Juhu! Erste Erfolge!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :-)))))))
geschrieben von hasi05
Liebe ba.be
Wie soll ich bloß anfangen? Zum ersten Mal finde ich es richtig schlimm, nur schreiben zu können und dich nicht in die Arme nehmen zu können, dich zu drücken, dir zuzuhören, dich zu trösten, dich aufzufangen. Du hast mich während deines Chinaaufenthaltes schon dazu gebracht, über dich und deine Situation ausgiebig nachzudenken, als du mir die Situation geschildert hast, wie sie blöde Kommentare über dich und deine Figur abgegeben haben und dabei selbst zum Kreis der Übergewichtigen gehörten. Das alleine hätte ja schon gereicht, um deprimiert zu sein. Zusätzlich hattest du uns ja auch noch das Dilemma mit deinem Exfreund geschildert und schon damals fragte ich mich, wie man fernab der Familie, der Freunde, der gewohnten Umgebung Vergangenheitsbewältigung betreiben soll, wenn man ganz auf sich alleine gestellt ist.
Dass du mir unendlich leid tust, drückt gar nicht so richtig aus, wie ich für dich und deine Lage fühle. Ich möchte dir gerne sagen, dass du an einem Punkt bist, wo du auf keinen Fall mehr länger zögern darfst, zum Arzt/Therapeuten zu gehen. Deine letzten Sätze lassen nur noch sehr wenig Mut erkennen und ohne nun auf mich abdriften zu wollen, ich kenne so eine nachtschwarze Stimmung nur allzu gut. Ich spreche es auch mal offen aus, auch wenn man DARÜBER "normal" niemals spricht - ich befürchte, dass dich auch ab und an Todesgedanken heimsuchen, auch wenn du dir hoffentlich nie vorstellen kannst, diese in die Tat umzusetzen. Das ist ein Begleitbild einer tiefen Depression und Verzweiflung und alleine kannst du da nicht mehr herausfinden. Hinzu kommt noch deine Ess-Brechsucht, von den familiären Problemen, die dich umgeben, einmal abgesehen, eine mindestens gleichwertig schlimme Erkrankung wie deine Depression. Ich drück das einfach nur mal mit meinen Gefühlen und Worten aus, ich bin kein Arzt und kein Spezialist und vielleicht stimmt das Wort "Depression" in deinem Zusammenhang gar nicht richtig, aber du weißt, was ich dir damit sagen will: Du bist auf einem absoluten Tiefpunkt und da MUSST du raus - ich war gedanklich (mit anderer Erkrankung, aber auch begleitend Panik, Todesangst, Fresssucht, Apathie, tiefste Depressionen) vor 8 Jahren am selben Punkt wie du und wusste damals nur noch "entweder du stirbst oder du holst dir Hilfe". Das Kunststück ist, sich aufzuraffen, wenn man niemanden hat, der einen hinschleift. Man müsste meinen, die Umwelt würde den schlimmen Zustand erkennen - ich lebte "gut" neben meinem Mann und meiner kleinen Tochter her und auch mein Mann dachte, ich hätte mal ab und zu einen schlechten Tag. Ab und zu hat er mit deftigen Worten mein immer dicker werdendes Äusseres kritisiert, was mich noch zusätzlich in die Verzweiflung getrieben hat. Hier unterscheiden sich dann auch Auffassungen im Forum, "der Leidensdruck sei noch nicht hoch genug". Wenn jemand bereits Selbstmordgedanken hat, dann ist er aus meiner Sicht gefährlich hoch. Die Umwelt registriert aber die verzweifelten Signale häufig gar nicht oder nicht mehr, weil es ja immer irgendwie für dich weitergeht und du keine äussere sichtbare Verletzung hast. Mein Arzt hat damals gesagt "wenn Sie ein Gipsbein hätten, würde Ihnen jeder sofort seine Unterstützung anbieten, psychische Erkrankungen sind nach wie vor etwas, über das man nicht spricht".
Bitte ba.be, du musst die Kraft aufbringen, dich in ärztliche Hände zu begeben, auch wenn das bedeutet, dass du vielleicht für eine gewisse Zeit Antidepressiva oder was auch immer brauchst. Das ist keine Schande, eine OP lässt du auch unter Narkosemittel stattfinden und nicht bei Bewusstsein.
Ich bin mit mir selbst nicht ganz zufrieden, weil ich nicht wirklich rüberbringen kann, wie ich für dich und deine Situation fühle, ich musste weinen, als ich deine Worte las, haben sie auch ein ganzes Stück weit meine damalige verzweifelte Situation widergespiegelt.
Kannst du mir versprechen, mit uns hier in Kontakt zu bleiben, nachdem du dich so offenbart hast? Ich würde es ein Stück weit als beruhigend empfinden, weil ich wüsste, dass du zumindest ein kleines bisschen seelischen Ballast loswerden kannst, wann immer dir danach ist. Notiere dir vielleicht auch die Tel.Nr. der Telefonseelsorge: 0800 1110111 oder 0800 1110222. Hier kannst du dich auch über Chat mit der Seelsorge in Verbindung setzen:
[www.telefonseelsorge.de]
Ich habe das nun mal so deutlich ausgesprochen, weil mir deine letzten Zeilen sehr zu schaffen machen. Etwas möchte ich dir aber noch an die Hand geben: Du hast noch große innere Stärke, weil du in der Lage warst, uns deine Situation zu schildern, ganz resigniert hast du noch nicht. Deine Worte schreien danach, dass dir jemand hilft - gib dir einen großen Ruck und dann wird dir geholfen, sobald du die Schwelle der Praxis/des Therapeuten überschritten hast. Das wird ein langer Weg werden ba.be, aber nichts kann schlimmer sein, als das, was du derzeit durchmachst, das musst du dir bewusst machen. Auch wenn es dir nicht sehr viel weiter hilft: Ich habe es geschafft, auch wenn ich innerlich immer ein etwas empfindliches Pflänzchen bleiben werde und du schaffst das auch. Trotz deinen Worten warst du über eine sehr lange Zeit eine ganz starke Person, denn sonst hättest du das nicht alles aushalten können.
Fühl dich von mir ganz liebevoll und fest in die Arme genommen und gib bitte NIEMALS auf.
Ich schick dir ganz liebe Grüße und meine ganze Kraft, dass du die Stärke aufbringst, dir Hilfe zu holen.
BeLight
Nachricht bearbeitet (18.07.2009 13:01)

Low Fat+Kalos zählen - Start 1.1.2007/Ende April 2008
25.11.09: 61,0 kg
w, 47 Jahre, 1,68 m, vh, 1 Kind
Wie soll ich bloß anfangen? Zum ersten Mal finde ich es richtig schlimm, nur schreiben zu können und dich nicht in die Arme nehmen zu können, dich zu drücken, dir zuzuhören, dich zu trösten, dich aufzufangen. Du hast mich während deines Chinaaufenthaltes schon dazu gebracht, über dich und deine Situation ausgiebig nachzudenken, als du mir die Situation geschildert hast, wie sie blöde Kommentare über dich und deine Figur abgegeben haben und dabei selbst zum Kreis der Übergewichtigen gehörten. Das alleine hätte ja schon gereicht, um deprimiert zu sein. Zusätzlich hattest du uns ja auch noch das Dilemma mit deinem Exfreund geschildert und schon damals fragte ich mich, wie man fernab der Familie, der Freunde, der gewohnten Umgebung Vergangenheitsbewältigung betreiben soll, wenn man ganz auf sich alleine gestellt ist.
Dass du mir unendlich leid tust, drückt gar nicht so richtig aus, wie ich für dich und deine Lage fühle. Ich möchte dir gerne sagen, dass du an einem Punkt bist, wo du auf keinen Fall mehr länger zögern darfst, zum Arzt/Therapeuten zu gehen. Deine letzten Sätze lassen nur noch sehr wenig Mut erkennen und ohne nun auf mich abdriften zu wollen, ich kenne so eine nachtschwarze Stimmung nur allzu gut. Ich spreche es auch mal offen aus, auch wenn man DARÜBER "normal" niemals spricht - ich befürchte, dass dich auch ab und an Todesgedanken heimsuchen, auch wenn du dir hoffentlich nie vorstellen kannst, diese in die Tat umzusetzen. Das ist ein Begleitbild einer tiefen Depression und Verzweiflung und alleine kannst du da nicht mehr herausfinden. Hinzu kommt noch deine Ess-Brechsucht, von den familiären Problemen, die dich umgeben, einmal abgesehen, eine mindestens gleichwertig schlimme Erkrankung wie deine Depression. Ich drück das einfach nur mal mit meinen Gefühlen und Worten aus, ich bin kein Arzt und kein Spezialist und vielleicht stimmt das Wort "Depression" in deinem Zusammenhang gar nicht richtig, aber du weißt, was ich dir damit sagen will: Du bist auf einem absoluten Tiefpunkt und da MUSST du raus - ich war gedanklich (mit anderer Erkrankung, aber auch begleitend Panik, Todesangst, Fresssucht, Apathie, tiefste Depressionen) vor 8 Jahren am selben Punkt wie du und wusste damals nur noch "entweder du stirbst oder du holst dir Hilfe". Das Kunststück ist, sich aufzuraffen, wenn man niemanden hat, der einen hinschleift. Man müsste meinen, die Umwelt würde den schlimmen Zustand erkennen - ich lebte "gut" neben meinem Mann und meiner kleinen Tochter her und auch mein Mann dachte, ich hätte mal ab und zu einen schlechten Tag. Ab und zu hat er mit deftigen Worten mein immer dicker werdendes Äusseres kritisiert, was mich noch zusätzlich in die Verzweiflung getrieben hat. Hier unterscheiden sich dann auch Auffassungen im Forum, "der Leidensdruck sei noch nicht hoch genug". Wenn jemand bereits Selbstmordgedanken hat, dann ist er aus meiner Sicht gefährlich hoch. Die Umwelt registriert aber die verzweifelten Signale häufig gar nicht oder nicht mehr, weil es ja immer irgendwie für dich weitergeht und du keine äussere sichtbare Verletzung hast. Mein Arzt hat damals gesagt "wenn Sie ein Gipsbein hätten, würde Ihnen jeder sofort seine Unterstützung anbieten, psychische Erkrankungen sind nach wie vor etwas, über das man nicht spricht".
