Durchhänger...
geschrieben von rambazamba
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sorry...Nachtrag, hab was falsch verstanden 23. März 2010 18:14 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 2.170 |
Hallo rambazamba
sorry, ich hatte da was mißverstanden, Deine Probleme sind ja erst in den letzten 4 Jahren aufgetreten. Aber auch da gilt im Grunde das gleiche. Passiert ist passiert, Du kannst nix mehr dran ändern. Vergangenes können wir nicht mehr ändern, aber das, was vor uns liegt, darauf haben wir großen Einfluss.
Und meiner Meinung nach sollte man da das beste für sich draus machen.
Ich habe sogar oft das Gefühl, das schulde ich mir selbst.
Und das mit den schlimmen Erlebnissen gilt genau so für Erwachsene, auch da braucht man manchmal einfach Hilfe, denn auch Erwachsene können ja Traumas erleben, wo sie nicht mit fertig werden können. Sowas ist kein Versagen oder so, das wäre Unsinn, man ist nur in manchen Situationen zu schwach und zu überfordert, um sich noch selbst helfen zu können.
Ich brauchte auch schon professionelle Hilfe von anderen (in diesem Fall von Ärzten), sonst wäre ich heut nicht mehr hier.
LG
vom Lianchen
Lianchen an Maschinenraum: Beam me up, Scotti !
sorry, ich hatte da was mißverstanden, Deine Probleme sind ja erst in den letzten 4 Jahren aufgetreten. Aber auch da gilt im Grunde das gleiche. Passiert ist passiert, Du kannst nix mehr dran ändern. Vergangenes können wir nicht mehr ändern, aber das, was vor uns liegt, darauf haben wir großen Einfluss.
Und meiner Meinung nach sollte man da das beste für sich draus machen.
Ich habe sogar oft das Gefühl, das schulde ich mir selbst.
Und das mit den schlimmen Erlebnissen gilt genau so für Erwachsene, auch da braucht man manchmal einfach Hilfe, denn auch Erwachsene können ja Traumas erleben, wo sie nicht mit fertig werden können. Sowas ist kein Versagen oder so, das wäre Unsinn, man ist nur in manchen Situationen zu schwach und zu überfordert, um sich noch selbst helfen zu können.
Ich brauchte auch schon professionelle Hilfe von anderen (in diesem Fall von Ärzten), sonst wäre ich heut nicht mehr hier.
LG
vom Lianchen
Lianchen an Maschinenraum: Beam me up, Scotti !
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Re: sorry...Nachtrag, hab was falsch verstanden 24. März 2010 10:09 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 56 |
Weißt Du, Lianchen, bei mir kam in den letzten 4 Jahren einfach alles zusammen.
Nicht nur die Trennung meiner Eltern, sondern auch, das unsere Tochter (heute 17 J.) innerhalb weniger Tage, ab Brust abwärts, komplett gelähmt war und im letzten Jahr, als ich 10 Wochen lang meinen linken Oberarm komplett gebrochen hatte (und ich vom Arzt als Simulantin hingestellt wurde!), die immensen Schmerzen, das alles kostet einen Höllenkraft.
Mein "dickes Fell" und Nervenkostüm wurden derart dünn, dass ich einiges kompensieren mußte. Darüber bin ich mir im Klaren.
Mittlerweile habe ich mit der Trauer, dass ich einen Vater verloren habe, der zwar nicht tot, sondern nur noch eine Bedrohung ist und somit zum reinen Erzeuger degradiert wurde, abgeschlossen. Er ist halt so, ich kann ihn nicht ändern und er ist mir recht egal geworden. Das merke ich, wenn ich ihn vor Gericht treffe, ich ihn anschauen kann, ruhig bleibe und einfach denke "was willst du eigentlich von mir?".
Jetzt bin ich dabei mein Innenleben wieder so zu ordnen, dass ich ich selbst bin. Die Prioritäten werden wieder in die richtige Richtung verschoben. Meine Therapeuten sind meine Freunde, mein toller Mann und unsere fantastischen Kinder.
Jeder Mensch hat seine Sucht und die kann sehr unterschiedlich aussehen: Arbeitssucht, Geltungssucht, Putzsucht, Perfektionssucht, Einkaufssucht, Eifersucht, Nikotinsucht.... bis hin zu Drogensucht, Essenssucht und Alkoholismus.
