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Zucker macht fett?
geschrieben von LolaAngst
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Zucker macht fett? 08. Juli 2006 08:33 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 26 |
Wie ist das denn mit Zucker?
Ich hatte gestern abend einen Mega-Fressflash, bei dem ich zwar erst rohes Gemüse verzehrt hab, aber danach Schokopudding (Optiwell), Weintrauben, Salzstangen, massig Lakritz... Alles nahezu fettfrei, aber viele Kohlenhydrate und vor allem Zucker!
Bei fettreduzierter Ernährung führt man doch ohnehin wenig Fett zu, da ist es doch Wurst wieviel Klorien man zu sich nimmt, oder?
Man sagt ja nicht nur "Fett macht fett" sondern auch, dass man am Zucker sparen soll! Da frage ich, warum eigentlich? Was genau bewirkt Zucker auf die Fettzellen? Wird Zucker etwa in Fett verwandelt?
Klar, Grundumsatz und Kalorienzufuhr- das versteh ich schon, aber nehmen wir an, man lässt für einen Tag mal das Gesunde und Kalorienarme weg, dafür nur Zuckerhaltiges und Kohlenhydratreiches. Solange man vielleicht dabei eine verschwindend geringe Menge Fett aufnimmt, müsste man doch eigentlich gar nichts befürchten oder???
Bitte nur ernsthafte Antworten- man kann ja nicht immer alles wissen...
Ich hatte gestern abend einen Mega-Fressflash, bei dem ich zwar erst rohes Gemüse verzehrt hab, aber danach Schokopudding (Optiwell), Weintrauben, Salzstangen, massig Lakritz... Alles nahezu fettfrei, aber viele Kohlenhydrate und vor allem Zucker!
Bei fettreduzierter Ernährung führt man doch ohnehin wenig Fett zu, da ist es doch Wurst wieviel Klorien man zu sich nimmt, oder?
Man sagt ja nicht nur "Fett macht fett" sondern auch, dass man am Zucker sparen soll! Da frage ich, warum eigentlich? Was genau bewirkt Zucker auf die Fettzellen? Wird Zucker etwa in Fett verwandelt?
Klar, Grundumsatz und Kalorienzufuhr- das versteh ich schon, aber nehmen wir an, man lässt für einen Tag mal das Gesunde und Kalorienarme weg, dafür nur Zuckerhaltiges und Kohlenhydratreiches. Solange man vielleicht dabei eine verschwindend geringe Menge Fett aufnimmt, müsste man doch eigentlich gar nichts befürchten oder???
Bitte nur ernsthafte Antworten- man kann ja nicht immer alles wissen...
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Re: Zucker macht fett? 08. Juli 2006 11:18 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 109 |
also da ich jetzt auch keine ernährungswissenschaftlerein bin, versuche ich es mal kurz und knapp.
als erstes weißt du ja, dass die kcal-zahl zählt. positive ernergiebilanz heißt, dass du nicht abnehmen wirst.
nun zum fett und zum zucker.
auf zucker kann der körper sofort als ernergiequelle zurückgreifen, also schon dann, wenn du ihn zuführst.
fett hingegen kann der körper nicht gleich nutzen, er muss es erst einlagern und "umwandeln".
für genauere erklärungen findet sich bestimmt bei bedarf noch jemand.
@alex weiß bestimmt noch mehr.
LG, Aiksas
als erstes weißt du ja, dass die kcal-zahl zählt. positive ernergiebilanz heißt, dass du nicht abnehmen wirst.
nun zum fett und zum zucker.
auf zucker kann der körper sofort als ernergiequelle zurückgreifen, also schon dann, wenn du ihn zuführst.
fett hingegen kann der körper nicht gleich nutzen, er muss es erst einlagern und "umwandeln".
für genauere erklärungen findet sich bestimmt bei bedarf noch jemand.
@alex weiß bestimmt noch mehr.
LG, Aiksas
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Re: Zucker macht fett? 09. Juli 2006 23:16 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 3.221 |
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Re: Zucker macht fett? 09. Juli 2006 23:57 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 94 |
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Re: Zucker macht fett? 10. Juli 2006 10:04 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 231 |
LolaAngst schrieb:
> Wie ist das denn mit Zucker?
