Extreme...
geschrieben von Guadelupe27
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Re: Extreme... 21. Juni 2008 17:27 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
> Nur weil heute viel oefter davon berichtet wird heisst es nicht
> das es haefiger vor kommt als frueher.
> Ein anderes Beispiel fuer dieses Phaenomaen:
> Kindesmisshandlung. Gab es schon immer - das macht es nicht
> weniger verwerflich - nur heutzutage "geilt" sich die Presse
> und die Oeffentlichkeit daran auf. Wird deswegen mehr dagegen
> getan? Ich weiss nicht....
Die Zunahme ist gut belegt. Zum Beispiel in "50-year trends in the incidence of anorexia nervosa in Rochester, Minn. : a population-based study". Natürlich spielt bessere Diagnosefähigkeit immer eine Rolle bei der Zunahme von diagnostizierten Erkankungen. Dein Beispiel mit der Kindesmisshandlung passt allerdings nicht, da die Medien zwar mehr berichten, die Zahl der Misshandlungen jedoch rückläufig ist. Bei der Anorexia Nervosa berichten die Medien auch mehr, sie nimmt jedoch auch stark zu, wie man obigen Artikel entnehmen kann.
> >
> > > Abgesehen davon sprechen wohl die meisten erkrankten nicht
> in
> > > Erster linie davon dass sie dem Schoenheitsideal
> entsprechen
> > > wollen - sondern das sie verschwinden wollen. Das sie nicht
> > > mehr da sein wollen.
> >
> > Quelle?
>
> Ich selbst - hab das leider selber durchmachen muessen und an
> Schoenheit hab ich da nicht wirklich gedacht - und die mit
> denen ich lang und breit darueber diskutiert habe.
Dir dürfte wohl selber klar sein, dass Deine persönliche Erfahrung und die aus Deinem Umfeld, so wichtig sie auch sind, keine Aussage wie "Die Mehrheit der Erkranten spricht von..." rechtfertigt.
>
> War natuerlich statistisch gesehen auch nur ein kleiner -
> verschwindender Teil. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen,
> dass es tatsaechlich soviele sein sollen die sich um schoener
> zu sein runter hungern. Vielleicht sagen sie das aus dem
> gleichen grund wie viele Fette das sie abnehmen wollen um
> huebscher zu sein etc. - das ist nur eine Aussage um die wahren
> Intensionen zu verstecken oder um vom Problem abzulenken.
Mir geht es ja nicht darum, was die Leute sagen. Es weiß sowieso kaum jemand, warum er etwas tut :-)
>
> > >
> > > Und es hoert sich immernoch so an als sei Esssucht die
> nunmal
> > > zu Uebergewicht fuehrt keine Essstoerung in Deinen Augen.
> Du
> > > gehst nur auf die Magersuechtigen ein. Doch fuer die wird
> > schon
> > > gesort. Dafuer ist unsere Gesellschaft mitlerweile gut
> genug
> > > sensibilisiert.
> > >
> > Esssucht ist eine Essstörung, aber nicht jeder Übergewichtige
> > ist Esssüchtig.
>
> Die leicht uebergewichtigen vielleicht nicht. Aber von denen
> sprechen wir ja auch nicht. Alle anderen sind es sehr wohl.
Doch, gerade von denen spreche ich vor allem.
>
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Re: Extreme... 22. Juni 2008 18:41 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 183 |
> Dir dürfte wohl selber klar sein, dass Deine persönliche
> Erfahrung und die aus Deinem Umfeld, so wichtig sie auch sind,
> keine Aussage wie "Die Mehrheit der Erkranten spricht von..."
> rechtfertigt.
>
Wie schon gesagt - ich glaube nicht das wir da soooooo verschieden sind vom Rest der an MS erkrankten. Es ist einfach bequem zu sagen - ich mach es wegen dem gaengien Schoenheitsideal - anstatt ueber die wahren Gruende zu reden.
>
> Mir geht es ja nicht darum, was die Leute sagen. Es weiß
> sowieso kaum jemand, warum er etwas tut :-)
Kann ich nicht bestaetigen. Mag sein - oder auch nicht.
> Doch, gerade von denen spreche ich vor allem.
> >
von den leichtuebergewichtigen duerfen sich wohl nur die wenigsten dumme spruche anhoeren.... Ausser wie gesagt bei den Jugendlichen - aber wie schon gesagt da ist es eh immer etwas anderes.
You'll never know - untill you try.
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Re: Extreme... 27. Juni 2008 04:25 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 14 |
Hallo Steppenwolf und andere, die sich an dieser Diskussion beteiligt haben!
"Dein Problem ist also die krankhafte Übersteigerung der Bedeutung von Ernährung in Deinem Denken, nicht das Denken über Ernährung im Allgemeinen.
Und wie löst Du das? Ich schlage eine Verhaltenstherapie vor. Wenn Dein Leidensdruck schon so groß ist, dass Du Dich hier an ein Forum wendest um Hilfe zu suchen, kannst Du genauso gut professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Das zahlt die Kasse, es dauert nicht sehr lange, hat aber in ca. 70% der Fälle bei solchen leichten Neurosen bzw. Verhaltensanomalien eine sehr gute Wirkung."
Steppenwolf, ich finde deine Antwort auf mein Postig ziemlich mutig, wenn nicht sogar dreist...Wenn du eine Verhaltenstherapie gemacht hast, dann toll für dich, aber was bewegt dich dazu, Menschen mit Probleblem gleich in in Therapien zu schicken?Ich bin weder Magersüchtig noch Esssüchtig, ich habe einfach, wie die meisten Menschen auf diesem Planeten, das natürliche Essverhalten verlernt. Und ja es gibt es, denn ich habe 16 Jahre gut gelebt ohne mir irgendwelche Gedanken über meine Kalorienaufnahme zu machen.
Das ist genau das, weshalb es mir manchmal so schwer fällt mich in Europa wohl zu fühlen. Bei jedem Problem, rennen die Menschen zu irgendwelchen "Spezialisten" , statt sich selbst Gedanken darüber zu machen, was ihnen fehlt. In meinem Land hungern Menschen, wenn man wirklich mal zum Arzt geht, dann weil ein Bein amputiert werden muss und sicher nicht wegen Problemen wie diesen. Ich wähle diesen Weg für mich weil ich denke, dass ich viel lernen kann und weil es der einzige ist, auf welchem ich über meine Sorgen sprechen kann.
Die Schweiz ist das Land mit der höchsten Selbstmorrate überhaupt, dicht gefolgt von Deutschland. In meinem Land leiden Menschen Hunger, aber sie kämpfen ums überleben. Sie schauen sich nicht in erster Linie um und fragen sich "Wer kann mir helfen?" sondern sie fragen sich "wie kann ich mir helfen?" Und ich spüre immer mehr, dass diese Denkweise in Europa sehr begrentzt bis gar nicht vorhanden ist.
