Filmtipp - Supersize me!

geschrieben von Tanja 
Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 12:42
Im Kino läuft die höchst interessante Dokumentation "Supersize me!" an, der die Ernährung mit Fast Food an den Pranger stellt.

Der Autor hat sich 30 Tage lang nur von McDonalds-Produkten ernährt, nahm 12 Kilo (!) zu, seine Cholesterinwerte stiegen rapide an und es ging ihm richtig schlecht.

Ein interessanter Film, allein schon, weil es tatsächlich Menschen gibt, die sich fast nur von Fast Food ernähren und manche Fast-Food-Ketten in den USA tatsächlich Schulkantinen (!) beliefern. Zudem wird gezeigt, welche üblen Schäden durch diese fettreiche und nährstoffarme Kost angerichtet werden. Beim Schauen vergeht einem übrigens vollends der Appetit auf McDonalds. Da stellt man das eigene Essverhalten sehr in Frage.

Schauts euch an,

Tanja

Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 12:49
Ich habe den Film nicht gesehen, aber vermutlich ist er doch recht konstruiert. Kalorien und sonstige Nährwertinformationen sind bei McDonalds leicht zu erhalten. Ein Sparmenü hat ohne Getränk ca. 850kcal.
Ich kenne viele schlanke Leute, die regelmäßig bei McD essen.
Ich selbst zähle mich allerdings nicht zu den Kunden. Ganz gelegentlich, auf Reisen, trinke ich dort einen Kaffee, den ich auch empfehlen kann.



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Nachricht bearbeitet (15.07.2004 12:56)

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Tiramisu - Iss nich
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 12:58
es geht doch gar nicht um dick oder dünn sondern auch um gesund oder ungesund schon mal dran gedacht????

und en menü besteht halt aus einem salatblatt und einer scheibe tomate und das soll dann als gemüse portion herhalten.
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 13:01
Nein, manipuliert war das sicher nicht. Ich finde es auch gar nicht so unwahrscheinlich, dass sich Leute täglich von Fast Food ernähren - zwar nicht ausschließlich McDonalds, aber dann halt Pizza Hut etc - zur Abwechslung. Wer kennt nicht die Fressmeilen amerikanischer Städte, voller DriveInns? Du darfst nicht vergessen, dass diese Megaportionen dort sehr günstig sind - viel billiger als Obst und Gemüse.

Du darfst die Portionen in Deutschland nicht mit den amerikanischen aus dem Film vergleichen. Die Supersize-Größe von McDonalds ist ungefähr das dreifache, was ein Sparmenü enthält und der Protagonist hat die verschiedenen Produkte dreimal täglich (früh, mittags, abends) zu sich genommen. Außerdem ist höchst interessant, dass das Salatdressing mehr Kalorien hatte, als ein Big Mäc.

Es geht im Film auch nicht darum "ab und zu" McDonalds zu verurteilen, sondern das man sich im Klaren darüber wird, was Fast Food auf die Dauer anrichten kann.

Tanja

Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 13:02
Prinzipiell schon richtig, nur würde ich wetten, dass 99,9 Prozent ihr Menue mit Getränk zu sich nehmen. Zudem bewirbt McDo die Völlerei bei uns mit Sprüchen wie "Machs Maxi" und einem sehr geringem Aufpreis zum Normalmenü. Interessant ist, dass in den USA McDo die Supersize-Menüs zwei Tage nach der Uraufführung von Spurlocks Film abgeschafft hat. Mal schauen wie das hier läuft, der Film ist heute angelaufen, müsste dann nächsten Montag sein. Ich werde mir "Supersize me" auf jeden Fall nächsten Dienstag anschauen.

Shaddy



Nachricht bearbeitet (15.07.2004 13:17)
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 13:14
ich habe im stern neon eine reportage über den film gesehen mit bildern...und das war sicher kein fake. sein arzt und seine familie haben ihm na ca 20 tagen abgeraten weil seine gesundheit sich brutal verschlechtert hat. dann hat sein bruder gesagt, er soll an die leute und kinder dneken die das jeden tag in ihren kantinen vorgesetzt bekommen und so hat er es durchgezogen auch wenn ihm zum schluss nur noch schlecht war....
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 14:14
Blah!

Wenn ich 1 Monat lang in ein französisches Feinkostrestaurant gehe und dort jeden Tag 6000+ Kcal zu mir nehme, gehts mir auch schlecht... Das hat:

1) Nichts mit dem Essverhalten normaler Menschen zu tun.