> Ich hatte gestern abend einen Mega-Fressflash, bei dem ich zwar
> erst rohes Gemüse verzehrt hab, aber danach Schokopudding
> (Optiwell), Weintrauben, Salzstangen, massig Lakritz... Alles
> nahezu fettfrei, aber viele Kohlenhydrate und vor allem Zucker!
Hallo Lola,
also ich hab zwar keine Ahnung, wie der Zusammenhang zwischen Zucker und Fett ist, aber ich muss doch mal gerade was zum Schokopudding sagen. Ich esse den von Optiwell auch. Der hat doch an Kalorien und Fett fast nichts und ich finde, daß der sich geradezu optimal eignet. Gut, auf 10 g Kohlenhydrate kommen 60 % (also 6 g) Zucker. Aber das ist mir ziemlich egal. Ich nehme trotzdem ab. Sicher reagiert jeder Körper anders, aber ich hab nur von mir gesprochen.
Ich verzichte auch nicht komplett auf Süssigkeiten. Wenn ich welche esse, dann esse ich z.B. Negerküsse (auch 2 oder 3 auf einmal, wenn mein GU und Fett nicht erreicht ist und ich meine, mir das erlauben zu können). Natürlich nicht ständig oder täglich ;-)
Oder Eier zum Beispiel: Die liebe ich und darauf verzichte ich ebenfalls nicht. Mal esse ich eines, mal zwei. Und auf Salz verzichte ich ebenfalls dabei nicht, obwohl es immer heißt, so wenig Salz wie möglich. Nun könnte man mir vorwerfen, daß ich vielleicht zuviel Eiweiß zu mir nehme, aber wie gesagt, bei mir paßt es. Ich gehe in erster Linie nur von meinem Energie-Grundumsatz aus und achte dabei auf die Fette, daß die nicht über 60 g täglich sind. Kohlehydrate, Eiweiß und Zucker sind bei mir nebensächlich. Meine Erfahrungen nach 4 Wochen sind gut.
Wenn du mit der Zuckerzufuhr keine schlechten Erfahrungen gemacht hast, würde ich nicht allzuviel drum geben. Aber wie bereits erwähnt, sind das nur MEINE Gedankengänge und Verhaltensweisen.
Liebe Grüsse
Sharon :-)

> Wie ist das denn mit Zucker?
> Ich hatte gestern abend einen Mega-Fressflash, bei dem ich zwar
> erst rohes Gemüse verzehrt hab, aber danach Schokopudding
> (Optiwell), Weintrauben, Salzstangen, massig Lakritz... Alles
> nahezu fettfrei, aber viele Kohlenhydrate und vor allem Zucker!
Hallo Lola,
also ich hab zwar keine Ahnung, wie der Zusammenhang zwischen Zucker und Fett ist, aber ich muss doch mal gerade was zum Schokopudding sagen. Ich esse den von Optiwell auch. Der hat doch an Kalorien und Fett fast nichts und ich finde, daß der sich geradezu optimal eignet. Gut, auf 10 g Kohlenhydrate kommen 60 % (also 6 g) Zucker. Aber das ist mir ziemlich egal. Ich nehme trotzdem ab. Sicher reagiert jeder Körper anders, aber ich hab nur von mir gesprochen.
Ich verzichte auch nicht komplett auf Süssigkeiten. Wenn ich welche esse, dann esse ich z.B. Negerküsse (auch 2 oder 3 auf einmal, wenn mein GU und Fett nicht erreicht ist und ich meine, mir das erlauben zu können). Natürlich nicht ständig oder täglich ;-)
Oder Eier zum Beispiel: Die liebe ich und darauf verzichte ich ebenfalls nicht. Mal esse ich eines, mal zwei. Und auf Salz verzichte ich ebenfalls dabei nicht, obwohl es immer heißt, so wenig Salz wie möglich. Nun könnte man mir vorwerfen, daß ich vielleicht zuviel Eiweiß zu mir nehme, aber wie gesagt, bei mir paßt es. Ich gehe in erster Linie nur von meinem Energie-Grundumsatz aus und achte dabei auf die Fette, daß die nicht über 60 g täglich sind. Kohlehydrate, Eiweiß und Zucker sind bei mir nebensächlich. Meine Erfahrungen nach 4 Wochen sind gut.