Lg,
Guadelupe
"Dein Problem ist also die krankhafte Übersteigerung der Bedeutung von Ernährung in Deinem Denken, nicht das Denken über Ernährung im Allgemeinen.
Und wie löst Du das? Ich schlage eine Verhaltenstherapie vor. Wenn Dein Leidensdruck schon so groß ist, dass Du Dich hier an ein Forum wendest um Hilfe zu suchen, kannst Du genauso gut professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Das zahlt die Kasse, es dauert nicht sehr lange, hat aber in ca. 70% der Fälle bei solchen leichten Neurosen bzw. Verhaltensanomalien eine sehr gute Wirkung."
Steppenwolf, ich finde deine Antwort auf mein Postig ziemlich mutig, wenn nicht sogar dreist...Wenn du eine Verhaltenstherapie gemacht hast, dann toll für dich, aber was bewegt dich dazu, Menschen mit Probleblem gleich in in Therapien zu schicken?Ich bin weder Magersüchtig noch Esssüchtig, ich habe einfach, wie die meisten Menschen auf diesem Planeten, das natürliche Essverhalten verlernt. Und ja es gibt es, denn ich habe 16 Jahre gut gelebt ohne mir irgendwelche Gedanken über meine Kalorienaufnahme zu machen.
Das ist genau das, weshalb es mir manchmal so schwer fällt mich in Europa wohl zu fühlen. Bei jedem Problem, rennen die Menschen zu irgendwelchen "Spezialisten" , statt sich selbst Gedanken darüber zu machen, was ihnen fehlt. In meinem Land hungern Menschen, wenn man wirklich mal zum Arzt geht, dann weil ein Bein amputiert werden muss und sicher nicht wegen Problemen wie diesen. Ich wähle diesen Weg für mich weil ich denke, dass ich viel lernen kann und weil es der einzige ist, auf welchem ich über meine Sorgen sprechen kann.
Die Schweiz ist das Land mit der höchsten Selbstmorrate überhaupt, dicht gefolgt von Deutschland. In meinem Land leiden Menschen Hunger, aber sie kämpfen ums überleben. Sie schauen sich nicht in erster Linie um und fragen sich "Wer kann mir helfen?" sondern sie fragen sich "wie kann ich mir helfen?" Und ich spüre immer mehr, dass diese Denkweise in Europa sehr begrentzt bis gar nicht vorhanden ist.
Lg,
Guadelupe
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Re: Extreme... 27. Juni 2008 08:37 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
Hi,
die Selbstmordrate in Deutschland ist aber nicht so hoch weil zu viele Leute zum Therapeuten gehen sondern zu wenige :-)
Und dass man mit einer missglückten Selbsttherapie das Problem noch ungeheim potentieren kann wird dir jeder Experte bzw. jeder, der das schonmal durchgemacht hat, bestätigen können.
Du magst meinen Vorschlag für dreist halten, das aber auch nur, weil die Psychotherapie für dich immer noch etwas anrüchiges hat und nicht mit dem Gang zu einem normalen Arzt vergleichbar ist. Für mich ist es die verantwortungsvollste und effizienteste Lösung. Sollte es wirklich keine Indikation für irgendeine Art von professioneller Hilfe geben wird dir das der Therapeut beim Eingangsgespräch schon sagen...
die Selbstmordrate in Deutschland ist aber nicht so hoch weil zu viele Leute zum Therapeuten gehen sondern zu wenige :-)
Und dass man mit einer missglückten Selbsttherapie das Problem noch ungeheim potentieren kann wird dir jeder Experte bzw. jeder, der das schonmal durchgemacht hat, bestätigen können.
Du magst meinen Vorschlag für dreist halten, das aber auch nur, weil die Psychotherapie für dich immer noch etwas anrüchiges hat und nicht mit dem Gang zu einem normalen Arzt vergleichbar ist. Für mich ist es die verantwortungsvollste und effizienteste Lösung. Sollte es wirklich keine Indikation für irgendeine Art von professioneller Hilfe geben wird dir das der Therapeut beim Eingangsgespräch schon sagen...
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Re: Extreme... 07. Juli 2008 23:41 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 14 |
Moin..
:die Selbstmordrate in Deutschland ist aber nicht so hoch weil zu viele Leute zum Therapeuten gehen sondern zu wenige"....
? Also müssten deiner meinung nach noch mehr Leute zum Theraupeuten...?" Und trotzdem bringt es offenbar nichts? Ja, das ist die Lösung, wir schicken alle zum Psychologen, damit ist das Problem Deutschlands gelöst wird...Das ist auch die Nation Deutschland, "hauptsache ich muss nichts tun, der Staat macht dann schon irgendwann was...". Erstaunlich.
Ich wundere mich überhaupt nicht, dass mein Land so am A... ist, es ist arm, korupt und sowieso ohne jegliche Zukunft. Deutschland hätte eine Zukunft, aber die Menschen suchen sie nicht, sie wollen sie nicht mal. Sie wollen nicht ein mal arbeiten. Und das schlimmste: Sie wollen nicht einmal eine Bildung für ihre Kinder. Ich habe noch kein Land in Europa erlebt, das so wenig Einsatz für die Kinder gibt. Ich frage mich wirklich, wieso?
Ich habe immer gemeit Deutschland ist ein Land, in wirtfaschaftlich guter Lage, jetzt, hier in Europa, sehe ich, dass es genau umgekehrt ist. Ich komme aus einem 3. Welt-Land, aber sogar wir haben eine bessere Schulbildung als Deutschland...
lg.
G.
:die Selbstmordrate in Deutschland ist aber nicht so hoch weil zu viele Leute zum Therapeuten gehen sondern zu wenige"....
? Also müssten deiner meinung nach noch mehr Leute zum Theraupeuten...?" Und trotzdem bringt es offenbar nichts? Ja, das ist die Lösung, wir schicken alle zum Psychologen, damit ist das Problem Deutschlands gelöst wird...Das ist auch die Nation Deutschland, "hauptsache ich muss nichts tun, der Staat macht dann schon irgendwann was...". Erstaunlich.
Ich wundere mich überhaupt nicht, dass mein Land so am A... ist, es ist arm, korupt und sowieso ohne jegliche Zukunft. Deutschland hätte eine Zukunft, aber die Menschen suchen sie nicht, sie wollen sie nicht mal. Sie wollen nicht ein mal arbeiten. Und das schlimmste: Sie wollen nicht einmal eine Bildung für ihre Kinder. Ich habe noch kein Land in Europa erlebt, das so wenig Einsatz für die Kinder gibt. Ich frage mich wirklich, wieso?
Ich habe immer gemeit Deutschland ist ein Land, in wirtfaschaftlich guter Lage, jetzt, hier in Europa, sehe ich, dass es genau umgekehrt ist. Ich komme aus einem 3. Welt-Land, aber sogar wir haben eine bessere Schulbildung als Deutschland...
lg.
G.
