kolehydrate?

geschrieben von pudding 
kolehydrate?
08. Juni 2004 09:52
ich muß euch mal um eure meinungen bitten. Und zwar:
ich esse gerne Vollkornweckerl, ohne was drauf. jetz hab ich irgendwo gelesen man soll kolehydrate einsparen. d.H. z B beim weckerl eher mehr belag als mehr brot. was meint ihr dazu??
LG pudding
Re: kolehydrate?
08. Juni 2004 09:58
Kommt auf den Belag drauf an! ;-)
Allerdings dürften Vollkornsemmeln nicht allzu schlimm sein.....



Wenn wir Absurdes glauben, werden wir Abscheuliches tun.
-Voltaire-
Re: kolehydrate?
08. Juni 2004 10:05
Laut meinem Freund (Molekularbiologe, der all die Vorgaenge im Koerper biochemisch genaustens lernen musste) ist es nicht wahr, dass man Kohlenhydrate einsparen muss. (Ausser natuerlich, man isst sie in Unmengen.) Das Problem sind viel mehr die Fette.
Wenn man (zu) viele Kohlenhydrate UND Fette isst, braucht der Koerper die schnell verfuegbaren Kohlenhydrate und bunkert die Fette fuer spaeter - und das wollen wir ja nicht.
Grundsaetzlich koennen aber Kohlenhydrate vom Koerper nicht in Fett umgewandelt werden.

Eine Vollkornsemmel ist bestimmt noch nicht zu viel, und sicher gesund. Man braucht ja auch Kohlenhydrate! Beim Belag muss man vor allem darauf achten dass er fettarm ist.
Re: kolehydrate?
08. Juni 2004 10:15
Hallo zusammen

muss sweetie widersprechen, wenn man zu viele kohlenhydrate isst und diese nicht verbrennen tut dann wandelt es sich in fett um. man sollte aber auf keinen fall auf kohlenhydrate verzichten sondern einfach in massen konsumieren, aber ein volkornsemmel ist sicher nicht schlimm.

gruss
swissgirl
Re: kolehydrate?
08. Juni 2004 11:11
Geb jetzt auch noch meinen Senf dazu:

Sweetie hat recht mit dem, das der Körper Kohlhydrate und Fette braucht, das Fette allerdings "gefährlicher" sind als Kohlhydrate, da sie im Prinzip gleich eingelagert werden können.

Swissgirl hat natürlich recht mit Ihrem Beitrag, denn alles, was man zuviel zu sich nimmt, egal ob Fett oder Kohlehydrate wirde letztendlich in den Fettzellen gespeichert.

Tatsache ist, das der Körper Kohlehydrate wesentlich schwieriger in Fett umwandeln kann als schon bestehende Fette. Daher ist es mit Sicherheit richtig, beim Fett darauf zu achten nicht zuviel zu sich zu nehmen (aber mindestens 30 g am Tag!), da es wesentlich schneller ansetzt.
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 09:50
Hi Pudding,
da hast du bestimmt etwas über diese sehr umstrittene Atkins-Diät gelesen, die in etwa predigt: viel Fett und kaum Kohlenhydrate!
In den USA ist das gerade der große Renner. Kein Wunder, denn das bedeutet ja, dass die vielen übergewichtigen Amerikaner in der Vergangenheit einfach zu selten FastFood zu sich genommen haben und das zukünftig noch steigern müssen, um abzunehmen :-)
Ich persönlich halte das für großen Schwachsinn.

Tessa
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 12:18
Zur Atkins Diät:

War ja gerade drüben in den US... KAnn nur bestätigen dass die Atkins Diät der totale Renner ist.

In fast jedem Fast Food Laden gibt es Atkins Produkte. Bei Burger King gab es einen "Low Carb" Burger.
Bei Subway gab es "Low CArb" Sandwiches.
Im Liqour Shop gab es Low Carb Beer.
Und das verückteste war in meinen Augen das 3 m breite Regal mit "Low Carb Bread" --> Kohlenhydratreduziertes Brot...

Ich war vor ein paar Jahren schonmal dort, und da wurde alles mit "Low Fat" beworben. Das hat sich nun sehr geändert, im Fernsehen sieht man weniger Low Fat werbung, sondern meistens nur Werbung für Atkinsprodukte.
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 12:29
war von september - dezember in england und dort spielt sich genau dasselbe ab. meine hostmom machte eine atkinson diät und was die alles "fressen" musst zum frühstück. da wurde es mir doch glatt übel.

hab dort drüben auch eine dokumentation gesehen über die atkinson diät...
diese diät kann fatal enden wenn man sich nicht vorher bei einem arzt durchchecken lässt.

also lieber ernährung umstellen und kohlenhydrate in massen essen.

gruss
swissgirl
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 12:33
Hi,
ich weiß, ich weiß, ich bin hier auf einer Low-Fat-Seite, aber auch auf die Gefahr hin, als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden, muss ich jetzt meinen Senf dazu geben.
Ich ernähre mich seit mehr als drei Jahren nach Atkins.
Das heißt: fast KEINE Kohlenhydrate, VIEL Protein und VIEL Fett.
Angefangen hab ich das aus gesundheitlichen Gründen. Bei vielen Autoimmunerkrankungen, Allergien, Asthma, Epilepsie usw. haben schon etliche Menschen zumindest eine Linderung, wenn nicht gar Heilung ihrer Krankheit durch die Atkins-Diät erreicht!
Also kann diese Ernährungsweise so ungesund nicht sein!
Ich will hier keinen zu einer LC-Ernährung bekehren, aber ihr solltet doch wenigstens tolerieren, dass es auch noch andere Ernährungsweisen neben Low-Fat gibt, die sehr gut funktionieren, wenn nicht gar besser!
Ich selbst habe meine chronische Krankheit (Morbus Crohn) durch LC-Ernährung und Nahrungsergänzung soweit unter Kontrolle, dass ich zurzeit keinerlei Medikamente brauche. Als Nebeneffekt reduzierte sich mein Körpergewicht innerhalb von ca. 5 Monaten von 87kg (bei 178cm) auf 72kg. Dieses Gewicht halte ich seither auch seit über zweieinhalb Jahren. Wobei ich eher darauf achten muss, dass es nicht noch weiter nach unten geht!
Durch die protein- und fettreiche Kost fühlt man sich bei der Atkins-Diät eigentlich immer satt. Daher kann man diese Ernährungsweise wohl noch am ehesten über einen längeren Zeitraum oder gar für immer durchhalten.
Ein Vorteil der Atkins-Diät ist es auch, dass man durch die proteinreiche Ernährung nur Körperfett abbaut und keine Muskeln verliert. Im Gegenteil, viele bekommen straffere Formen - sogar ohne Sport. Daher sollte man sich bei der Atkins-Diät mehr auf das Maßband und den Spiegel verlassen, nicht so sehr auf die Waage. Bei einer Low-Fat-Diät verliert man ohne Sport meist sogar mehr Muskelmasse als Fett! D. h. der Körperfettgehalt steigt dann sogar noch!