2) Sagt es nichts über die Qualität des Essens bei McDonalds aus.

Wir wissen jetzt, dass ein Mensch, der astronomisch viel isst, davon fett wird und schlechte Leberwerte kriegt... TOLL. Genauso kann man einen Anfänger täglich 30km joggen lassen und er wird nach 1 Monat ein Wrack sein, wenn er so lange überlebt... Sagt das was über Jogging ansich aus? Nein.
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 14:21
Yorozu schrieb:

> Wenn ich 1 Monat lang in ein französisches Feinkostrestaurant
> gehe und dort jeden Tag 6000+ Kcal zu mir nehme, gehts mir auch

Die französichen Feinschmeckerlokale servieren immer ziemlich kleine Portionen, so dass ich mich betrogen fühle. Wer allerdings beim Weißbrot zulangt, das einem ständig auf den Tisch gestellt wird, der kommt, wenn er es denn noch in die Soße taucht, sicher auch auf riesige Kalorienmengen.
Die Franzosen sind schlanker als Deutsche oder Amis.



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Tiramisu - Iss nich
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 14:29
Tanja schrieb:

> ... Fressmeilen amerikanischer Städte, voller DriveInns? Du darfst
> nicht vergessen, dass diese Megaportionen dort sehr günstig
> sind - viel billiger als Obst und Gemüse.

Fastfood in den USA ist billig. Billiger als selbst kochen.

> Außerdem ist höchst interessant, dass das Salatdressing mehr
> Kalorien hatte, als ein Big Mäc.

Das mit den Dressings ist auch übel. Mit Dressing wird der gesunde Salat ungesund. Anders als bei deutschen Restaurants macht man es aber selbst drauf.

Pizza Hut Pizza ist ziemlich fett. Sie wird vor dem Essen mit Öl eingesprüht. In den USA besteht bereits die "small" aus 6 slices, in Kanada und Deutschland sind's nur 4. Aber über Pizza Hut oder Dairy Queen ist der Film ja nicht. ;-)



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Tiramisu - Iss nich
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 14:48
Supervergleich!!!!!!

erst denken dann schreiben
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 14:49
Du hast den Film ja sicherlich schon gesehen, Yorozu, wenn du dich so kompetent dazu äußern kannst was man danach weiß, oder?



Nachricht bearbeitet (15.07.2004 14:50)
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 15:01
Natürlich ist der Film polemisch - so wie die Dokus von Michael Moore auch - trotzdem ist es ein interessantes Experiment, zu sehen was passiert. Ziemlich eklig sozusagen.

Die Grundlage war, dass zwei enorm übergewichtige Teenager McDonalds verklagt haben, schuld für ihre Fettleibigkeit zu sein. McDonalds sagt ja, seine Produkte sind voll in Ordnung, selbst jeden Tag kann man sie problemlos essen. Das sind sie aber eben nicht und nichts anderes wollte der Regisseur beweisen. Er konnte übrigens aus der ganzen McDonalds-Palette wählen.

Und wenn ich jeden Tag mir was im französischen Feinkostlokal aussuche, glaube ich nicht, dass dasselbe passiert, ehrlich.

An keiner Stelle im Film wird gesagt, dass "ab und zu" schädlich ist. Der Film will einfach sagen, "hey, achtet bewusst drauf, was ihr in euch reinstopft". Schließlich wollen die Macher auch nicht von McDonalds verklagt werden.

Tanja

Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 15:10
Außerdem schwächelte seine Potenz wohl etwas...aber ich nehme nicht an, daß der Film da in die Details geht. ;-)

Habe schon einige Besprechungen zu dem Film gelesen und mich darüber gefreut, daß er hier in Deutschland auch anläuft.

Schaue ich mir an.

Frank

(den es nicht mal mehr "alle paar Monate mal Lust drauf" nach McD verschlägt)
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 16:59
es ist nichts neues, dass fastfood schneller dick macht auf dauer(und das sind in diesem fall nur 30 tage). aber wenn man das zeug in schulkantinen anbietet und solche supergroßen portionen so billig verkauft, dann ist das meiner meinung nach manipulation. und darum geht es in dem film genauso.
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 16:59




Nachricht bearbeitet (15.07.2004 17:02)
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 17:06
man kann sicher jeden tag da essen, wenn man nicht 3mal am tag da isst und nicht jedes mal die supersizegröße und sich aber auch bewegt und nicht vor dem fernseher mit 200 kanälen rumsitzt und nicht
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 17:20
@Frank: Ja, das mit der Potenz hab ich in meiner Empfehlung des Films unter den Tisch fallen lassen - aber jetzt wo du es erwähnst, es scheint wohl so zu sein ;-)

Und jeden Tag bei McDonalds essen - vielleicht geht es sogar, aber wer möchte das schon? Ist doch immer dasselbe und so groß finde ich die Angebotspalette von denen nicht.


