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Thema
Arlam auf der Waage
geschrieben von Jule*
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Arlam auf der Waage 15. Oktober 2008 20:46 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 34 |
Hat zufällig jemand gestern den Bericht "Arlam auf der Waage" gesehen?
Ich glaub so hieß es. bin keine Fernseheule, aber das... meine Fresse...
unglaublich das ein Mensch 500 kg wiegen kann.
Das Extrem dazu, eine nahe Nachbarin. 42 Jahre ca 170 groß, momentan geschätzte 45 kg (wenn überhaupt) erst über eine Woche im Krankenhaus verbracht. Umgefallen, angeblich viel Stress, hallo, für mich eindeutig essgestört...
Das habe ich nicht gemutmaßt, sondern nach einem Gespäch mit ihr vor einigen Wochen eindeutig herausgehört. Denn ich finde es nicht normal, wenn jemand nur 1 x am Tag etwas isst, sonst keinen Appetit oder keine Zeit zum Essen hat.
schade, was diese Gesellschaft alles hervorruft.
Jule*

Start: 4. Oktober 2008
Stand 27. April 55,8 kg
Methode: Kalorien reduzieren 300-500 kcal pro Tag und gesund ernähren, ausreichend beweg
Ich glaub so hieß es. bin keine Fernseheule, aber das... meine Fresse...
unglaublich das ein Mensch 500 kg wiegen kann.
Das Extrem dazu, eine nahe Nachbarin. 42 Jahre ca 170 groß, momentan geschätzte 45 kg (wenn überhaupt) erst über eine Woche im Krankenhaus verbracht. Umgefallen, angeblich viel Stress, hallo, für mich eindeutig essgestört...
Das habe ich nicht gemutmaßt, sondern nach einem Gespäch mit ihr vor einigen Wochen eindeutig herausgehört. Denn ich finde es nicht normal, wenn jemand nur 1 x am Tag etwas isst, sonst keinen Appetit oder keine Zeit zum Essen hat.
schade, was diese Gesellschaft alles hervorruft.
Jule*

Start: 4. Oktober 2008
Stand 27. April 55,8 kg
Methode: Kalorien reduzieren 300-500 kcal pro Tag und gesund ernähren, ausreichend beweg
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Re: Arlam auf der Waage 15. Oktober 2008 22:59 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
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Re: Arlam auf der Waage 16. Oktober 2008 17:08 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 475 |
Diesen Bericht habe ich nicht gesehen, aber ein paar andere ähnlichen Inhalts. -Ich stehe regelmäßig fassungslos davor...
Schließlich ist der Weg dahin sehr weit, und ab einem bestimmten Gewicht sind "Helferlein" beim Mästen aktiv. -Nicht nur der Betroffene ist hier krank, sondern alle Beteiligten. -Und ja, auch "die Gesellschaft", bzw. das man man unter diesem Begriff versteht.
@Steppenwolf
hab ich da einen Anflug von Gehässigkeit herausgelesen, oder hab ich es einfach fehlinterpretiert?
Schließlich ist der Weg dahin sehr weit, und ab einem bestimmten Gewicht sind "Helferlein" beim Mästen aktiv. -Nicht nur der Betroffene ist hier krank, sondern alle Beteiligten. -Und ja, auch "die Gesellschaft", bzw. das man man unter diesem Begriff versteht.
@Steppenwolf
hab ich da einen Anflug von Gehässigkeit herausgelesen, oder hab ich es einfach fehlinterpretiert?
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Re: Arlam auf der Waage 16. Oktober 2008 17:29 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 1.539 |
Impreza schrieb:
> Diesen Bericht habe ich nicht gesehen, aber ein paar andere
> ähnlichen Inhalts. -Ich stehe regelmäßig fassungslos davor...
>
> Schließlich ist der Weg dahin sehr weit, und ab einem
> bestimmten Gewicht sind "Helferlein" beim Mästen aktiv. -Nicht
> nur der Betroffene ist hier krank, sondern alle Beteiligten.
> -Und ja, auch "die Gesellschaft", bzw. das man man unter diesem
> Begriff versteht.
Ich meine auch, spätestens wenn Rollboards von den Angehörigen für zuhause angeschafft werden müssen, damit sich der Betreffende noch irgendwie "fortbewegen" kann, ist das ein Bärendienst - in diesem (zu späten?) Stadium wäre eine Kur, Therapie oder was auch immer angezeigt.
>
> @Steppenwolf
>
> hab ich da einen Anflug von Gehässigkeit herausgelesen, oder
> hab ich es einfach fehlinterpretiert?
Ich wollte es eigentlich nicht kommentieren, aber nun tu ich's trotzdem - oder stelle zumindest mal folgende Frage:
Wer ist nun normaler: Jule*, die sich selbst am besten kennen müsste oder Steppenwolf, der sie mit seiner Aussage eher belächelt und SEINE Einschätzung als Normalität darstellt? Leben und leben lassen - auch 5Euro ins Phrasenschwein, ich weiß.....
Mir lag es auch etwas quer im Hals, einzig der Smiley hatte mich heute früh davon abgehalten, meinen Senf dazuzugeben - na ja, abends darf man auch mal ne andere Meinung haben ;-)
LG
BeLight