Wenn schon eine Low-Fat-Diät, dann würde ich noch am ehesten eine empfehlen, bei der auch der glykämische Index der Kohlenhydrate berücksichtigt wird, wie beispielsweise bei Montignac. Hierbei wird nämlich darauf geachtet, dass der Insulinspiegel niedrig bleibt. Bei hohem Insulinspiegel wird nämlich vermehrt Fett gespeichert, egal ob die Kalorien hierzu aus Fett oder Kohlenhydraten stammen.

Bevor ihr mich jetzt in der Luft zerreißt, macht euch bitte mal die Mühe, euch darüber zu informieren, wie die Atkins-Diät funktioniert.
Hierzu gibt es einen Link, der dies relativ einfach erklärt:
„[www.ironsport.de] „

@sweety
09. Juni 2004 12:52
Also, ich weiß ja nicht, wo dein Freund Molekularbiologie studiert hat, aber daß Kh nicht in Fett umgewandelt werden können, ist natürlich Schwachsinn.
Sonst würden Menschen, die 4000 kcal KH am Tag essen würden, ja kein Gramm Fett am Körper haben...es ist sogar so, daß KH-Mast (wie in der Landwirtschaft häufig angewendet wegen dem schnellen Fettaufbau, z.B. bei den sogenannten Stopfgänsen) sehr viel schneller dick macht, als der Verzehr der gleichen Kalorienmenge Fett, da KH über Hormonwege anabol wirken (aber das habe ich in letzter Zeit bestimmt 100mal hier geschrieben, möchte nicht mehr alle Stoffwechselwege aufführen...).
Ein Vollkornbrötchen ohne Belag macht pudding aber sicher nicht dick...also an sich schon eine seltsame Frage...
LG Lee
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 12:59
Hallo Dean,
diese Diskussionen haben wir hier schon öfter geführt.
Ich bin und bleibe da sehr skeptisch.
Ich hänge hier mal eine Antwort auf einen Beitrag an, der vor 2 Monaten hier verfasst wurde. Die Autorin war wegen eines Artikels sehr verunsichert, was ihre LowFat Ernährungsweise anbelangte.
Hier der Link auf genannten Beitrag:

[forum.fettrechner.de]

und auf den Artikel, der die Autorin damals verunsicherte:

[www.ernaehrgesund.de]

und hier also meine damalige Antwort:

-------- Beginn

Also Leute ich weiß ja nicht.

Erstens muss ich Lika widersprechen. Natürlich macht eine Scheibe Vollkornbrot satter als ein weißes Brötchen. Denn es gibt dem Körper nicht nur mehr an Masse, sondern insbesondere mehr an Nährstoffen, deren Mangel ein Hungergefühl auslöst (deshalb hat man nach nem anständigen McDonals-Mahl auch verhältnismäßig schnell wieder Hunger). Der Körper verlangt nicht nach Masse, sondern nach Nährstoffen, die er zum Leben braucht. Soviel dazu.

Zu dem Bericht:
was ist das bloß für ein Schwachsinn. Ich würde mal sagen, dass die Menschen sich ausschließlich vegetarisch ernährt haben, bevor sie Waffen etnwickelten, um Tiere zu fangen und zu töten.
Der Mensch hat keine Reißzähne, er hat nur diese Eckzähne, die sich so ausgebildet haben, weil der Mensch angefangen hat, Fleisch zu essen.
Die Backenzähne sind hervorragend dafür geeignet, um Dinge zu zermahlen (z.B. Getreide). Also bitte.

Wenn viel Fett nun so wichtig wäre für den Menschen, warum gibt es dann keine Mayonnaisesträucher, Butterbäume und Sahnepflanzen? Alles tierische Produkte, die von Haustieren gewonnen werden.
Bedauerlicherweise fing der Mensch erst in der Jungsteinzeit an, sich Haustiere zu halten. In der Altsteinzeit war davon nicht die Rede, und die dauerte immerhin ein paar Hundertausen Jahre.
Wenn diese tierischen fetthaltigen Lebensmittel so wichtig für den Menschen gewesen wären, dann wäre er wohl gar nicht soweit gekommen und es würde uns heute nicht geben ...
Und wahrscheinlich sind die Menschen damals nicht an zu hohen Cholesterinwerten und daraus resultierenden Herzinfarkten gestorben.

Auch als die Menschen dann anfingen, Fleisch zu essen, gab es einen erheblichen Unterschied zu heute.
Sie hatten es ganz gewiß nicht täglich, morgens, mittags und abends auf dem Tisch.
Und ganz wichtig: sie haben ihren Arsch bewegen müssen, um es zu bekommen (Zauberwort Sport) und nicht einfach den Supermarkt an der Ecke gewählt, um ihren Hintern dann wieder auf dem Sofa zu betten und den Rest des Tages mit Fressen zu verbringen.

Klar, der Mensch hat sich bestimmt gerade wegen seiner Nahrung zu dem entwickelt, was er heute ist (die Krönung der Schöpfung, intelligent etc, aber leider zu blöd um zu raffen, dass er sich damit kaputt macht).
Was lernen wir also daraus: alles in Maßen. Ausgewogenheit!

Genau, und die Amerikaner sind so übergewichtig, weil sie soviel Obst und Gemüse essen und den ganzen Tag Sport treiben. Ja ne, ist klar!