Bitte ba.be, du musst die Kraft aufbringen, dich in ärztliche Hände zu begeben, auch wenn das bedeutet, dass du vielleicht für eine gewisse Zeit Antidepressiva oder was auch immer brauchst. Das ist keine Schande, eine OP lässt du auch unter Narkosemittel stattfinden und nicht bei Bewusstsein.
Ich bin mit mir selbst nicht ganz zufrieden, weil ich nicht wirklich rüberbringen kann, wie ich für dich und deine Situation fühle, ich musste weinen, als ich deine Worte las, haben sie auch ein ganzes Stück weit meine damalige verzweifelte Situation widergespiegelt.
Kannst du mir versprechen, mit uns hier in Kontakt zu bleiben, nachdem du dich so offenbart hast? Ich würde es ein Stück weit als beruhigend empfinden, weil ich wüsste, dass du zumindest ein kleines bisschen seelischen Ballast loswerden kannst, wann immer dir danach ist. Notiere dir vielleicht auch die Tel.Nr. der Telefonseelsorge: 0800 1110111 oder 0800 1110222. Hier kannst du dich auch über Chat mit der Seelsorge in Verbindung setzen:
[www.telefonseelsorge.de]
Ich habe das nun mal so deutlich ausgesprochen, weil mir deine letzten Zeilen sehr zu schaffen machen. Etwas möchte ich dir aber noch an die Hand geben: Du hast noch große innere Stärke, weil du in der Lage warst, uns deine Situation zu schildern, ganz resigniert hast du noch nicht. Deine Worte schreien danach, dass dir jemand hilft - gib dir einen großen Ruck und dann wird dir geholfen, sobald du die Schwelle der Praxis/des Therapeuten überschritten hast. Das wird ein langer Weg werden ba.be, aber nichts kann schlimmer sein, als das, was du derzeit durchmachst, das musst du dir bewusst machen. Auch wenn es dir nicht sehr viel weiter hilft: Ich habe es geschafft, auch wenn ich innerlich immer ein etwas empfindliches Pflänzchen bleiben werde und du schaffst das auch. Trotz deinen Worten warst du über eine sehr lange Zeit eine ganz starke Person, denn sonst hättest du das nicht alles aushalten können.
Fühl dich von mir ganz liebevoll und fest in die Arme genommen und gib bitte NIEMALS auf.
Ich schick dir ganz liebe Grüße und meine ganze Kraft, dass du die Stärke aufbringst, dir Hilfe zu holen.
BeLight
Nachricht bearbeitet (18.07.2009 13:01)

Low Fat+Kalos zählen - Start 1.1.2007/Ende April 2008
25.11.09: 61,0 kg
w, 47 Jahre, 1,68 m, vh, 1 Kind
|
An Belight und Ba.be 18. Juli 2009 13:03 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 2.170 |
Ich möchte mich hier allen Worten von BeLight anschließen, ein toller Beitrag, liebe BeLight ! Auch wenn er ein so trauriges Thema betrifft :-/ Darum ist toll auch natürlich nicht das richtige Wort... naja, weißt schon, wie ich es meine...
Und ich mache mir auch Sorgen um Dich, ba.be, das ist vielleicht nicht ganz so gut rübergekommen ? Und ich würde Dich auch viel lieber in den Arm nehmen, als nur hier zu schreiben, denn Deine Worte haben mich ebenso berührt wie BeLight.
Aber vielleicht konnte ich Dir auch ein wenig Mut machen ?
Denn das Du stark bist, hast Du schon bewiesen, indem Du überhaupt noch "hier" bist.
Und manchmal ist WIRKLICH der Zeitpunkt da, um weitere Hilfe ganz laut zu schreien, so wie es BeLight auch beschrieben hat.
Bei tatsächlich vorhandenen Suizidgedanken bekommt man auch sofort Hilfe bei psychiatrischen Diensten, man muß es dann auch so sagen, weil dann diejenigen einfach wissen, das es jetzt akut ist und dann auch SOFORT handeln werden.
Und Du weißt jetzt auch, das Du auch hier nicht allein bist mit dem allem, ich denke, einige haben hier auch dementsprechende Erfahrungen, wie beispielsweise BeLight und ich. Nur kann nicht jeder auch darüber schreiben, auch sowas muß man manchmal erst lernen.
Runterschlucken ist aber nie der Weg, der wird sich später so oder so rächen, als psychosomatische Erkrankungen etc., die Seele wird nicht schweigen.
Und auch ich war mal an einem Punkt, wo ich nur noch entscheiden konnte, weiterleben oder auf "die andere Seite" zu wechseln, ich hab mich für das HIER entschieden und es nie bereut. Ich weiß aber auch, wie es sich anfühlt, nicht mehr HIER sein zu wollen :-/
Liebe Grüße
vom
Lianchen
Nachricht bearbeitet (18.07.2009 13:06)
Lianchen an Maschinenraum: Beam me up, Scotti !
Und ich mache mir auch Sorgen um Dich, ba.be, das ist vielleicht nicht ganz so gut rübergekommen ? Und ich würde Dich auch viel lieber in den Arm nehmen, als nur hier zu schreiben, denn Deine Worte haben mich ebenso berührt wie BeLight.
Aber vielleicht konnte ich Dir auch ein wenig Mut machen ?
Denn das Du stark bist, hast Du schon bewiesen, indem Du überhaupt noch "hier" bist.
Und manchmal ist WIRKLICH der Zeitpunkt da, um weitere Hilfe ganz laut zu schreien, so wie es BeLight auch beschrieben hat.
Bei tatsächlich vorhandenen Suizidgedanken bekommt man auch sofort Hilfe bei psychiatrischen Diensten, man muß es dann auch so sagen, weil dann diejenigen einfach wissen, das es jetzt akut ist und dann auch SOFORT handeln werden.
Und Du weißt jetzt auch, das Du auch hier nicht allein bist mit dem allem, ich denke, einige haben hier auch dementsprechende Erfahrungen, wie beispielsweise BeLight und ich. Nur kann nicht jeder auch darüber schreiben, auch sowas muß man manchmal erst lernen.
Runterschlucken ist aber nie der Weg, der wird sich später so oder so rächen, als psychosomatische Erkrankungen etc., die Seele wird nicht schweigen.
Und auch ich war mal an einem Punkt, wo ich nur noch entscheiden konnte, weiterleben oder auf "die andere Seite" zu wechseln, ich hab mich für das HIER entschieden und es nie bereut. Ich weiß aber auch, wie es sich anfühlt, nicht mehr HIER sein zu wollen :-/
Liebe Grüße
vom
Lianchen
Nachricht bearbeitet (18.07.2009 13:06)
Lianchen an Maschinenraum: Beam me up, Scotti !
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Re: Wahrheit 18. Juli 2009 14:14 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 19 |
Hallo ba.be,
ich bin leider nicht besonders gut darin, Trost zu spenden und so feinfühlig zu schreiben wie BeLight und Lianchen, aber dein Post hat mich wirklich berührt.
Da du Studentin bist würde ich dir auf jeden Fall empfehlen mal nachzuschauen, ob es an deiner Uni eine Psychosoziale Beratungsstelle oder etwas ähnliches gibt. An meiner Uni ist es so, dass man dort zwar nicht direkt eine Therapie bekommt, aber erst mal mit jemandem, der dafür ausgebildet ist, reden kann. Dann wird man an einen Psychologen, Arzt oder andere Hilfangebote vermittelt. Das ist ganz unverbindlich und informell.
Ich hatte vor zweieinhalb Jahren eine mittelschwere Depression. Ich bin kaum noch zur Uni gegangen, hatte das Gefühl nur noch funktionieren zu müssen, kam mir faul/wertlos/dumm vor und habe mich ins Rauchen hineingesteigert. Ich habe mir ungeheure Selbstvorwürfe gemacht, weil ich nie gedacht hätte, dass ich krank bin. Ich dachte immer, Depression ist, wenn man nur noch weint und versucht sich umzubringen, so weit war es bei mir nie. Ich hatte oft eher das Gefühl, einen Mangel an Gefühlen zu haben, irgendwie abgestumpft zu sein.
Naja, als ich dann Depression richtig als Diagnose hatte, hat mir das sehr geholfen, weil ich wusste, dass man (mit Hilfe) etwas dagegen tun kann und dass ich kein schlechter/disziplinloser Mensch bin. Ich hatte dann einige Sitzungen bei einem Arzt und Psychotherapeuten. Mit dem habe nicht nur Gespräche geführt, sondern er hat mir auch ein leichtes Medikament gegen meine Schlaflosigkeit verschrieben. Dass ich Nächtelang wachgelegen habe gehörte zu meinen Symptomen und hat dazu geführt, dass ich ständig müde, ausgelaugt und gleichzeitig überreizt und aufgekratzt war, ich konte gar nicht mehr richtig denken, entspannen oder genießen. Natürlich hat mich das Medikament allein nicht geheilt, aber allein die Linderung dieses körperliche Symptoms hat mir enorm geholfen.
Deshalb würde ich dir dringend empfehlen, dir anzuschauen, welche Hilfsangebote (von der Uni, von Kirchen, von staatlicher Seite) es gibt. Es fällt einem oft leichter mit jemandem zu reden, der für solche Fälle ausgebildet ist als mit Freunden/Familie. Natürlich kann ich nicht mit Sicherheit sagen, was du hast, aber behandlungsbedürftig klingt es auf jeden Fall.
Ich wünsche dir alles, alles Gute und dass du alle Unterstützung bekommst, die du brauchst/verdienst
ich bin leider nicht besonders gut darin, Trost zu spenden und so feinfühlig zu schreiben wie BeLight und Lianchen, aber dein Post hat mich wirklich berührt.
Da du Studentin bist würde ich dir auf jeden Fall empfehlen mal nachzuschauen, ob es an deiner Uni eine Psychosoziale Beratungsstelle oder etwas ähnliches gibt. An meiner Uni ist es so, dass man dort zwar nicht direkt eine Therapie bekommt, aber erst mal mit jemandem, der dafür ausgebildet ist, reden kann. Dann wird man an einen Psychologen, Arzt oder andere Hilfangebote vermittelt. Das ist ganz unverbindlich und informell.