Ich finde, was sehr gut auch im Film gezeigt wird, dass dieses Fast Food kein richtiges Essen ist. Und da fühle ich mich sehr bestätigt. Wenn ich mittags bei McDonalds war, habe ich abends wieder kräftig Hunger - obwohl ich von der Kalorienmenge bestimmt meinen Tagessatz schon reingefuttert habe. Sind halt nur viele leere Kalorien.

Und es ist schon ein Betrug an mir als Konsumenten, denn wenn ich zum Italiener oder Chinesen gehe, habe ich mehr davon. Und was ich bezeichnend finde: Warum macht McDonalds plötzlich so vornehm auf gesund (Salate, Fruchttüten etc.)? Zufällig, seit bekannt wurde, dass so ein Film gedreht wird?

Tanja

Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 17:23
Ach ja, zum Thema Fast Food... bei Burger King gibts jetzt solche Delight Burger. Die sind echt lecker und haben verhältnismässig echt wenig Kalorien und Fett smiling smiley
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 18:38
Yorozu schrieb:

> Wenn ich 1 Monat lang in ein französisches Feinkostrestaurant
> gehe und dort jeden Tag 6000+ Kcal zu mir nehme, gehts mir auch
> schlecht...

Und da liegt eben das Problem. Es ist überhaupt kein Problem, seine Speisen bei McDonalds so zusammenzustellen, dass man lässig auf 6.000 kcal täglich kommt.

Im Gegensatz dazu wird es niemand schaffen, in einem Feinschmeckerrestaurant für 6.000 kcal Zander zu essen - das wären immerhin knapp 6,5 kg Fisch! Selbst wenn du das schaffst, hast du immer noch gerade mal 41 Gramm Fett gegessen.

350 Gramm Big Mäc bei McDonalds haben mehr Fett als sechseinhalb Kilo Zander im franz. Feinschmeckerrestaurant! Wo ist also das Risiko größer, dass sich ein Kind überfrißt?

> 2) Sagt es nichts über die Qualität des Essens bei McDonalds
> aus.

Doch. Es sagt über die Qualität aus, dass die angebotenen Nahrungsmittel sehr fetthaltig sind bzw. sehr fettig zubereitet werden. Es ist für Kinder fast unmöglich, zu erkennen wieviel Kalorien sie gegessen haben.

Mit zwei Big Mäc und einer Pommes überschreitet man bereits die von der DGE empfohlene maximale Fettmenge von 60 Gramm täglich um 15 Gramm!

Und mit Sicherheit liegt jemand, der (nur) zwei Big Mäcs und eine Pommes ißt, am unteren Ende der Menüskala bei MD.

Alex
Re: Filmtipp - Supersize me!
15. Juli 2004 21:11
Es gibt auch verdammt fettiges und kalorienhaltiges in Gourmetsrestaurants zu essen. Du kannst jetzt kaum die kalorienhaltigsten Speisen bei McDonalds mit Zander vergleichen. Zumal Zander kaum roh serviert wird, sondern meistens mit entsprechender Sauce und Beilagen.
Von der "gutbürgerlichen Küche" willl ich jetzt erst gar nicht anfangen...
Wenn sich nämlich jemand 3 mal pro Tag Schweinshaxen mit Kroketten und dick Sauce reinpfeifft, wird er dem Super-Size-Me Typen in nichts nachstehen.

Ich teile ja auch die Kritik, dass es keine "Mengenrabatte" bei Fast-Food geben sollte. Aber die Doku ist lächerlich, kopiert Moores Effekt-Hascherei und ist rein als populistisches Steinewerfen gegen McDonalds konzipiert. Gerade um glaubwürdig zu bleiben hätte der Typ sich eben meinetwegen bei McDonalds satt essen sollen. Kein Widerspruch. Aber er hat bis zum Kotzen gefressen, bis ihm richtig schlecht war.
Wenn ich zu Eckart Witzigmann ins Restaurant gehe und jeden Tag 3KG Trüffelpastete fresse bis zum kotzen, was beweist das dann, außer dass ich ein Trottel bin?