Es liegt ganz bestimmt nicht, an dem saftigen Erdnussbuttertoast, den sie sich gleich zu Beginn des Tages reinpfeifen und damit schon fast die Hälfte ihres Tagesbedarfs gedeckt haben.

Burger, Pommes, Chips etc. - alles egal - das Vollkornbrot (gibt es sowas in den USA überhaupt? Vollkornprodukte?), die Spaghetti und Kartoffeln sind schuld!
Und die Cola hat damit natürlich auch nichts zu tun (der Verbrauch in den USA ist ungefähr hundert mal so hoch, wie z.B. in China, Indonesien oder Indien. Völker, die ja bekannt sind für ihre Übergewichtigkeit)
Der durchschnittliche Amerikaner trinkt pro Jahr etwa 202 Liter Limonade (Deutsche ca. 84 Liter, Inder nur 0,96!).

Schon mal einen fetten Inder gesehen?

Ich könnte den ganzen Tag damit verbringen, über dieses Thema zu schreiben, leider fehlt mir dazu die Zeit.

Deswegen höre ich auf und schließe mich Murkel an: Kritisch sein und selber denken!

Tessa

-------- Ende

Und an meiner Meinung hat sich da nichts geändert :-)

LG Tessa
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 13:05
Hi Dean!
Ich hoffe auch mal, daß dich hier keiner zerreißt. Es ist einfach so, daß viele Leute, die Diäten anfangen, sich auf irgendeine Methode, die eben gerade beworben wird, verlassen und diese dann vehement verteidigen.
Den Jüngern des Low-Fat kann man noch so oft erzählen, daß z.B. in Italien die Grenze von 60-80 g Fett am Tag regelmäßig weit überschritten wird und die Leute durchschnittlich trotzdem gesünder und schlanker sind als in Deutschland. Oder daß in Amerika der durchschnittliche Fettverbrauch von 55% auf 23% am Tag gesunken ist und wie wir wissen werden sie trotzdem immer fetter (und zwar richtig...nicht 10 kg Übergewicht, sondern mal eben 200 kg...das gibt es hier so gut wie nicht). Andererseits gibt es auch die Atkinsanhänger, die meinen, sie werden 80 Jahre alt mit einer Ernährung aus Schweinehaxen und Butter pur.
Anstatt Hunderte von Euro für irgendwelche Diätbücher-, -Pillen, - Pülverchen etc. auszugeben, kann man es doch auch viel vernünftiger haben...einfach in die Bibliothek gehen und sich ein Biochemie- und ein Physiologiebuch ausleihen (gibt es auch für Laien...ist wirklich gut verständlich)...und sich mal hinsetzen und die Stoffwechselwege des Körpers verstehen lernen...scheint aber wohl anstrengender zu sein, als mal eben SlimFast zu schlürfen.
Der Körper hat nun mal ein System, daß älter ist, als alle Diätpäpste dieser Welt zusammen...und es ist so fein justiert, daß rumpfuschen, egal nach welcher Methode, auf Dauer immer schädlich ist.
Leute, man KANN NICHT abnehmen, wenn man das ignoriert.
Also, Kalorien sind Kalorien und Verbrauch ist Verbrauch. Alles andere bitte in den oben genannten Büchern nachlesen.
LG Lee
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 13:16
Liebe Tessa..interessanter Beitrag...aber kannst du widerlegen, daß der Mensch ERST das Fleisch aß, bevor er lernte, Weizen in Monokultur anzubauen, Mehl zu mahlen und daraus Hamburgerbrötchen zu backen?
Erst die Erschließung des tierischen Eiweißes und Fettes (wobei diese Tiere natürlich nicht dermaßen überzüchtet und fetttriefend waren, wie unsere Hausschweine) ermöglichte die Entwicklung des menschlichen Gehirnes. Ich jedenfalls kenne keinen Pflanzenfresser, der ein leistungsfähigeres Gehirn hat als ein Raubtier...auch wenn Elefanten vielleicht ein riesiges Gehirn haben, es geht ja um die Leistung.
Und du schmeißt auch mal eben alle Arten von KH durcheinander...ein Vollkorn wird eben auch nicht vollständig verdauut, da Ballaststoffe vom menschlichen Darm nicht gespalten werden können...deshalb haben Kühe ja auch mehr Mägen als ich. Also kannst du ein Vollkornbrötchen nicht mit Weißbrot oder dem Zucker in Cola zusammenschmeißen. Du widersprichts dir auch andauernd, da du die Amis erst bezichtigst, viele wertlose KH zu essen und dadurch so dick zu werden, andererseits glaubst du, KH einzusparen wäre eine seltsame Idee???
Und die Menschen damals sind sicher nicht an ihren Cholesterinwerten oder Herzinfarkt gestorben...aber Tessa, sie wurden bis zum Mittelalter auch nur zwischen 30 und 40 Jahre alt! Was ist denn das für ein Argument. Ein Tiger stirbt auch nicht am Herzinfarkt und ich habe noch keinen Gras kauen sehen.
So kann man einfach nicht argumentieren.
LG Lee
Re: @sweety
09. Juni 2004 13:22
ich habe lebensmittelchemie und (molekular)biologie studiert - das mit der Umwandlung von Kh in Fett ist wirklich falsch: natürlich werden KH in Depotfett umgewandelt, sonst würden vermutlich nur lauter superschlanke hungehaken durch die gegend stacksen und wir würden uns die gesäßknochen wundscheuern, unsere hosen an den beckenknochen zerfetzen und im winter erbärmlichst frieren.....

würde mich auch sehr interessieren, welche universität diese KH-Fett-These vertritt....