Ich hatte vor zweieinhalb Jahren eine mittelschwere Depression. Ich bin kaum noch zur Uni gegangen, hatte das Gefühl nur noch funktionieren zu müssen, kam mir faul/wertlos/dumm vor und habe mich ins Rauchen hineingesteigert. Ich habe mir ungeheure Selbstvorwürfe gemacht, weil ich nie gedacht hätte, dass ich krank bin. Ich dachte immer, Depression ist, wenn man nur noch weint und versucht sich umzubringen, so weit war es bei mir nie. Ich hatte oft eher das Gefühl, einen Mangel an Gefühlen zu haben, irgendwie abgestumpft zu sein.
Naja, als ich dann Depression richtig als Diagnose hatte, hat mir das sehr geholfen, weil ich wusste, dass man (mit Hilfe) etwas dagegen tun kann und dass ich kein schlechter/disziplinloser Mensch bin. Ich hatte dann einige Sitzungen bei einem Arzt und Psychotherapeuten. Mit dem habe nicht nur Gespräche geführt, sondern er hat mir auch ein leichtes Medikament gegen meine Schlaflosigkeit verschrieben. Dass ich Nächtelang wachgelegen habe gehörte zu meinen Symptomen und hat dazu geführt, dass ich ständig müde, ausgelaugt und gleichzeitig überreizt und aufgekratzt war, ich konte gar nicht mehr richtig denken, entspannen oder genießen. Natürlich hat mich das Medikament allein nicht geheilt, aber allein die Linderung dieses körperliche Symptoms hat mir enorm geholfen.
Deshalb würde ich dir dringend empfehlen, dir anzuschauen, welche Hilfsangebote (von der Uni, von Kirchen, von staatlicher Seite) es gibt. Es fällt einem oft leichter mit jemandem zu reden, der für solche Fälle ausgebildet ist als mit Freunden/Familie. Natürlich kann ich nicht mit Sicherheit sagen, was du hast, aber behandlungsbedürftig klingt es auf jeden Fall.
Ich wünsche dir alles, alles Gute und dass du alle Unterstützung bekommst, die du brauchst/verdienst
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Danke und sorry 19. Juli 2009 13:54 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 278 |
Erstmal danke an euch alle, es hat irgendwie gut getan, auch wenn ich dann gestern in der bib einfach mal wieder losgeheult habe, aber das gehört bei mir ja schon dazu. Aber war den ganzen Tag unterwegs und deswegen hab ich es noch nicht geschafft zu antworten, bzw. wollte nicht einfach schnell antworten.
Ich hab mich gestern zudem falsch ausgedrückt. Ich bin schon in Therapie und mag meine Therapeutin auch ganz gerne. Ist Gesprächstherapeutin und jedes Mal wenn ich von ihr weggehe, gehts mir auch richtig gut, aber das hält halt meistens nur einen Tag... ich bin ja zu ihr wegen den Angstzuständen gegangen habe ihr aber auch von meiner Bulemie erzählt, sie meinte aber, sie wolle erstmal sich um die anderen Probleme kümmern, weil das meistens der Grund für die Essprobleme ist. Denke schon, dass es mir hilft, aber mich wirft alles wieder so schnell aus der Bahn. Nur ne Kleinigkeit und mein Gleichgewicht ist gleich wieder hin. Das kann ne flüchtige Begegnung mit den Leuten sein, die mich so unter Druck gesetzt haben, das kann ne kleine Bemerkung sein, einfach alles... ich hatte nie ein dickes Fell und hab Kritik mir immer sehr zu herzen genommen, aber wenn ich z.B. von meiner Chefin zu hören bekomme, ich solle mich anstrengen, dann kann ich das besser abhaben als Kommentare zu meiner Person. Denn
> Sich auf den Weg zu sich selbst zu machen, den Mut dazu
> überhaupt erstmal zu haben !
> Den haben nämlich weiß-Gott nicht alle, weil sie Angst davor
> haben, in die eigenen Abgründe ihrer Seele zu schauen. Dabei
> Dinge sehen zu müssen, die einem überhaupt nicht gefallen und
> glaube bitte nicht, das es mir nicht ebenso erging.
Ich weiß nicht, ob ich das schaffe... ich weiß leider immer noch nicht, wohin ich möchte und wer ich bin... und mag auch sein, dass ich mich immer wieder zu sehr um die Meinung anderer gekümmert habe und mich über die Gruppe definiert habe, das wollte ich nicht... aber ich merke z.B. auch das es für mich nicht gut ist, mich so sehr auf "Männersuche" zu begeben. Meine beste Freundin macht es zur Zeit auch, aber es muss ja noch einen anderen Sinn im Leben geben, eine andere Aufgabe... ich möchte irgendetwas sinnvolles tun, etwas verändern (jetzt nicht unbedingt "Rettet die Welt"
. Aber mir fehlt einfach irgendetwas, das mich beschäftigt, vielleicht auch ein Hobby, irgendetwas sinnvolles, erfüllendes. Denn irgendwie kommt mir mein Leben so leer vor. Ich mein, ich mach meine Uni, meine Arbeit, meinen Sport... aber es fehlt da einfach etwas... auch über das man mit anderen Sprechen kann... denn ich habe auch keine Lust mehr nur über Männer und Uni zu sprechen. Weiß nicht wie ich das ausdrücken soll... ich möchte einfach wieder ein interessantes Gesprächsthema und vielleicht auch Leute mit denen ich darüber diskutieren kann....
> Und der Weg wird auch nie zuende sein, das weiß ich auch
> mittlerweile. Man sagt ja auch "Der Weg ist das Ziel" und so
> sehe ich das heute auch. Und auf den muß man sich "nur" machen,
> und doch ist es so schwer.
Aber was ist der Weg, wo beginnt er, wie erkene ich ihn etc....
>
> Dazu fällt mir folgendes ein:
> Manchmal muß man erst durch einen tiefen Sumpf gehen und dabei
> ALLES zurücklassen. Alles, was einem Sicherheit bedeutet,
> alles, was gewohnt ist und auch die Gefahr einzugehen, ALLES zu
> verlieren. Geschieht aber meist nicht, es geschieht eher das
> Gegenteil, man findet dort im Sumpf sich selbst und das ist
> viel wertvoller als alle Sicherheit, als alle materiellen Güter
> dieser Welt! Und man darf nicht auf andere hoffen, das sie
> zuerst durch diesen Sumpf gehen, um zu schauen, ob es bei denen
> gut geht, ob sie heil wieder raus kommen. Das bedeutet nämlich,
> selbst nix machen zu wollen, die anderen sollen sich ändern,
> bloß man selbst nicht, weil es bequemer so ist.
> Geht man aber selbst vor, geht Risiken ein und die anderen
> sehen, das man am anderen Ende wieder heil raus kommt, werden
> sie einem höchstwahrscheinlich folgen auf den neuen Wegen...
> denn indem WIR uns verändern, verändern sich oft "automatisch"
> andere mit, bekommen selbst auch Mut, durch den Sumpf zu waten,
> der ganz unbequem ist, auch manchmal eklig und nix darin ist
> einfach, aber er birgt unendliche Chancen, nicht nur für einen
> selbst.
Genau davor hab ich Angst. Einfach alles hinter mir zu lassen. Einfach alles aufgeben...
@belight, ja du hattest das bei mir richtig erkannt, allerdings liegen meine Gedanken bzgl. eines endgültigen Abschiedes schon wieder hinter mir. Die hatte ich im September und Oktober. Ja ich lag einfach nur im Bett und wollte nicht mehr. Jeder Tag war ein Kampf, jeden Tag aufstehen... allein das war schon Anstrengung genug. Ich wußte auch, wo mein Vater eine Menge Schlaftabletten aufbewahrt hatte... aber ich konnte es nicht, irgendwie hab ich dabei zu sehr an meine Mutter gedacht, die es total zerstört hätte und vielleicht wollte ich dem Arsch auch nicht "diese Genugtuung" geben, jemand total zu zerstören, nein, dafür bin ich wohl doch etwas zu kämpferisch... aufgeben ist nicht unbedingt mein Fall... bzw. nicht so schnell... andere sagen, ich sei zielstrebig bzw. ehrgeizig. Ist mir eigentlich nie aufgefallen auf jeden Fall bzgl. meines Lernaufwandes... Meine Mutter meinte auch, dass ich vielleicht einfach nicht verlieren kann, bzw. aufgeben kann und deswegen über den Verlust meines Ex noch nicht hingekommen bin. Also das ich eine Niederlage nicht einstecken kann bzw. akzeptieren kann. Mag sein, dass ich oft die Beste sein wollte, wenn es mir wirklich darauf ankam... aber da bin ich mir nicht so sicher...
Manchmal wenn wir in der Gruppe so gegeneinander angetreten sind, kam schon der Kommentar, ich solle nicht so verbissen sein... aber ist das so schlimm, wenn man gewinnen will? Ich sag ja nicht, das das überall gilt, aber wenn mir etwas wichtig ist und ich mich anstrenge, dann sollte das durchaus möglich sein.
So jetzt hab ich einfach mal alles etwas durcheinander geschrieben, was mir gerade so durch den Kopf gegangen ist.
Wünsch euch allen noch einen schönen Sonntag und alles Liebe.
Auch die virtuellen Umarmungen haben geholfen.