Low Fat+Kalos zählen - Start 1.1.2007/Ende April 2008
25.11.09: 61,0 kg
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> Diesen Bericht habe ich nicht gesehen, aber ein paar andere
> ähnlichen Inhalts. -Ich stehe regelmäßig fassungslos davor...
>
> Schließlich ist der Weg dahin sehr weit, und ab einem
> bestimmten Gewicht sind "Helferlein" beim Mästen aktiv. -Nicht
> nur der Betroffene ist hier krank, sondern alle Beteiligten.
> -Und ja, auch "die Gesellschaft", bzw. das man man unter diesem
> Begriff versteht.
Ich meine auch, spätestens wenn Rollboards von den Angehörigen für zuhause angeschafft werden müssen, damit sich der Betreffende noch irgendwie "fortbewegen" kann, ist das ein Bärendienst - in diesem (zu späten?) Stadium wäre eine Kur, Therapie oder was auch immer angezeigt.
>
> @Steppenwolf
>
> hab ich da einen Anflug von Gehässigkeit herausgelesen, oder
> hab ich es einfach fehlinterpretiert?
Ich wollte es eigentlich nicht kommentieren, aber nun tu ich's trotzdem - oder stelle zumindest mal folgende Frage:
Wer ist nun normaler: Jule*, die sich selbst am besten kennen müsste oder Steppenwolf, der sie mit seiner Aussage eher belächelt und SEINE Einschätzung als Normalität darstellt? Leben und leben lassen - auch 5Euro ins Phrasenschwein, ich weiß.....
Mir lag es auch etwas quer im Hals, einzig der Smiley hatte mich heute früh davon abgehalten, meinen Senf dazuzugeben - na ja, abends darf man auch mal ne andere Meinung haben ;-)
LG
BeLight

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25.11.09: 61,0 kg
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Re: Arlam auf der Waage 16. Oktober 2008 18:04 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 475 |
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Re: Arlam auf der Waage 16. Oktober 2008 19:41 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
Das ist doch der primäre Grund für den Erfolg solcher Formate im TV. Ob man jetzt die Gammel Hartz-4 Familie gezeigt bekommt, die sexuell verwahrloste Jugendbande aus Hellersdorf oder eben den 500 Kilo Koloss.
Immer kann man sich auf die Schulter klopfen und sagen: "Gott sei dank bin ich normal". Auch, wenn diese Normalität in 2/3 der Fälle Übergewicht heißt in Deutschland, was die Kassen sicher mehr belastet als die paar Extremfälle, die jeden Abend über den Boulevard getrieben werden.
Immer kann man sich auf die Schulter klopfen und sagen: "Gott sei dank bin ich normal". Auch, wenn diese Normalität in 2/3 der Fälle Übergewicht heißt in Deutschland, was die Kassen sicher mehr belastet als die paar Extremfälle, die jeden Abend über den Boulevard getrieben werden.
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Re: Alarm auf der Waage 17. Oktober 2008 08:03 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 200 |
Wie kann man überhaupt so dick werden?
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[www.rp-online.de]
Spätestens ab sagen wir 250kg ist eine Fortbewegung aus eigener Kraft nicht mehr möglich. Das bedeutet, dass irgendjemand Nahrung in derartigen Mengen herangeschafft haben muss, dass diese Typen weiter zunehmen konnten. Ganz zu schweigen davon, wer das ganze finanziert.
---lg,
Manuela
---hat sich auf 60kg eingependelt
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Spätestens ab sagen wir 250kg ist eine Fortbewegung aus eigener Kraft nicht mehr möglich. Das bedeutet, dass irgendjemand Nahrung in derartigen Mengen herangeschafft haben muss, dass diese Typen weiter zunehmen konnten. Ganz zu schweigen davon, wer das ganze finanziert.
---lg,
Manuela
---hat sich auf 60kg eingependelt
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Re: Alarm auf der Waage 17. Oktober 2008 08:24 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
In den USA lief 2007 ein Thriller der eine mögliche Antwort auf die Frage liefert :-) [www.youtube.com]
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Re: Arlam auf der Waage 17. Oktober 2008 17:10 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 183 |
@Steppenwolf: Ich wuerde sagen, Normalitaet ist definitionssache. Leider ist Normalitaet in vielen Faellen durch Din-Normen und Statistiken festgelegt. Aber wer sind wir andere zu bewerten die evtl. nicht in diese festgelegten Normen passen? Ich trau mir das nicht zu, Du Dir scheinbar schon. Die Frage ist, warum?
You'll never know - untill you try.
You'll never know - untill you try.
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Re: Arlam auf der Waage 17. Oktober 2008 19:53 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
Ich weiß nun wirklich nicht, auf welche meiner Aussagen sich Deine Kritik bezieht. Mein Ausgangspost in diesem Thread hatte ja gerade zum Ziel, die üblichen Begriffe von Normalität in Frage zu stellen bzw. den Hang vieler Menschen, sich anhand (vermeintlich) abschreckender Extrembeispiele ihrer eigenen (vermeintlichen) Normalität zu versichern.
Am meisten gestört habe ich mich allerdings an dieser Stelle in Jules Text:
>>Denn ich finde es nicht normal, wenn jemand nur 1 x am Tag etwas isst, sonst keinen Appetit oder keine Zeit zum Essen hat.
schade, was diese Gesellschaft alles hervorruft.<<
Diese Formulierung zeigt ja nun wirklich genau die Geisteshaltung, die Du mir zu unterstellen versuchst und die ich lediglich kritisiert habe. Merkwürdig, dass Dir das bislang noch nicht aufgefallen ist...
Am meisten gestört habe ich mich allerdings an dieser Stelle in Jules Text:
>>Denn ich finde es nicht normal, wenn jemand nur 1 x am Tag etwas isst, sonst keinen Appetit oder keine Zeit zum Essen hat.
schade, was diese Gesellschaft alles hervorruft.<<
Diese Formulierung zeigt ja nun wirklich genau die Geisteshaltung, die Du mir zu unterstellen versuchst und die ich lediglich kritisiert habe. Merkwürdig, dass Dir das bislang noch nicht aufgefallen ist...
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Re: Arlam auf der Waage 17. Oktober 2008 20:55 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 370 |
Steppenwolf schrieb:
>
> Am meisten gestört habe ich mich allerdings an dieser Stelle in
> Jules Text:
>
> >>Denn ich finde es nicht normal, wenn jemand nur 1 x am Tag
> etwas isst, sonst keinen Appetit oder keine Zeit zum Essen hat.
>
> schade, was diese Gesellschaft alles hervorruft.<<
>
> Diese Formulierung zeigt ja nun wirklich genau die
> Geisteshaltung, die Du mir zu unterstellen versuchst und die
> ich lediglich kritisiert habe. Merkwürdig, dass Dir das bislang
> noch nicht aufgefallen ist...
Komisch, dass es keinem so aufgefallen ist. Findest du es normal mit 170 cm noch ca 40 kg zu wiegen, sie wird schon wissen, was sie gesehen hat.
Ich habe da niemanden vor meinem Auge, aber stelle es mir schon sehr abgemagert vor.
Und was ist heutzutage schon normal??? Erklärs mir.
Ahne

