Einsamkeit

geschrieben von Romina 
Einsamkeit
07. August 2006 22:33
Hallo. Ich leide unter Essstörungen wie so viele. Zur Zeit habe ich gerade einen Rückfall und ich weiss auch wieso. Ich bin etwas einsam und vermisse Kontakte mit interessanten Menschen. Ich suche Aufmerksamkeit. Das ist wohl der wahre Grund, warum ich im Essen einen Ersatz suche. Wie ist das bei euch? Kennt ihr solche Situationen? Geht es euch auch so?
Ich würde mich freuen über eure Infos. Herzlich, Romina
Re: Einsamkeit
08. August 2006 00:47

Hi,

welche Art ES hast du denn?

Ich habe mit 12, 13 nach FAs, die ich damals wg. meinen kleinen Crashdiäten oft hatte, mit dem Erbrechen angefangen..

..und muss gestehen, dass ich, obwohl es mir jetzt wieder besser geht, auch manchmal rückfällig werde. Besonders, wenn irgendwie niemand für mich Zeit hat & ich deshalb nicht weiss, was ich machen soll.

Eine ganz schlimme Phase hatte ich vor etwa einem Jahr, als meine besten Freundinnen, mit denen ich fast jeden tag zusammen verbracht habe, innerhalb kurzer Zeit beide umgezogen sind =((

Was mir jetzt hilft ist, anstatt zu essen, Sport zu treiben [Joggen]. Das macht auch ohne Begleitung Spass & setzt Glückshormone frei.

Wenn du magst, kannst du mir gerne emailen: midnight.tiptoe@yahoo.com

Bye, shanice



20 Jahre, 1,73m



"We all carry on
When our brothers in arms are gone
So raise your glass high
For tomorrow we die
And return from the ashes you call....."
Re: Einsamkeit
08. August 2006 13:45
Hallo Romina,

Essstörungen geht ja bekanntlich in zwei Richtungen. Du schreibst, daß du im Essen einen Ersatz suchst. Welches du danach erbrichst? Es ist nur eine Vermutung, ich weiß ja nicht, ob es Bulimie ist.
Bei mir ist es nicht der Fall, dennoch kann ich dich verstehen, denn bei mir waren es damals schlimme Fressattacken ohne Bulimie (kein Erbrechen). Habe somit sehr viel zugenommen in rasanter Geschwindigkeit. Ich hab mich auch einsam gefühlt, konnte mit mir selbst nichts anfangen, bin dann noch krank geworden, hab dann alles in mich reingestopft. Danach hab ich mich geschämt, Besserung gelobt, fühlte mich wieder einsam, wieder rein mit dem ganzen Essen und und und. Ein Teufelskreis...
Bei mir kamen und kommen viele Dinge zusammen und ich versuche, eines nach dem anderen zu beheben. Auch in therapeutischer Richtung.

Bist du in psychotherapeutischer Behandlung? Ein Therapeut könnte herausfinden, warum du einsam bist und zu wenig Kontakte hast. Auch, warum du Aufmerksamkeit suchst. Er/sie kann mit dir die Grundursachen erforschen, sofern du sie nicht bereits kennst, und dann gezielt mit dir arbeiten.

Ich wünsch dir alles liebe.

Liebe Grüsse
Sharon



Re: Einsamkeit
08. August 2006 13:53
shanice schrieb:
>
> Eine ganz schlimme Phase hatte ich vor etwa einem Jahr, als
> meine besten Freundinnen, mit denen ich fast jeden tag zusammen
> verbracht habe, innerhalb kurzer Zeit beide umgezogen sind =((


Hallo Shanice,

das ist ein krasser Zustand, den man nicht von heute auf morgen wegsteckt. Ich kann dich gut verstehen. Meine besten Freundinnen wohnen leider auch in Deutschland verteilt, hab sie aber schon so kennengelernt, da geht es noch!
Anders sah es bei mir aus, als meine beiden Elternteile hintereinander weg an Krebs starben. Erst meine Mutter, als sie starb, bekam mein Vater Krebs. Beide sind nun nicht mehr bei mir und das war eine sehr schlimme Zeit für mich während der Krankheiten der beiden. Das hatte mich umgeworfen und mir ging es sehr schlecht. Mittlerweile hab ich mich in diese Richtung gefangen und nur noch manchmal Attacken, wenn ich sie zuu sehr vermisse.