Re: @sweety
09. Juni 2004 13:32
Das wär ja schön....könnte Süßes essen ohne Ende und abnehmen...tja, wie gesagt, leider nur ein Traum.
LG Lee
Re: @sweety
09. Juni 2004 13:39
ach geeeh, so gut is das süsse zeugs doch auch wieder nicht....
es gibt jetzt z.b. die ersten heimischen erdbeeren: einfach aufs Feld gehen, zwei Kilo erdbeeren selbst pflücken (dabei jede Menge Erdbeeren gratis naschen), aus den Erdbeeren dann Mus oder Marmelade machen....da schmeiß ich doch glatt jede Tafel Schokolade weg...(oder gibt´s leicht in Deutschland keine Erdbeerfelder zum selberpflücken? dann nehm ich natürlich mein "Agebot zurück)

GLYX und Kolenhydraten
09. Juni 2004 13:52
Zitat von DR. KURT A. MOOSBURGER
mit den Schwerpunkten:
Herz-Kreislauf-Medizin inkl. internistischer Sportmedizin
Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung
Trainingsanleitung für Herzpatienten
Hormonsubstitution
Osteoporose
Facharzt für Innere Medizin und Sportarzt
zum Thema GLYX und Kolenhydraten:

Zitat:
"Man darf nicht den Fehler machen, wie Montignac zu argumentieren, indem man die Thermodynamik und damit die Energiebilanz als letztlich entscheidendes Kriterium für die Entstehung von Übergewicht ignoriert. Kein Makronährstoff macht per se dick, es ist und bleibt einzig und allein eine positive Energiebilanz! Es ist geradezu grotesk, Kartoffeln als “Dickmacher“ hinzustellen. Die Irrationalität gipfelt in der Behauptung, nicht die Zufuhr von zuviel Kalorien, sondern die Zufuhr von “falschen“ Kohlenhydraten wäre via das “böse“ Insulin Schuld an der Entstehung von Übergewicht. Insulin ist aber kein “Feind“ des Körpers. Es hemmt nicht die Betaoxidation (“Fettverbrennung“) als vorrangigen Modus der Energiebereitstellung. Die Insulininkretion wird nicht nur durch Zufuhr von Kohlenhydraten, sondern auch von Proteinen und Fetten stimuliert. Das Ausmaß der postprandialen “Insulinantwort“ korreliert somit nicht nur mit dem glykämischen Index, sondern auch mit dem Energiegehalt der zugeführten Mahlzeit. Wer sich nur nach einem niedrigen GI orientiert, läuft Gefahr, sich zu fettreich und damit zu energiereich zu ernähren, was wiederum eine positive Energiebilanz und damit eine Speicherung von “neuem“ Fettgewebe begünstigt. Der vorübergehende postprandiale Insulinanstieg im Blut, der die Lipolyse kurzfristig hemmt, hat mit einem Hyperinsulinismus nichts zu tun. Der Insulinspiegel im Blut korreliert vielmehr mit dem Körperfettanteil, eine Hyperinsulinämie ist Folge und nicht Ursache der Adipositas. Es ist die Energiebilanz, die das Fließgleichgewicht zwischen Lipogenese und Lipolyse im Fettgewebe einstellt und damit über den Körperfettanteil entscheidet. Das gilt für jedermann, auch für Adipöse mit Hyperinsulinämie bzw. Insulinresistenz. Auch die teilweise so eindrucksvoll dicken Amerikaner sind nicht deswegen so dick geworden sind, weil sie zuviel Kohlenhydrate mit hohem GI, sondern weil sie zuviel Energie zugeführt haben – auf gut Deutsch, zuviel gegessen haben. Und darüber hinaus – ein ganz mitentscheidender Grund für eine positive Energiebilanz – ihren Energieumsatz durch körperliche Inaktivität heruntergeschraubt haben. Bei allem Verständnis für den GI im Rahmen einer kohlenhydratbewussten Ernährung beim metabolischen Syndrom – wer die Ursache des Übergewichts nur in den “falschen“ Kohlenhydraten sieht, verkennt die Realität. "

Ich denke, dies sollte bei der Bewertung der "bösen" Kohlenhydrate helfen.

Hier das Quellenverzeichniss: [gin.uibk.ac.at]

Gruß


FSC
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 14:16
Leelaacoo schrieb:

> Liebe Tessa..interessanter Beitrag...aber kannst du widerlegen,
> daß der Mensch ERST das Fleisch aß, bevor er lernte, Weizen in
> Monokultur anzubauen, Mehl zu mahlen und daraus
> Hamburgerbrötchen zu backen?

Bin jetzt zu faul, zu forschen, aber ich meine erst aßen sie Beeren und Wurzeln und Pflanzen etc., dann kam das Fleisch und danach der Ackerbau.
Ich habe nie behauptet, dass der Mensch erst Getreide und dann Fleisch gegessen hat.
Ich sagte lediglich, dass sie erst vegetarisch und dann Fleisch aßen. Und dass die Produkte, die zusätzlich tierische Fette liefern, wie Milch, Käse etc. relativ spät kamen.

> Erst die Erschließung des tierischen Eiweißes und Fettes (wobei
> diese Tiere natürlich nicht dermaßen überzüchtet und
> fetttriefend waren, wie unsere Hausschweine) ermöglichte die
> Entwicklung des menschlichen Gehirnes. Ich jedenfalls kenne
> keinen Pflanzenfresser, der ein leistungsfähigeres Gehirn hat
> als ein Raubtier...auch wenn Elefanten vielleicht ein riesiges
> Gehirn haben, es geht ja um die Leistung.

Da gebe ich dir recht, und das habe ich in meinem Beitrag auch geschrieben (Klar, der Mensch hat sich bestimmt gerade wegen seiner Nahrung zu dem entwickelt, was er heute ist (die Krönung der Schöpfung, intelligent etc, aber leider zu blöd um zu raffen, dass er sich damit kaputt macht)).
Ich habe sogar extra hinzugefügt:
"Was lernen wir also daraus: alles in Maßen. Ausgewogenheit!"
Ich denke, dieser Satz lässt erkennen, dass ich nicht der Meinung bin, dass man auf Fleisch oder Fett verzichten sollte.

> Und du schmeißt auch mal eben alle Arten von KH
> durcheinander...ein Vollkorn wird eben auch nicht vollständig
> verdauut, da Ballaststoffe vom menschlichen Darm nicht
> gespalten werden können...deshalb haben Kühe ja auch mehr Mägen
> als ich. Also kannst du ein Vollkornbrötchen nicht mit Weißbrot
> oder dem Zucker in Cola zusammenschmeißen.

Das mag stimmen. Ich bin weder Ernährungswissenschaftler noch Biologe. Ich verlasse mich da ganz auf die Signale meines Körpers und meinen Verstand.