159 cm klein
weiblich 3 Kinder
38 Jahre
>
> Am meisten gestört habe ich mich allerdings an dieser Stelle in
> Jules Text:
>
> >>Denn ich finde es nicht normal, wenn jemand nur 1 x am Tag
> etwas isst, sonst keinen Appetit oder keine Zeit zum Essen hat.
>
> schade, was diese Gesellschaft alles hervorruft.<<
>
> Diese Formulierung zeigt ja nun wirklich genau die
> Geisteshaltung, die Du mir zu unterstellen versuchst und die
> ich lediglich kritisiert habe. Merkwürdig, dass Dir das bislang
> noch nicht aufgefallen ist...
Komisch, dass es keinem so aufgefallen ist. Findest du es normal mit 170 cm noch ca 40 kg zu wiegen, sie wird schon wissen, was sie gesehen hat.
Ich habe da niemanden vor meinem Auge, aber stelle es mir schon sehr abgemagert vor.
Und was ist heutzutage schon normal??? Erklärs mir.
Ahne

159 cm klein
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Re: Arlam auf der Waage 17. Oktober 2008 23:55 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
Es ging mir hier an der Stelle gar nicht um die Frage, welche Körperausmaße noch als normal zu bezeichnen oder was genau unter dem Begriff des Normalen überhaupt zu verstehen sei. Das haben wir ja alles schon vor ein paar Monaten in einem anderen Thread durchgekaut.
Es ging mir vielmehr um die implizite Annahme einer wie auch immer gearteten Normalität durch die TE und die mögliche Funktion, die eine Distanzierung von einer als nicht normal angesehen Lebensweise unter "Gleichgesinnten" erfüllen könnte.
In einem Ernährungsforum sind das eben die extrem Dicken oder die extrem Dünnen, in einem christlichen Forum die Homosexuellen und sexuell freizügigen, in einem Literaturforum die nicht lesenden Vollzeit TV-Konsumenten.
Aber um den Vorwurf auszuräumen, ich würde andere anhand eines Verständnisses von Normalität bewerten wollen:
Aus meiner Sicht gibt es keine Normalität im Sinne einer Ethik oder eines Katalogs menschlichen Handelns sondern erstmal nur einen gegebenen Zugriff auf die Welt, der sich aus unserer Physis als Randbedingung ableitet. Allerdings halte ich die für alles andere als maßgeblich für die Frage, WIE man nun zu handeln habe, wo mir übrigens sowohl die kritischen Theoretiker als auch die Evolutionsbiologen zustimmen.
Zugegeben, in der Frage ist meine Haltung wohl recht stark vom Existenzialismus geprägt, aber selbst wenn ich die Dualität von Transzendenz und Immanenz ausblende halte ich die Vorstellung, aus einer körperlichen Funktion eine Notwendigkeit ableiten zu wollen, für absurd.
Es ging mir vielmehr um die implizite Annahme einer wie auch immer gearteten Normalität durch die TE und die mögliche Funktion, die eine Distanzierung von einer als nicht normal angesehen Lebensweise unter "Gleichgesinnten" erfüllen könnte.
In einem Ernährungsforum sind das eben die extrem Dicken oder die extrem Dünnen, in einem christlichen Forum die Homosexuellen und sexuell freizügigen, in einem Literaturforum die nicht lesenden Vollzeit TV-Konsumenten.
Aber um den Vorwurf auszuräumen, ich würde andere anhand eines Verständnisses von Normalität bewerten wollen:
Aus meiner Sicht gibt es keine Normalität im Sinne einer Ethik oder eines Katalogs menschlichen Handelns sondern erstmal nur einen gegebenen Zugriff auf die Welt, der sich aus unserer Physis als Randbedingung ableitet. Allerdings halte ich die für alles andere als maßgeblich für die Frage, WIE man nun zu handeln habe, wo mir übrigens sowohl die kritischen Theoretiker als auch die Evolutionsbiologen zustimmen.
Zugegeben, in der Frage ist meine Haltung wohl recht stark vom Existenzialismus geprägt, aber selbst wenn ich die Dualität von Transzendenz und Immanenz ausblende halte ich die Vorstellung, aus einer körperlichen Funktion eine Notwendigkeit ableiten zu wollen, für absurd.
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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 14:43 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 34 |
Hallo Steppenwolf
ich muss und will mich hier nicht rechtfertigen, aber wollte keineswegs irgendeine "Normalität" in Frage stellen.
Und dankeschön für deine netten Hinweise. Und ebenfalls 5 ¤ ins Phrasensparschwein.
Jule*