Wenn du mit der Zuckerzufuhr keine schlechten Erfahrungen gemacht hast, würde ich nicht allzuviel drum geben. Aber wie bereits erwähnt, sind das nur MEINE Gedankengänge und Verhaltensweisen.
Liebe Grüsse
Sharon :-)

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Re: Zucker macht fett? 10. Juli 2006 12:24 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 738 |
Ich denke, da ja der Zucker zu aller erst verbrannt wird und zudem der Insulinspiegel steigt (soll ja den Fettabbau hemmen), bleibt dem Körper kaum mehr Zeit, Fett, das ja eigentlich immer im Körper vorhanden ist, zu verbrennen. Aber wenn dir das EINMAL passiert ist, ist das doch ziemlich egal, oder? Es sollte wohl nur nicht andauernd passieren.
LG (hoffentlich liege ich mit meinen Vermutungen nicht allzu falsch)

- Believe what you will -
- That is your right -
- But I choose to win -
- so I choose to fight -
LG (hoffentlich liege ich mit meinen Vermutungen nicht allzu falsch)

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Re: Zucker macht fett? 10. Juli 2006 18:24 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 262 |
LolaAngst schrieb:
> Wie ist das denn mit Zucker?
> Ich hatte gestern abend einen Mega-Fressflash, bei dem ich zwar
> erst rohes Gemüse verzehrt hab, aber danach Schokopudding
> (Optiwell), Weintrauben, Salzstangen, massig Lakritz... Alles
> nahezu fettfrei, aber viele Kohlenhydrate und vor allem Zucker!
>
> Bei fettreduzierter Ernährung führt man doch ohnehin wenig Fett
> zu, da ist es doch Wurst wieviel Klorien man zu sich nimmt,
> oder?
Nein, aber prinzipiell kann man sagen, lieber 1000 kcal in Form von Zucker als 1000 Fettkalorien zuviel.
Zwar werden überschüssige Kohlenhydrate in Fett umgewandelt, aber dafür benötigt der Körper eben nochmal extra Energie, was sich natürlich in der Energiebilanz besser macht.
> Wie ist das denn mit Zucker?
> Ich hatte gestern abend einen Mega-Fressflash, bei dem ich zwar
> erst rohes Gemüse verzehrt hab, aber danach Schokopudding
> (Optiwell), Weintrauben, Salzstangen, massig Lakritz... Alles
> nahezu fettfrei, aber viele Kohlenhydrate und vor allem Zucker!
>
> Bei fettreduzierter Ernährung führt man doch ohnehin wenig Fett
> zu, da ist es doch Wurst wieviel Klorien man zu sich nimmt,
> oder?
Nein, aber prinzipiell kann man sagen, lieber 1000 kcal in Form von Zucker als 1000 Fettkalorien zuviel.
Zwar werden überschüssige Kohlenhydrate in Fett umgewandelt, aber dafür benötigt der Körper eben nochmal extra Energie, was sich natürlich in der Energiebilanz besser macht.
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Re: Zucker macht fett? 11. Juli 2006 07:17 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 556 |
plub1 schrieb:
>
> Nein, aber prinzipiell kann man sagen, lieber 1000 kcal in Form
> von Zucker als 1000 Fettkalorien zuviel.
>
So pauschal kann man das nicht behaupten. Zuviel ist nicht gut, weder bei Fett noch KH noch Eiweiß, aber die Verharmlosung von Gummibärchen & Co. ist durch nichts zu rechtfertigen.
Auszug aus: [www.aikf.ch]
Sind Kohlenhydrate gesund und nötig oder krankmachend und unnötig?