> Du widersprichts dir
> auch andauernd, da du die Amis erst bezichtigst, viele wertlose
> KH zu essen und dadurch so dick zu werden, andererseits glaubst
> du, KH einzusparen wäre eine seltsame Idee???

Nein, ich bezichtige die Amerikaner, viele ungesunde Fette zu essen. Dadurch werden sie meiner Meinung nach fett.

> Und die Menschen damals sind sicher nicht an ihren
> Cholesterinwerten oder Herzinfarkt gestorben...aber Tessa, sie
> wurden bis zum Mittelalter auch nur zwischen 30 und 40 Jahre
> alt!

Das mag stimmen. Aber Fakt ist, dass heute die Menschen daran sterben. Und das tun sie bestimmt nicht, weil sie so viel Obst und Gemüse zu sich nehmen.

> Was ist denn das für ein Argument. Ein Tiger stirbt auch
> nicht am Herzinfarkt und ich habe noch keinen Gras kauen sehen.

Ein Tiger ist auch kein Mensch. Sein Magen ist vollkommen anders beschaffen, als der eines Menschen und dafür gemacht, Fleisch zu verdauen.
Und ich habe auch nicht gesagt, dass der Mensch kein Fleisch essen sollte.

> So kann man einfach nicht argumentieren.

Ist bestimmt eine sehr bauchgesteuerte Argumentation gewesen. Dennoch halte ich sie nicht für falsch. Ich habe mich mein ganzes Leben lang ausgewogen ernährt. Viel frisches Obst und Gemüse und wenig Fleisch und andere tierische Fette in Übermaßen, sowie wenig Süßigkeiten, um es mal aufs wesentliche runterzubrechen. Und ich bin mein ganzes Leben noch nicht übergewichtig gewesen und eigentlich nie krank.
So falsch kann es also zumindest für mich nicht sein.

Aber du scheinst ja sehr viel fundiertes Wissen über Ernährung zu haben.
Was ist denn dein Tipp, für eine gute Ernährung?

LG Tessa
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 14:33
Leelaacoo schrieb:

> Den Jüngern des Low-Fat kann man noch so oft erzählen, daß z.B.
> in Italien die Grenze von 60-80 g Fett am Tag regelmäßig weit
> überschritten wird und die Leute durchschnittlich trotzdem
> gesünder und schlanker sind als in Deutschland.

Gerade von dir hätte ich eine qualifiziertere Betrachtung erwartet, Lee! So eine Interpretaion der Statistik, wie du sie machst ist doch völlig an den Haaren herbeigezogen. Du kannst doch anhand der von dir geposteten "Zahlen" keine Kausalität zwischen Fettverzehr und Gesundheitsqualität herstellen.

In Süddeutschland gehen seit 10 Jahren die Geburten in dem Maße zurück, wie die Zahl brütenden Strochenpaare zurück geht - schließt du jetzt daraus, dass der Storch den Schwaben und Bayern die Kinder bringt?

> in Amerika der durchschnittliche Fettverbrauch von 55% auf 23% am
> Tag gesunken ist und wie wir wissen werden sie trotzdem immer
> fetter (und zwar richtig...nicht 10 kg Übergewicht, sondern mal
> eben 200 kg...das gibt es hier so gut wie nicht).

Das Durchschnittsgewicht "der Amerikaner" ist ebenfalls angestiegen zu der Zeit, in der deren Fettkonsum anstieg. Was sagt uns das?

Das sagt uns, dass du nie und nimmer den Anstieg des durchschnittlichen Fettkonsums mehrerer Millionen Menschen dafür verantwortlich machen kannst, dass das Gewicht mehrerer Millionen Menschen im Durchschnitt angestiegen ist.

Da ich weiß, dass Stochastik nicht jedermanns(fraus) Sache ist, hier ein Beispiel zur Verdeutlichung, dass du eine empirische Gesamtbetrachtung niemals runterbrechen kannst auf eine Einzelbetrachtung:

Beispiel: Laura (100 kg) hat ihren Fettkonsum von 100 auf 300 Gramm pro Tag gesteigert und hat dadurch um 10 kg auf 110 kg zugenommen. Jimmy (100 kg) und Jill (100 kg) haben ihren Fettkonsum von 100 auf 50 Gramm reduziert und dadurch jeweils um 6 kg auf 94 abgenommen.

Empirisch betrachtet ist der durchschnittliche Fettkonsum von 100 auf 133 Gramm pro Person gestiegen. Empirisch betrachtet ist das Durchschnittsgewicht von einst 100 kg um 0,7 kg auf 99,3 kg gesunken. Obwohl der durchschnittliche Fettkonsum stieg, ist das durchschnittliche Gewicht gesunken.

Offensichtlich macht Fett also schlank.

Geht man von der empirischen Betrachtung weg, ändert sich diese Schlußfolgerung ins Gegenteil. Diejenigen, die weniger Fett essen, haben abgenommen, diejenige, die mehr Fett ißt, hat zugenommen.

Merke: die Gesundheit einer ganzen Bevölkerungsgruppe kannst du nicht isoliert an einer vermuteten Ernährungsweise festmachen - zumindest nicht im empirischen Maßstab!

Den Einfluß der Ernährungsweise kannst du allenfalls pro Person betrachten. Und da siehst du schnell, dass 100% aller Menschen, die übergewichtig sind, mehr als 60 Gramm Fett pro Tag essen.

"Die Italiener" bewegen sich mehr als "die Amerikaner", "die Italiener" sind lange nicht so hektisch wie "die Amerikaner", "die Italiener" haben ein besseres Gesundheitssystem als "die Amerikaner" usw.

All das kannst du nicht unberücksichtig lassen bei der Beurteilung, ob sich jetzt "die fettsparenden Amerikaner" oder die "fettessenden Italiener" gesünder ernähren.

> Anstatt Hunderte von Euro für irgendwelche Diätbücher-,
> -Pillen, - Pülverchen etc. auszugeben, kann man es doch auch
> viel vernünftiger haben...einfach in die Bibliothek gehen und
> sich ein Biochemie- und ein Physiologiebuch ausleihen (gibt es
> auch für Laien...ist wirklich gut verständlich)...und sich mal
> hinsetzen und die Stoffwechselwege des Körpers verstehen
> lernen...scheint aber wohl anstrengender zu sein, als mal eben
> SlimFast zu schlürfen.

