. entweder man arbeitet 60 stunden, geht auch am wochenende ins büro, zeigt stets lächelnd initiative und engagement, oder man ist weg vom fenster, weil man durch eine andere person ersetzt wird, die bereit ist, 60 stunden zu arbeiten.



Und Tschüss vom
Tinchen
Re: Joggen
22. Juni 2005 12:27
Also ich habe vielleicht etwas übertrieben indem ich mit meinem Posting alle erstmal gleich gesetzt habe.

das wollte ich nicht und das sehe ich auch nicht so.

Es gibt sicher Leute die um einen 14 Stunden TAg nicht drum rum können, aus welchen Gründen auch immer.

Diese Leute schließe ich jetzt mal aus, aber es ist doch eher die Minderheit.

Die meisten Leute nehmen das mit dem vielen Arbeiten doch nur als Ausrede sich nicht mehr bewegen zu müssen.

Und um euch zu beruhigen.

ich bin selber selbstständig und habe manchmal eine 60 Stunden Woche und ich habe einen eigenen Haushalt und zwar eine 104 qm Wohnung, die ich alleine sauber halten muss.
Dazu habe ich noch ein Pferd, dass ich täglich mehrere Stunden trainieren muss und auch dann, wenn ich mal keine Lust dazu habe.

Alles in allem habe ich ebenfalls genug zu tun, aber!!! Ich habe mir das so ausgesucht.
Keiner hat mich gezwungen mir ein Pferd zuzulegen. Keiner hat mich gezwungen mir eine so große Wohnung zuzulegen und keiner hat mich gezwungen diesen Job zu machen.
DAs war meine freie Entscheidung und da stehe ich zu.

Aber dennoch finde ich noch oft genug die Zeit für Sport, weil mir das eben auch wichtig ist. Und das ist auch meine Entscheidung.

Und das meinte ich damit. Anstatt ständig Ausreden zu finden sollten die Leute lieber mal drüber nachdenken was sie wirklich wollen.
Denn wenn man etwas wirklcih will, dann schafft man das auch (wie gesagt, es gibt immer Ausnahmen, ich meine jetzt nicht alle)

Aber das bleibt euch auch allen selbst überlassen.
Es muss ja niemand Sport machen!
Re: Joggen
22. Juni 2005 12:49
Hmmm, Du hast anscheinend viel zu tun dennoch, bist Du vielleicht jemand, der einfach sagt, ich habe auch nach einem 16 Stunden Tag noch die Energie und Muße stundenlang Sport zu treiben und das ist auch gut so.
Dennoch bist Du nicht das Maß aller Dinge (das sit nicht böse gemeint) und wenn jemand sagt, er habe nach einem 14 Stunden Tag nicht mehr die Kraft dazu, dann ist das vollkommen legitim und und sollte dann nicht in die Kategorie "Ausrede" geschoben werden, davon gibt es sicher genug, aber eben nicht jeder.
Wenn Du Dein Leben so rational geplant hast, dann ist das auch in Ordnung aber veile Leute, leben heute ein Leben, dessen Weiche sich vor 20 Jahren gestellt haben.
Dazu kommt noch, wenn man ,wie es bei Dir zu sein scheint, alleinlebend ist, ohne Familie, dann kann man sagen, ich mache dies und jenes jetzt mal nicht, gehe lieber zwei Stunden laufen, ohne jemanden anderen zu beinträchtigen und hier sehe ich den entscheidenden Punkt, die Leute wissen was sie wollen, viele möchten auch gerne mehr Sport machen aber setzen die Prioritäten anders, zum Beispiel bei einem Abend in familiärer Runde.

Selbst wenn jemand sagt, er könne nicht viel Sport machen, weil er keine Zeit hat und lieber eine Stunde Fernseh schaut,und dann eben nur 30 Minuten joggt dann ist das doch auch in Ordnung.

Und, es kostet auch Kraft, sich zum Sport auf zu raffen, gerade wenn man stark übergewichtig ist, ist es eine Überwindung und da sollte man auch Verständniss aufbringen.

Re: Joggen
22. Juni 2005 14:50
equinox68 schrieb:

> Dennoch bist Du nicht das Maß aller Dinge (das sit nicht böse
> gemeint) und wenn jemand sagt, er habe nach einem 14 Stunden
> Tag nicht mehr die Kraft dazu, dann ist das vollkommen legitim
> und und sollte dann nicht in die Kategorie "Ausrede" geschoben
> werden,

Es ging in dieser diskussion nicht darum, dass man keine Kraft hat, sondern das man keine Zeit hat. Und da gebe ich Lana recht. "Keine Zeit" ist kein unüberwindbares Hemmnis und ist niemals der tatsächliche Grund, warum man etwas (nicht) tut.