Eiweisse und Fette sind notwendige (= essentielle) Bestandteile der menschlichen Nahrung. Bei den Eiweissen rechnet man mit einer täglich benötigten Zufuhr von 0,5 bis 1,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei den Fetten gilt, dass vor allem einfach und mehrfach ungesättigte Fette in einer gewissen Mindestdosis (ca. 10 g pro Tag) konsumiert werden sollten. Ungesättigte Fette haben eine grosse Bedeutung für den Bau von gesunden Zellmembranen. Fette sind aber auch wichtige Vitamin- Transporteure und Vitamin-Träger. Die fettlöslichen Vitamine A, D und E können nur bei genügend grossem Fettkonsum in genügenden Mengen aufgenommen werden. Eiweisse und Fette sind also essentielle Anteile unserer Ernährung.
Das gleich gilt aber nicht für die Kohlenhydrate. Kohlenhydrate sind nicht essentiell. In normaler Umgangssprache heisst das also, dass wir Kohlenhydrate nicht benötigen, um gesund zu leben. Das kann mit Bestimmtheit gesagt werden, weil keine einzige Kohlenhydrat- Mangelkrankheit bekannt ist. Es gibt keine untere Grenze an Kohlenhydraten, die konsumiert werden müssen und es gibt auch keine Sorte von Kohlenhydraten, die konsumiert werden müssen. Ein altes Argument für den Kohlenhydratkonsum, nämlich die Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels zur Versorgung des Gehirns, hat sich längst als falsch erwiesen. Es ist richtig, dass der Blutzuckerspiegel aufrecht erhalten werden muss, aber das gelingt dem Stoffwechsel des Organismus spielend über den Ab- und Umbau von Eiweiss und Fetten durch den Zitronensäurezyklus . Dass der Blutzuckerspiegel mit oder ohne Kohlenhydratkonsum stabil bleibt, kann auch leicht dadurch eingesehen werden, dass der Zuckerspiegel auch bei mehrtägigem Fasten nicht abfällt sondern stabil bleibt. Wäre das nicht der Fall, dürften wir gar nicht fasten, ohne die Gefahr zu laufen, nach wenigen Stunden in ein hypoglykämisches Koma (= Unterzuckerung) zu fallen.
M.E. können nur Hochleistungssportler ungestraft größere Mengen konzentrierter Kohlenhydrate zu sich nehmen.
jinx :-)
-----------------------------------------------------------
Frauen und Katzen tun, was sie wollen - Männer und Hunde sollten sich daran gewöhnen.
>
> Nein, aber prinzipiell kann man sagen, lieber 1000 kcal in Form
> von Zucker als 1000 Fettkalorien zuviel.
>
So pauschal kann man das nicht behaupten. Zuviel ist nicht gut, weder bei Fett noch KH noch Eiweiß, aber die Verharmlosung von Gummibärchen & Co. ist durch nichts zu rechtfertigen.
Auszug aus: [www.aikf.ch]
Sind Kohlenhydrate gesund und nötig oder krankmachend und unnötig?
Eiweisse und Fette sind notwendige (= essentielle) Bestandteile der menschlichen Nahrung. Bei den Eiweissen rechnet man mit einer täglich benötigten Zufuhr von 0,5 bis 1,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei den Fetten gilt, dass vor allem einfach und mehrfach ungesättigte Fette in einer gewissen Mindestdosis (ca. 10 g pro Tag) konsumiert werden sollten. Ungesättigte Fette haben eine grosse Bedeutung für den Bau von gesunden Zellmembranen. Fette sind aber auch wichtige Vitamin- Transporteure und Vitamin-Träger. Die fettlöslichen Vitamine A, D und E können nur bei genügend grossem Fettkonsum in genügenden Mengen aufgenommen werden. Eiweisse und Fette sind also essentielle Anteile unserer Ernährung.