Zustimmung. Aber man muß gar nicht in die Bibliothek gehen, es reicht, einen deutschen Supermarkt aufzusuchen und einen Blick in die Einkaufswagen zu werfen. Kein übergewichtiger Mensch der Welt wurde zu fett, weil er zuviel Obst und Gemüse gegessen hat.

> Also, Kalorien sind Kalorien und Verbrauch ist Verbrauch. Alles
> andere bitte in den oben genannten Büchern nachlesen.

Und aus diesen Büchern lernen wir, dass die Verstoffwechselung von Fett weniger Energie benötigt als die Verstoffwechselung von Kohlenhydraten oder Eiweiß. Auch wenn die Quantität der Energie gleich ist, unterscheidet die Qualtität der Energie, was auf den Hüften passiert.

Alex
Re: GLYX und Kolenhydraten
09. Juni 2004 14:38
Also ich habe vor einiger Zeit einenn 90minüten Beitrag über die Atkins diät im Fernsehen gesehen. und da wurde alles total super untersucht und jede Menge Tests gemacht, weil die wissen wollten, was wirklich an dieser Diät dran ist.

Rausgekommen ist, dass wirklich eine Person die eine Atkins Diät gemacht hat besser abgenommen hat, als eine Person die weiterhin viel KH aber wenig Fett gegessen hat.

Das lag allerdings nicht an der Atkins Diät ansich, sondern einzig und allein daran, dass man von vielen KH einfach nicht satt wird und wesentlich mehr ißt, während man von vielen Fetten und Proteinen viel schneller satt wird.

Und genauso war es auch, die personen mit der Atkins diät haben im Durchschnitt einfach weniger gegessen als die anderen und haben daher schneller abgenommen.

Alles andere an der Atkins Diät wäre wissenschaftlich bewiesen totaler Quatsch, das heißt da werden nicht irgendwelche guten Hormone oder sowas ausgeschüttet, die den FEttabbau beschleunigen.
Im Gegenteil, es ist alles genauso wie vorher im Körper, der Unterschied ist eben nur, dass man schneller satt wird.
Allerdings sind bereits mehrere Todesfälle und sehr viele Krankheitsfälle aufgrund der Atkins-Diät bekannt, weil bei dieser Diät einfach viel zu viel fett und proteinie und zu wenig Vitamine über KH etc. aufgenommen wird.

Daher wird geraten, keine Diät machen, egal welcher ARt, sondern einfach versuchen sich ausgewogen zu ernähren, wie man ja immer schon gesagt hat. Also nicht auf irgendwas egal ob Fett, KH, oder Proteine verzichten oder zu viel zu sich nehmen, sondern von allem etwas, so bekommt der Körper was er braucht und wird auch schneller satt.

Fakt ist also, man kann ruhig am TAg auch mal 100 gr. oder mehr FEtt essen, das ist überhaupt nicht schädlich und man kann auch mal ohne KH oder Eiweiss leben oder zu viel davon essen.
Nur was man ständig viel zu viel oder zu wenig ißt das schadet dem Körper!
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 14:52
du scheinst tessas ironie nicht gesehen zu haben. ein tiger stirbt nicht an einem herzinfekt, weil er den hintern bewegt um eine antilope zu reißen und das macht er auch nicht jeden tag, sondern oft muss er tage lang humgern.

die natur hat es jedem lebewesen vorgeschrieben, wie viel und ob es fleisch braucht. der mensch hat sich mit fleisch entwickelt, aber er aß es nicht täglich und hat es selber gejagt. ich habe seit jahren kein fleisch mehr gegessen, warum sollte ich, unsere spezies ist doch voll ausgewickelt und bewegt sich eher auf eine ernährungskatastrophe zu.

man gab den kühen tiermehl zum fressen und hat sich dann gewundert, als sie bse bekamen. das ist so was von gedankenlos. sein ganzes leben isst man jeden tag ein steak und fragt sich dann "warum ich?????" sobald man den ersten herzanfall hat.

im mittelalter wurden die menschen nur 30-(allerhöchstens)40 jahre alt, weil sie mangelerscheinungen hatten, da sie sich einseitig ernährten und nicht immer das bekamen, was ihr körper braucht. die waren froh, wenn sie mal keinen hunger hatten, egal, was sie aßen.
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 14:55
Leelaacoo schrieb:

> Liebe Tessa..interessanter Beitrag...aber kannst du widerlegen,
> daß der Mensch ERST das Fleisch aß, bevor er lernte, Weizen in
> Monokultur anzubauen, Mehl zu mahlen und daraus
> Hamburgerbrötchen zu backen?

Der Mensch war aufgrund seiner Physiognomie gar nie in der Lage, ohne Hilfsmittel Tiere zu fangen. Die einzige für ihn erreichbare Fleischquelle wären demnach kriechende Insekten und Amphibien oder Aas gewesen.

Wäre der Mensch bzw. seine Vorfahren Fleischfresser gewesen, wären diejenigen Mensch-Mutationen erfolgreicher in der Evolution gewesen, die ausgeprägtere Werkzeuge zum Fleischverzehr gehabt hätten als der tatsächliche Evolutions-Gewinner. Dennoch gibt es kein Cro Magnon-Gebiß mit besonders ausgeprägten Reißzähnen.

> Erst die Erschließung des tierischen Eiweißes und Fettes (wobei
> diese Tiere natürlich nicht dermaßen überzüchtet und
> fetttriefend waren, wie unsere Hausschweine) ermöglichte die
> Entwicklung des menschlichen Gehirnes.

Das halte ich für eine gewagte These. Die intelligentesten Tiere der Welt (Orang Utans, Boroboros, Schimpansen, Delphine, Graukakadus) essen ausnahmslos kein Fleisch. Mir ist kein fleischfressendes Tier bekannt, das - im Gegensatz zu den genannten Tieren - in der Lage ist, Werkzeug herzustellen und zu benutzen.

Auch der Mensch entwickelte sich zum Fallensteller und mit Werkzeug jagendem Lebewesen zu einer Zeit, als er sich ausschließlich pflanzlich ernährte.