Du als Sportler wirst wissen, dass ALLES ins extrem getrieben schlecht für den Menschen bzw. seinen Körper ist. Und gerade deshalb verliert der Typ an Glaubwürdigkeit. Ich könnte jede Ernährungsform ins Extrem treiben und mir selbst schaden, das beweißt gar nichts...
Re: Filmtipp - Supersize me!
16. Juli 2004 08:29
genau,
aber ich hab noch nie ein Feinschmecker restaurant sein essen als gesund bewerben hören....mc donalds tut das und leute, die sich nicht damit auskennen und kinder natürlich fallen dann darauf rein!
klar sind die selber schuld...aber ich wette wenn du in der schule mit sieben jahren die auswahl zwischen hamburger und spinat mit salzkartoffeln gehabt hättest.....wofür hättest du dich dann entschieden.

Ich hab eineinhalb Jahre in Amerika gelebt und dass die die Schulkantinen beliefern, dass ist gängige Praxis...das findest du bei fast jeder zweiten schule. und selbst wenn es nicht von mc do kommt ist es halt von burger king....

sicher du kannst überall ungesundes essen kaufen.....ABER mc donalds betreibt eine gezielte campagne nach dem Motto "unser essen ist gesund" und das ist eine lüge......

wenn dir jemand ein auto verkauft, dass er vorher mit 100 PS beworben hat und es hat dann nur 50..... dann würds dich doch auch stören oder????
Re: Filmtipp - Supersize me!
16. Juli 2004 09:09
Tanja schrieb:
> @Frank: Ja, das mit der Potenz hab ich in meiner Empfehlung des
> Films unter den Tisch fallen lassen - aber jetzt wo du es
> erwähnst, es scheint wohl so zu sein ;-)

Ein guter Grund mehr, nicht bei McD zu essen. ;-) :-)

> Und jeden Tag bei McDonalds essen - vielleicht geht es sogar,
> aber wer möchte das schon? Ist doch immer dasselbe und so groß
> finde ich die Angebotspalette von denen nicht.

Als ich noch bei McD gegessen habe, hatte ich vielleicht alle paar Wochen mal spontan einen "Jetzt könnte ich einen Burger vertragen"-Anfall. Aber dann hat es mir auch wieder gereicht. Wenn ich mich jeden Tag von morgens bis abends bei McD ernähren sollte, würde ich sehr viel abnehmen. Das bekäme ich schon sehr bald nicht mehr runter.

> Wenn ich mittags bei McDonalds war, habe ich abends
> wieder kräftig Hunger - obwohl ich von der Kalorienmenge
> bestimmt meinen Tagessatz schon reingefuttert habe. Sind halt
> nur viele leere Kalorien.

Erstaunlich finde ich, daß mich vergleichshalber eine große Salatschüssel aus der Kantine in Verbindung mit einem Vollkornbrötchen locker bis zum Abend durchträgt, ohne daß mein Magen knurrt.

In letzter Zeit kommt bei den Ernährungsforschern wohl auch noch ein "satiety index" auf, der angibt, wie lange die Nahrungsmittel einem das Gefühl vermitteln, satt zu sein. Da dürfte McD schlecht abschneiden.

> Und es ist schon ein Betrug an mir als Konsumenten, denn wenn
> ich zum Italiener oder Chinesen gehe, habe ich mehr davon.

Das muß auch nicht kalorienarm sein, wenn ich mal an überbackene Pasta oder an ein Gericht mit ordentlich Erdnußsoße denke, aber es macht vom Gesamtwert der Mahlzeit schon einen deutlichen Unterschied.

> Und was ich bezeichnend finde: Warum macht McDonalds plötzlich so
> vornehm auf gesund (Salate, Fruchttüten etc.)? Zufällig, seit
> bekannt wurde, dass so ein Film gedreht wird?

Die neuen Plakate erinnern mich vom Design her entfernt an Weight Watchers. Ist ja so richtig toll gesund, bei McD zu essen...jetzt auf einmal.