Das gleich gilt aber nicht für die Kohlenhydrate. Kohlenhydrate sind nicht essentiell. In normaler Umgangssprache heisst das also, dass wir Kohlenhydrate nicht benötigen, um gesund zu leben. Das kann mit Bestimmtheit gesagt werden, weil keine einzige Kohlenhydrat- Mangelkrankheit bekannt ist. Es gibt keine untere Grenze an Kohlenhydraten, die konsumiert werden müssen und es gibt auch keine Sorte von Kohlenhydraten, die konsumiert werden müssen. Ein altes Argument für den Kohlenhydratkonsum, nämlich die Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels zur Versorgung des Gehirns, hat sich längst als falsch erwiesen. Es ist richtig, dass der Blutzuckerspiegel aufrecht erhalten werden muss, aber das gelingt dem Stoffwechsel des Organismus spielend über den Ab- und Umbau von Eiweiss und Fetten durch den Zitronensäurezyklus . Dass der Blutzuckerspiegel mit oder ohne Kohlenhydratkonsum stabil bleibt, kann auch leicht dadurch eingesehen werden, dass der Zuckerspiegel auch bei mehrtägigem Fasten nicht abfällt sondern stabil bleibt. Wäre das nicht der Fall, dürften wir gar nicht fasten, ohne die Gefahr zu laufen, nach wenigen Stunden in ein hypoglykämisches Koma (= Unterzuckerung) zu fallen.
M.E. können nur Hochleistungssportler ungestraft größere Mengen konzentrierter Kohlenhydrate zu sich nehmen.
jinx :-)
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Re: Zucker macht fett? 11. Juli 2006 08:45 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
jinx schrieb:
> Auszug aus: [www.aikf.ch]
>
> Sind Kohlenhydrate gesund und nötig oder krankmachend und
> unnötig?
>
> Eiweisse und Fette sind notwendige (= essentielle) Bestandteile
> der menschlichen Nahrung. Bei den Eiweissen rechnet man mit
> einer täglich benötigten Zufuhr von 0,5 bis 1,0 Gramm pro
> Kilogramm Körpergewicht. Bei den Fetten gilt, dass vor allem
> einfach und mehrfach ungesättigte Fette in einer gewissen
> Mindestdosis (ca. 10 g pro Tag) konsumiert werden sollten.
>
> (...)
>
> Das gleich gilt aber nicht für die Kohlenhydrate. Kohlenhydrate
> sind nicht essentiell. In normaler Umgangssprache heisst das
> also, dass wir Kohlenhydrate nicht benötigen, um gesund zu
> leben.
Nein, das heißt es nicht. Es gibt im Wesentlichen 3 Energielieferanten: Eiweiß, Fett und KH. Bei einer Eweißaufnahme von 0,5 bis 1 Gramm Eiweiß pro kg Körpergewicht ergibt das für einen 70 kg schweren Mann zwischen 140 und 280 kcal. Addiert man die empfohlene Menge Fett von ca. 60 Gramm pro Tag dazu, erhält man weitere 540 kcal. Macht zusammen ca. 820 kcal.
Wenn ein 70 kg schwerer Mann seinen Energiebedarf von ca. 2.700 kcal zu 540 kcal aus Fett und zu 280 kcal aus Eiweiß decken soll, wo sollen denn die restlichen 1.880 kcal herkommen, wenn nicht aus Kohlenhydraten?
> Das kann mit Bestimmtheit gesagt werden, weil keine
> einzige Kohlenhydrat- Mangelkrankheit bekannt ist.
Da irrt der Autor. "Unterernährung" ist z. B. eine Kohlenhydrat-Mangelkrankheit, des weiteren all die Krankheiten, die entweder auf eine Überversorgung mit Fett und/oder Eiweiß zurückzuführen sind.
Alex
Nachricht bearbeitet (11.07.2006 08:50)
> Auszug aus: [www.aikf.ch]
>
> Sind Kohlenhydrate gesund und nötig oder krankmachend und
> unnötig?
>
> Eiweisse und Fette sind notwendige (= essentielle) Bestandteile
> der menschlichen Nahrung. Bei den Eiweissen rechnet man mit
> einer täglich benötigten Zufuhr von 0,5 bis 1,0 Gramm pro
> Kilogramm Körpergewicht. Bei den Fetten gilt, dass vor allem
> einfach und mehrfach ungesättigte Fette in einer gewissen
> Mindestdosis (ca. 10 g pro Tag) konsumiert werden sollten.
>
> (...)