Was deine Freundinnen anbetrifft, so hoffe ich, daß ihr wenigstens häufig miteinander telefonieren könnt und die beiden auch Email haben und so. Und daß ihr euch so oft es geht, gegenseitig besuchen könnt.

Ich wünsch dir alles liebe

Sharon



Re: Einsamkeit
08. August 2006 22:32

Danke für deine lieben Worte, Sharon.

Mit einer der beiden habe ich auch jetzt noch viel Kontakt..aber, dass man sich mal eben schnell trifft, um bisschen zu reden geht eben nicht mher. Das Ganze erfordert jetzt immer Planung im Vorraus. Mit der anderen telefoniere ich zwar noch manchmal, aber getroffen haben wir uns nur noch sehr selten

In der Zwischenzeit habe ich zwar neue Kontakte geknüpft, aber manchmal fühle ich mich schon einsam. Ich brauche immer relativ lange, um einer Person wirklich vertrauen zu können..

Das mit deinen Eltern tut mir total Leid *Sharon-ganz-doll-drückt*. Ich hoffe, dass du wenigstens ein gutes soziales Umfeld hast, das dir Halt geben kann, wenn du ihn brauchst.

Mit meinem Vater habe ich seit ca. 3 jahren keinen Kontakt mehr & meine Horrorvorstellung ist auch, dass er irgendwann stirbt & wir uns nicht mal ausgesprochen haben. Und meine Mutter hat seit einiger Zeit Probleme mit dem Herzen, aber ist sooo uneinsichtig. Anstatt ihren Cholesterinspiegel durch eine Ernährungsumstellung zu senken, isst sie weiter haufenweise Fleisch & benutzt die reguläre Magharine. Als ob es ihr egal wäre..

Ganz los werden wir die Attacken wohl nie sein, also müssen wir versuchen das Beste draus zu machen..Wobei das Leute ohne ES nie zu verstehen scheinen & denken, wir seien einfach undiszipliniert. Wahrscheinlich kennst du das Gefühl, dich in manchen Situationen nicht mehr kontrollieren zu können. Der Körper handelt sozusagen, ohne dass der Verstand ihn dabei steuern kann.

Ich wünsche dir viel, ganz viel, Kraft & Erfolg!!

Bye, Shanice



20 Jahre, 1,73m



"We all carry on
When our brothers in arms are gone
So raise your glass high
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Re: Einsamkeit
08. August 2006 22:44
Liebe Sharon
Danke für deine netten Zeilen. Ich habe wie du eher FA ohne Erbrechen, oder jedenfalls sehr sehr selten. Das heisst also, dass ich auch eher zu- als abnehme. Ich treibe auch viel Sport. Nicht nur aus Spass... irgendwie müssen die Kalorien ja wieder verbrannt werden.
Aber ich will nicht klagen. Mir geht es seit Monaten sehr gut und ich konnte Essverhalten und sonstiges Leben im Griff halten. Seit letzter Woche leide ich unter einem Rückfall, aber wie mein Nutrition Coach immer predigt "do not feel guilty and ashamed!!". Na dann...

Ich habe immer noch Hemmungen, eine Therapie anzugehen. Anscheinend hast du diesbezüglich Erfahrung. Bringt dies was?

Alles Gute,
Romina
Re: Einsamkeit
08. August 2006 22:59
Shanice,
Du hast herzensgute Worte gefunden für Sharon. Bin beeindruckt!
Das Leben ist nicht ohne und nichts für Schwache anscheinend. Ich bin zwar schon eine Oldie mit meinem 41 Jahren, aber ich kann euch Jungen versichern, es wird zwar einfacher (weil man es doch mit der Zeit gelassener nehmen kann), aber auch intensiver (die Erfahrung von der man zehrt). Ich habe übrigens auch Eltern, die lieber Medikamente schlucken, als die Ernährung anzupassen. Beide sind u.a. zuckerkrank und ich denke, dagegen könnte man mit gesunder Kost entgegenwirken. Aber was solls. Jede/r muss ja selbst sehen, wie er/sie über die Runden kommt.
Habt allerseits einen guten Abend. Ich muss mich ausklinken!`
So long, Romina
Re: Einsamkeit
09. August 2006 14:02
shanice schrieb:

>
> Danke für deine lieben Worte, Sharon.