Frank



Seit 09.04.2005: "Normalgewicht" [[url=http://de.geocities.com/frank_cyclist/ww0.html]Homepage[/url]]

Re: Filmtipp - Supersize me!
16. Juli 2004 09:18
Nochmal zu dem Film!!!Der super geil, kann echt nur sagen ANGUCKEN! grinning smiley
Re: Filmtipp - Supersize me!
16. Juli 2004 09:18
Yorozu schrieb:
> Ich teile ja auch die Kritik, dass es keine "Mengenrabatte" bei
> Fast-Food geben sollte. Aber die Doku ist lächerlich, kopiert
> Moores Effekt-Hascherei und ist rein als populistisches
> Steinewerfen gegen McDonalds konzipiert. Gerade um glaubwürdig
> zu bleiben hätte der Typ sich eben meinetwegen bei McDonalds
> satt essen sollen. Kein Widerspruch. Aber er hat bis zum Kotzen
> gefressen, bis ihm richtig schlecht war.

Mit der Filmkritik halte ich mich zurück, bis ich ihn gesehen habe. ;-)

Nur soviel: Es gibt in Amerika viele Leute, die "Supersize" essen und selbst entsprechend "supersized" sind. Ob die auch noch "bis zum Kotzen" essen oder solche Portionen wie selbstverständlich verdrücken? Das ist natürlich im Selbstversuch ohne langjähriges Training nur schwer nachzustellen. Ich denke, er hat versucht, sich dem Eßverhalten, auf das er aufmerksam machen will, bis an seine Grenzen anzunähern.

> Du als Sportler wirst wissen, dass ALLES ins extrem getrieben
> schlecht für den Menschen bzw. seinen Körper ist. Und gerade
> deshalb verliert der Typ an Glaubwürdigkeit. Ich könnte jede
> Ernährungsform ins Extrem treiben und mir selbst schaden, das
> beweißt gar nichts...

Nur gibt es Menschen, die das "im Extrem" betreiben und sich und ihrem Körper schaden. Bis hin dazu, daß schon in den Raum gestellt wird, ob uns da vielleicht eine Generation heranwächst, die vor ihren Eltern stirbt.

Was ich, nebenbei bemerkt, für einen höchst makaberen Gedanken halte.

Frank
Re: Filmtipp - Supersize me!
16. Juli 2004 09:38
Das Problem an den "Supersize"-Portionen ist ja auch, dass sich der Körper daran gewöhnt. Dem Regisseur ging es am Anfang richtig mies nach dem vielen Fast Food, allerdings kam irgendwo der Punkt, wo sich sein Körper darauf eingestellt hat und sich seine Werte nicht mehr verschlechtert haben. Ich finde, dass ist wie beim Rauchen. Die erste Zigarette schmeckt beschissen, denn der Körper weiß, dass es schlecht für ihn ist - aber dann raucht man locker eine Schachtel, ohne dass es einem schlecht geht. Die 12 Kilo Zunahme im Film waren extrem - aber niemand wird bestreiten, dass häufiges Fast Food zu einer schleichenden Zunahme führt.

Niemand fängt an, jeden Tag dreimal Fast Food zu essen, weils einem dann echt schlecht wird. Aber wer sich häppchenweise dran gewöhnt, hat irgendwann kein Problem mehr, jeden Tag hinzugehen.

Mich stört es ehrlich, dass McDonalds mit seinen aggresiven Kampagnen vor allem auf Kinder abzielt (hier ein Happy Meal mit tollen Spielzeugen etc.).

Tanja
Re: Filmtipp - Supersize me!
16. Juli 2004 12:48
<<<genau,
aber ich hab noch nie ein Feinschmecker restaurant sein essen als gesund bewerben hören....>>>

Ein Gourmetsrestaurant wirbt gar nicht, warum sollte es auch?


<<<mc donalds tut das und leute, die sich nicht damit auskennen und kinder natürlich fallen dann darauf rein!>>>

Auf welche Werbekampagne beziehst Du dich? Wo sagt McDonalds explizit, BicMacs, Fritten und Cola seien gesund?

<<<klar sind die selber schuld...aber ich wette wenn du in der schule mit sieben jahren die auswahl zwischen hamburger und spinat mit salzkartoffeln gehabt hättest.....wofür hättest du dich dann entschieden.>>>

Was hat die Essens-Versorgung von US-Grundschulen mit dem Selbstversuch des Super-Size-Typen zu tun? Ich bin natürlich dagegen, dass Kinder Fast-Food serviert bekommen in der Caffeteria.