>
> Das gleich gilt aber nicht für die Kohlenhydrate. Kohlenhydrate
> sind nicht essentiell. In normaler Umgangssprache heisst das
> also, dass wir Kohlenhydrate nicht benötigen, um gesund zu
> leben.
Nein, das heißt es nicht. Es gibt im Wesentlichen 3 Energielieferanten: Eiweiß, Fett und KH. Bei einer Eweißaufnahme von 0,5 bis 1 Gramm Eiweiß pro kg Körpergewicht ergibt das für einen 70 kg schweren Mann zwischen 140 und 280 kcal. Addiert man die empfohlene Menge Fett von ca. 60 Gramm pro Tag dazu, erhält man weitere 540 kcal. Macht zusammen ca. 820 kcal.
Wenn ein 70 kg schwerer Mann seinen Energiebedarf von ca. 2.700 kcal zu 540 kcal aus Fett und zu 280 kcal aus Eiweiß decken soll, wo sollen denn die restlichen 1.880 kcal herkommen, wenn nicht aus Kohlenhydraten?
> Das kann mit Bestimmtheit gesagt werden, weil keine
> einzige Kohlenhydrat- Mangelkrankheit bekannt ist.
Da irrt der Autor. "Unterernährung" ist z. B. eine Kohlenhydrat-Mangelkrankheit, des weiteren all die Krankheiten, die entweder auf eine Überversorgung mit Fett und/oder Eiweiß zurückzuführen sind.
Alex
Nachricht bearbeitet (11.07.2006 08:50)
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Re: Zucker macht fett? 11. Juli 2006 16:34 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 96 |
Es gibt hauptsächlich deshalb keine echten KH-Mangel-Erkrankungen, weil der Großteil der Menschheit sich überwiegend von Kohlehydraten ernährt, gerade in den ärmeren Ländern, wo man sich Fleisch nicht so oft leisten kann.
Das heißt aber nicht, dass der Körper keine Kohlehydrate braucht. Ganz sicher ist es nicht gesund, sich fast ausschließlich von Eiweiß und Fetten zu ernähren.
Trotzdem macht Zucker natürlich auch fett, wenn man zuviel davon isst. Jeglicher Energieüberschuss wird von Körper in Fett umgesetzt, anders kann der die überschüssige Nahrung nämlich nicht speichern und das will er ja leider, um uns über eventuelle Hungersnöte hinwegzuhelfen.
Das heißt aber nicht, dass der Körper keine Kohlehydrate braucht. Ganz sicher ist es nicht gesund, sich fast ausschließlich von Eiweiß und Fetten zu ernähren.
Trotzdem macht Zucker natürlich auch fett, wenn man zuviel davon isst. Jeglicher Energieüberschuss wird von Körper in Fett umgesetzt, anders kann der die überschüssige Nahrung nämlich nicht speichern und das will er ja leider, um uns über eventuelle Hungersnöte hinwegzuhelfen.
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Re: Zucker macht fett? 11. Juli 2006 17:04 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 556 |
Geschichte des Zuckers (von der Homepage der Südzucker AG)
6000 v. Chr.
Das Zuckerrohr ist bereits in Ostasien bekannt und gelangt von dort nach Indien und Persien.
600 v. Chr.
Die Perser entwickeln eine Methode zur Zuckergewinnung: In kegelförmige Ton- oder Holzgefäße wird heißer Zuckerrohrsaft eingefüllt. Der Sirup mit den nicht zuckerhaltigen Stoffen tropft durch eine Öffnung in der Kegelspitze aus der kristallisierenden Zuckermasse ab. Zurück bleibt der Zuckerhut.
1100 n. Chr.
Mit den Kreuzrittern lernen die ersten Mitteleuropäer den Zucker kennen. In einer Reisebeschreibung heißt es: "In den Feldern der Ebene bei Tripolis fand man ein Honigschilf, welches sie dort zucra nennen."
Erste Importe bringen den Zucker nach Europa, wo er sich bei Königen und Fürsten bald größter Beliebtheit erfreut.