Den Dank kann ich nur zurückgeben, liebe Shanice. Deine Worte haben mir sehr gutgetan :-)


> Mit einer der beiden habe ich auch jetzt noch viel
> Kontakt..aber, dass man sich mal eben schnell trifft, um
> bisschen zu reden geht eben nicht mher. Das Ganze erfordert
> jetzt immer Planung im Vorraus. Mit der anderen telefoniere ich
> zwar noch manchmal, aber getroffen haben wir uns nur noch sehr
> selten

Das ist doch immerhin noch etwas. Nur das man nicht mal eben telefonieren kann, um zu sagen, komm doch mal eben auf'n Kaffee vorbei oder bis gleich in der Stadt, das ist sehr hart und sich daran zu gewöhnen, ist wirklich schwer. Für einen Smalltalk reicht Telefon sicher aus, doch wenn man Probleme am Telefon bereden muss, ist das weniger schön. Bestimmt hat dich deine Freundin früher auch mal in den Arm genommen, wenn was war und so, was jetzt nicht mehr geht. Ich drücke dich mal unbekannterweise aus der Ferne. Deine andere Freundin wohnt bestimmt noch weiter weg denk ich. Das ist alles so Mist. Meine beste Freundin von dreien wohnt sogar 700 km weit weg *seufz*.


> In der Zwischenzeit habe ich zwar neue Kontakte geknüpft, aber
> manchmal fühle ich mich schon einsam. Ich brauche immer relativ
> lange, um einer Person wirklich vertrauen zu können..

Ich wünsche mir sehr für dich, daß aus deinen neu geknüpften Kontakte mal Freundschaft wird. Ich bin genauso wie du, mir fällt Vertrauen auch unglaublich schwer, deshalb ist es für mich auch schwierig, Freundschaften aufzubauen. Bist du einmal schwer verletzt worden? Wurde dein Vertrauen mißbraucht? Entschuldige, natürlich brauchst du nicht zu antworten, ich kann nur von mir sagen, daß dem so war...


> Das mit deinen Eltern tut mir total Leid
> *Sharon-ganz-doll-drückt*. Ich hoffe, dass du wenigstens ein
> gutes soziales Umfeld hast, das dir Halt geben kann, wenn du
> ihn brauchst.

Ganz ganz lieben Dank Shanice. Das tut mir sehr gut. Also ich habe meinen Freund an meiner Seite, leider meist nur am WE und zu meiner Familie gehört nur eine Schwester, zu der ich leider den Kontakt abbrechen musste. Naja und die Freundinnen sind halt nicht da...


> Mit meinem Vater habe ich seit ca. 3 jahren keinen Kontakt mehr
> & meine Horrorvorstellung ist auch, dass er irgendwann stirbt &
> wir uns nicht mal ausgesprochen haben. Und meine Mutter hat
> seit einiger Zeit Probleme mit dem Herzen, aber ist sooo
> uneinsichtig. Anstatt ihren Cholesterinspiegel durch eine
> Ernährungsumstellung zu senken, isst sie weiter haufenweise
> Fleisch & benutzt die reguläre Magharine. Als ob es ihr egal
> wäre..

Es ist so traurig, daß deine Mutter nicht auf dich hört, zumal du mit gutem Beispiel vorangehst. Leider kannst du sie nicht zwingen. Was deinen Vater angeht, ich weiß ja nicht, was bei euch vorgefallen ist, daß ihr euch 3 Jahre nicht gesehen habt, aber vielleicht solltest du eine Aussprache anstreben, je nach Vorfall zunächst mal auf neutralem Boden? Dann würdest du sehen, was passiert. Ich hätte mit meinen Eltern auch gern noch das eine oder andere besprochen, ich hab zu lange gewartet. Während der Chemotherapien der beiden wollte ich es dann auch nicht mehr. Am schlimmsten war es bei meiner Oma. Sie ist ewig lange schon tot, aber ich hätte so gern eine Frage von ihr beantwortet gewußt, denn ich bin heute noch der Meinung, daß uns ein und dasselbe Problem belastet. Zu spät! Habe damals alles in einen Brief geschrieben und diesen ins Grab mit reingeworfen, mehr konnte ich nicht mehr tun.