<<<sicher du kannst überall ungesundes essen kaufen.....ABER mc donalds betreibt eine gezielte campagne nach dem Motto "unser essen ist gesund" und das ist eine lüge......>>>

Tun sie nicht. Sie werben damit, ihre Zutaten seien kontrolliert und qualitativ. Ok, über qualität lässt sich sicher streiten, aber explizit bewirbt McDonalds seine Burger nicht mit dem Argument, sie seien gesund. Vielleicht mit dem Argument, dass sie, in Maßen konsumiert, Platz in einer gesunden Ernährung hätten.

Abgesehen davon: Was ist denn bitte gesund? Wasser? Du kannst von zuviel Wasser trinken sterben. Also: nichts ist per se gesund oder ungesund, allein auf die Menge kommt es an.

<<<wenn dir jemand ein auto verkauft, dass er vorher mit 100 PS beworben hat und es hat dann nur 50..... dann würds dich doch auch stören oder????>>>

Du kannst kardinale Ziffern nicht mit Marketing-Blah-Blah vergleichen. Wenn McDonalds seine BicMacs mit 100Kcal bewirbt und in echt haben sie 500, dann würde dein Beispiel passen.
Re: Filmtipp - Supersize me!
16. Juli 2004 13:43
ja aber marketing bla bla, wie du es nennst kontrolliert nunmal leider unsere Gesellschaft. Ja du genialer Mensch bist inelligent genug um zwischen kontrolliertem Anbau und gesund zu unterscheiden. Ich auch.

Aber was ist mit den anderen? Und glaub mir es gibt GENUG leute die das glauben bzw solche assoziationen haben (kontrollierter anbau=gesund)

und was der film mit den Kindern zu tun hat???????????????????????

DAs ist die wahrscheinlich dämlichste Frage die ich in dem forum jemals gelesen hab!
Aber ich beantworte sie trotzdem gerne:
ALLES!
Wie oft gehen Kinder denn in die Schule? JEDEN TAG vielleicht, könnte das sein? ich weiss nicht in wie weit du dich mit dem amerikanischen Schulsystem auskennst, aber dort haben selbst Erstklässler jeden TAg Nachmittagsuntericht und sind so gezwungen in der Kantine zu essen. (Und ja sie sind gezwungen, da es ungern gesehen wird, wenn Kinder sachen konsumieren, die sie von zu Hause mitbringen UND da sie eine Stunde Anwesenheitspflicht in der Kantine haben.....) und erst wenn die leute merken was ihre Kinder da vorgesetzt bekommen kann sich etwas ändern...der film ist natürlich nicht für die Kinder gemacht, die könnten daran ja auch nix ändern aber die ELTERN.

Der Film wurde genau aus dem Grund gemacht weil MC Donalds in der Schulkantinenfrage behauptet hat sein Essen sei nicht ungesund jeden TAg zu Essen. Mit Betonung auf DAS ESSEN und das schliesst alles mit ein Burger fritten Cola....sie haben nicht gesagt ihren Salat könnte man jeden TAG essen.......

jo

und wenn du noch nie Werbung für REstaurants gesehen hast dann kauf dir mal die Wochenendausgabe deiner lokalen Tageszeitung.
Als selbsterkorener Marketing FAchmann müsste es dir ja klar sein das Fernsehwerbung, wie Mc Donalds sie betreibt, für ein Lokal agrieren Unternehmen wie ein Feinschmecker Lokal ein vollkommen ungeeignetes Tool ist....aber in der Lokalen Presse kann man immer viel Anzeigen für Wildabend/Frische Forellen/Spargelmenüs etc entdecken.
Re: Filmtipp - Supersize me!
16. Juli 2004 13:59
komisch auf lauris thread supersize me antwortet fast keener und bei tanja soo viele*wunder*
Re: Filmtipp - Supersize me!
16. Juli 2004 14:11
<<<ja aber marketing bla bla, wie du es nennst kontrolliert nunmal leider unsere Gesellschaft.>>>

Eine etwas einseitige Sichtweise, findest Du nicht? Du zumindest scheinst ja beispielsweise nicht viel für McDonalds Marketing übrig zu haben. Und so geht es sicher vielen, zumal in den letzten Jahren, seit sich Amerikas Ansehen in der Welt so dramatisch verschlechtert hat.

Sicher, Marketing BEEINFLUSST jeden von uns. Schließlich kann niemand sein Unterbewusstsein kontrollieren und schließlich werden wir alle von Kindheit an durch Werbung geprägt. ABER: jeder Mensch beeinflusst ständig jeden anderen Menschen, wenn er mit ihm interagiert. Dass die Werbung das geschickt macht und dafür auch zig Milliarden ausgibt ist wahr, von Kontrolle zu sprechen allein halte ich für übertrieben.