Start: 4. Oktober 2008
Stand 27. April 55,8 kg
Methode: Kalorien reduzieren 300-500 kcal pro Tag und gesund ernähren, ausreichend beweg
ich muss und will mich hier nicht rechtfertigen, aber wollte keineswegs irgendeine "Normalität" in Frage stellen.
Und dankeschön für deine netten Hinweise. Und ebenfalls 5 ¤ ins Phrasensparschwein.
Jule*

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Stand 27. April 55,8 kg
Methode: Kalorien reduzieren 300-500 kcal pro Tag und gesund ernähren, ausreichend beweg
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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 14:47 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 34 |
@ Belight und Impreza
dank euch für eure Unterstützung.
eigendlich ging es mir hier ums Abnehmen, aber es gibt ja auch andere Abnehmforen - Schade eigendlich, denn von jemanden der 60 kg abgenommen hat, hätte ich sicher lernen können.
Jule*

Start: 4. Oktober 2008
Stand 27. April 55,8 kg
Methode: Kalorien reduzieren 300-500 kcal pro Tag und gesund ernähren, ausreichend beweg
dank euch für eure Unterstützung.
eigendlich ging es mir hier ums Abnehmen, aber es gibt ja auch andere Abnehmforen - Schade eigendlich, denn von jemanden der 60 kg abgenommen hat, hätte ich sicher lernen können.
Jule*

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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 15:02 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 1.539 |
Kurz nachgefragt an alle:
Habt ihr alle euer Fremdwörter- und Durchsteigbuch danebengelegt oder tu nur ich mich so schwer, zu kapieren, was steppenwolf uns sagen will? Klingt schon wieder irgendwie abgehoben, oder gehören "Dualität von Transzendenz und Immanenz", "implizite Annahme", um nur etwas herauszugreifen zum durchschnittlichen "normalen" Sprachgebrauch? Oder willst du uns damit etwas beweisen?
BeLight

Low Fat+Kalos zählen - Start 1.1.2007/Ende April 2008
25.11.09: 61,0 kg
w, 47 Jahre, 1,68 m, vh, 1 Kind
Habt ihr alle euer Fremdwörter- und Durchsteigbuch danebengelegt oder tu nur ich mich so schwer, zu kapieren, was steppenwolf uns sagen will? Klingt schon wieder irgendwie abgehoben, oder gehören "Dualität von Transzendenz und Immanenz", "implizite Annahme", um nur etwas herauszugreifen zum durchschnittlichen "normalen" Sprachgebrauch? Oder willst du uns damit etwas beweisen?
BeLight