Ab ca. 1500
Zuckerrohr wird weltweit auf großen Plantagen angebaut und nach Europa verschifft. Zucker bleibt ein teures Gut.
1747
Andreas Sigismund Marggraf entdeckt, dass die Runkelrübe den gleichen Zucker enthält wie das Zuckerrohr.
1801
Nachdem Marggrafs Schüler und Nachfolger Franz Carl Achard erstmals aus Rüben Zucker gewinnen konnte, entsteht in Cunern/Schlesien die erste Rübenzuckerfabrik der Welt.
Ab ca. 1850
Der Konkurrenzkampf zwischen Rohr- und Rübenzucker sorgt für einen drastischen Preisverfall - Zucker entwickelt sich zum täglichen Bedarfsgut.
Menschen gibt es seit mehreren hunderttausend Jahren, Zucker in größeren verfügbaren Mengen gibt es erst seit 200 Jahren - so lebensnotwendig kann er also nicht sein. Der menschliche Organismus ist sehr wohl in der Lage, die notwendige Glukose aus Fett oder Eiweiß herzustellen (=Gluconeogenese).
Möglicherweise auch kein Zufall, dass der riesige Anstieg von Übergewicht, Karies und Diabetes nach dem 2. Weltkrieg mit den massenhaften und billigen Zuckerprodukten zu tun hat.
jinx :-)
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Frauen und Katzen tun, was sie wollen - Männer und Hunde sollten sich daran gewöhnen.
6000 v. Chr.
Das Zuckerrohr ist bereits in Ostasien bekannt und gelangt von dort nach Indien und Persien.
600 v. Chr.
Die Perser entwickeln eine Methode zur Zuckergewinnung: In kegelförmige Ton- oder Holzgefäße wird heißer Zuckerrohrsaft eingefüllt. Der Sirup mit den nicht zuckerhaltigen Stoffen tropft durch eine Öffnung in der Kegelspitze aus der kristallisierenden Zuckermasse ab. Zurück bleibt der Zuckerhut.
1100 n. Chr.
Mit den Kreuzrittern lernen die ersten Mitteleuropäer den Zucker kennen. In einer Reisebeschreibung heißt es: "In den Feldern der Ebene bei Tripolis fand man ein Honigschilf, welches sie dort zucra nennen."
Erste Importe bringen den Zucker nach Europa, wo er sich bei Königen und Fürsten bald größter Beliebtheit erfreut.
Ab ca. 1500
Zuckerrohr wird weltweit auf großen Plantagen angebaut und nach Europa verschifft. Zucker bleibt ein teures Gut.
1747
Andreas Sigismund Marggraf entdeckt, dass die Runkelrübe den gleichen Zucker enthält wie das Zuckerrohr.
1801
Nachdem Marggrafs Schüler und Nachfolger Franz Carl Achard erstmals aus Rüben Zucker gewinnen konnte, entsteht in Cunern/Schlesien die erste Rübenzuckerfabrik der Welt.
Ab ca. 1850
Der Konkurrenzkampf zwischen Rohr- und Rübenzucker sorgt für einen drastischen Preisverfall - Zucker entwickelt sich zum täglichen Bedarfsgut.
Menschen gibt es seit mehreren hunderttausend Jahren, Zucker in größeren verfügbaren Mengen gibt es erst seit 200 Jahren - so lebensnotwendig kann er also nicht sein. Der menschliche Organismus ist sehr wohl in der Lage, die notwendige Glukose aus Fett oder Eiweiß herzustellen (=Gluconeogenese).
Möglicherweise auch kein Zufall, dass der riesige Anstieg von Übergewicht, Karies und Diabetes nach dem 2. Weltkrieg mit den massenhaften und billigen Zuckerprodukten zu tun hat.
jinx :-)
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Frauen und Katzen tun, was sie wollen - Männer und Hunde sollten sich daran gewöhnen.
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Re: Zucker macht fett? 11. Juli 2006 18:58 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 262 |
jinx schrieb:
> plub1 schrieb:
> >
> > Nein, aber prinzipiell kann man sagen, lieber 1000 kcal in
> Form
> > von Zucker als 1000 Fettkalorien zuviel.