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Re: Extreme... 08. Juli 2008 16:13 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 240 |
Also wie du jetzt den Sprung von Psychologenbesuchen über staatliche Existenzsicherung bis hin zum Bildungssystem schlägst, das ist mir echt ein Rätsel. Aber eins nach dem Anderen:
Was spricht dagegen, bei Problemen welcher Art auch immer, Hilfe anzunehmen? In den USa ist es längst völlig akzeptiert, daß man einen Termin beim privaten Psychologen hat. Hier gilt man deswegen gleich als geächtet und geisteskrank. Wohl dem, der ohne auskommt, aber aus falschen Stolz den Besuch auszuschlagen ist in meinen Augen genau so dumm wie einen Arztbesuch zu verweigern.
"Wise man don't need advice, fools don't take advice."
Hat zwar gar nix mit dem deutschen Sozialsystem zu tun, aber da wir einmal dabei sind: Wohl dem, der es nicht nötig hat, aber Erwerbslosigkeit vorübergehend oder aus verschiedensten Gründen dauerhaft, kann jeden treffen. Die Gewissheit, dann nicht unter einer Brücke zu siechen, ist mir meine Arbeitslosenversicherung und Krankenkasse wert. Daß es immer Menschen gibt, die Systeme missbrauchen, das ist eine andere Sache.
Gleiches das Schulsystem. Eine kostenlose Schulbildung auf unserem Niveau ist längst nicht in jedem Land erhältlich, und auch ein Studium ist bei uns zwar nicht mehr gratis, im Vergleich zu England oder den USA aber immer noch sehr günstig. Und trotz dem ewigen Pisa-Zeigefinger gehören deutsche Absolventen noch immer zu den international gefragtesten.
Ich habe schon so einige Länder besucht, und Paradies auf Erden gibt es nirgends. Ich lebe weiterhin gern hier. Jeder ist seines Glückes eigener Schmied, und wer dafür nix tut, nunja...
Wenn es dir aber in deinem Dritte Welt Land so gut gefallen hat steht es dir frei, wieder dahin zurückzukehren. Allerdings scheinst du dich ja mit einer typisch deutschen Sitte, stets jammern auf hohem Niveau, schon bestens angefreundet zu haben.
Was spricht dagegen, bei Problemen welcher Art auch immer, Hilfe anzunehmen? In den USa ist es längst völlig akzeptiert, daß man einen Termin beim privaten Psychologen hat. Hier gilt man deswegen gleich als geächtet und geisteskrank. Wohl dem, der ohne auskommt, aber aus falschen Stolz den Besuch auszuschlagen ist in meinen Augen genau so dumm wie einen Arztbesuch zu verweigern.
"Wise man don't need advice, fools don't take advice."
Hat zwar gar nix mit dem deutschen Sozialsystem zu tun, aber da wir einmal dabei sind: Wohl dem, der es nicht nötig hat, aber Erwerbslosigkeit vorübergehend oder aus verschiedensten Gründen dauerhaft, kann jeden treffen. Die Gewissheit, dann nicht unter einer Brücke zu siechen, ist mir meine Arbeitslosenversicherung und Krankenkasse wert. Daß es immer Menschen gibt, die Systeme missbrauchen, das ist eine andere Sache.
Gleiches das Schulsystem. Eine kostenlose Schulbildung auf unserem Niveau ist längst nicht in jedem Land erhältlich, und auch ein Studium ist bei uns zwar nicht mehr gratis, im Vergleich zu England oder den USA aber immer noch sehr günstig. Und trotz dem ewigen Pisa-Zeigefinger gehören deutsche Absolventen noch immer zu den international gefragtesten.
Ich habe schon so einige Länder besucht, und Paradies auf Erden gibt es nirgends. Ich lebe weiterhin gern hier. Jeder ist seines Glückes eigener Schmied, und wer dafür nix tut, nunja...
Wenn es dir aber in deinem Dritte Welt Land so gut gefallen hat steht es dir frei, wieder dahin zurückzukehren. Allerdings scheinst du dich ja mit einer typisch deutschen Sitte, stets jammern auf hohem Niveau, schon bestens angefreundet zu haben.
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Re: Extreme... 08. Juli 2008 17:01 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 29 |
Dazu möchte ich auch mal was sagen.
1)
Eine viel zitierte Definition von Gesundheit ist diejenige der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 22. Juli 1946. Sie lautet: „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen.“[1] („Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.“)
Definition [Bearbeiten]Die Stärke dieser Definition ist, dass Gesundheit nicht auf körperliche Gesundheit reduziert wird, sondern auch psychische und geistige Aspekte einbezieht. Zu kritisieren ist zum einen, dass Gesundheit als Zustand und nicht als Prozess definiert wird. Zum anderen impliziert die Formulierung des „vollkommenen Wohlbefindens“, dass Unwohlsein (z. B. bei Liebeskummer) die Gesundheit grundsätzlich beeinträchtigt. Schließlich wird nicht definiert, welche Symptome Gesundheit beobachtbar machen. „Wohlbefinden“ allein kann es nicht sein, da sich auch kranke Menschen durchaus wohl befinden können. Schließlich unterstützt die WHO-Definition die gängige Glorifizierung von Gesundheit und Dämonisierung von Krankheit. Dabei üben Krankheiten für die Gesundheit oft eine wichtige Funktion aus, etwa wenn uns eine Krankheit zeigt, dass wir unser Leben gesundheitsförderlicher gestalten sollten. Aus diesem Grund werden Gesundheit und Krankheit in der nachfolgenden Definition nicht getrennt, sondern als zwei Seiten einer Unterscheidung betrachtet, die sich wechselseitig bedingen.
Für eine umfassende Bestimmung von Gesundheit und Krankheit sind folgende Aspekte von Bedeutung:
Gesundheit und Krankheit sind beobachterabhängige Konstrukte, wobei sich die Beobachtung von Gesundheit und Krankheit durch soziale Systeme wie die Medizin oder die Wissenschaft von der Beobachtung durch das Individuum unterscheiden kann (objektivierende vs. subjektivierende Sicht).
Die Beobachtung von Gesundheit und Krankheit erfolgt ausschließlich anhand von (körperlichen, psychischen und sozialen) Symptomen.
Gesundheit und Krankheit sind demnach für sich nicht empirisch fassbar; sie entsprechen Konzepten, mit welchen die Symptome erklärt werden.
Man kann zwischen physischer und psychischer Gesundheit/Krankheit unterscheiden.
Die Positionierung auf dem Kontinuum wird primär durch das Vorhandensein/die Absenz von physischen und psychischen Krankheiten bestimmt.
Das Auftreten dieser Krankheiten wird unter anderem beeinflusst durch Risikofaktoren (Stressoren), welche die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten und Verletzungen erhöhen und Schutzfaktoren, welche die Wirkung der Risikofaktoren beschränken.
Die Risiko- und Schutzfaktoren können in physische, psychische, soziale und physikalisch-materielle Faktoren unterteilt werden.