Low Fat+Kalos zählen - Start 1.1.2007/Ende April 2008
25.11.09: 61,0 kg
w, 47 Jahre, 1,68 m, vh, 1 Kind
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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 15:27 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
Transzendenz und Immanenz bedeuten im Sinne des Existenzialismus etwa soviel wie die Dualität (der Gegensatz) zwischen dem geistig Schaffenden und sich selbst Verwirklichenden - dem Entwurf - und dem bloßen Leben, also der Sphäre der reinen körperlichen Funktionen etwa.
Sartre hat das ausgedrückt indem er sagte, der Mensch sei erstmal ein Entwurf, der sich subjektiv lebt, anstatt nur ein Schaum zu sein oder eine Fäulnis oder ein Blumenkohl.
Das heißt letztlich auf unser Thema Ernährung bezogen, dass sich aus einer Eigenschaft unserer Physiologie, z.B. der Tatsache, dass wir mit einem BMI von 25 länger leben als mit einem BMI von 35, keine zwingenden Schlussfolgerungen für uns ergeben. Wir können uns zu dieser Tatsache so verhalten, wie wir wollen. Bohnenstangen werden oder vor lauter Fressen platzen. Das sind alles nur Variationen unserer Freiheit, denn "der Mensch ist zur Freiheit verurteilt".
Ich hab das sowieso nicht geschrieben um irgendwen zu bekehren sondern um darzustellen, dass ich mir den Begriff Normalität, wie er hier benutzt wurde, überhaupt nicht zu eigen mache.
Sartre hat das ausgedrückt indem er sagte, der Mensch sei erstmal ein Entwurf, der sich subjektiv lebt, anstatt nur ein Schaum zu sein oder eine Fäulnis oder ein Blumenkohl.
Das heißt letztlich auf unser Thema Ernährung bezogen, dass sich aus einer Eigenschaft unserer Physiologie, z.B. der Tatsache, dass wir mit einem BMI von 25 länger leben als mit einem BMI von 35, keine zwingenden Schlussfolgerungen für uns ergeben. Wir können uns zu dieser Tatsache so verhalten, wie wir wollen. Bohnenstangen werden oder vor lauter Fressen platzen. Das sind alles nur Variationen unserer Freiheit, denn "der Mensch ist zur Freiheit verurteilt".
Ich hab das sowieso nicht geschrieben um irgendwen zu bekehren sondern um darzustellen, dass ich mir den Begriff Normalität, wie er hier benutzt wurde, überhaupt nicht zu eigen mache.
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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 15:42 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 1.539 |
Jule* schrieb:
> @ Belight und Impreza
>
> dank euch für eure Unterstützung.
Dazu ist dieses forum ja schließlich da!! Nicht entmutigen lassen :-)
> eigendlich ging es mir hier ums Abnehmen, aber es gibt ja auch
> andere Abnehmforen - Schade eigendlich, denn von jemanden der
> 60 kg abgenommen hat, hätte ich sicher lernen können.
>
> Jule*
>
Bleib hier im Forum, alles muss man nicht kommentieren, zieh dir die Tipps, die für dich wichtig sind, heraus und ignoriere das, was dir sauer aufstossen könnte ;-)
LG
BeLight

Low Fat+Kalos zählen - Start 1.1.2007/Ende April 2008
25.11.09: 61,0 kg
w, 47 Jahre, 1,68 m, vh, 1 Kind
> @ Belight und Impreza
>
> dank euch für eure Unterstützung.
Dazu ist dieses forum ja schließlich da!! Nicht entmutigen lassen :-)
> eigendlich ging es mir hier ums Abnehmen, aber es gibt ja auch
> andere Abnehmforen - Schade eigendlich, denn von jemanden der
> 60 kg abgenommen hat, hätte ich sicher lernen können.
>
> Jule*
>
Bleib hier im Forum, alles muss man nicht kommentieren, zieh dir die Tipps, die für dich wichtig sind, heraus und ignoriere das, was dir sauer aufstossen könnte ;-)
LG
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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 16:09 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 475 |
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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 17:20 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 475 |
Darf ich mich unter diesen -natürlich einleuchtenden- Gesichtspunkten anstatt als Blumenkohl oder Pilzsuppe zwischendurch nicht vielleicht doch mal als Kartoffel fühlen? -Ich mein so als Couchpotato? -
In der Tat: Normal ist DAS auch nicht...
Ich bin philosophisch nicht bewandert, und kann diese Spezies überwiegend auch nicht ab (Ausnahme Popper). Einfach aus dem Grund, dass wer soviel Zeit hat sich über Nichts den Kopf zu zerbrechen und davon auch noch leben kann, bzw. in der Lage ist nicht davon leben zu müssen, -zu denen, die jener sich berufen fühlt belehren zu müssen ohnehin keinen Bezug hat, oder herstellen kann, bzw. will. -Oder m.a.W.: Esst Kuchen wenn ihr kein Brot habt.
Du kannst mich jetzt sicher mit allen möglichen Sprüchen, Erkenntnissen, Zitaten von Schop(p)enhauer über Sartre und tausend anderen zuschütten, -da kann ich dir sicher nicht das Wasser reichen.
Wer jedoch meint, dass ein "Spruch" wie: "der Mensch ist zur Freiheit verurteilt" der Wahrheit nahe wäre, sollte außer Philosophie auch noch die Erkenntnisse der Gehirnforschung und solche aus den Sozialwissenschaften mit in die Betrachtung einbeziehen, um die Evidenz einer solchen Dämlichkeit fast körperlich spüren zu können.
In der Tat: Normal ist DAS auch nicht...
Ich bin philosophisch nicht bewandert, und kann diese Spezies überwiegend auch nicht ab (Ausnahme Popper). Einfach aus dem Grund, dass wer soviel Zeit hat sich über Nichts den Kopf zu zerbrechen und davon auch noch leben kann, bzw. in der Lage ist nicht davon leben zu müssen, -zu denen, die jener sich berufen fühlt belehren zu müssen ohnehin keinen Bezug hat, oder herstellen kann, bzw. will. -Oder m.a.W.: Esst Kuchen wenn ihr kein Brot habt.
Du kannst mich jetzt sicher mit allen möglichen Sprüchen, Erkenntnissen, Zitaten von Schop(p)enhauer über Sartre und tausend anderen zuschütten, -da kann ich dir sicher nicht das Wasser reichen.
Wer jedoch meint, dass ein "Spruch" wie: "der Mensch ist zur Freiheit verurteilt" der Wahrheit nahe wäre, sollte außer Philosophie auch noch die Erkenntnisse der Gehirnforschung und solche aus den Sozialwissenschaften mit in die Betrachtung einbeziehen, um die Evidenz einer solchen Dämlichkeit fast körperlich spüren zu können.
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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 18:05 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 370 |
Ach menno Jule*, ich sagte doch schon, leg nicht alles auf die Goldwaage.
Bist schon richtig hier bei uns, hier gibts wirklich total netter User.
Lies mal meinen Hilfeschrei, ich war froh hier zu sein, auch wenn ich einige Wochen Auszeit hatte.
Belight hat Recht, lies und was dir nicht gefällt ignoriere ganz einfach.
Bleib hier, andere Foren sind auch nicht besser.
Ahne