Wer essenssüchtig ist, trägt die Folgen äußerlich und hat eine Sucht, die er nicht wirklich bekämpfen oder damit abschließen kann. Denn essen muß jeder Mensch, um am Leben zu bleiben, während er auf Zigaretten, Alkohol oder sonstige Drogen völlig verzichten kann, da sie nicht lebenswichtig sind.
Ich will bis zum Jahresende 20 kg verlieren und ich bin mir sicher, dass ich das schaffen werde. Die Ungeduld macht mir hin und wieder einen Strich durch die Rechnung. Am liebsten würde ich jede Woche 2-3 kg verlieren, was aber völlig unrealistisch ist. Realistisch sind 300 - 500 g pro Woche und da bin ich völlig auf Kurs.
Deine Worte kann ich voll und ganz unterstreichen, es tut mir gut sie zu lesen und sie bestärken mich in meiner inneren Haltung, auch wenn sie nicht immer 100%ig auf meine Situation passen. Danke.
Übrigens: unsere Tochter kann wieder laufen, hat zwar noch Probleme mit inneren Spastiken, aber kann wieder ein aktives Teenieleben führen mit allem, was dazu gehört. Das macht mich glücklich. Sie macht zur Zeit ihren Führerschein und will Lehrerin werden. Unser Sohn (14 J.) ist in einer Phase, in der es wichtig ist "cool" sein, aber er mausert sich auch und wir sind eine funktionierende Familie.
LG rambazamba
Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist!
Nicht nur die Trennung meiner Eltern, sondern auch, das unsere Tochter (heute 17 J.) innerhalb weniger Tage, ab Brust abwärts, komplett gelähmt war und im letzten Jahr, als ich 10 Wochen lang meinen linken Oberarm komplett gebrochen hatte (und ich vom Arzt als Simulantin hingestellt wurde!), die immensen Schmerzen, das alles kostet einen Höllenkraft.
Mein "dickes Fell" und Nervenkostüm wurden derart dünn, dass ich einiges kompensieren mußte. Darüber bin ich mir im Klaren.
Mittlerweile habe ich mit der Trauer, dass ich einen Vater verloren habe, der zwar nicht tot, sondern nur noch eine Bedrohung ist und somit zum reinen Erzeuger degradiert wurde, abgeschlossen. Er ist halt so, ich kann ihn nicht ändern und er ist mir recht egal geworden. Das merke ich, wenn ich ihn vor Gericht treffe, ich ihn anschauen kann, ruhig bleibe und einfach denke "was willst du eigentlich von mir?".
Jetzt bin ich dabei mein Innenleben wieder so zu ordnen, dass ich ich selbst bin. Die Prioritäten werden wieder in die richtige Richtung verschoben. Meine Therapeuten sind meine Freunde, mein toller Mann und unsere fantastischen Kinder.
Jeder Mensch hat seine Sucht und die kann sehr unterschiedlich aussehen: Arbeitssucht, Geltungssucht, Putzsucht, Perfektionssucht, Einkaufssucht, Eifersucht, Nikotinsucht.... bis hin zu Drogensucht, Essenssucht und Alkoholismus.
Wer essenssüchtig ist, trägt die Folgen äußerlich und hat eine Sucht, die er nicht wirklich bekämpfen oder damit abschließen kann. Denn essen muß jeder Mensch, um am Leben zu bleiben, während er auf Zigaretten, Alkohol oder sonstige Drogen völlig verzichten kann, da sie nicht lebenswichtig sind.
Ich will bis zum Jahresende 20 kg verlieren und ich bin mir sicher, dass ich das schaffen werde. Die Ungeduld macht mir hin und wieder einen Strich durch die Rechnung. Am liebsten würde ich jede Woche 2-3 kg verlieren, was aber völlig unrealistisch ist. Realistisch sind 300 - 500 g pro Woche und da bin ich völlig auf Kurs.
Deine Worte kann ich voll und ganz unterstreichen, es tut mir gut sie zu lesen und sie bestärken mich in meiner inneren Haltung, auch wenn sie nicht immer 100%ig auf meine Situation passen. Danke.