DANKE
Ba.be
Stand: 06.06.10 60,1 kg
Ziel: 10.10.10 58,9 kg
Ich hab mich gestern zudem falsch ausgedrückt. Ich bin schon in Therapie und mag meine Therapeutin auch ganz gerne. Ist Gesprächstherapeutin und jedes Mal wenn ich von ihr weggehe, gehts mir auch richtig gut, aber das hält halt meistens nur einen Tag... ich bin ja zu ihr wegen den Angstzuständen gegangen habe ihr aber auch von meiner Bulemie erzählt, sie meinte aber, sie wolle erstmal sich um die anderen Probleme kümmern, weil das meistens der Grund für die Essprobleme ist. Denke schon, dass es mir hilft, aber mich wirft alles wieder so schnell aus der Bahn. Nur ne Kleinigkeit und mein Gleichgewicht ist gleich wieder hin. Das kann ne flüchtige Begegnung mit den Leuten sein, die mich so unter Druck gesetzt haben, das kann ne kleine Bemerkung sein, einfach alles... ich hatte nie ein dickes Fell und hab Kritik mir immer sehr zu herzen genommen, aber wenn ich z.B. von meiner Chefin zu hören bekomme, ich solle mich anstrengen, dann kann ich das besser abhaben als Kommentare zu meiner Person. Denn
> Sich auf den Weg zu sich selbst zu machen, den Mut dazu
> überhaupt erstmal zu haben !
> Den haben nämlich weiß-Gott nicht alle, weil sie Angst davor
> haben, in die eigenen Abgründe ihrer Seele zu schauen. Dabei
> Dinge sehen zu müssen, die einem überhaupt nicht gefallen und
> glaube bitte nicht, das es mir nicht ebenso erging.
Ich weiß nicht, ob ich das schaffe... ich weiß leider immer noch nicht, wohin ich möchte und wer ich bin... und mag auch sein, dass ich mich immer wieder zu sehr um die Meinung anderer gekümmert habe und mich über die Gruppe definiert habe, das wollte ich nicht... aber ich merke z.B. auch das es für mich nicht gut ist, mich so sehr auf "Männersuche" zu begeben. Meine beste Freundin macht es zur Zeit auch, aber es muss ja noch einen anderen Sinn im Leben geben, eine andere Aufgabe... ich möchte irgendetwas sinnvolles tun, etwas verändern (jetzt nicht unbedingt "Rettet die Welt"
. Aber mir fehlt einfach irgendetwas, das mich beschäftigt, vielleicht auch ein Hobby, irgendetwas sinnvolles, erfüllendes. Denn irgendwie kommt mir mein Leben so leer vor. Ich mein, ich mach meine Uni, meine Arbeit, meinen Sport... aber es fehlt da einfach etwas... auch über das man mit anderen Sprechen kann... denn ich habe auch keine Lust mehr nur über Männer und Uni zu sprechen. Weiß nicht wie ich das ausdrücken soll... ich möchte einfach wieder ein interessantes Gesprächsthema und vielleicht auch Leute mit denen ich darüber diskutieren kann....> Und der Weg wird auch nie zuende sein, das weiß ich auch
> mittlerweile. Man sagt ja auch "Der Weg ist das Ziel" und so
> sehe ich das heute auch. Und auf den muß man sich "nur" machen,
> und doch ist es so schwer.
Aber was ist der Weg, wo beginnt er, wie erkene ich ihn etc....
>
> Dazu fällt mir folgendes ein:
> Manchmal muß man erst durch einen tiefen Sumpf gehen und dabei
> ALLES zurücklassen. Alles, was einem Sicherheit bedeutet,
> alles, was gewohnt ist und auch die Gefahr einzugehen, ALLES zu
> verlieren. Geschieht aber meist nicht, es geschieht eher das
> Gegenteil, man findet dort im Sumpf sich selbst und das ist
> viel wertvoller als alle Sicherheit, als alle materiellen Güter
> dieser Welt! Und man darf nicht auf andere hoffen, das sie
> zuerst durch diesen Sumpf gehen, um zu schauen, ob es bei denen
> gut geht, ob sie heil wieder raus kommen. Das bedeutet nämlich,
> selbst nix machen zu wollen, die anderen sollen sich ändern,
> bloß man selbst nicht, weil es bequemer so ist.
> Geht man aber selbst vor, geht Risiken ein und die anderen
> sehen, das man am anderen Ende wieder heil raus kommt, werden
> sie einem höchstwahrscheinlich folgen auf den neuen Wegen...
> denn indem WIR uns verändern, verändern sich oft "automatisch"
> andere mit, bekommen selbst auch Mut, durch den Sumpf zu waten,
> der ganz unbequem ist, auch manchmal eklig und nix darin ist
> einfach, aber er birgt unendliche Chancen, nicht nur für einen
> selbst.
Genau davor hab ich Angst. Einfach alles hinter mir zu lassen. Einfach alles aufgeben...
@belight, ja du hattest das bei mir richtig erkannt, allerdings liegen meine Gedanken bzgl. eines endgültigen Abschiedes schon wieder hinter mir. Die hatte ich im September und Oktober. Ja ich lag einfach nur im Bett und wollte nicht mehr. Jeder Tag war ein Kampf, jeden Tag aufstehen... allein das war schon Anstrengung genug. Ich wußte auch, wo mein Vater eine Menge Schlaftabletten aufbewahrt hatte... aber ich konnte es nicht, irgendwie hab ich dabei zu sehr an meine Mutter gedacht, die es total zerstört hätte und vielleicht wollte ich dem Arsch auch nicht "diese Genugtuung" geben, jemand total zu zerstören, nein, dafür bin ich wohl doch etwas zu kämpferisch... aufgeben ist nicht unbedingt mein Fall... bzw. nicht so schnell... andere sagen, ich sei zielstrebig bzw. ehrgeizig. Ist mir eigentlich nie aufgefallen auf jeden Fall bzgl. meines Lernaufwandes... Meine Mutter meinte auch, dass ich vielleicht einfach nicht verlieren kann, bzw. aufgeben kann und deswegen über den Verlust meines Ex noch nicht hingekommen bin. Also das ich eine Niederlage nicht einstecken kann bzw. akzeptieren kann. Mag sein, dass ich oft die Beste sein wollte, wenn es mir wirklich darauf ankam... aber da bin ich mir nicht so sicher...
Manchmal wenn wir in der Gruppe so gegeneinander angetreten sind, kam schon der Kommentar, ich solle nicht so verbissen sein... aber ist das so schlimm, wenn man gewinnen will? Ich sag ja nicht, das das überall gilt, aber wenn mir etwas wichtig ist und ich mich anstrenge, dann sollte das durchaus möglich sein.
So jetzt hab ich einfach mal alles etwas durcheinander geschrieben, was mir gerade so durch den Kopf gegangen ist.
Wünsch euch allen noch einen schönen Sonntag und alles Liebe.
Auch die virtuellen Umarmungen haben geholfen.
DANKE
Ba.be
Stand: 06.06.10 60,1 kg
Ziel: 10.10.10 58,9 kg

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Re: Wahrheit 19. Juli 2009 18:03 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 109 |
*schluchz*
Ba.be, das tut mir ja so leid, was du alles durchmachen musst/musstest. Ich kann so gut verstehen, wie du dich fühlst. Du weißt ja, ich habe und hatte auch mit Essstörungen zu kämpfen und weiß, wie sehr einen das verzweifeln lassen kann. Ich habe mich auch früher eine Zeitlang erbrochen, allerdings hat sich die Essstörung bei der Zeit bei mir etwas anders geäußert, ich habe mich nicht nach Essanfällen erbrochen, sondern wenn ich mich gerade besonders gehasst habe, quasi, um mich selbst zu bestrafen.
Ich habe die Essstörung heute einigermaßen im Griff, mehr möchte ich gar nicht behaupten. Wie auch ein trockener Alkoholiker immer latent süchtig sein wird, so wirst du dein Leben lang mit deinen Essstörungen zu kämpfen haben, da will ich dir gar keine Illusionen machen. Das Wichtigste ist jetzt, dass du dich damit aktiv auseinandersetzt, eine Therapie machst und das Allerwichtigste: Dass du lernst, dich selbst zu lieben. Unabhängig von Anderen. Das ist nämlich der Kern des Problems: Wir denken, wir seien nicht wertvoll und liebenswert genug.
Ich weiß, wie schwer das ist und ehrlich gesagt, ich kann das heute immer noch nicht so wie ich möchte.
Wir sind hier alle keine Therapeuten und deswegen halte ich es für wichtig, dass du unbedingt einen Psychologen aufsuchst. Ich mache ja eine Therapie wegen meiner Essstörungen, die ich erst nach Jahren der Krankheit angefangen habe. Das tut wirklich wahnsinnig gut! Die Sitzungen sind teilweise ganz schön schrecklich, ich gehe einigermaßen gut gelaunt hin und wenn ich raus komme, bin ich eigentlich immer am Heulen. Aber das ist wichtig. Dass man sich wirklich mit seinen Problemen, Ängsten und Zweifeln auseinandersetzt, die Dinge zum ersten Mal richtig hinterfragt, die Ursachen erkennt. Und plötzlich fängst du an, die Dinge mit anderen Augen zu sehen.
Trotzdem stehe ich dir gern bei mit allem, was ich auf diesem Wege für dich tun kann. Und zwei Sachen möchte ich dir noch sagen: 1. Dein Ex ist der größte Idiot, von dem ich je gehört habe. Ich habe keine Worte dafür, wie daneben er sich benommen hat. Bitte weine ihm keine Träne mehr nach. Denn so ein Mensch hat dich überhaupt nicht verdient! 2. Du BIST wertvoll!
Ba.be, das tut mir ja so leid, was du alles durchmachen musst/musstest. Ich kann so gut verstehen, wie du dich fühlst. Du weißt ja, ich habe und hatte auch mit Essstörungen zu kämpfen und weiß, wie sehr einen das verzweifeln lassen kann. Ich habe mich auch früher eine Zeitlang erbrochen, allerdings hat sich die Essstörung bei der Zeit bei mir etwas anders geäußert, ich habe mich nicht nach Essanfällen erbrochen, sondern wenn ich mich gerade besonders gehasst habe, quasi, um mich selbst zu bestrafen.
Ich habe die Essstörung heute einigermaßen im Griff, mehr möchte ich gar nicht behaupten. Wie auch ein trockener Alkoholiker immer latent süchtig sein wird, so wirst du dein Leben lang mit deinen Essstörungen zu kämpfen haben, da will ich dir gar keine Illusionen machen. Das Wichtigste ist jetzt, dass du dich damit aktiv auseinandersetzt, eine Therapie machst und das Allerwichtigste: Dass du lernst, dich selbst zu lieben. Unabhängig von Anderen. Das ist nämlich der Kern des Problems: Wir denken, wir seien nicht wertvoll und liebenswert genug.