Durch die Bekämpfung der Risikofaktoren und die Förderung der Schutzfaktoren wird die Chance für das Auftreten neuer Krankheiten verringert und die Positionierung auf dem Kontinuum verbessert oder erhalten.
Wenn sich durch die Verminderung von Riskofaktoren und die Förderung von Schutzfaktoren das Wohlbefinden des Individuums verbessert, kann sich seine Positionierung auf dem Kontinuum in Richtung Gesundheit verschieben.
Weitere Definitionen [Bearbeiten]Nach dem Soziologen Talcott Parsons:
Gesundheit ist ein Zustand optimaler Leistungsfähigkeit eines Individuums, für die wirksame Erfüllung der Rollen und Aufgaben für die es sozialisiert (Sozialisation = Einordnungsprozess in die Gesellschaft, Normen- und Werteübernahme) worden ist.
Nach Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie 1997 (BMFT):
Gesundheit wird als mehrdimensionales Phänomen verstanden und reicht über den „Zustand der Abwesenheit von Krankheit“ hinaus.
Nach Monika Krohwinkel, 1992:
Krankheit und Gesundheit sind „dynamische Prozesse“, die für die Pflege als Fähigkeiten und Defizite erkennbar sind. (Krohwinkel identifiziert Wohlbefinden und Unabhängigkeit als subjektiv empfundene Teile der Gesundheit.)
Eine pflegerische Definition von Gesundheit (Reinhard Lay, 1997/2004):
Gesundheit bedeutet eine zufrieden stellende Entfaltung von Selbstständigkeit und Wohlbefinden in den Aktivitäten des Lebens.
Nach dem Meikirch-Modell (Johannes Bircher, Karl-Heinz Wehkamp):
Gesundheit ist ein dynamischer Zustand von Wohlbefinden bestehend aus einem biopsychosozialen Potential, welches genügt, um die alters- und kulturspezifischen Ansprüche des Lebens in Eigenverantwortung zu befriedigen. Genügt das Potential nicht, um diese Ansprüche zu befriedigen, so besteht Krankheit.
Für weitere Definitionen s. van Spijk (Literaturverzeichnis).
Der Wert von Gesundheit [Bearbeiten]Gesundheit ist ein wichtiger persönlicher und gesellschaftlicher Wert. Ihre Bedeutung wird oft erst bei Krankheit oder mit zunehmendem Alter erkannt. Welche Einschränkungen mit dem Verlust von Gesundheit verbunden sind, wird oft erst dem alternden Menschen bewusst – durch eigene durchgestandene Krankheiten, gesundheitliche Probleme im Umfeld und das sich nähernde Lebensende. Vorsorgeprogramme für jüngere Altersgruppen werden propagiert, laufen aber oft ins Leere.
Im Allgemeinen sind Frauen gesundheitsbewusster als Männer. Dies kann man beispielsweise an der Beteiligung zur Darmkrebsvorsorge erkennen (Männer ca. 10–15 %, Frauen ca. 30 % Beteiligung). Kostenlose Krebsvorsorgeuntersuchung (SGB V §25) bekommen Frauen schon jährlich im Alter ab 20 Jahren und Männer erst im Alter ab 45 Jahren.
Privilegierte Schichten sind gesünder als unterprivilegierte. Der Abstand ist in den letzten zwanzig Jahren kontinuierlich gewachsen.
Die Förderung und Erhaltung der Gesundheit erfordert geringe finanzielle Mittel. Teuer ist dagegen der Versuch, Gesundheit wiederherzustellen, die sog. kurative Medizin. Die Krankenversicherung ist neben der Renten-, Arbeits-, Unfall- und Pflegeversicherung eine der fünf Säulen des Sozialsystems.
Faktoren für ein gesundes Leben.
Körperliche Faktoren, genetische Faktoren
gesunde Nahrung: Obst, Gemüse, Milch, Kartoffeln, Hülsenfrüchte etc.
gesunde natürliche Umwelt: Luft, Wasser, Boden, Licht etc.
gesicherte geschaffene Umwelt: Kleidung, Unterkunft, Wärme, Schutz vor Gefahren
ausreichende körperliche Betätigung (Sport, Spiel, Arbeit), aber keine extremen Überanstrengungen
genug Schlaf, Zeiten der Ruhe und Erholung, keine Hetze
Entspannung und emotionale Ausgeglichenheit (siehe auch unten)
eine erfüllte Sexualität mit sich oder einem bzw. mehreren anderen Menschen, oder dessen gelungene Sublimation
intakte soziale Beziehungen z. B. ein Freundeskreis und gute Beziehungen zu Arbeitskollegen
der Gesundheit förderliche Arbeitsbedingungen, keine dauernde Über- oder Unterforderung.
Seelisch-geistige Faktoren [Bearbeiten]Geliebt sein und selbst lieben können:
Lebenspartner, Kinder, Familie, Mitmenschen
Freundlichkeit, Kontaktfähigkeit, soziale Kompetenz
sich wertvoll empfinden; Selbstachtung, Selbstvertrauen
Erfolg und Anerkennung: Bestätigung, Arbeitsklima, Kritik und Lob (Feedback).
Sicherheit: Gefühl der Geborgenheit, Religion bzw. Lebenssinn
Mindest-Sicherheit, die Nahrung, die Kleidung, das Wohnen betreffend
Sicherheit der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse
doch gewisse Spannung ist notwendig, sonst versinkt man in Lethargie.
Freiheit:
Gestaltungsmöglichkeiten, auch für das eigene Leben; lohnende Ziele
Möglichkeit zur Artikulation, Gedankenfreiheit, Redefreiheit
Berufs- und Partnerwahl
Kreativität: schöpferische Betätigung und Spiel.
Verbundenheit:
zum Partner, zu Freunden und/oder zu anderen
Konfliktfähigkeit und Bereitschaft zur Versöhnung
Erlebnisse mit Erinnerungswert.
Faktoren der sozialen Ungleichheit [Bearbeiten]Privilegierte Schichten sind in Deutschland eindeutig gesünder und haben eine längere Lebenserwartung als Menschen, die über geringere Bildung, Einkommen und Berufsstatus verfügen.
Die Gründe hierfür liegen (nach Mielck, 2005, S. 53) in
Unterschieden in den gesundheitlichen Belastungen (z. B. Belastungen am Arbeitsplatz)
Unterschieden in den Bewältigungsressourcen (z. B. soziale Unterstützung)
Unterschieden in der gesundheitlichen Versorgung (z. B. Arzt-Patient-Kommunikation).
Dies zusammengenommen führt wiederum zu
Unterschieden beim Gesundheits- und Krankheitsverhalten (z. B. Ernährung, Rauchen).
Insgesamt führen diese Faktoren zu
einer gesundheitlichen Ungleichheit (Unterschiede in der Mortalität und Morbidität).