Übrigens: unsere Tochter kann wieder laufen, hat zwar noch Probleme mit inneren Spastiken, aber kann wieder ein aktives Teenieleben führen mit allem, was dazu gehört. Das macht mich glücklich. Sie macht zur Zeit ihren Führerschein und will Lehrerin werden. Unser Sohn (14 J.) ist in einer Phase, in der es wichtig ist "cool" sein, aber er mausert sich auch und wir sind eine funktionierende Familie.
LG rambazamba
Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist!
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Re: sorry...Nachtrag, hab was falsch verstanden 24. März 2010 11:50 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 2.170 |
Auwei, rambazamba
da hast Du ja einiges hinter Dir :-(
Ist doch ganz klar, da wird wohl jedes Nervenkostüm irgendwann dünn und fadenscheinig. Ich wäre wohl fast wahnsinnig vor Sorge und Angst geworden, wäre meine Tochter so schwer erkrankt. Und dann der andere Stress bei Dir kam ja noch hinzu :-(
Du schreibst, das sich langsam die Prioritäten wieder in die richtige Richtung verschieben, das ist doch super-gut und wichtig, denn dann bist Du doch wieder auf einem tollen Weg. Und ich denke auch, damit bekommst Du dann auch die anderen Probleme wieder in den Griff. Es dauert halt nur seine Zeit. Aber der Weg ist ja bekanntlich auch eine Art Ziel in ganz vielen Fällen.
Ich gehe später noch mal auf die Einzelheiten Deines Posts ein, bin grad uff Arbeit, n paar Praktikanten anlernen, aber nur diese Woche bis mittag und evtl. nächste noch, dann erstmal wieder Kurzarbeit :-(
LG
Lianchen
was Dir jedenfalls alle vorhandenen Daumen drückt für Deine weiteren Vorhaben !!
Lianchen an Maschinenraum: Beam me up, Scotti !
da hast Du ja einiges hinter Dir :-(
Ist doch ganz klar, da wird wohl jedes Nervenkostüm irgendwann dünn und fadenscheinig. Ich wäre wohl fast wahnsinnig vor Sorge und Angst geworden, wäre meine Tochter so schwer erkrankt. Und dann der andere Stress bei Dir kam ja noch hinzu :-(
Du schreibst, das sich langsam die Prioritäten wieder in die richtige Richtung verschieben, das ist doch super-gut und wichtig, denn dann bist Du doch wieder auf einem tollen Weg. Und ich denke auch, damit bekommst Du dann auch die anderen Probleme wieder in den Griff. Es dauert halt nur seine Zeit. Aber der Weg ist ja bekanntlich auch eine Art Ziel in ganz vielen Fällen.
Ich gehe später noch mal auf die Einzelheiten Deines Posts ein, bin grad uff Arbeit, n paar Praktikanten anlernen, aber nur diese Woche bis mittag und evtl. nächste noch, dann erstmal wieder Kurzarbeit :-(
LG
Lianchen
was Dir jedenfalls alle vorhandenen Daumen drückt für Deine weiteren Vorhaben !!
Lianchen an Maschinenraum: Beam me up, Scotti !
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Re: Durchhänger... 28. März 2010 14:58 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 56 |
Hallo, meine Lieben!
Gestern war der Hypnoseworkshop, zur Unterstützung der Abnahme, und ich war sehr positiv überrascht!
Insgesamt waren wir 11 Teilnehmer (in meinem Wohnzimmer), mit recht unterschiedlichen Vorstellungen und alle waren wir sehr gespannt.
Mikel hat sich zunächst vorgestellt, seine Arbeit und den Ablauf erklärt. Er betonte, dass in den folgenden 72 Stunden das Unterbewußtsein sehr empfindsam sei und dass von aussergewöhnlichen Experimenten abzusehen sei. Als Negativbeispiel nannte er einen Teilnehmer an einer "Raucherentwöhnung", der direkt nach der Hypnose vor die Tür ging und sich eine Zigarette anzündete, um zu testen, ob es denn wohl geklappt hätte. Damit sei die ganze Hypnose nutzlos gewesen...
Es begann damit, dass er jeden 2 kleine Hypnoseexperimente zum Kennenlernen machen ließ.