Wer einen Herzinfarkt hinter sich hat, findet plötzlich auch die Zeit, sich täglich z. T. mehrere Stunden zu bewegen (zumindest in der Reha, und wenn er am Leben hängt, dann auch in der Zeit danach).

> Wenn Du Dein Leben so rational geplant hast, dann ist das auch
> in Ordnung aber veile Leute, leben heute ein Leben, dessen
> Weiche sich vor 20 Jahren gestellt haben.

Und was spricht dagegen, die Weichen erneut zu stellen???

> viele möchten auch gerne mehr Sport machen aber setzen die
> Prioritäten anders, zum Beispiel bei einem Abend in familiärer
> Runde.

Dann liegt das mangelnde Sport treiben nicht daran, dass sie keine Zeit haben, sondern daran, dass sie keine Lust haben - weil sie in dieser Zeit eben lieber etwas anderes machen, wie z. B. mit freunden oder der Familie zusammenzusitzen.

> Selbst wenn jemand sagt, er könne nicht viel Sport machen, weil
> er keine Zeit hat und lieber eine Stunde Fernseh schaut,und
> dann eben nur 30 Minuten joggt dann ist das doch auch in
> Ordnung.

Genau das schreibt Lana doch die ganze Zeit :-)

> Und, es kostet auch Kraft, sich zum Sport auf zu raffen, gerade
> wenn man stark übergewichtig ist, ist es eine Überwindung und
> da sollte man auch Verständniss aufbringen.

Und genau das ist das einzige, wofür ich kein Verständnis aufbringe. Wer übergewichtig ist - und etwas daran ändern will!- muss sich im Klaren darüber sein, dass eine Änderung des bisherigen Ernährungs- und Bewegungsschemas eben (zunächst) anstrengend, unangenehm und unbequem ist. Diese "Abnehmen ohne Verzicht und Bewegung"-Mentalität bewirkt nur, dass die Anbieter diverser unnützer Wundermittelchen, Schlankheitsgeräte und anderem Unsinn, der einem in so manchem Shopping-Kanal vorgelogen wird, Käufer erhalten und dass die zahlreichen Frauenzeitschriften, die mit unhaltbaren Versprechen ("4 Kilo in 5 Tagen", "Abnehmen ohne Anstrengung"winking smiley Leserinnen bekommen, die Geld ausgeben, um diese Märchen auf den Titelzeilen zu lesen.

Alex
Re: Joggen
22. Juni 2005 19:58
Alexander schrieb:

> equinox68 schrieb:
>
> > Dennoch bist Du nicht das Maß aller Dinge (das sit nicht böse
> > gemeint) und wenn jemand sagt, er habe nach einem 14 Stunden
> > Tag nicht mehr die Kraft dazu, dann ist das vollkommen
> legitim
> > und und sollte dann nicht in die Kategorie "Ausrede"
> geschoben
> > werden,
>
> Es ging in dieser diskussion nicht darum, dass man keine
> Kraft hat, sondern das man keine Zeit hat. Und da
> gebe ich Lana recht. "Keine Zeit" ist kein unüberwindbares
> Hemmnis und ist niemals der tatsächliche Grund, warum man etwas
> (nicht) tut.

Leute die aber keine Kraft mehr haben obwohl noch Zeit da wäre, fallen in die Kathegorie, da sie sich ja lieber ausruhen, statt noch drei Stunden Laufen zu gehen.
>
> Wer einen Herzinfarkt hinter sich hat, findet plötzlich auch
> die Zeit, sich täglich z. T. mehrere Stunden zu bewegen
> (zumindest in der Reha, und wenn er am Leben hängt, dann auch
> in der Zeit danach).

Es gibt genug Herzinfaktler, die ihre Verhaltensmuster in keinster Weise ändern.
>
> > Wenn Du Dein Leben so rational geplant hast, dann ist das
> auch
> > in Ordnung aber veile Leute, leben heute ein Leben, dessen
> > Weiche sich vor 20 Jahren gestellt haben.
>
> Und was spricht dagegen, die Weichen erneut zu stellen???