Faktoren für ein gesundes Leben sind also auch sozialpolitischer Art.
also wie Ihr sieht, ist die Ernährung aleine, ist ein kleines Bruchteil davon, was wir tun und woran wir arbeiten müssen um gesund zu bleiben.
Wünsche euch allen viel Gesundheit!!!
Antonio
Hallo!
1)
Eine viel zitierte Definition von Gesundheit ist diejenige der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 22. Juli 1946. Sie lautet: „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen.“[1] („Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.“)
Definition [Bearbeiten]Die Stärke dieser Definition ist, dass Gesundheit nicht auf körperliche Gesundheit reduziert wird, sondern auch psychische und geistige Aspekte einbezieht. Zu kritisieren ist zum einen, dass Gesundheit als Zustand und nicht als Prozess definiert wird. Zum anderen impliziert die Formulierung des „vollkommenen Wohlbefindens“, dass Unwohlsein (z. B. bei Liebeskummer) die Gesundheit grundsätzlich beeinträchtigt. Schließlich wird nicht definiert, welche Symptome Gesundheit beobachtbar machen. „Wohlbefinden“ allein kann es nicht sein, da sich auch kranke Menschen durchaus wohl befinden können. Schließlich unterstützt die WHO-Definition die gängige Glorifizierung von Gesundheit und Dämonisierung von Krankheit. Dabei üben Krankheiten für die Gesundheit oft eine wichtige Funktion aus, etwa wenn uns eine Krankheit zeigt, dass wir unser Leben gesundheitsförderlicher gestalten sollten. Aus diesem Grund werden Gesundheit und Krankheit in der nachfolgenden Definition nicht getrennt, sondern als zwei Seiten einer Unterscheidung betrachtet, die sich wechselseitig bedingen.
Für eine umfassende Bestimmung von Gesundheit und Krankheit sind folgende Aspekte von Bedeutung:
Gesundheit und Krankheit sind beobachterabhängige Konstrukte, wobei sich die Beobachtung von Gesundheit und Krankheit durch soziale Systeme wie die Medizin oder die Wissenschaft von der Beobachtung durch das Individuum unterscheiden kann (objektivierende vs. subjektivierende Sicht).
Die Beobachtung von Gesundheit und Krankheit erfolgt ausschließlich anhand von (körperlichen, psychischen und sozialen) Symptomen.
Gesundheit und Krankheit sind demnach für sich nicht empirisch fassbar; sie entsprechen Konzepten, mit welchen die Symptome erklärt werden.
Man kann zwischen physischer und psychischer Gesundheit/Krankheit unterscheiden.
Die Positionierung auf dem Kontinuum wird primär durch das Vorhandensein/die Absenz von physischen und psychischen Krankheiten bestimmt.
Das Auftreten dieser Krankheiten wird unter anderem beeinflusst durch Risikofaktoren (Stressoren), welche die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten und Verletzungen erhöhen und Schutzfaktoren, welche die Wirkung der Risikofaktoren beschränken.
Die Risiko- und Schutzfaktoren können in physische, psychische, soziale und physikalisch-materielle Faktoren unterteilt werden.
Durch die Bekämpfung der Risikofaktoren und die Förderung der Schutzfaktoren wird die Chance für das Auftreten neuer Krankheiten verringert und die Positionierung auf dem Kontinuum verbessert oder erhalten.
Wenn sich durch die Verminderung von Riskofaktoren und die Förderung von Schutzfaktoren das Wohlbefinden des Individuums verbessert, kann sich seine Positionierung auf dem Kontinuum in Richtung Gesundheit verschieben.
Weitere Definitionen [Bearbeiten]Nach dem Soziologen Talcott Parsons:
Gesundheit ist ein Zustand optimaler Leistungsfähigkeit eines Individuums, für die wirksame Erfüllung der Rollen und Aufgaben für die es sozialisiert (Sozialisation = Einordnungsprozess in die Gesellschaft, Normen- und Werteübernahme) worden ist.
Nach Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie 1997 (BMFT):
Gesundheit wird als mehrdimensionales Phänomen verstanden und reicht über den „Zustand der Abwesenheit von Krankheit“ hinaus.
Nach Monika Krohwinkel, 1992:
Krankheit und Gesundheit sind „dynamische Prozesse“, die für die Pflege als Fähigkeiten und Defizite erkennbar sind. (Krohwinkel identifiziert Wohlbefinden und Unabhängigkeit als subjektiv empfundene Teile der Gesundheit.)
Eine pflegerische Definition von Gesundheit (Reinhard Lay, 1997/2004):
Gesundheit bedeutet eine zufrieden stellende Entfaltung von Selbstständigkeit und Wohlbefinden in den Aktivitäten des Lebens.
Nach dem Meikirch-Modell (Johannes Bircher, Karl-Heinz Wehkamp):
Gesundheit ist ein dynamischer Zustand von Wohlbefinden bestehend aus einem biopsychosozialen Potential, welches genügt, um die alters- und kulturspezifischen Ansprüche des Lebens in Eigenverantwortung zu befriedigen. Genügt das Potential nicht, um diese Ansprüche zu befriedigen, so besteht Krankheit.
Für weitere Definitionen s. van Spijk (Literaturverzeichnis).
Der Wert von Gesundheit [Bearbeiten]Gesundheit ist ein wichtiger persönlicher und gesellschaftlicher Wert. Ihre Bedeutung wird oft erst bei Krankheit oder mit zunehmendem Alter erkannt. Welche Einschränkungen mit dem Verlust von Gesundheit verbunden sind, wird oft erst dem alternden Menschen bewusst – durch eigene durchgestandene Krankheiten, gesundheitliche Probleme im Umfeld und das sich nähernde Lebensende. Vorsorgeprogramme für jüngere Altersgruppen werden propagiert, laufen aber oft ins Leere.
Im Allgemeinen sind Frauen gesundheitsbewusster als Männer. Dies kann man beispielsweise an der Beteiligung zur Darmkrebsvorsorge erkennen (Männer ca. 10–15 %, Frauen ca. 30 % Beteiligung). Kostenlose Krebsvorsorgeuntersuchung (SGB V §25) bekommen Frauen schon jährlich im Alter ab 20 Jahren und Männer erst im Alter ab 45 Jahren.
Privilegierte Schichten sind gesünder als unterprivilegierte. Der Abstand ist in den letzten zwanzig Jahren kontinuierlich gewachsen.
Die Förderung und Erhaltung der Gesundheit erfordert geringe finanzielle Mittel. Teuer ist dagegen der Versuch, Gesundheit wiederherzustellen, die sog. kurative Medizin. Die Krankenversicherung ist neben der Renten-, Arbeits-, Unfall- und Pflegeversicherung eine der fünf Säulen des Sozialsystems.
Faktoren für ein gesundes Leben.