Daraus schließe (nicht nur) ich, dass der Verzehr von tierischem Eiweiß und Fett nicht wirklich einen großen Einfluß auf die Entwicklung der Leistungsfähigkeit des Gehirns hat.

> Ich jedenfalls kenne
> keinen Pflanzenfresser, der ein leistungsfähigeres Gehirn hat
> als ein Raubtier...auch wenn Elefanten vielleicht ein riesiges
> Gehirn haben, es geht ja um die Leistung.

Der dümmste Graukakadu ist schlauer als der intelligenteste Löwe. Der dämlichste Orang Utan ist cleverer als der schlaueste Hund. Wirklich intelligente Raubtiere gibt es nicht - wozu auch, Raubtiere sind ihren Beutetieren ausnahmslos körperlich überlegen, sie brauchen nicht besonders schlau zu sein, um zu überleben. Ein Löwe muß nicht schlau sein, wenn er ein krankes Gnu reißen will, es genügt, dass er schneller und stärker ist. Ein Geier muß nicht clever sein, bis er ein Aas findet, er muß einfach nur warten.

> Und du schmeißt auch mal eben alle Arten von KH
> durcheinander...

Machst du das nicht auch, wenn du schreibst Energie = Energie?

> ein Vollkorn wird eben auch nicht vollständig
> verdauut, da Ballaststoffe vom menschlichen Darm nicht
> gespalten werden können...

meine Rede.

Alex
Re: kolehydrate?
09. Juni 2004 15:10
dean67 schrieb:

> Also kann diese Ernährungsweise so ungesund nicht sein!

Was mich immer wieder wundert ist die Tatsache, dass der größte Verfechter dieser Diätform hochgradig übergewichtig war, als er starb.

Erinnert mich irgendwie an die ganzen Geladanlage-Berater, die selbst keine Kohle haben, mir aber erzählen wollen, wie man reich wird, ohne zu arbeiten.

Alex
Re: @dean67
09. Juni 2004 15:36
Hi Dean,

Nett, dass du's probiert hast, aber das ist sinnlos hier. Atkins polarisiert immer noch zu sehr.
Vielleicht kommt es auch daher, dass man sich 20 mal am Tag selbst vorsagen muss, dass LowFat gesund und richtig ist, sonst hält man nicht durch. Ich mach Atkins selbst nicht, aber nur aus Geschmacks-, nicht aus prinzipiellen Gründen. Hab 3 Jahre Montignac gemacht, jetzt bin ich bei LOGI gelandet und bin zufrieden.
Kleine Korrektur hätte ich noch anzubringen: Montignac ist auf gar keinen Fall LowFat, schon eher LC, aber halt nicht durchgängig und nicht extrem.

LG jinx



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Frauen und Katzen tun, was sie wollen - Männer und Hunde sollten sich daran gewöhnen.
Re: kolehydrate?
10. Juni 2004 12:03
Lieber Alexander, hallo mal wieder...nun, ich will hier doch mal kurz behaupten, daß Menschenaffen ALLESFRESSER sind und auch kleinere Affen jagen und diese verspeisen...wie kommst du auf die Idee, sie wären Vegetarier???
LG Lee
Re: kolehydrate?
10. Juni 2004 12:10
Nochmal lieber Alex...ich muß zwar zugeben, daß Statistik nicht mein Lieblingsfach war, ich aber dennoch 2 Semester damit verbracht habe, Studien auf deren Aussagekraft zu überprüfen und mir ist natürlich auch klar, daß man derart nicht unbedingt eine Aussage über das Individuum an sich treffen kann....aber das wollte ich hier doch auch garnicht. Wenn andere Leute in diesem Forum die ganze Zeit über verallgemeinern und ihre Weltsicht verteidigen, so wird das auch hoffentlich mir gestattet sein.
Und was die Qualität und Quantität der Energie angeht: ich dachte, gerade du wärst ein Verteidiger der "Kalorien sind nun mal Kalorien- These"...oder wäre es möglich, mit 5000 kcal aus Obst am tag abzunehmen...na also.

Übrigens: das mit den Störchen...ich weiß nicht, wie OFT ich dieses Beispiel schon gehört habe...jede Statistikvorlesung beginnt damit...also Alex, komm, sei kreativer;-)

GLG Lee
Re: GLYX und Kolenhydraten
10. Juni 2004 12:19
So ist es Lily. Man kann nicht behaupten, das eine wäre vollkommener Quatsch und das andere die Weisheit Gottes. Ich habe, und das besonders an Alex, in 2 Jahren 40 kg abgenommen, und zwar weder mit Low-Fat noch mit Low-Carb und sondern mit Low- Kalorien und High-Sport (das erfinde ich jetzt mal eben;-)). Manchmal hat man nun mal keine Lust auf extra fettreduzierte Mahlzeiten und mal keine Lust auf reines Proteinessen...ich zähle auch nicht die Fettmenge am Tag und auch nicht die erlaubten KH...wenn die Energiebilanz negativ ist, dann nimmt man ab. Basta. qed.
Obwohl ich trotzdem sagen muß, das rein aus persönlicher Erfahrung der Verzicht auf industriellen Zucker und hochverarbeitete KH mir das Abnehmen sehr stark erleichtert haben. Aber jedem das Seine, ich möchte jetzt nicht weiter diesen Glaubenskrieg führen...es ist wie mit jeder Religion, Glauben ist eben nicht diskutierbar.

LG Lee
Re: kolehydrate?
10. Juni 2004 12:43
Alexander schrieb:

_Der Mensch war aufgrund seiner Physiognomie gar nie in der Lage, ohne _Hilfsmittel Tiere zu fangen. Die einzige für ihn erreichbare Fleischquelle _wären demnach kriechende Insekten und Amphibien oder Aas gewesen.

_Wäre der Mensch bzw. seine Vorfahren Fleischfresser gewesen, wären _diejenigen Mensch-Mutationen erfolgreicher in der Evolution gewesen, die _ausgeprägtere Werkzeuge zum Fleischverzehr gehabt hätten als der _tatsächliche Evolutions-Gewinner. Dennoch gibt es kein Cro Magnon-Gebiß _mit besonders ausgeprägten Reißzähnen.