159 cm klein
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Bist schon richtig hier bei uns, hier gibts wirklich total netter User.
Lies mal meinen Hilfeschrei, ich war froh hier zu sein, auch wenn ich einige Wochen Auszeit hatte.
Belight hat Recht, lies und was dir nicht gefällt ignoriere ganz einfach.
Bleib hier, andere Foren sind auch nicht besser.
Ahne

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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 18:41 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
So weit, dass ich damit meinen Lebensunterhalt verdienen wollte, geht mein Interesse an der Philosophie dann auch wieder nicht... Zudem ich aus dem politikwissenschaftlichen Bereich komme und die Politische Philosophie ja etwa den Status eines Krüppelkindes zwischen "wirklicher Philosophie" und "wirklicher Politikwissenschaft" einnimmt...
Aber hin und wieder sollte man sich schon vergegenwärtigen, dass jeglicher Geisteshaltung und geäußerter Meinung irgendeine Idee oder ein Selbstverständnis zu Grunde liegt, das seinen Ursprung in einer philosophischen Richtung hat. Und indem man sich dies verdeutlicht und den Ursprung seiner eigenen Geisteshaltung ergründet, schafft man sich erst die geistige Flexibilität, seine Haltung grundlegend zu verändern.
Mit Popper hast Du ja schon das perfekte Beispiel gebracht. Ohne das philosophische Fundament des kritischen Rationalismus wäre auch die ganze Empirie für die Katz.
Eine Determinismus Debatte führt hier jetzt zu weit. Nur soviel. Meiner Meinung nach haben die ganzen Erkenntnisse der Neurowissenschaften gar nichts an der "Beweislage" geändert. Dass jeglicher Wirkung eine Ursache vorausgeht war schon eine Tatsache, die Thomas von Aquin in seinen Gottesbeweisen verwendet hat. Das sind nunmal die Randbedingungen unserer Existenz und andere wären nur schwer vorstellbar.
Wenn Du aber auch nur zugestehen willst, dass der Mensch durch Bewusstsein und Reflexion eine qualitativ andere Freiheit besitzt als etwa ein Stein, auch wenn Stein und Mensch in der empirischen Welt gleichermaßen den Gesetzen von Ursache und Wirkung unterworfen sind, wirst du notwendigerweise diesen Unterschied anhand metaphysischer Überlegungen greifbar machen müssen.
Die wirkliche Revolution des Existenzialismus liegt aber ja gar nicht in der Annahme der totalen Freiheit und Verantwortlichkeit des Menschen. Die sind einfach die Konsequenz, die sich daraus ergibt. Die wirkliche Neuerung war die Verwerfung einer dem Menschen vorgelagerten Essenz, also einer Idee des "wahren Menschen", wie sie eigentlich seit Platon an bei allen Philosophen vorhanden war.
Nachricht bearbeitet (18.10.2008 20:02)
Aber hin und wieder sollte man sich schon vergegenwärtigen, dass jeglicher Geisteshaltung und geäußerter Meinung irgendeine Idee oder ein Selbstverständnis zu Grunde liegt, das seinen Ursprung in einer philosophischen Richtung hat. Und indem man sich dies verdeutlicht und den Ursprung seiner eigenen Geisteshaltung ergründet, schafft man sich erst die geistige Flexibilität, seine Haltung grundlegend zu verändern.
Mit Popper hast Du ja schon das perfekte Beispiel gebracht. Ohne das philosophische Fundament des kritischen Rationalismus wäre auch die ganze Empirie für die Katz.
Eine Determinismus Debatte führt hier jetzt zu weit. Nur soviel. Meiner Meinung nach haben die ganzen Erkenntnisse der Neurowissenschaften gar nichts an der "Beweislage" geändert. Dass jeglicher Wirkung eine Ursache vorausgeht war schon eine Tatsache, die Thomas von Aquin in seinen Gottesbeweisen verwendet hat. Das sind nunmal die Randbedingungen unserer Existenz und andere wären nur schwer vorstellbar.
Wenn Du aber auch nur zugestehen willst, dass der Mensch durch Bewusstsein und Reflexion eine qualitativ andere Freiheit besitzt als etwa ein Stein, auch wenn Stein und Mensch in der empirischen Welt gleichermaßen den Gesetzen von Ursache und Wirkung unterworfen sind, wirst du notwendigerweise diesen Unterschied anhand metaphysischer Überlegungen greifbar machen müssen.
Die wirkliche Revolution des Existenzialismus liegt aber ja gar nicht in der Annahme der totalen Freiheit und Verantwortlichkeit des Menschen. Die sind einfach die Konsequenz, die sich daraus ergibt. Die wirkliche Neuerung war die Verwerfung einer dem Menschen vorgelagerten Essenz, also einer Idee des "wahren Menschen", wie sie eigentlich seit Platon an bei allen Philosophen vorhanden war.