Körperliche Faktoren, genetische Faktoren
gesunde Nahrung: Obst, Gemüse, Milch, Kartoffeln, Hülsenfrüchte etc.
gesunde natürliche Umwelt: Luft, Wasser, Boden, Licht etc.
gesicherte geschaffene Umwelt: Kleidung, Unterkunft, Wärme, Schutz vor Gefahren
ausreichende körperliche Betätigung (Sport, Spiel, Arbeit), aber keine extremen Überanstrengungen
genug Schlaf, Zeiten der Ruhe und Erholung, keine Hetze
Entspannung und emotionale Ausgeglichenheit (siehe auch unten)
eine erfüllte Sexualität mit sich oder einem bzw. mehreren anderen Menschen, oder dessen gelungene Sublimation
intakte soziale Beziehungen z. B. ein Freundeskreis und gute Beziehungen zu Arbeitskollegen
der Gesundheit förderliche Arbeitsbedingungen, keine dauernde Über- oder Unterforderung.
Seelisch-geistige Faktoren [Bearbeiten]Geliebt sein und selbst lieben können:
Lebenspartner, Kinder, Familie, Mitmenschen
Freundlichkeit, Kontaktfähigkeit, soziale Kompetenz
sich wertvoll empfinden; Selbstachtung, Selbstvertrauen
Erfolg und Anerkennung: Bestätigung, Arbeitsklima, Kritik und Lob (Feedback).
Sicherheit: Gefühl der Geborgenheit, Religion bzw. Lebenssinn
Mindest-Sicherheit, die Nahrung, die Kleidung, das Wohnen betreffend
Sicherheit der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse
doch gewisse Spannung ist notwendig, sonst versinkt man in Lethargie.
Freiheit:
Gestaltungsmöglichkeiten, auch für das eigene Leben; lohnende Ziele
Möglichkeit zur Artikulation, Gedankenfreiheit, Redefreiheit
Berufs- und Partnerwahl
Kreativität: schöpferische Betätigung und Spiel.
Verbundenheit:
zum Partner, zu Freunden und/oder zu anderen
Konfliktfähigkeit und Bereitschaft zur Versöhnung
Erlebnisse mit Erinnerungswert.
Faktoren der sozialen Ungleichheit [Bearbeiten]Privilegierte Schichten sind in Deutschland eindeutig gesünder und haben eine längere Lebenserwartung als Menschen, die über geringere Bildung, Einkommen und Berufsstatus verfügen.
Die Gründe hierfür liegen (nach Mielck, 2005, S. 53) in
Unterschieden in den gesundheitlichen Belastungen (z. B. Belastungen am Arbeitsplatz)
Unterschieden in den Bewältigungsressourcen (z. B. soziale Unterstützung)
Unterschieden in der gesundheitlichen Versorgung (z. B. Arzt-Patient-Kommunikation).
Dies zusammengenommen führt wiederum zu
Unterschieden beim Gesundheits- und Krankheitsverhalten (z. B. Ernährung, Rauchen).
Insgesamt führen diese Faktoren zu
einer gesundheitlichen Ungleichheit (Unterschiede in der Mortalität und Morbidität).
Faktoren für ein gesundes Leben sind also auch sozialpolitischer Art.
also wie Ihr sieht, ist die Ernährung aleine, ist ein kleines Bruchteil davon, was wir tun und woran wir arbeiten müssen um gesund zu bleiben.
Wünsche euch allen viel Gesundheit!!!
Antonio
Hallo!
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Re: Extreme... 08. Juli 2008 17:13 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 29 |
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Re: Extreme... 08. Juli 2008 17:18 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 29 |
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Re: Extreme... 08. Juli 2008 17:32 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
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Re: Extreme... 08. Juli 2008 17:48 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 29 |
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Re: Extreme... 08. Juli 2008 23:36 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
Guadelupe27 schrieb:
> Moin..
>
> :die Selbstmordrate in Deutschland ist aber nicht so hoch weil
> zu viele Leute zum Therapeuten gehen sondern zu wenige"....
>
> ? Also müssten deiner meinung nach noch mehr Leute zum
> Theraupeuten...?" Und trotzdem bringt es offenbar nichts? Ja,
> das ist die Lösung, wir schicken alle zum Psychologen, damit
> ist das Problem Deutschlands gelöst wird...Das ist auch die
> Nation Deutschland, "hauptsache ich muss nichts tun, der Staat
> macht dann schon irgendwann was...". Erstaunlich.
Es gibt Schätzungen wonach bis zu 90% aller Selbstmorde auf eine depressive Erkrankung zurück zu führen sind. Natürlich sollten diese Leute zum Therapeuten. Dass es nichts bringt ist Unsinn. Die Zahlen sind absolut eindeutig.
Warum Du alle zum Psychologen schicken willst verstehe ich nicht ganz. Wir schicken ja auch nicht alle zum Orthopäden oder zum HNO-Arzt?
>
> Ich habe immer gemeit Deutschland ist ein Land, in
> wirtfaschaftlich guter Lage, jetzt, hier in Europa, sehe ich,
> dass es genau umgekehrt ist. Ich komme aus einem 3. Welt-Land,
> aber sogar wir haben eine bessere Schulbildung als
> Deutschland...
Keine Ahnung von welchem Land Du sprichst, aber ich bezweifle dass es ein 3. Welt Land gibt, dass all seinen Einwohnern eine vergleichbare Bildung wie in Deutschland zur Verfügung stellen kann.
>
> lg.
> G.
> Moin..
>
> :die Selbstmordrate in Deutschland ist aber nicht so hoch weil
> zu viele Leute zum Therapeuten gehen sondern zu wenige"....
>
> ? Also müssten deiner meinung nach noch mehr Leute zum
> Theraupeuten...?" Und trotzdem bringt es offenbar nichts? Ja,
> das ist die Lösung, wir schicken alle zum Psychologen, damit
> ist das Problem Deutschlands gelöst wird...Das ist auch die
> Nation Deutschland, "hauptsache ich muss nichts tun, der Staat
> macht dann schon irgendwann was...". Erstaunlich.
Es gibt Schätzungen wonach bis zu 90% aller Selbstmorde auf eine depressive Erkrankung zurück zu führen sind. Natürlich sollten diese Leute zum Therapeuten. Dass es nichts bringt ist Unsinn. Die Zahlen sind absolut eindeutig.
Warum Du alle zum Psychologen schicken willst verstehe ich nicht ganz. Wir schicken ja auch nicht alle zum Orthopäden oder zum HNO-Arzt?
>
> Ich habe immer gemeit Deutschland ist ein Land, in
> wirtfaschaftlich guter Lage, jetzt, hier in Europa, sehe ich,
> dass es genau umgekehrt ist. Ich komme aus einem 3. Welt-Land,
> aber sogar wir haben eine bessere Schulbildung als
> Deutschland...
Keine Ahnung von welchem Land Du sprichst, aber ich bezweifle dass es ein 3. Welt Land gibt, dass all seinen Einwohnern eine vergleichbare Bildung wie in Deutschland zur Verfügung stellen kann.
>
> lg.