Man kann in einem bestimmten Rahmen die Weichen bestimmt stellen aber keinesfall so, wie jemand, der alleinlebend ist.
>
> > viele möchten auch gerne mehr Sport machen aber setzen die
> > Prioritäten anders, zum Beispiel bei einem Abend in
> familiärer
> > Runde.
>
> Dann liegt das mangelnde Sport treiben nicht daran, dass sie
> keine Zeit haben, sondern daran, dass sie keine Lust haben -
> weil sie in dieser Zeit eben lieber etwas anderes machen, wie
> z. B. mit freunden oder der Familie zusammenzusitzen.

Die Zeit könnten sie aber dennoch mit Sport verbringen, haben keine Lust und dem zur Folge auch keine Zeit, da sie diese Zeit lieber anders verbringen.
>
> > Selbst wenn jemand sagt, er könne nicht viel Sport machen,
> weil
> > er keine Zeit hat und lieber eine Stunde Fernseh schaut,und
> > dann eben nur 30 Minuten joggt dann ist das doch auch in
> > Ordnung.
>
> Genau das schreibt Lana doch die ganze Zeit :-)

Nee, das räumt sie dann irgendwann ein aber im Großen und Ganzen schreibt sie, daß Zeitmagel, woraus auch immer er resultiert , ein Vorwandt für Faulheit ist.
>
> > Und, es kostet auch Kraft, sich zum Sport auf zu raffen,
> gerade
> > wenn man stark übergewichtig ist, ist es eine Überwindung und
> > da sollte man auch Verständniss aufbringen.
>
> Und genau das ist das einzige, wofür ich kein Verständnis
> aufbringe. Wer übergewichtig ist - und etwas daran ändern
> will!- muss sich im Klaren darüber sein, dass eine Änderung des
> bisherigen Ernährungs- und Bewegungsschemas eben (zunächst)
> anstrengend, unangenehm und unbequem ist. Diese "Abnehmen ohne
> Verzicht und Bewegung"-Mentalität bewirkt nur, dass die
> Anbieter diverser unnützer Wundermittelchen, Schlankheitsgeräte
> und anderem Unsinn, der einem in so manchem Shopping-Kanal
> vorgelogen wird, Käufer erhalten und dass die zahlreichen
> Frauenzeitschriften, die mit unhaltbaren Versprechen ("4 Kilo
> in 5 Tagen", "Abnehmen ohne Anstrengung"winking smiley Leserinnen bekommen,
> die Geld ausgeben, um diese Märchen auf den Titelzeilen zu

Auch gibt es die Variante, zuerst etwas abzunehmen, und später ein wenig Sport zu treiben und auch das ist in Ordnung.
> lesen.
>
> Alex
Re: Joggen
23. Juni 2005 11:16
equinox68 schrieb:

> Es gibt genug Herzinfaktler, die ihre Verhaltensmuster in
> keinster Weise ändern.

Das alte Verhaltensmuster behalten sie aber nicht deswegen bei, weil sie kein Zeit haben, es zu ändern, sondern weil sie kein Gehirn haben.

Meiner Meinung nach sollte man denjenigen, die dem Tod gerade nochmal von der Schippe gesprungen sind und dennoch nichts an ihrem Verhalten ändern, die notwendigen medizinischen Versorgungen in Rechnung stellen.

> > Und was spricht dagegen, die Weichen erneut zu stellen???
>
> Man kann in einem bestimmten Rahmen die Weichen bestimmt
> stellen aber keinesfall so, wie jemand, der alleinlebend ist.

Jeder kann sein Leben wenigstens ein winzig kleines Stückchen in die Richtung ändert, in die er möchte. Und viele noch so kleine Richtungsänderungen ergeben irgendwann in der Summe auch eine 180-Grad-Kurve.

> Die Zeit könnten sie aber dennoch mit Sport verbringen, haben
> keine Lust und dem zur Folge auch keine Zeit, da sie diese Zeit
> lieber anders verbringen.

Eben. "Keine Zeit" ist nun mal in fast allen Fällen die Ausrede für "keine Lust".

> aber im Großen und
> Ganzen schreibt sie, daß Zeitmagel, woraus auch immer er
> resultiert , ein Vorwandt für Faulheit ist.

das schreibst du oben auch.

Alex
Re: Joggen-alex
23. Juni 2005 11:22
es wird zu lang und zu unübersichtlich......
Wir schreiben aneinander vorbei :-)

Gruß

Anna

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