> >
> So pauschal kann man das nicht behaupten. Zuviel ist nicht
> gut, weder bei Fett noch KH noch Eiweiß
DAS habe ich widerum nicht behauptet. Ich habe lediglich gesagt es sei "besser" (weil kleineres Übel) nicht "gut".
>
> Eiweisse und Fette sind notwendige (= essentielle) Bestandteile
> der menschlichen Nahrung. Bei den Eiweissen rechnet man mit
> einer täglich benötigten Zufuhr von 0,5 bis 1,0 Gramm pro
> Kilogramm Körpergewicht. Bei den Fetten gilt, dass vor allem
> einfach und mehrfach ungesättigte Fette in einer gewissen
> Mindestdosis (ca. 10 g pro Tag) konsumiert werden sollten.
> Ungesättigte Fette haben eine grosse Bedeutung für den Bau von
> gesunden Zellmembranen. Fette sind aber auch wichtige Vitamin-
> Transporteure und Vitamin-Träger. Die fettlöslichen Vitamine A,
> D und E können nur bei genügend grossem Fettkonsum in
> genügenden Mengen aufgenommen werden.
Das ist mir klar nur verstehe nicht was das zur Sache tut...
Nehmen wir an du hast deinen Körper an einem Tag mit der nötigen Energie und den nötigen Nährstoffen versorgt und jetzt kommt jemand daher und stellt dir einen Teller mit purem Fett und puren Kohlenhydraten hin (gleicher Brennwert vorrausgesetzt), und sagt "einen davon musst du essen..." Welchen würdest du essen? Doch nicht den mit purem Fett, oder?
Natürlich nicht, denn das Fett würde zu 100% ansetzen - die Kohlenhydrate nicht. Nur ein Teil von ihnen würde in Fett umgewandelt werden und ansetzen.
Oder anders gefragt: Würdest lieber ca. 110 g Fett zunehmen oder nur ca. 95g?
> plub1 schrieb:
> >
> > Nein, aber prinzipiell kann man sagen, lieber 1000 kcal in
> Form
> > von Zucker als 1000 Fettkalorien zuviel.
> >
> So pauschal kann man das nicht behaupten. Zuviel ist nicht
> gut, weder bei Fett noch KH noch Eiweiß
DAS habe ich widerum nicht behauptet. Ich habe lediglich gesagt es sei "besser" (weil kleineres Übel) nicht "gut".
>
> Eiweisse und Fette sind notwendige (= essentielle) Bestandteile
> der menschlichen Nahrung. Bei den Eiweissen rechnet man mit
> einer täglich benötigten Zufuhr von 0,5 bis 1,0 Gramm pro
> Kilogramm Körpergewicht. Bei den Fetten gilt, dass vor allem
> einfach und mehrfach ungesättigte Fette in einer gewissen
> Mindestdosis (ca. 10 g pro Tag) konsumiert werden sollten.
> Ungesättigte Fette haben eine grosse Bedeutung für den Bau von
> gesunden Zellmembranen. Fette sind aber auch wichtige Vitamin-
> Transporteure und Vitamin-Träger. Die fettlöslichen Vitamine A,
> D und E können nur bei genügend grossem Fettkonsum in
> genügenden Mengen aufgenommen werden.
Das ist mir klar nur verstehe nicht was das zur Sache tut...
Nehmen wir an du hast deinen Körper an einem Tag mit der nötigen Energie und den nötigen Nährstoffen versorgt und jetzt kommt jemand daher und stellt dir einen Teller mit purem Fett und puren Kohlenhydraten hin (gleicher Brennwert vorrausgesetzt), und sagt "einen davon musst du essen..." Welchen würdest du essen? Doch nicht den mit purem Fett, oder?
Natürlich nicht, denn das Fett würde zu 100% ansetzen - die Kohlenhydrate nicht. Nur ein Teil von ihnen würde in Fett umgewandelt werden und ansetzen.
Oder anders gefragt: Würdest lieber ca. 110 g Fett zunehmen oder nur ca. 95g?
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Re: Zucker macht fett? 11. Juli 2006 19:00 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 814 |
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