Nachricht bearbeitet (18.10.2008 20:02)
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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 18:42 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 21:19 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 475 |
Ich hab es geahnt...
Diese Art der Diskussionen führen zu garnichts, weil hier bereits nur behauptete Grundlagen als Fundament benutzt werden um etwas zu beweisen. -Rabulistereien - sonst nichts!
Nur soviel noch: Den Unterschied zwischen Stein und Mensch kann ich mir auch ohne metaphysische Überlegungen greifbar machen. - Das ist es was ich meine: Ganze Bibliotheken über einen einzigen Furz füllen!
Zuletzt: Der scheinbar so zwingende monolkausale Zusammenhang über Ursache und Wirkung führt doch zwangsläufig zum "Beginn" -oder?
Diese Art der Diskussionen führen zu garnichts, weil hier bereits nur behauptete Grundlagen als Fundament benutzt werden um etwas zu beweisen. -Rabulistereien - sonst nichts!
Nur soviel noch: Den Unterschied zwischen Stein und Mensch kann ich mir auch ohne metaphysische Überlegungen greifbar machen. - Das ist es was ich meine: Ganze Bibliotheken über einen einzigen Furz füllen!
Zuletzt: Der scheinbar so zwingende monolkausale Zusammenhang über Ursache und Wirkung führt doch zwangsläufig zum "Beginn" -oder?
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Re: Arlam auf der Waage 18. Oktober 2008 22:04 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
Wie sollte denn eine "nicht nur behauptete" Grundlage aussehen? Jede Form von Ontologie muss an irgendeinem Punkt Annahmen machen, die sich aus der Empirie selbst heraus nicht ableiten lassen.
Selbst wenn Du die Empirie für Dich als einzig wahren Weg, die Welt zu beschreiben, ansiehst, ist das ja auch wieder nur eine Idee.
Und was den Unterschied zwischen Stein und Mensch angeht: Du hast sowohl vom Menschen als auch vom Stein eine Idee, denn kein Stein und kein Mensch gleicht einander. Und diese Idee ist Teil Deines Entwurfes der Welt. Willkommen in der Metaphysik.
Wenn man der Urknalltheorie folgt, dann waren die Dichte des Universums und die Krümmung der Raumzeit "vor" dem Urknall ja unendlich - obwohl vor der falsche Begriff ist, da die Zeit ja erst durch den Urknall existent wurde. Das ist auch genau der Grund, warum wir über die 3 Minuten nach dem Urknall schon ganz gut bescheid zu wissen glauben, über die Zeit vorher aber gar nicht :-)
Ich vermute, dass die Frage nach einem Beginn einfach vollkommen falsch ist und wir uns in der Begrenztheit unserer Existenz einfach kein Bild von dem "wahren" Charakter des Weltalls machen können.
Selbst wenn Du die Empirie für Dich als einzig wahren Weg, die Welt zu beschreiben, ansiehst, ist das ja auch wieder nur eine Idee.
Und was den Unterschied zwischen Stein und Mensch angeht: Du hast sowohl vom Menschen als auch vom Stein eine Idee, denn kein Stein und kein Mensch gleicht einander. Und diese Idee ist Teil Deines Entwurfes der Welt. Willkommen in der Metaphysik.
Wenn man der Urknalltheorie folgt, dann waren die Dichte des Universums und die Krümmung der Raumzeit "vor" dem Urknall ja unendlich - obwohl vor der falsche Begriff ist, da die Zeit ja erst durch den Urknall existent wurde. Das ist auch genau der Grund, warum wir über die 3 Minuten nach dem Urknall schon ganz gut bescheid zu wissen glauben, über die Zeit vorher aber gar nicht :-)
Ich vermute, dass die Frage nach einem Beginn einfach vollkommen falsch ist und wir uns in der Begrenztheit unserer Existenz einfach kein Bild von dem "wahren" Charakter des Weltalls machen können.
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Re: Arlam auf der Waage 19. Oktober 2008 07:28 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 475 |
Ich glaub du bist irgendwie im falschen Forum -jedenfalls habe ich eine Idee davon-
Die Entwicklung des Gehirns ist ja auch nicht deshalb so verlaufen, dass wir das Weltall verstehen können/sollen, sondern um unser Überleben zu sichern - das meinst du wohl mit "Begrenztheit unserer Existenz".
Aufgrund dieser Tatsache ist es ohnehin erstaunlich, wieviel Quark dabei herauskommt, und wie "genial" wir versuchen uns genau das Überleben selbst zu verhindern.