Ich bin mir jetzt nicht vollkommen sicher, aber ich meine mich doch zu erinnern, daß die Vorfahren des Menschen kleine fleischfressende Säugetiere waren...seis drum. Den Evolutionsdiskurs habe wohlgemerkt nicht ich begonnen und nicht mal du wirst abstreiten wollen, daß der Mensch nicht zum Vegetarier geboren ist. Was nicht heißt, daß man nicht auch so leben kann. darum ging es doch auch nie.

_Das halte ich für eine gewagte These. Die intelligentesten Tiere der Welt _(Orang Utans, Boroboros, Schimpansen, Delphine, Graukakadus) essen _ausnahmslos kein Fleisch. Mir ist kein fleischfressendes Tier bekannt, das - _im Gegensatz zu den genannten Tieren - in der Lage ist, Werkzeug _herzustellen und zu benutzen.

Wie schon kurz erwähnt, sowohl Orang-Utans, Bonobos als auch Schimpansen verzehren proteinreiche Nahrung...oder was glaubst du, wozu sie die Werkzeuge benutzen, doch nicht zum Früchtepflücken. Sie locken damit Ameisen aus ihren Haufen und sie jagen auch im Rudel...ich empfehle hier den Discovery-Kanal...die sind ganz schön brutal in der Fleischbeschaffung, ganz wie wir Menschen. Auch Delphine essen nicht nur Tang und Algen...schon mal in ihr Gebiß geschaut? Was Kakadus machen, entzieht sich meiner Kenntnis...ich kenne aber keinen persönlich, der eine Uni besucht hat;-)

_Auch der Mensch entwickelte sich zum Fallensteller und mit Werkzeug _jagendem Lebewesen zu einer Zeit, als er sich ausschließlich pflanzlich _ernährte.

Der Mensch hat sich nie ausschließlich pflanzlich ernährt...auch wenn der Verzehr von Insekten und Aas für dich unvorstellbar ist, für unsere lieben Vorfahren war es das sicher nicht...man betrachte nur die noch von der Zivilisation abgeschotteten Kulturen, die Ameisen und Käfer durchaus für eine wertvolle Proteinquelle halten. Ist eben nicht jedermanns Geschmack.

_Daraus schließe (nicht nur) ich, dass der Verzehr von tierischem Eiweiß _und Fett nicht wirklich einen großen Einfluß auf die Entwicklung der _Leistungsfähigkeit des Gehirns hat.

Oh, sehr wohl. der menschliche Organismus ist nun mal auf einen Anteil dieser Nährstoffe angewiesen (und ich kenne Kinder, deren Eltern vegan leben und dies auch ihrem Nachwuchs zumuten...glaub mir, das Gehirn nimmt es dir sehr wohl übel...oder warum bildet die weibliche Brust eine äußerst nahrhafte Fett-Protein-Mischung, genannt Muttermilch? Muß wohl gut für die Entwicklung sein;-))...und um an diese Nährstoffe zu kommen, ist das Gehirn dazu verurteilt, sich dahingehend zu entwickeln, Strategien zu deren Beschaffung zu entwickeln. Denn Strategien für die Beschaffung von pflanzlichen Stoffen müssen nun mal nicht sehr ausgeklügelt sein, das Gras renn uns ja schließlich nicht weg.

_Der dümmste Graukakadu ist schlauer als der intelligenteste Löwe.

Aha, Studie bitte...;-)

_Der dämlichste Orang Utan ist cleverer als der schlaueste Hund. Wirklich i_ntelligente Raubtiere gibt es nicht - wozu auch, Raubtiere sind ihren _Beutetieren ausnahmslos körperlich überlegen, sie brauchen nicht _besonders schlau zu sein, um zu überleben. Ein Löwe muß nicht schlau _sein, wenn er ein krankes Gnu reißen will, es genügt, dass er schneller _und stärker ist. Ein Geier muß nicht clever sein, bis er ein Aas findet, er _muß einfach nur warten.

Oh oh, Alex, das ist nun aber sehr gewagt. Wenn ein Löwe eine Zebrabullen erlegt, dem er stundenlang aufgelauert hat, dann nur weil er ihm körperlich überlegen ist? Oder ist der Mensch stärker als eine Kuh? Im übigen ist ein Gaier ein Vogel und kein Säugetier;-) Es ist ja wohl klar, daß Kraft nicht alles ist. Ich hatte mal ein Pferd...das wog 500 kg und trotzdem lief es in die Richtung, in die ich wollte...warum wohl?

_Machst du das nicht auch, wenn du schreibst Energie = Energie?

Ja, das tue ich und es stimmt...außer ich habe mir die 40kg- Abnahme eingebildet...


LG Lee (und net böse sein, aber du forderst solche Antworten ja geradezu heraus...find ich gut, freue mich auf deine Antwort).
Re: GLYX und Kolenhydraten
10. Juni 2004 12:47
Seit ich meine Kohlenhydratanzahl auch etwas eingeschränk habe, geht es mir persönlich viel besser. Ich habe nicht mehr so schnell Heißhunger wie früher. Ich merke wirklich, wie ich einem FA entgegensteure, wenn ich etwas mit hoher KH-Menge gegessen habe...

Nur mal so nebenbei.. winking smiley
Re: kolehydrate?
10. Juni 2004 13:13
deienm beitrag entnehmen ich, dass kinder von vegetariern die vegetarisch leben ein bißchen blöd sind und das fleisch für ihre intelligenz brauchen.
dieser these will ich mich auf gar keinen fall anschließen. ich lebe seit jahren ohne fleisch und würde mich nicht als blöd einstufen, ich habe einen einser-durchschnitt.

bei den raubtieren kommt es sowohl auf intelligenz als auch auf kraft an. wenn ein löwe einer antilope auflauert, ist er intelligent genug den richtigen zeitpunkt abzuwarten warten selber können aber auch die blödesten tiere, und am ende hat er die antilope doch mit seiner kraft gerissen. allerdings geht längst nicht jede jagd so aus. katzen können sogar bis drei zählen, wenn man sie ausbildet, die intelligenz ist vorhanden. manche tiere sind nicht hochintelligent, aber lernfähig, bei pferden oder hunden ist das so.
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