> G.
|
Re: Extreme... 11. Juli 2008 23:24 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 14 |
Hallo Marv,
....
"Was spricht dagegen, bei Problemen welcher Art auch immer, Hilfe anzunehmen? In den USa ist es längst völlig akzeptiert, daß man einen Termin beim privaten Psychologen hat."
>Ja, genau so ist es. Ich sage nicht, dass es etwas sinnloses ist, zum Psychologen zu gehen, oder habe ich das? Ich habe nur gesagt, dass die Menschen hier sehr schnell nach Hilfe von aussen suchen, statt sich selbst helfen zu wollen. Weil es vielleicht einfach einfacher ist und Anstrengungen einspart (?). Ich habe niemals gesagt es wäre dumm zum Psychologen zu gehen, wenn ich mir ein Bein breche, gehe ich ja auch zum Artzt, wieso soll daselbe für Psychischen Krankheiten nicht gelten?
...
"Und trotz dem ewigen Pisa-Zeigefinger gehören deutsche Absolventen noch immer zu den international gefragtesten."
>Glaubst du das wirklich immer noch? Und wenn ja, wie kommst du darauf?
...
"Wenn es dir aber in deinem Dritte Welt Land so gut gefallen hat steht es dir frei, wieder dahin zurückzukehren. Allerdings scheinst du dich ja mit einer typisch deutschen Sitte, stets jammern auf hohem Niveau, schon bestens angefreundet zu haben."
>Du glaubst nicht wie oft ich diese Sätze schon gehört habe. Aber um eines klar zu stellen, ich jammere nicht, ich stelle lediglich Dinge in Frage. Aber das ist ein unwillkommenes Vorgehen, vor allem wenn man Ausländer ist, sollte man das auf gar keinen Fall tun, das habe ich hier gelernt. Und keine Angst, ich studiere hier nur ein Semster, dann bin ich wieder weg und es gibt einen weniger im Land der einige Sachverhalte kritisch hinterfragt und mit anderen Ländern vergleicht.
Und ja, es gefällt mir in meinem 3.WELT-LAND so gut, dass ich im nächsten Februar wieder dort leben werde. Denn es sind die Menschen und Umstände um dich, die Schwierigkeiten und die Hilfe die du von Nachbaren erhälst, deine Familie, die dich durchs Leben führen, und keine Psychologen.
Guadelupe
....
"Was spricht dagegen, bei Problemen welcher Art auch immer, Hilfe anzunehmen? In den USa ist es längst völlig akzeptiert, daß man einen Termin beim privaten Psychologen hat."
>Ja, genau so ist es. Ich sage nicht, dass es etwas sinnloses ist, zum Psychologen zu gehen, oder habe ich das? Ich habe nur gesagt, dass die Menschen hier sehr schnell nach Hilfe von aussen suchen, statt sich selbst helfen zu wollen. Weil es vielleicht einfach einfacher ist und Anstrengungen einspart (?). Ich habe niemals gesagt es wäre dumm zum Psychologen zu gehen, wenn ich mir ein Bein breche, gehe ich ja auch zum Artzt, wieso soll daselbe für Psychischen Krankheiten nicht gelten?
...
"Und trotz dem ewigen Pisa-Zeigefinger gehören deutsche Absolventen noch immer zu den international gefragtesten."
>Glaubst du das wirklich immer noch? Und wenn ja, wie kommst du darauf?
...
"Wenn es dir aber in deinem Dritte Welt Land so gut gefallen hat steht es dir frei, wieder dahin zurückzukehren. Allerdings scheinst du dich ja mit einer typisch deutschen Sitte, stets jammern auf hohem Niveau, schon bestens angefreundet zu haben."
>Du glaubst nicht wie oft ich diese Sätze schon gehört habe. Aber um eines klar zu stellen, ich jammere nicht, ich stelle lediglich Dinge in Frage. Aber das ist ein unwillkommenes Vorgehen, vor allem wenn man Ausländer ist, sollte man das auf gar keinen Fall tun, das habe ich hier gelernt. Und keine Angst, ich studiere hier nur ein Semster, dann bin ich wieder weg und es gibt einen weniger im Land der einige Sachverhalte kritisch hinterfragt und mit anderen Ländern vergleicht.
Und ja, es gefällt mir in meinem 3.WELT-LAND so gut, dass ich im nächsten Februar wieder dort leben werde. Denn es sind die Menschen und Umstände um dich, die Schwierigkeiten und die Hilfe die du von Nachbaren erhälst, deine Familie, die dich durchs Leben führen, und keine Psychologen.
Guadelupe
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Re: Extreme... 12. Juli 2008 00:09 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
> >Ja, genau so ist es. Ich sage nicht, dass es etwas sinnloses
> ist, zum Psychologen zu gehen, oder habe ich das? Ich habe nur
> gesagt, dass die Menschen hier sehr schnell nach Hilfe von
> aussen suchen, statt sich selbst helfen zu wollen. Weil es
> vielleicht einfach einfacher ist und Anstrengungen einspart
> (?). Ich habe niemals gesagt es wäre dumm zum Psychologen zu
> gehen, wenn ich mir ein Bein breche, gehe ich ja auch zum
> Artzt, wieso soll daselbe für Psychischen Krankheiten nicht
> gelten?
Das komplette Gegenteil ist der Fall. In Deutschland begeben sich die Menschen aus schon genannten Gründen immer noch viel zu spät in psychologische Behandlung. Zumindest zu spät aus Sicht einer sinnvollen Therapie, die ja immer so früh wie möglich ansetzen sollte und nicht erst dann, wenn "Hopfen und Malz verloren" ist.
Der Vergleich mit dem gebrochenen Bein hinkt vielleicht etwas. Besser wäre eine chronische Erkrankung, deren Krankheitsverlauf durch frühzeitige Diagnose und Therapie aber sehr gemildert werden könnte. Vielleicht ein Gichtanfall als Hinweis auf eine später folgende chronische Gicht, oder ein jahrelang verschlepptes Rückenleiden.
> ...
>
> "Und trotz dem ewigen Pisa-Zeigefinger gehören deutsche
> Absolventen noch immer zu den international gefragtesten."
>
> >Glaubst du das wirklich immer noch? Und wenn ja, wie kommst du
> darauf?
Bei PISA waren wir zuletzt auf Platz 13 der überprüften Länder, vor der Schweiz (16) , Großbritannien (14) , Schweden (22), Dänemark (24), Belgien (19), USA (29), Norwegen (33) usw.
Noch vor uns waren u.A. Länder wie Japan, Südkorea, Hong Kong und Taiwan. Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass wir die jemals zu irgendeiner Zeit in den bei Pisa abgefragten Kategorien geschlagen hätten.