> Ganz los werden wir die Attacken wohl nie sein, also müssen wir
> versuchen das Beste draus zu machen..Wobei das Leute ohne ES
> nie zu verstehen scheinen & denken, wir seien einfach
> undiszipliniert. Wahrscheinlich kennst du das Gefühl, dich in
> manchen Situationen nicht mehr kontrollieren zu können. Der
> Körper handelt sozusagen, ohne dass der Verstand ihn dabei
> steuern kann.
>
> Ich wünsche dir viel, ganz viel, Kraft & Erfolg!!
>
> Bye, Shanice

Stimmt, diese Undiszipliniertheit wird oft vorgeworfen. Daß vieles mit der Psyche zusammehängt, verstehen viele im näheren Umfeld nicht. Oft heißt es, man schiebt Probleme nur vor. Wohl denen, die keine solchen Probleme haben. Wenn wir die Attacken nur noch seltener haben, dann geht das ja schon und wird uns auch bei der Ernährungsumstellung nicht direkt zurückhauen. Und ja, ich kenne diese Situationen, als wäre der Verstand plötzlich komplett ausgeschaltet.

Ich wünsche dir auch weiterhin ganz viel Kraft, Mut und Erfolg Shanice.

Liebe Grüsse
Sharon :-)



Re: Einsamkeit
09. August 2006 14:25
Liebe Romina,

also erstmal muss ich dir sagen, daß ich auch ein "Oldie" bin, nämlich noch ein Jahr weiter als du ;-)

Aber ich bin mir nicht sicher, ob Probleme altersabhängig sind. Einerseits magst du recht haben, daß man manche Dinge irgendwann gelassener sieht, aber es kommt auch auf den Grad der Probleme an. Manchmal werden die Sorgen mit der Zeit auch immer schlimmer, vor allem dann, wenn man vielleicht entsprechende professionelle Hilfe in der Vergangenheit nicht bekommen hat, bei mir war es so.

Ich freue mich total für dich, daß du die FA so lange Zeit gut im Griff hattest. Hast du mal versucht, innerlich nach dem Grund zu forschen, warum du seit letzter Woche einen Rückfall hattest? Gibt es psychische Belastungen für dich? Kamen bei irgendetwas Erinnerungen hoch, die dich nicht loslassen? Gerade dabei können Psychotherapien sehr hilfreich sein.

Eine Therapie habe ich 2004 gemacht, die ich leider unterbrechen mußte. Ich war derzeit auch zur Reha (psychisch) und als ich von da wiederkam, hatte meine Therapeutin ihren Beruf aufgegeben. Da bin ich in ein tiefes Loch gefallen und kam überhaupt nicht mehr da raus. Ihr hatte ich blind vertraut und das kommt bei mir praktisch nie vor. Mittlerweile hab ich kapiert, daß es ohne Therapie nicht geht und strebe erneut eine an. Das Erstgespräch hab ich hinter mir und ich glaube, der neuen Therapeutin vertrauen zu können. In 2 Wochen habe ich ein Zweitgespräch und dann bleibt abzuwarten, ob sie feste Termine frei hat oder ich auf eine ewig lange Warteliste komme. Die Wartelisten sind oft sehr lang. Daran siehst du schon, wieviele Menschen therapeutische Unterstützung benötigen.

Ich kann verstehen, daß du dich bislang ein wenig davor gescheut hast. Ich kenne dein Umfeld ja nicht, aber vielleicht liegt es auch daran, daß dein Umfeld mal hat durchblicken lassen, daß Menschen, die eine Psychotherapie machen, verrückt sind oder sonstiges. Dem ist NICHT so. Oft wird auch Psychotherapie mit Psychiatrie verwechselt. Niemand ist verrückt, wenn er eine Therapie macht. Du bist ja schließlich nicht auf einer geschlossenen Station, weil du lila Elefanten mit gelben Punkten hinter dir herlaufen siehst oder fest davon überzeugt bist, Napoleon zu sein. Nein, im Ernst, es gibt auch Menschen, die vorübergehend auf einer geschlossenen Station sind, ohne verrückt zu sein. Z.B. wenn sie einen Suizidversuch machen. Und sowas geschieht auch nicht, weil man verrückt ist, sondern weil man seine Probleme nicht mehr aushalten kann. Mein Dad z.B. hat weit über 2 Jahre mit der Krebskrankheit gekämpft, bevor es vorbei war. Die letzten 4 Wochen war er im Pflegeheim und dort hat er sich die Pulsadern aufgeschnitten. Auch er war vorübergehend in der geschlossenen Psychiatrie. Dabei wollte er nichts mehr, als daß es endlich vorbei ist !