Ich weiß, wie schwer das ist und ehrlich gesagt, ich kann das heute immer noch nicht so wie ich möchte.
Wir sind hier alle keine Therapeuten und deswegen halte ich es für wichtig, dass du unbedingt einen Psychologen aufsuchst. Ich mache ja eine Therapie wegen meiner Essstörungen, die ich erst nach Jahren der Krankheit angefangen habe. Das tut wirklich wahnsinnig gut! Die Sitzungen sind teilweise ganz schön schrecklich, ich gehe einigermaßen gut gelaunt hin und wenn ich raus komme, bin ich eigentlich immer am Heulen. Aber das ist wichtig. Dass man sich wirklich mit seinen Problemen, Ängsten und Zweifeln auseinandersetzt, die Dinge zum ersten Mal richtig hinterfragt, die Ursachen erkennt. Und plötzlich fängst du an, die Dinge mit anderen Augen zu sehen.
Trotzdem stehe ich dir gern bei mit allem, was ich auf diesem Wege für dich tun kann. Und zwei Sachen möchte ich dir noch sagen: 1. Dein Ex ist der größte Idiot, von dem ich je gehört habe. Ich habe keine Worte dafür, wie daneben er sich benommen hat. Bitte weine ihm keine Träne mehr nach. Denn so ein Mensch hat dich überhaupt nicht verdient! 2. Du BIST wertvoll!
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Re: Wahrheit 19. Juli 2009 18:20 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 109 |
Ach nochwas fällt mir ein. Vielleicht fühlst du dich dadurch auch noch ein bisschen weniger allein: Ich schreibe auch gerade meine Diplomarbeit, muss Ende September abgeben und bin überhaupt nicht weit. Ich habe einen richtigen Knoten im Magen deshalb und habe gerade häufig das Gefühl, irgendwie gelähmt zu sein... Also da haben wir was gemeinsam. :-)
Und über die Oberflächlichkeit von Menschen denke ich so gut wie ständig nach und manchmal verzweifel ich darüber. Es ist so, dass ich in Spanien, wo ich ja 10 Monate verbracht habe, richtige Probleme hatte, neue Freunde zu finden. Natürlich hatte ich ein paar Bekannte, mit denen ich mal was gemacht habe. Aber das war es dann auch. Das Problem ist, dass ich nicht der Typ bin, der 2-3x die Woche die ganze Nacht tanzen geht und sich betrinkt. Ich trinke nicht gerne Alkohol, eigentlich fast nie. Ich rauche nicht und ich bin kein großes Partytier, obwohl ich gern tanze und sehr gesellig bin. Aber die Art von Party (à la "wir besaufen uns und stehen stundenlang in einer Rauchwolke in einem Club mit schlechter Musik..."
ist gar nichts für mich. Und wenn du das nicht mitmachst, gerade bei den Erasmuslern, bei denen das Gang und Gebe ist, dann bist du halt ein Außenseiter und kannst nicht so leicht Kontakte knüpfen. Ich habe da ziemlich drunter gelitten. Zum Glück ist mein Freund mit mir in Spanien gewesen und hat mir beigestanden. Er ist in der Hinsicht genauso wie ich und darum weiß ich, dass es auch andere Menschen gibt. Sicher, es sind die Wenigsten und es ist nicht immer leicht, sie zu finden. Ich habe eben meine 2, 3 richtig guten Freunde und das war's. Andere haben zig Tausende so genannte "Freunde", aber auf die können sie sich eben nicht verlassen. Und ich denke mal, gerade hier im Forum, auch wenn man sich nicht persönlich kennt, lernt man Leute kennen, die wirklich Tiefgang haben und anderen ehrlich weiterhelfen möchten. :-)
Und über die Oberflächlichkeit von Menschen denke ich so gut wie ständig nach und manchmal verzweifel ich darüber. Es ist so, dass ich in Spanien, wo ich ja 10 Monate verbracht habe, richtige Probleme hatte, neue Freunde zu finden. Natürlich hatte ich ein paar Bekannte, mit denen ich mal was gemacht habe. Aber das war es dann auch. Das Problem ist, dass ich nicht der Typ bin, der 2-3x die Woche die ganze Nacht tanzen geht und sich betrinkt. Ich trinke nicht gerne Alkohol, eigentlich fast nie. Ich rauche nicht und ich bin kein großes Partytier, obwohl ich gern tanze und sehr gesellig bin. Aber die Art von Party (à la "wir besaufen uns und stehen stundenlang in einer Rauchwolke in einem Club mit schlechter Musik..."
ist gar nichts für mich. Und wenn du das nicht mitmachst, gerade bei den Erasmuslern, bei denen das Gang und Gebe ist, dann bist du halt ein Außenseiter und kannst nicht so leicht Kontakte knüpfen. Ich habe da ziemlich drunter gelitten. Zum Glück ist mein Freund mit mir in Spanien gewesen und hat mir beigestanden. Er ist in der Hinsicht genauso wie ich und darum weiß ich, dass es auch andere Menschen gibt. Sicher, es sind die Wenigsten und es ist nicht immer leicht, sie zu finden. Ich habe eben meine 2, 3 richtig guten Freunde und das war's. Andere haben zig Tausende so genannte "Freunde", aber auf die können sie sich eben nicht verlassen. Und ich denke mal, gerade hier im Forum, auch wenn man sich nicht persönlich kennt, lernt man Leute kennen, die wirklich Tiefgang haben und anderen ehrlich weiterhelfen möchten. :-)|
Re: Wahrheit 19. Juli 2009 19:04 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 2.170 |
Hallo ba.be,
ich hatte auch schon was für Dich geschrieben, aber es wieder verworfen. Manchmal bin ich auch etwas ratlos, weil ich weiß, wie schwer es ist, jemanden in Deiner Lage Mut zu machen. Und wie schwierig das alles auch für Dich ist.
Und ich kann vieles, was Du schreibst, auch nachvollziehen.
Und nun lese ich Jessi hier und sie sagt eigentlich das, was zu sagen ist.
Es läuft immer auf das Gleiche hinaus:
Wir haben uns selbst nicht genug lieb und halten uns für nicht gut genug, für wertlos.
Und damit sind Süchten Tür und Tor geöffnet...
Ich habe auch länger gebraucht, zu sehen, das es auch bei mir darauf hinauslief.
Ich mußte dazu sogar in meine Kindheit zurück. Die war gar nicht mal sooo schlecht, ich würde sagen, sie war durchschnittlich.
Unsere Eltern (ich bin ja schon 47) wußten auch einiges nicht besser, ich mache ihnen keinen Vorwurf, sie handelten auch nur, wie sie konnten.
Ich war von meiner Mutter unerwünscht, was ich auch öfters so zu hören bekam als Kind. Ich hatte aber noch das Glück, das mein Vater mich "wollte", er freute sich sehr auf mich, wie ich erst viele Jahrzehnte später in alten Briefen las, die er während meiner Mutters Schwangerschaft seinen Schwiegereltern schrieb, meine Oma gab mir später diese Briefe.
Sie ahnte nicht, wie wichtig die für mich sind...
Und mein Vater und meine anderen Großeltern konnten meine Mutters fehlende Liebe zu mir ausgleichen.
Trotzdem blieb hängen, was sie mir als Kind sagte... denn Kinder merken sich leider alles.
So fühlte ich mich auch immer wertlos, brachte ich beispielsweise mal ne schlechte Note nach Hause, ging das Ganze wieder los, das ich nix tauge und so und aus mir nie was wird.
Wie sollte ich mich also wertvoll finden, mich selbst lieb haben ?
Aber es gelang mir DOCH !
Heute mag ich mich gern, fühle mich auch wieder in meinem Körper wohl und hab mich oft sogar lieb.
Und ich konnte nicht mal anderen glauben, das sie mich lieb haben könnten und ich machte es sicher anderen, vor allem Partner, damit sehr schwer.
Und dazu möchte ich Dir auch noch was sagen.
Ein Partner kann uns auch nicht "heilen", er wäre hoffnungslos damit überfordert. Und er muss dann irgendwann selbst gehen, aus Selbstschutzgründen, weil Menschen, die sich selbst nicht lieb haben können, einen Partner geradezu aussaugen, ihm alle Kraft nehmen und auch die Luft zum atmen.
Bei mir war es allerdings noch etwas anders, ich ließ allzu große Nähe erst gar nicht zu, blieb innerlich möglichst distanziert. Sogar in meiner Ehe tat ich das und mein Noch-Mann nahm das so hin, weil er es nicht besser wußte, ich sagte ja nix. Ich trug jahrelang eine Maske und litt leise (und trank). Denn gesehnt habe ich mich nach Nähe und einer festeren Bindung.
Dann fand ich einen Partner, der mich liebte, so wie er konnte, und ich liebte ihn ebenso. Aber ich konnte mit vielem nicht umgehen, weil es mir fremd war. Er trennte sich von mir wieder, ging aber nie wirklich ganz weg. Und dann mußte ich durch den erwähnten Sumpf... aber er begleitete mich da durch.
Ich hatte keinen Job mehr, suchte mir trotzdem ne eigene Bude und lebte allein weiter. Das war anfangs sehr schwer für mich, ich litt unter schrecklicher Einsamkeit.
Ich hätte auch eine neue Beziehung eingehen können, aber das wäre keine Lösung gewesen, das wußte ich. Dann hätt ich ja bald wieder vor der gleichen Situation gestanden.
Also begann ich, meinen eigenen Weg zu gehen. Und ich ging sehr stolpernd anfangs... mein Sumpf war ganz schön salzig... vom weinen...
Und ich begann, zu lernen: Über mich, über die Liebe, über Partnerschaften. Und was ich mir für eine wünsche. Ich begann, MEINE Bedürfnisse zu erkennen und sie auch zu benennen, in vielen Gesprächen.
Heute kann ich schon ganz gut allein leben, aber eine neue Partnerschaft bin ich nicht wieder eingegangen, weil ich dafür noch nicht bereit bin. Denn ich weiß heute, das ich erst wieder eine eingehen werde, wenn ich auch ganz allein mit mir klarkommen kann. Ansonsten wäre es ja nur eine Abhängigkeitsbeziehung und ich möchte auch keinen anderen Menschen zu MEINER Heilung benutzen.