Dann fing der eigentliche Hypnosevorgang statt, zuerst mit einer Blockadebefreiung, damit das Unterbewußtsein auch frei und offen für neue Suggestionen ist. Dabei sollten wir alle unterbewußten Spannungen und Belastungen in unsere geöffneten Hände fließen lassen. Die Augen dabei waren geschlossen und es fühlte sich für mich an, als flösse ein warmes Öl in meine Hände und zwischen meinen Fingern durch. Nach einiger Zeit drehten sich die Handflächen, ohne bewußten Einfluß, nach unten, um den "Müll" auszugießen.
Dann folgten Suggestionen, dass der Stoffwechsel aktiv und harmonisch arbeitet, dass man nur noch Nahrungsmittel zu sich nimmt, die gesund sind und einem guttun, etc.
Ich merkte, dass ich zwar Mikels Stimme hörte, auch die Geräusche um mich herum, aber dem Text nicht mehr zuhörte, sondern ich ließ den Text einfach fließen und irgendwann konnte ich mich auch wieder auf das Zuhören konzentrieren. Dabei fühlte ich mich wohl und warm.
Als Mikel dann die Trance beendete, war ich erstaunt, dass über 60 Minuten vergangen waren, empfunden hatte ich es als höchstens 10 Minuten.
Dann haben wir darüber gesprochen, wie es empfunden wurde und es war für jeden irgendwie anders, aber alle fühlten sich wohl.
Wir konnten Mikel jede Frage stellen und er hat uns viel erklärt.
Der nächste Workshop in meinem Wohnzimmer ist schon wieder ausgebucht und ich freue mich darauf.
LG rambazamba
Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist!
Gestern war der Hypnoseworkshop, zur Unterstützung der Abnahme, und ich war sehr positiv überrascht!
Insgesamt waren wir 11 Teilnehmer (in meinem Wohnzimmer), mit recht unterschiedlichen Vorstellungen und alle waren wir sehr gespannt.
Mikel hat sich zunächst vorgestellt, seine Arbeit und den Ablauf erklärt. Er betonte, dass in den folgenden 72 Stunden das Unterbewußtsein sehr empfindsam sei und dass von aussergewöhnlichen Experimenten abzusehen sei. Als Negativbeispiel nannte er einen Teilnehmer an einer "Raucherentwöhnung", der direkt nach der Hypnose vor die Tür ging und sich eine Zigarette anzündete, um zu testen, ob es denn wohl geklappt hätte. Damit sei die ganze Hypnose nutzlos gewesen...
Es begann damit, dass er jeden 2 kleine Hypnoseexperimente zum Kennenlernen machen ließ.
Dann fing der eigentliche Hypnosevorgang statt, zuerst mit einer Blockadebefreiung, damit das Unterbewußtsein auch frei und offen für neue Suggestionen ist. Dabei sollten wir alle unterbewußten Spannungen und Belastungen in unsere geöffneten Hände fließen lassen. Die Augen dabei waren geschlossen und es fühlte sich für mich an, als flösse ein warmes Öl in meine Hände und zwischen meinen Fingern durch. Nach einiger Zeit drehten sich die Handflächen, ohne bewußten Einfluß, nach unten, um den "Müll" auszugießen.
Dann folgten Suggestionen, dass der Stoffwechsel aktiv und harmonisch arbeitet, dass man nur noch Nahrungsmittel zu sich nimmt, die gesund sind und einem guttun, etc.
Ich merkte, dass ich zwar Mikels Stimme hörte, auch die Geräusche um mich herum, aber dem Text nicht mehr zuhörte, sondern ich ließ den Text einfach fließen und irgendwann konnte ich mich auch wieder auf das Zuhören konzentrieren. Dabei fühlte ich mich wohl und warm.
Als Mikel dann die Trance beendete, war ich erstaunt, dass über 60 Minuten vergangen waren, empfunden hatte ich es als höchstens 10 Minuten.
Dann haben wir darüber gesprochen, wie es empfunden wurde und es war für jeden irgendwie anders, aber alle fühlten sich wohl.
Wir konnten Mikel jede Frage stellen und er hat uns viel erklärt.
Der nächste Workshop in meinem Wohnzimmer ist schon wieder ausgebucht und ich freue mich darauf.
LG rambazamba
Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist!
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