Home
>
Fettrechner-Forum
>
Thema
Zahnarzt verklagen
geschrieben von Lisa
|
Zahnarzt verklagen 07. April 2006 12:25 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 158 |
Hallo!
Vor 1,5 Jahren bekam ich eine Füllung in einem Backenzahn. Diese war offensichtlich zu hoch (oder zu tief), denn ich hatte danach Beschwerden. Bin dann noch 3 mal beim Zahnarzt gewesen, bekam Paste rauf, aber es wurde immer gesagt "Kann nicht sein, dass das weh tut. Sieht gut aus." Hatte weiterhin Schmerzen und bin dann ein halbes Jahr später zu einem anderen Zahnarzt gegangen. Und hier fängt das Drama an. Bekam da eine Wurzelbehandlung, bei der ein Stück des Instrumentes abbrach, welches der Arzt mit dem Spruch "das macht nix" drin lies. Kurze Zeit später brach der Zahn, entzündete sich und wurde von diesem Arzt gezogen.
War nun woanders, nämlich bei einem Implantologie Spezialisten, der sämtliche Röntgenaufnahmen machte. Auf denen kam zum Vorschein, dass dies abgebrochene Stück immernoch im Kieferknochen steckt und für meine Entzündung verantwortlich ist und schnellstens per OP entfernt werden muss. Des Weiteren sah man, dass der Nachbahrzahn im unteren Drittel frakturiert ist (entweder durch das Instrument aber eher durch schlechte Extraktion des Zahnes) und nun auch entfernt werden muss.
Ich bin total verzweifelt, denn nun habe ich, aufgrund zweier Behandlungsfehler ZWEI Zähne verloren. Mal abgesehen von meinem körperlichen und pschischen Schaden treibt mich die Folgebehandlung in den finanziellen Ruin.
Habe ich eine Möglichkeit gegen den alten Zahnarzt vorzugehen?
Danke für Antworten!
Vor 1,5 Jahren bekam ich eine Füllung in einem Backenzahn. Diese war offensichtlich zu hoch (oder zu tief), denn ich hatte danach Beschwerden. Bin dann noch 3 mal beim Zahnarzt gewesen, bekam Paste rauf, aber es wurde immer gesagt "Kann nicht sein, dass das weh tut. Sieht gut aus." Hatte weiterhin Schmerzen und bin dann ein halbes Jahr später zu einem anderen Zahnarzt gegangen. Und hier fängt das Drama an. Bekam da eine Wurzelbehandlung, bei der ein Stück des Instrumentes abbrach, welches der Arzt mit dem Spruch "das macht nix" drin lies. Kurze Zeit später brach der Zahn, entzündete sich und wurde von diesem Arzt gezogen.
War nun woanders, nämlich bei einem Implantologie Spezialisten, der sämtliche Röntgenaufnahmen machte. Auf denen kam zum Vorschein, dass dies abgebrochene Stück immernoch im Kieferknochen steckt und für meine Entzündung verantwortlich ist und schnellstens per OP entfernt werden muss. Des Weiteren sah man, dass der Nachbahrzahn im unteren Drittel frakturiert ist (entweder durch das Instrument aber eher durch schlechte Extraktion des Zahnes) und nun auch entfernt werden muss.
Ich bin total verzweifelt, denn nun habe ich, aufgrund zweier Behandlungsfehler ZWEI Zähne verloren. Mal abgesehen von meinem körperlichen und pschischen Schaden treibt mich die Folgebehandlung in den finanziellen Ruin.
Habe ich eine Möglichkeit gegen den alten Zahnarzt vorzugehen?
Danke für Antworten!
|
Re: Zahnarzt verklagen 07. April 2006 12:33 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
Lisa schrieb:
> Habe ich eine Möglichkeit gegen den alten Zahnarzt vorzugehen?
Klar hast du. Wende dich auf jeden Fall an einen im Arzthaftungsrecht erfahrenen Anwalt wie z. B. [www.meinecke.com]
Alex
> Habe ich eine Möglichkeit gegen den alten Zahnarzt vorzugehen?
Klar hast du. Wende dich auf jeden Fall an einen im Arzthaftungsrecht erfahrenen Anwalt wie z. B. [www.meinecke.com]
Alex
|
Re: Zahnarzt verklagen 07. April 2006 12:37 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 158 |
|
Re: Zahnarzt verklagen 07. April 2006 12:49 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
Lisa schrieb:
> geht das denn, sich an einen Anwalt zu wenden, der nicht in der
> Stadt wohnt wo das "Geschehen" abläuft?
klar geht das. Selbst wenn der Anwalt keine Lust auf den Fall hat, weil er zu einer eftl. Verhandlung zu weit fahren muss, dann kann er dir sicher eine gute Empfehlung nennen.