Darum wird auch "Männersuche" nix helfen... wir würden uns nur damit betäuben (wollen), das KANN einfach nicht der Weg sein. Ein Partner darf immer nur Bereicherung sein, nie Lebensinhalt, so meine Meinung.
Leider kann ich Dir nicht wirklich raten, liebe ba.be, denn Du bist Du und ich bin ich.
Aber manchmal kann man in den Geschichten anderer Paralellen erkennen und sie geben einem selbst einen Wink, in welche Richtung man schauen muß.
Und ich hatte auch das Glück, jemanden zur Seite zu haben, der mich durch sehr schwere Zeiten begleitete, auch wenn wir darin mehrmals sehr aneinander gerieten, weil wir ja zuvor Partner waren. Denn er sagte mir auch immer wieder unangenehme Dinge, die ich nicht gern hören wollte, wonach ich weinte, wütend war und innerlich tobte.
Aber diese Schmerzen waren auch irgendwie heilsam.
Ich denke, den Weg zu sich selbst zu finden, ist immer auch mit Schmerzen verbunden, darum scheuen ihn ja so viele. Und machen lieber im "gewohnten" weiter, auch wenn sie still leiden. Aber auch das ist nie die Lösung, sie werden später psychosomatisch krank.
Ich kann es aber auch verstehen, das die Angst zu groß ist, alles zu verlieren, materielle Dinge und emotionale Abhängigkeiten spielen dabei oft wichtige Rollen.
Der Preis dafür ist allerdings viel höher, als aller materielle Verlust, diese Menschen verlieren nämlich dabei sich dann völlig selbst.
Ich nahm das alles ab irgendwann in Kauf, alles zu verlieren, weil es keinen anderen Weg mehr für mich gab.
Und ich fand wieder Arbeit, habe heute ne eigene muggelige Wohnung und alles andere wird die Zeit zeigen.
Und das ist auch das einzige, auf was ich mich noch verlasse.
Auf meine Selbstheilungskräfte und auf die Zeit, die auch heilen wird.
Und oft fühl ich mich auch schon wieder beinah heil :-)
Liebe Grüße
Vom
Lianchen
Nachricht bearbeitet (19.07.2009 19:10)
Lianchen an Maschinenraum: Beam me up, Scotti !
ich hatte auch schon was für Dich geschrieben, aber es wieder verworfen. Manchmal bin ich auch etwas ratlos, weil ich weiß, wie schwer es ist, jemanden in Deiner Lage Mut zu machen. Und wie schwierig das alles auch für Dich ist.
Und ich kann vieles, was Du schreibst, auch nachvollziehen.
Und nun lese ich Jessi hier und sie sagt eigentlich das, was zu sagen ist.
Es läuft immer auf das Gleiche hinaus:
Wir haben uns selbst nicht genug lieb und halten uns für nicht gut genug, für wertlos.
Und damit sind Süchten Tür und Tor geöffnet...
Ich habe auch länger gebraucht, zu sehen, das es auch bei mir darauf hinauslief.
Ich mußte dazu sogar in meine Kindheit zurück. Die war gar nicht mal sooo schlecht, ich würde sagen, sie war durchschnittlich.
Unsere Eltern (ich bin ja schon 47) wußten auch einiges nicht besser, ich mache ihnen keinen Vorwurf, sie handelten auch nur, wie sie konnten.
Ich war von meiner Mutter unerwünscht, was ich auch öfters so zu hören bekam als Kind. Ich hatte aber noch das Glück, das mein Vater mich "wollte", er freute sich sehr auf mich, wie ich erst viele Jahrzehnte später in alten Briefen las, die er während meiner Mutters Schwangerschaft seinen Schwiegereltern schrieb, meine Oma gab mir später diese Briefe.
Sie ahnte nicht, wie wichtig die für mich sind...
Und mein Vater und meine anderen Großeltern konnten meine Mutters fehlende Liebe zu mir ausgleichen.
Trotzdem blieb hängen, was sie mir als Kind sagte... denn Kinder merken sich leider alles.
So fühlte ich mich auch immer wertlos, brachte ich beispielsweise mal ne schlechte Note nach Hause, ging das Ganze wieder los, das ich nix tauge und so und aus mir nie was wird.
Wie sollte ich mich also wertvoll finden, mich selbst lieb haben ?
Aber es gelang mir DOCH !
Heute mag ich mich gern, fühle mich auch wieder in meinem Körper wohl und hab mich oft sogar lieb.
Und ich konnte nicht mal anderen glauben, das sie mich lieb haben könnten und ich machte es sicher anderen, vor allem Partner, damit sehr schwer.
Und dazu möchte ich Dir auch noch was sagen.
Ein Partner kann uns auch nicht "heilen", er wäre hoffnungslos damit überfordert. Und er muss dann irgendwann selbst gehen, aus Selbstschutzgründen, weil Menschen, die sich selbst nicht lieb haben können, einen Partner geradezu aussaugen, ihm alle Kraft nehmen und auch die Luft zum atmen.
Bei mir war es allerdings noch etwas anders, ich ließ allzu große Nähe erst gar nicht zu, blieb innerlich möglichst distanziert. Sogar in meiner Ehe tat ich das und mein Noch-Mann nahm das so hin, weil er es nicht besser wußte, ich sagte ja nix. Ich trug jahrelang eine Maske und litt leise (und trank). Denn gesehnt habe ich mich nach Nähe und einer festeren Bindung.
Dann fand ich einen Partner, der mich liebte, so wie er konnte, und ich liebte ihn ebenso. Aber ich konnte mit vielem nicht umgehen, weil es mir fremd war. Er trennte sich von mir wieder, ging aber nie wirklich ganz weg. Und dann mußte ich durch den erwähnten Sumpf... aber er begleitete mich da durch.
Ich hatte keinen Job mehr, suchte mir trotzdem ne eigene Bude und lebte allein weiter. Das war anfangs sehr schwer für mich, ich litt unter schrecklicher Einsamkeit.
Ich hätte auch eine neue Beziehung eingehen können, aber das wäre keine Lösung gewesen, das wußte ich. Dann hätt ich ja bald wieder vor der gleichen Situation gestanden.
Also begann ich, meinen eigenen Weg zu gehen. Und ich ging sehr stolpernd anfangs... mein Sumpf war ganz schön salzig... vom weinen...
Und ich begann, zu lernen: Über mich, über die Liebe, über Partnerschaften. Und was ich mir für eine wünsche. Ich begann, MEINE Bedürfnisse zu erkennen und sie auch zu benennen, in vielen Gesprächen.
Heute kann ich schon ganz gut allein leben, aber eine neue Partnerschaft bin ich nicht wieder eingegangen, weil ich dafür noch nicht bereit bin. Denn ich weiß heute, das ich erst wieder eine eingehen werde, wenn ich auch ganz allein mit mir klarkommen kann. Ansonsten wäre es ja nur eine Abhängigkeitsbeziehung und ich möchte auch keinen anderen Menschen zu MEINER Heilung benutzen.
Darum wird auch "Männersuche" nix helfen... wir würden uns nur damit betäuben (wollen), das KANN einfach nicht der Weg sein. Ein Partner darf immer nur Bereicherung sein, nie Lebensinhalt, so meine Meinung.
Leider kann ich Dir nicht wirklich raten, liebe ba.be, denn Du bist Du und ich bin ich.
Aber manchmal kann man in den Geschichten anderer Paralellen erkennen und sie geben einem selbst einen Wink, in welche Richtung man schauen muß.
Und ich hatte auch das Glück, jemanden zur Seite zu haben, der mich durch sehr schwere Zeiten begleitete, auch wenn wir darin mehrmals sehr aneinander gerieten, weil wir ja zuvor Partner waren. Denn er sagte mir auch immer wieder unangenehme Dinge, die ich nicht gern hören wollte, wonach ich weinte, wütend war und innerlich tobte.
Aber diese Schmerzen waren auch irgendwie heilsam.
Ich denke, den Weg zu sich selbst zu finden, ist immer auch mit Schmerzen verbunden, darum scheuen ihn ja so viele. Und machen lieber im "gewohnten" weiter, auch wenn sie still leiden. Aber auch das ist nie die Lösung, sie werden später psychosomatisch krank.
Ich kann es aber auch verstehen, das die Angst zu groß ist, alles zu verlieren, materielle Dinge und emotionale Abhängigkeiten spielen dabei oft wichtige Rollen.
Der Preis dafür ist allerdings viel höher, als aller materielle Verlust, diese Menschen verlieren nämlich dabei sich dann völlig selbst.
Ich nahm das alles ab irgendwann in Kauf, alles zu verlieren, weil es keinen anderen Weg mehr für mich gab.
Und ich fand wieder Arbeit, habe heute ne eigene muggelige Wohnung und alles andere wird die Zeit zeigen.
Und das ist auch das einzige, auf was ich mich noch verlasse.
Auf meine Selbstheilungskräfte und auf die Zeit, die auch heilen wird.
Und oft fühl ich mich auch schon wieder beinah heil :-)
Liebe Grüße
Vom
Lianchen
Nachricht bearbeitet (19.07.2009 19:10)
Lianchen an Maschinenraum: Beam me up, Scotti !
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Re: Wahrheit 20. Juli 2009 08:43 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 278 |
jessifuzz schrieb:
> Und über die Oberflächlichkeit von Menschen denke ich so gut
> wie ständig nach und manchmal verzweifel ich darüber. Es ist
> so, dass ich in Spanien, wo ich ja 10 Monate verbracht habe,
> richtige Probleme hatte, neue Freunde zu finden. Natürlich
> hatte ich ein paar Bekannte, mit denen ich mal was gemacht
> habe. Aber das war es dann auch. Das Problem ist, dass ich
> nicht der Typ bin, der 2-3x die Woche die ganze Nacht tanzen
> geht und sich betrinkt. Ich trinke nicht gerne Alkohol,
> eigentlich fast nie. Ich rauche nicht und ich bin kein großes
> Partytier, obwohl ich gern tanze und sehr gesellig bin. Aber
> die Art von Party (à la "wir besaufen uns und stehen
> stundenlang in einer Rauchwolke in einem Club mit schlechter
> Musik..."
ist gar nichts für mich. Und wenn du das nicht
> mitmachst, gerade bei den Erasmuslern, bei denen das Gang und
> Gebe ist, dann bist du halt ein Außenseiter und kannst nicht so
> leicht Kontakte knüpfen. Ich habe da ziemlich drunter gelitten.