<<<Aber was ist mit den anderen? Und glaub mir es gibt GENUG leute die das glauben bzw solche assoziationen haben (kontrollierter anbau=gesund)>>>

Pfanni bewirbt seine Kartoffeln auch als "kontrolliert angebaut". Hipp seine Baby-Nahrung ebenfalls. Heute nennt jeder sein Essen kontrolliert, qualitativ, 1A, Spitzenqualität usw... Es kommen ja bald EU-Richtlinien für genau solche Pfeiffen raus, die wirklich glauben, dass Haribo "Kinder froh" macht... Tja, für solche Leute wie Du sie ansprichst eben.

<<<Der Film wurde genau aus dem Grund gemacht weil MC Donalds in der Schulkantinenfrage behauptet hat sein Essen sei nicht ungesund jeden TAg zu Essen. Mit Betonung auf DAS ESSEN und das schliesst alles mit ein Burger fritten Cola....sie haben nicht gesagt ihren Salat könnte man jeden TAG essen.......>>>

McDonalds täglich essen ist auch nicht ungesund. Allein wer es mit der Menge übertreibt bekommt Probleme. Hat McDonalds gesagt, 3x Supersize pro Tag sei gesund? Sicher nicht.
Wie gesagt: Ich bin ja gar nicht dafür, dass Supersize Menüs überhaupt auf den Markt kommen und auch nicht für Fast-Food in Schulkantinen. In dem Punkt kritisiere ich den Filmmacher auch gar nicht :-) Mir geht es nicht um die Message sondern um die Art und Weise, wie er diese Message verbreitet.

<<<
Als selbsterkorener Marketing FAchmann müsste es dir ja klar sein das Fernsehwerbung, wie Mc Donalds sie betreibt, für ein Lokal agrieren Unternehmen wie ein Feinschmecker Lokal ein vollkommen ungeeignetes Tool ist....aber in der Lokalen Presse kann man immer viel Anzeigen für Wildabend/Frische Forellen/Spargelmenüs etc entdecken.>>>

Mit "Gourmets-Restaurant" meine ich schon 2-Sterne und aufwärts. Die haben es in aller Regel nicht nötig, sich über die Tourismus-Broschüren oder die Kritiken der Fachzeitschriften hinaus zu bewerben. Genauso, wie Du auch keine Anzeige von Ferrari finden wirst, weder in einer Lokalzeitung noch im Fernsehen.

Und selbst wenn: natürlich könnten die schreiben, ihr Essen trage zu einer gesunden Ernährung bei. Warum auch nicht? Das sind, wie gesagt, sehr schwammige Begriffe, die EU gibt da ja nun neue Richtlinien vor smiling smiley
Re: Filmtipp - Supersize me!
16. Juli 2004 14:26
Auf was willst du eigentlich hinaus, Yoruzu? Ich bin mir dessen nicht im klaren.

Hast du den Film denn gesehen? Findest du ihn schlecht?

Ich meine, du bist doch auch der Meinung, dass es sinnvoll ist, wenn Menschen z.B. vor Augen geführt bekommen, was ihre Kinder täglich essen. Polemik hin oder her. Es ist leider eine traurige Tatsache, dass Fettleibigkeit hier und in den USA zunimmt - und die kommt nun mal nicht vom Gemüse.

Wir reden uns hier leicht, denn im Forum ist es kein Geheimnis, wie kalorienreich Fast Food sein kann - aber die breite Masse (im wahrsten Sinne des Wortes) weiß das wirklich nicht.

Insofern ist es ganz sinnvoll, wenn so ein Film zeigt, was Fast Food ist und wie es sich auf einen Körper auswirken kann. Die Botschaft kommt klar rüber - denkt darüber nach, was ihr esst. Wo ist da das Problem? Ich denke, dass viele, die den Film sehen, nicht mehr so leichtfertig Fast Food in sich reinstopfen - jetzt nicht mal mehr nur McDonalds, sondern auch andere Fertiggerichte.

Ist das so falsch?

Tanja

@Nuffi: Lauries "Thread" war eine Antwort, kein eigenes Thema oder was meinst du eigentlich?



Nachricht bearbeitet (16.07.2004 14:28)
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