Alex
> geht das denn, sich an einen Anwalt zu wenden, der nicht in der
> Stadt wohnt wo das "Geschehen" abläuft?
klar geht das. Selbst wenn der Anwalt keine Lust auf den Fall hat, weil er zu einer eftl. Verhandlung zu weit fahren muss, dann kann er dir sicher eine gute Empfehlung nennen.
Alex
|
Re: Zahnarzt verklagen 07. April 2006 13:04 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 556 |
Lisa schrieb:
> geht das denn, sich an einen Anwalt zu wenden, der nicht in der
> Stadt wohnt wo das "Geschehen" abläuft?
Ist nicht ganz so einfach. Der Anwalt muss eine Zulassung speziell bei dem Gericht haben, bei dem die Verhandlung stattfindet.
Im übrigen: schwierige Geschichte. Versuch erst mal, dich schlau zu machen, z.B. [www.forum-patientenschutz.de]
Viel Glück
jinx :-)
-----------------------------------------------------------
Frauen und Katzen tun, was sie wollen - Männer und Hunde sollten sich daran gewöhnen.
> geht das denn, sich an einen Anwalt zu wenden, der nicht in der
> Stadt wohnt wo das "Geschehen" abläuft?
Ist nicht ganz so einfach. Der Anwalt muss eine Zulassung speziell bei dem Gericht haben, bei dem die Verhandlung stattfindet.
Im übrigen: schwierige Geschichte. Versuch erst mal, dich schlau zu machen, z.B. [www.forum-patientenschutz.de]
Viel Glück
jinx :-)
-----------------------------------------------------------
Frauen und Katzen tun, was sie wollen - Männer und Hunde sollten sich daran gewöhnen.
|
Re: Zahnarzt verklagen 07. April 2006 14:29 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 158 |
|
Re: Zahnarzt verklagen 07. April 2006 17:09 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 392 |
Eine solche Sache muss nicht vor Gericht landen. Ein guter Anwalt wird versuchen die Gegenseite ggf. unter Zuhilfenahme von anerkannten Sachgutachtern zu einem akzeptablen Angebot zu bewegen. Ist die Sachlage relativ eindeutig dann hat auch die gegnerische Versicherung am Entstehen von zusätzlichen Gerichtskosten kein großes Interesse.
Allerdings kann ich mir bei aller Phantasie eigentlich keinen Zahnarzt vorstellen, die bei einer OP einen Instrumententeil im Patienten zurückläßt und auch noch behauptet, das mache nichts. Das wäre ja dann schon fast ein Fall für ein Berufsverbot.
Allerdings kann ich mir bei aller Phantasie eigentlich keinen Zahnarzt vorstellen, die bei einer OP einen Instrumententeil im Patienten zurückläßt und auch noch behauptet, das mache nichts. Das wäre ja dann schon fast ein Fall für ein Berufsverbot.
|
Re: Zahnarzt verklagen 10. April 2006 08:56 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 318 |
aber trotz all der schäden, die du genommen hast, würde ich es mir dreimal überlegen, zwei zahnärzte zu verklagen.
das ist ein solcher aufwand, mit dem man sich da rum schlägt, und das mickrige schmerzensgeld geht dann auch noch für die anwaltskosten drauf.
wenn deine verbliebenen zähne jetzt in ordnung sind, und du kein berufsverbot oder ähnliches erreichen willst, würde ich an deiner stelle wohl die sache sein lassen und versuchen zu vergessen
das ist ein solcher aufwand, mit dem man sich da rum schlägt, und das mickrige schmerzensgeld geht dann auch noch für die anwaltskosten drauf.
wenn deine verbliebenen zähne jetzt in ordnung sind, und du kein berufsverbot oder ähnliches erreichen willst, würde ich an deiner stelle wohl die sache sein lassen und versuchen zu vergessen
|
Re: Zahnarzt verklagen-Da muß ich Softie zustimmen 11. April 2006 15:15 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 1.796 |
|
Re: Zahnarzt verklagen 16. April 2006 17:44 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 392 |
Vielleicht ist sie ja rechtschutzversichert??? Soll ja vorkommen. Lisa hat ja geschrieben, dass es ihr nicht hauptsächlich um Schmerzensgeld, sondern um die Übernahme der beträchtlichen Folgekosten, die durch die Fehlbehandlung enstanden sind. Warum sollte sie die denn einfach klaglos selber tragen, ohne wenigstens mal versucht zu haben zu ihrem Recht zu kommen?
Gruß,
Shaddy
Gruß,
Shaddy
In diesem Forum dürfen leider nur registrierte Teilnehmer schreiben.