> Zum Glück ist mein Freund mit mir in Spanien gewesen und hat
> mir beigestanden. Er ist in der Hinsicht genauso wie ich und
> darum weiß ich, dass es auch andere Menschen gibt.
Hey Jessi,
dann kannst du vielleicht auch verstehen, warum ich während meiner Zeit in China einen "Knacks" bekommen habe. Normalerweise bin ich immer gerne unterwegs gewesen, trink auch mal gerne einen über den Durst, hatte aber in China wg. dem Abnehmen darauf verzichtet (+ nur Bier ist nix für mich). Hab in Shanghai auch 3 Mal die Woche die Nacht durchgetanzt, das war kein Problem, aber letztes Jahr ging es einfach nicht... und die Leute, ja schon ganz nett, aber einfach anders... nur hatte ich leider nicht einen Freund der mich unterstützt hat dabei, sondern eher das Gegenteil... durfte mir anhören, warum ich nicht mehr unternehme etc...
naja, vorbei...
Ba.be
Stand: 06.06.10 60,1 kg
Ziel: 10.10.10 58,9 kg
> Und über die Oberflächlichkeit von Menschen denke ich so gut
> wie ständig nach und manchmal verzweifel ich darüber. Es ist
> so, dass ich in Spanien, wo ich ja 10 Monate verbracht habe,
> richtige Probleme hatte, neue Freunde zu finden. Natürlich
> hatte ich ein paar Bekannte, mit denen ich mal was gemacht
> habe. Aber das war es dann auch. Das Problem ist, dass ich
> nicht der Typ bin, der 2-3x die Woche die ganze Nacht tanzen
> geht und sich betrinkt. Ich trinke nicht gerne Alkohol,
> eigentlich fast nie. Ich rauche nicht und ich bin kein großes
> Partytier, obwohl ich gern tanze und sehr gesellig bin. Aber
> die Art von Party (à la "wir besaufen uns und stehen
> stundenlang in einer Rauchwolke in einem Club mit schlechter
> Musik..."
ist gar nichts für mich. Und wenn du das nicht> mitmachst, gerade bei den Erasmuslern, bei denen das Gang und
> Gebe ist, dann bist du halt ein Außenseiter und kannst nicht so
> leicht Kontakte knüpfen. Ich habe da ziemlich drunter gelitten.
> Zum Glück ist mein Freund mit mir in Spanien gewesen und hat
> mir beigestanden. Er ist in der Hinsicht genauso wie ich und
> darum weiß ich, dass es auch andere Menschen gibt.
Hey Jessi,
dann kannst du vielleicht auch verstehen, warum ich während meiner Zeit in China einen "Knacks" bekommen habe. Normalerweise bin ich immer gerne unterwegs gewesen, trink auch mal gerne einen über den Durst, hatte aber in China wg. dem Abnehmen darauf verzichtet (+ nur Bier ist nix für mich). Hab in Shanghai auch 3 Mal die Woche die Nacht durchgetanzt, das war kein Problem, aber letztes Jahr ging es einfach nicht... und die Leute, ja schon ganz nett, aber einfach anders... nur hatte ich leider nicht einen Freund der mich unterstützt hat dabei, sondern eher das Gegenteil... durfte mir anhören, warum ich nicht mehr unternehme etc...
naja, vorbei...
Ba.be
Stand: 06.06.10 60,1 kg
Ziel: 10.10.10 58,9 kg

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Re: Wahrheit 20. Juli 2009 08:56 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 278 |
Morgen Lianchen,
ja das mit der "Selbstliebe" ist so eine Sache...ein gewisses Mass sollte man finden, aber dann wird man gleich wieder als "egoistisch" abgestempelt...
> Und dazu möchte ich Dir auch noch was sagen.
> Ein Partner kann uns auch nicht "heilen", er wäre hoffnungslos
> damit überfordert. Und er muss dann irgendwann selbst gehen,
> aus Selbstschutzgründen, weil Menschen, die sich selbst nicht
> lieb haben können, einen Partner geradezu aussaugen, ihm alle
> Kraft nehmen und auch die Luft zum atmen.
> Bei mir war es allerdings noch etwas anders, ich ließ allzu
> große Nähe erst gar nicht zu, blieb innerlich möglichst
> distanziert. Sogar in meiner Ehe tat ich das und mein Noch-Mann
> nahm das so hin, weil er es nicht besser wußte, ich sagte ja
> nix. Ich trug jahrelang eine Maske und litt leise (und trank).
> Denn gesehnt habe ich mich nach Nähe und einer festeren
> Bindung.
> Ich hätte auch eine neue Beziehung eingehen können, aber das
> wäre keine Lösung gewesen, das wußte ich. Dann hätt ich ja bald
> wieder vor der gleichen Situation gestanden.
> Also begann ich, meinen eigenen Weg zu gehen. Und ich ging sehr
> stolpernd anfangs... mein Sumpf war ganz schön salzig... vom
> weinen...
> Und ich begann, zu lernen: Über mich, über die Liebe, über
> Partnerschaften. Und was ich mir für eine wünsche. Ich begann,
> MEINE Bedürfnisse zu erkennen und sie auch zu benennen, in
> vielen Gesprächen.
>
Viele meiner "Freunde" wollten, dass ich mir gleich jemand neues suche, bzw. haben mir sogar Leute vorgestellt, aber das wollte ich nicht, denn ich bin der Meinung wenn man wirklich geliebt hat, dann braucht es eine Zeit bis man wieder tiefe und aufrichtige Gefühle für jemanden empfindet. Genauso braucht man die Zeit die alte Beziehung zu verarbeiten und um zu lernen, was schief gelaufen ist, wo man selbst Fehler gemacht hat und was man von einer Beziehung eigentlich erwartet...
Deswegen hatte ich auch als ich den "Neuen" kennengelernt hab, erstmal abgewartet, wollte mich nicht sofort wieder in etwas reinstürzen... aber ich hatte das Gefühl mich total gut mit ihm zu verstehen und konnte mit ihm ohne Probleme über den Tod meines Vaters sprechen und hab ihm sogar von meiner Therapie erzählt (allerdings nicht warum, sondern nur das). Er hält Therapien für unnütz, weswegen ich dachte, er meldet sich darauf nicht mehr, hatte er aber doch und erst da hab ich dann angefangen zu hoffen wieder jemanden gefunden zu haben... nun ja, war eben doch nicht so.
> Darum wird auch "Männersuche" nix helfen... wir würden uns nur
> damit betäuben (wollen), das KANN einfach nicht der Weg sein.
> Ein Partner darf immer nur Bereicherung sein, nie Lebensinhalt,
> so meine Meinung.
Ich glaube so sehe ich das auch... mir gehts im Endeffekt darum jemanden zu finden, der mich so liebt wie ich bin, ohne wenn und aber, vielleicht ist aber auch das mein Fehler, denn ich erwarte von jemand Anderen Dinge, die ich selber noch nicht schaffe.
> Und das ist auch das einzige, auf was ich mich noch verlasse.
> Auf meine Selbstheilungskräfte und auf die Zeit, die auch
> heilen wird.
Ein Bekannter von mir meinte mal er empfände mich als "Stehaufmännchen" aber das Gefühl habe ich leider zur Zeit nicht...
Ich weiß, dass die Zeit die Wunden heilen wird, aber die Narben bleiben und bis alles wirklich verheilt ist, wird es noch sehr lange dauern. Und selbst dann werden die Narben doch das ein oder andere Mal bei schlechtem Wetter jucken bzw. nie ganz verblassen...
> Und oft fühl ich mich auch schon wieder beinah heil :-)
Das finde ich sehr schön für dich.
Ich werde mich jetzt mal wieder ans Lernen machen.
DANKE
Ba.be
Stand: 06.06.10 60,1 kg
Ziel: 10.10.10 58,9 kg
ja das mit der "Selbstliebe" ist so eine Sache...ein gewisses Mass sollte man finden, aber dann wird man gleich wieder als "egoistisch" abgestempelt...
> Und dazu möchte ich Dir auch noch was sagen.
> Ein Partner kann uns auch nicht "heilen", er wäre hoffnungslos
> damit überfordert. Und er muss dann irgendwann selbst gehen,
> aus Selbstschutzgründen, weil Menschen, die sich selbst nicht
> lieb haben können, einen Partner geradezu aussaugen, ihm alle
> Kraft nehmen und auch die Luft zum atmen.
> Bei mir war es allerdings noch etwas anders, ich ließ allzu
> große Nähe erst gar nicht zu, blieb innerlich möglichst
> distanziert. Sogar in meiner Ehe tat ich das und mein Noch-Mann
> nahm das so hin, weil er es nicht besser wußte, ich sagte ja
> nix. Ich trug jahrelang eine Maske und litt leise (und trank).
> Denn gesehnt habe ich mich nach Nähe und einer festeren
> Bindung.
> Ich hätte auch eine neue Beziehung eingehen können, aber das
> wäre keine Lösung gewesen, das wußte ich. Dann hätt ich ja bald
> wieder vor der gleichen Situation gestanden.
> Also begann ich, meinen eigenen Weg zu gehen. Und ich ging sehr
> stolpernd anfangs... mein Sumpf war ganz schön salzig... vom
> weinen...
> Und ich begann, zu lernen: Über mich, über die Liebe, über
> Partnerschaften. Und was ich mir für eine wünsche. Ich begann,
> MEINE Bedürfnisse zu erkennen und sie auch zu benennen, in
> vielen Gesprächen.