Bist du auch noch Pfarrer oder so was ähnliches? - auch hier habe ich in der Begrenztheit des Internets so eine Idee...
Hab ich irgendetwas über meinen "einzig wahren Weg" die Welt zu beschreiben geschrieben??? -Oder willst du mir den langsam aber sicher beibringen?
Aber was hat das alles mit Übergewicht und Fett zu tun?
-Ah,ja,jetzt! -Kein Fett gleicht dem anderen, ich habe verstanden: Stein als Synonym für Fett, und jeder hat eine Idee davon dass es zuviel ist. Das ist aber mitnichten mein Entwurf der Welt -Willkommen in der Wirklichkeit! (auch wenn ich mir wieder alles nur einbilde, und ohnehin keine Beweise liefern kann...)
Die Entwicklung des Gehirns ist ja auch nicht deshalb so verlaufen, dass wir das Weltall verstehen können/sollen, sondern um unser Überleben zu sichern - das meinst du wohl mit "Begrenztheit unserer Existenz".
Aufgrund dieser Tatsache ist es ohnehin erstaunlich, wieviel Quark dabei herauskommt, und wie "genial" wir versuchen uns genau das Überleben selbst zu verhindern.
Bist du auch noch Pfarrer oder so was ähnliches? - auch hier habe ich in der Begrenztheit des Internets so eine Idee...
Hab ich irgendetwas über meinen "einzig wahren Weg" die Welt zu beschreiben geschrieben??? -Oder willst du mir den langsam aber sicher beibringen?
Aber was hat das alles mit Übergewicht und Fett zu tun?
-Ah,ja,jetzt! -Kein Fett gleicht dem anderen, ich habe verstanden: Stein als Synonym für Fett, und jeder hat eine Idee davon dass es zuviel ist. Das ist aber mitnichten mein Entwurf der Welt -Willkommen in der Wirklichkeit! (auch wenn ich mir wieder alles nur einbilde, und ohnehin keine Beweise liefern kann...)
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Re: Arlam auf der Waage 19. Oktober 2008 11:37 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
Du hast durch Deine Frage suggeriert, Kausalität führe zwangsläufig zu einem Beginn... Und das halte ich eben für einen Denkfehler. Wo es keine Zeit gibt kann es keine Kausalität geben. Aber Menschen denken eben in anderen Kategorien und können sich davon kein Bild machen. Oder wie Richard Feynman geschrieben hat: "If you think you understand quantum theory, you don't understand quantum theory".
Mit Kalorien oder Fett hat das wirklich nicht viel zu tun. Aber die Threaderstellerin hat ja auch keine Frage zu Kalorien oder Fett geäußert, sondern ihr Bedauern über unsere Gesellschaft und was diese hervorrufe. Und das lässt eben auf bestimmte Ideen von einer "richtigen" und "normalen" Gesellschaft schließen. Darauf bezog sich mein Beitrag.
Mit Kalorien oder Fett hat das wirklich nicht viel zu tun. Aber die Threaderstellerin hat ja auch keine Frage zu Kalorien oder Fett geäußert, sondern ihr Bedauern über unsere Gesellschaft und was diese hervorrufe. Und das lässt eben auf bestimmte Ideen von einer "richtigen" und "normalen" Gesellschaft schließen. Darauf bezog sich mein Beitrag.
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Re: Arlam auf der Waage 19. Oktober 2008 17:12 | Registrierungsdatum: 9 Jahre zuvor Beiträge: 475 |
Den Spruch von Feynman find ich genial weil nahezu grenzenlos übertragbar.
Kausalketten müssen irgendwo beginnen, denn ohne Ursache keine Wirkung, und keine Wirkung ohne Ursache - so zumindest meine bodenständige Vorstellung jenseits der Quantenphysik. In der realen Welt komm ich damit ganz gut zu recht. -Gas geben = Beschleunigung, -wenn mit der damit in Gang gesetzten Kausalkette alles funktioniert...
Was die ganzen Elementarteilchen mit den Kernphysikern machen ist mir in meiner fassbaren Welt ziemlich wurscht, auch wenn es nicht uninteressant ist.
PS: Welche zeitliche Dimension hat eine "Sekunde" in dem Tohuwabohu der ersten "drei Sekunden"?
Kausalketten müssen irgendwo beginnen, denn ohne Ursache keine Wirkung, und keine Wirkung ohne Ursache - so zumindest meine bodenständige Vorstellung jenseits der Quantenphysik. In der realen Welt komm ich damit ganz gut zu recht. -Gas geben = Beschleunigung, -wenn mit der damit in Gang gesetzten Kausalkette alles funktioniert...
Was die ganzen Elementarteilchen mit den Kernphysikern machen ist mir in meiner fassbaren Welt ziemlich wurscht, auch wenn es nicht uninteressant ist.
PS: Welche zeitliche Dimension hat eine "Sekunde" in dem Tohuwabohu der ersten "drei Sekunden"?
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