Also Romina, denke einmal über die Möglichkeit einer begleitenden Therapie nach. Daran ist nichts schlimmes, auch nicht, wenn man in Sachen Therapie zur Reha fährt. Das tut einfach nur gut. Laß dir bitte von niemanden etwas negatives einreden. Wenn du Fragen hast, nur zu.

Durch eine Therapie kann es dir nicht schlechter gehen, nur besser. Wichtig ist allerdings immer, dem Therapeuten/der Therapeutin zu vertrauen. Eine gegenseitige Vertrauensbasis ist unverzichtbar. Eine Therapie kann und wird nichts bringen, wenn du bei "irgendwem" eine machst, dem/der du nicht vertraust oder dir unsympathisch ist. Deshalb kann es oft sein, daß man lange suchen muss. Dafür gibt es diese Erstgespräche auch, um die Grundangelegenheiten zu besprechen und sich zu "beschnuppern". Bis zu 8 Erstgesprächen darfst du von der Krankenkasse her führen, ohne daß diese eine Therapie bewilligen muss. Wenn du jemand passendes gefunden hast, wird der entsprechende Therapeut den Antrag stellen, der fast immer erstmal ne Zeitlang bewilligt wird.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen und viel Glück bei der Suche, falls du dich entschliessen kannst.

Liebe Grüsse
Sharon :-)



Re: Einsamkeit
10. August 2006 01:16
Liebe Sharon

Herzlichen Dank für deine lange Antwort! Ich werde sie nachher nochmals in Ruhe nachlesen. Ich bin froh, über positive Erfahrungen einer Therapie zu lesen und wünsche dir für dein Zweitgespräch und das Weitere viel Glück. Du hast sicher Recht, dass es vor allem eine Vertrauenssache ist! Ich habe von einer Organisation in der Schweiz (aes.ch) Adressen von TherapeutInnen in meiner Region erhalten. Mal sehen, ob ich mich traue.

Den Grund für meinen Rückfall ist schwierig zu bestimmen. Ich war - und bin immer noch - im Urlaub und es könnte eine Art Langeweile sein oder dass ich nicht weiss, was mir mir anfangen. I don't know. Vielleicht hängt es auch mit meiner 15-jährigen Beziehung zusammen, die auch nicht immer so ist, wie man dies aus Rosamunde Pilcher kennt. Ich denke, dass es aber v.a. an meinem tiefen Selbstwertgefühl liegt. Zudem werden wir ja beide älter. Die Haut beginnt zu hängen und sich zu falten und Zellulite am Oberarm ist auch nicht gerade erbaulich. Plötzlich definiere ich mich übers Aussehen, obwohl ich nie - NIE - eine Schönheit war. Warum ich es nun mit 41 Jahren plötzlich sein sollte?! Unverständlich, auch für mich selber.

So, ich muss ins Bett, sonst werden die Falten noch tiefer *BIG SMILE*
Herzlich,
Romina
Re: Einsamkeit
10. August 2006 12:53
Liebe Romina,

ich habe auch bereits das eine oder andere Fältchen z.B. im Gesicht entdecken müssen, was vorher nicht da war :-)

Wir Frauen sind eben klar im Nachteil. Männer werden im Alter bloß interessanter *grins*.

Bestimmt hängen solche Gedanken mit unserem Alter zusammen, die Wechseljahre stehen bevor oder sind schon dran und und und...

Wenn du Fragen zu Therapien hast (dass du eine Liste aus deiner Region bekommen hast, ist doch schon mal gut), frage ruhig jederzeit. Ich werde dir alle Fragen, soweit ich Bescheid weiss, gerne beantworten.

Liebe Grüsse
Sharon :-)



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