>
Viele meiner "Freunde" wollten, dass ich mir gleich jemand neues suche, bzw. haben mir sogar Leute vorgestellt, aber das wollte ich nicht, denn ich bin der Meinung wenn man wirklich geliebt hat, dann braucht es eine Zeit bis man wieder tiefe und aufrichtige Gefühle für jemanden empfindet. Genauso braucht man die Zeit die alte Beziehung zu verarbeiten und um zu lernen, was schief gelaufen ist, wo man selbst Fehler gemacht hat und was man von einer Beziehung eigentlich erwartet...
Deswegen hatte ich auch als ich den "Neuen" kennengelernt hab, erstmal abgewartet, wollte mich nicht sofort wieder in etwas reinstürzen... aber ich hatte das Gefühl mich total gut mit ihm zu verstehen und konnte mit ihm ohne Probleme über den Tod meines Vaters sprechen und hab ihm sogar von meiner Therapie erzählt (allerdings nicht warum, sondern nur das). Er hält Therapien für unnütz, weswegen ich dachte, er meldet sich darauf nicht mehr, hatte er aber doch und erst da hab ich dann angefangen zu hoffen wieder jemanden gefunden zu haben... nun ja, war eben doch nicht so.
> Darum wird auch "Männersuche" nix helfen... wir würden uns nur
> damit betäuben (wollen), das KANN einfach nicht der Weg sein.
> Ein Partner darf immer nur Bereicherung sein, nie Lebensinhalt,
> so meine Meinung.
Ich glaube so sehe ich das auch... mir gehts im Endeffekt darum jemanden zu finden, der mich so liebt wie ich bin, ohne wenn und aber, vielleicht ist aber auch das mein Fehler, denn ich erwarte von jemand Anderen Dinge, die ich selber noch nicht schaffe.
> Und das ist auch das einzige, auf was ich mich noch verlasse.
> Auf meine Selbstheilungskräfte und auf die Zeit, die auch
> heilen wird.
Ein Bekannter von mir meinte mal er empfände mich als "Stehaufmännchen" aber das Gefühl habe ich leider zur Zeit nicht...
Ich weiß, dass die Zeit die Wunden heilen wird, aber die Narben bleiben und bis alles wirklich verheilt ist, wird es noch sehr lange dauern. Und selbst dann werden die Narben doch das ein oder andere Mal bei schlechtem Wetter jucken bzw. nie ganz verblassen...
> Und oft fühl ich mich auch schon wieder beinah heil :-)
Das finde ich sehr schön für dich.
Ich werde mich jetzt mal wieder ans Lernen machen.
DANKE
Ba.be
Stand: 06.06.10 60,1 kg
Ziel: 10.10.10 58,9 kg

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Re: Danke und sorry 20. Juli 2009 10:13 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 1.539 |
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Re: Juhu! Erste Erfolge!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :-))))))) 24. Juli 2009 09:28 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 353 |
Hallo Jessi!
Lange hab ich mir Zeit gelassen, dir zu antworten, da es mir besonders wichtig war!
Dein Statement bringt es tatsächlich auf den Punkt. Du hast genau verstanden, was ich fühle.
Ich versuche genau das zu machen, was du beschrieben hast: nämlich max. 500kcal weniger einzuplanen. Trotz Sport (ich meine viel davon) komme ich aber nicht so ganz von dem Süßkram los. Vielleicht brauche ich einfach noch ein wenig und das Empfinden von Verzicht wird irgendwann nachlassen.
Ich weiß, dass es funktioniert. Ich hab es ja schon mal so gemacht und da hab ich mich super gefühlt. Aber wie gesagt: damals war ich einfach konsequenter und hab sehr viel Zeit in dieses "Projekt" gesteckt.
Ich hoffe, dass ich nach den Sommerferien ein bissl besser daran arbeiten kann.
In jedem Fall danke ich dir für deinen Beitrag und deine Tipps.
LG Ally

Wohlfühlgewicht wären 65 kg
Lange hab ich mir Zeit gelassen, dir zu antworten, da es mir besonders wichtig war!
Dein Statement bringt es tatsächlich auf den Punkt. Du hast genau verstanden, was ich fühle.
Ich versuche genau das zu machen, was du beschrieben hast: nämlich max. 500kcal weniger einzuplanen. Trotz Sport (ich meine viel davon) komme ich aber nicht so ganz von dem Süßkram los. Vielleicht brauche ich einfach noch ein wenig und das Empfinden von Verzicht wird irgendwann nachlassen.
Ich weiß, dass es funktioniert. Ich hab es ja schon mal so gemacht und da hab ich mich super gefühlt. Aber wie gesagt: damals war ich einfach konsequenter und hab sehr viel Zeit in dieses "Projekt" gesteckt.
Ich hoffe, dass ich nach den Sommerferien ein bissl besser daran arbeiten kann.
In jedem Fall danke ich dir für deinen Beitrag und deine Tipps.
LG Ally

Wohlfühlgewicht wären 65 kg
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Re: Juhu! Erste Erfolge!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :-))))))) 24. Juli 2009 09:37 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 2.170 |
Jo, liebe Ally,
ich habe Monderfahrungen. Habe die erste Apollo-Landung live am TV erlebt :-) hihi... und ich weiß, das er jeden Abend aufgeht und auch wieder untergeht, das er aber IMMER da ist ;-) auch tagsüber ;-)
Und das er sich manchmal nur halb zeigt, dann aber auch wieder recht kugelig... je nachdem, wie es ihm gerade gefällt ;-)
Nee, also ich hab da auch mal drauf geachtet, aber keinen Einfluss der Mondphasen auf mein Essverhalten gefunden.
Aber ganz sicher Zusammenhänge mit meinen Zyklusphasen.
Allerdings ist so ein Zyklus ja zeitlich ähnlich wie die Mondphasen, das halte ich nicht unbedingt für einen Zufall. Ich kenne aber keine wirklichen Erklärungen dafür und es gibt auch nicht für alles welche und das finde ich auch persönlich ganz gut so :-)
Der Rest nennt sich einfach LEBEN :-) und darin passieren immer wieder unerklärliche Dinge, die man so hinnehmen muß, so zumindest meine Erfahrung...mh...
LG
vom
Lianchen
das sich mit Ally über ihren Erfolg freut :-) :-) :-)
Lianchen an Maschinenraum: Beam me up, Scotti !
ich habe Monderfahrungen. Habe die erste Apollo-Landung live am TV erlebt :-) hihi... und ich weiß, das er jeden Abend aufgeht und auch wieder untergeht, das er aber IMMER da ist ;-) auch tagsüber ;-)
Und das er sich manchmal nur halb zeigt, dann aber auch wieder recht kugelig... je nachdem, wie es ihm gerade gefällt ;-)
Nee, also ich hab da auch mal drauf geachtet, aber keinen Einfluss der Mondphasen auf mein Essverhalten gefunden.
Aber ganz sicher Zusammenhänge mit meinen Zyklusphasen.
Allerdings ist so ein Zyklus ja zeitlich ähnlich wie die Mondphasen, das halte ich nicht unbedingt für einen Zufall. Ich kenne aber keine wirklichen Erklärungen dafür und es gibt auch nicht für alles welche und das finde ich auch persönlich ganz gut so :-)
Der Rest nennt sich einfach LEBEN :-) und darin passieren immer wieder unerklärliche Dinge, die man so hinnehmen muß, so zumindest meine Erfahrung...mh...
LG
vom
Lianchen
das sich mit Ally über ihren Erfolg freut :-) :-) :-)
Lianchen an Maschinenraum: Beam me up, Scotti !
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Re: Juhu! Erste Erfolge!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :-))))))) 24. Juli 2009 14:16 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 109 |
Hi Ally,
vielleicht hilft es ja auch schon, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist mit dem Gefühl. Ich finde, wenn man manchmal das Gefühl hat, man ist der einzige Mensch auf der Welt, der sich quälen muss, dann lässt das in dem Moment die Motivation noch mehr sinken. Und das Gefühl habe ich manchmal in diesen besagten Videoabendsituationen, wo sich meine Freunde den Wanst mit Chips vollhauen.
Natürlich sind wir ja in Wirklichkeit gar nicht allein damit! Und ich versuche es mittlerweile so zu sehen, dass es mir besser geht, als den Chipsfutterern. Ich weiß doch ganz genau, wie man sich nach einer Tüte Chips fühlt. Total fettig (also meine Haut reagiert da immer ganz stark drauf) und vollgefuttert und träge. Einige meiner Freunde haben schon jetzt ein paar Kilo zu viel. Einige sind noch recht schlank. Aber die sind ja auch alle gerade mal erst Mitte Zwanzig. Und wenn sie weiter so futtern, dann werden sie alle auch irgendwann pummelig. Und dann sehe ich am jüngsten, schönsten und gesündesten von allen aus irgendwann. :-P
Ich hasse die Lebensmittelindustrie! Die wollen uns für ihre Zwecke mästen und gefügig machen! Alles Schurken!
LG Jessi ;-)
vielleicht hilft es ja auch schon, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist mit dem Gefühl. Ich finde, wenn man manchmal das Gefühl hat, man ist der einzige Mensch auf der Welt, der sich quälen muss, dann lässt das in dem Moment die Motivation noch mehr sinken. Und das Gefühl habe ich manchmal in diesen besagten Videoabendsituationen, wo sich meine Freunde den Wanst mit Chips vollhauen.
Natürlich sind wir ja in Wirklichkeit gar nicht allein damit! Und ich versuche es mittlerweile so zu sehen, dass es mir besser geht, als den Chipsfutterern. Ich weiß doch ganz genau, wie man sich nach einer Tüte Chips fühlt. Total fettig (also meine Haut reagiert da immer ganz stark drauf) und vollgefuttert und träge. Einige meiner Freunde haben schon jetzt ein paar Kilo zu viel. Einige sind noch recht schlank. Aber die sind ja auch alle gerade mal erst Mitte Zwanzig. Und wenn sie weiter so futtern, dann werden sie alle auch irgendwann pummelig. Und dann sehe ich am jüngsten, schönsten und gesündesten von allen aus irgendwann. :-P
Ich hasse die Lebensmittelindustrie! Die wollen uns für ihre Zwecke mästen und gefügig machen! Alles Schurken!
LG Jessi ;-)
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Re: Juhu! Erste Erfolge!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :-))))))) 24. Juli 2009 23:53 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 353 |
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