Japan z.B. hatte schon im frühen 19. Jahrhundert eine Alphabetisierungsrate von der selbst Preußen unter Humboldts Bildungsreformen nur träumen konnte und allein durch das Auswendiglernen der ca. 2000 chinesischen Schriftzeichen + 5000 Komposita hat der durchschnittliche japanische Schüler einen riesen Vorteil gegenüber Europäern wenn es um das Thema Fleiß und Denkanstrengung geht.
Aber was sagen schon solche formal überprüfbaren Bildungskategorien aus? Da schneiden ja z.B. auch die Mädchen systematisch besser ab als die Jungs, trotzdem haben die Mädchen an der momentanen Revolution des Berufslebens kaum Anteil, oder kennst du ein berühmtes weibliches Aushängeschild der .com Branche? Offensichtlich gibt es für beruflichen Erfolg immer noch mehr Indikatoren als die rein formale Bildung.
>
> ...
> "Wenn es dir aber in deinem Dritte Welt Land so gut gefallen
> hat steht es dir frei, wieder dahin zurückzukehren. Allerdings
> scheinst du dich ja mit einer typisch deutschen Sitte, stets
> jammern auf hohem Niveau, schon bestens angefreundet zu haben."
>
> >Du glaubst nicht wie oft ich diese Sätze schon gehört habe.
> Aber um eines klar zu stellen, ich jammere nicht, ich stelle
> lediglich Dinge in Frage. Aber das ist ein unwillkommenes
> Vorgehen, vor allem wenn man Ausländer ist, sollte man das auf
> gar keinen Fall tun, das habe ich hier gelernt.
Ach was. Gerade in Deutschland lobt man das Ausland doch bis zur Selbstaufgabe über den Klee. Aber wenn man so gezielt gegen das Gastland wettert muss man sich wohl nicht wundern, wenn es zu derartigen Reaktionen kommt. Auch wenn ich selbst diese "Dann hau doch ab wenns Dir nicht passt" Haltung absolut nicht teile.
Und keine
> Angst, ich studiere hier nur ein Semster, dann bin ich wieder
> weg und es gibt einen weniger im Land der einige Sachverhalte
> kritisch hinterfragt und mit anderen Ländern vergleicht.
> Und ja, es gefällt mir in meinem 3.WELT-LAND so gut, dass ich
> im nächsten Februar wieder dort leben werde. Denn es sind die
> Menschen und Umstände um dich, die Schwierigkeiten und die
> Hilfe die du von Nachbaren erhälst, deine Familie, die dich
> durchs Leben führen, und keine Psychologen.
Verrätst Du uns auch irgendwann mal, um welches 3. Welt Land es sich dabei handelt?
Ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass mich nicht meine Nachbarn und meine Familie durchs Leben führt. Natürlich sehnt sich jeder von uns nach einer kitschig verklärten "die Großfamilie sitzt beim Abendbrot vor toscanischer Landschaft" Idylle. Aber die Realität in den Familien war nunmal auch Fremdbestimmung, Willkür des Patriarchen, häusliche Gewalt bis hin zum Inzest und ökonomische Abhängigkeit.
Sicher nicht immer und in jedem Fall, aber institutionell begünstigt und ohne Ausweg, denn man hatte als Frau ja keine Ausbildung und keinen Beruf und als Kind keine Rechte. Da lob ich mir die heutige Zeit. Bei allen Problemen, die sie mit sich bringt.
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Re: Extreme... 12. Juli 2008 00:36 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 14 |
Hallo Steppenwolf,
Bitte verüble es mir nicht, wenn ich keine Lust mehr habe dieses Gespräch weiter zu führen.
"Ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass mich nicht meine Nachbarn und meine Familie durchs Leben führt. "
In meiner Kultur ist das wichtigste die Familie, keine Karriere oder kein Studium in der Welt kann wichtiger sein als die eigene Familie.
Ich bin nicht in dieses Forum gekommen um über kulturelle Unterschiede zu streiten und um irgendwelche Grüde zu finden, weshalb die einte oder andere besser sein sollte. Es gibt lediglich Unterschiede, und diese habe ich festgestellt. Keine Denkweise ist besser oder schlechter, sie sind lediglich unterschiedlich. Ich bin mir auch bewusst, dass meine Kultur / Lebenseinstellung viele Nachteile hat, aber ich habe auch gerade im Ausland gelernt, was für Vorteile sie bringt, und auch, was für Vorteile andere Kulturen mit sich bringen.
Ich bin ein offener Mensch, sonst würde ich nicht durch Europa gehen und die Menschen kennenlernen wollen. Ich bin vielleicht manchmal sehr emotional, ich sage schnell Dinge, die ich nicht so meine, oder anders sagen wollte. Ich habe durch meine Reise in Deutschland und der Schweiz aber auch gelernt, dass man gewisse Sachen nicht ansprechen sollte, offenbar das System hier,sei es das Bildungssystem, Gesundheitssystem etc. Kritik von aussen ist einfach nicht erwünscht, weder wird darüber nachgedacht oder überhaupt irgendwie reflektiert. Es könnte ja sein, dass selbst ein Ausländer mal gute Anmerkungen macht...
Aber eben, ich überlasse es dir,
ich wollte auf keinen Fall jemandem zu nahe treten, noch irgendjemanden beleidigen. Und beides habe ich offensichtlich geschafft.
Ich hoffe es hat einfach mal ein Ende, ich bin es auch Müde, ewig zu hören dass ich in mein Land abhauen soll. Achja, es ist Ecuador, ich habe vorher viele Jahre in Nicaruage gelebt.
Gruss
G
Bitte verüble es mir nicht, wenn ich keine Lust mehr habe dieses Gespräch weiter zu führen.
"Ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass mich nicht meine Nachbarn und meine Familie durchs Leben führt. "
In meiner Kultur ist das wichtigste die Familie, keine Karriere oder kein Studium in der Welt kann wichtiger sein als die eigene Familie.
Ich bin nicht in dieses Forum gekommen um über kulturelle Unterschiede zu streiten und um irgendwelche Grüde zu finden, weshalb die einte oder andere besser sein sollte. Es gibt lediglich Unterschiede, und diese habe ich festgestellt. Keine Denkweise ist besser oder schlechter, sie sind lediglich unterschiedlich. Ich bin mir auch bewusst, dass meine Kultur / Lebenseinstellung viele Nachteile hat, aber ich habe auch gerade im Ausland gelernt, was für Vorteile sie bringt, und auch, was für Vorteile andere Kulturen mit sich bringen.
Ich bin ein offener Mensch, sonst würde ich nicht durch Europa gehen und die Menschen kennenlernen wollen. Ich bin vielleicht manchmal sehr emotional, ich sage schnell Dinge, die ich nicht so meine, oder anders sagen wollte. Ich habe durch meine Reise in Deutschland und der Schweiz aber auch gelernt, dass man gewisse Sachen nicht ansprechen sollte, offenbar das System hier,sei es das Bildungssystem, Gesundheitssystem etc. Kritik von aussen ist einfach nicht erwünscht, weder wird darüber nachgedacht oder überhaupt irgendwie reflektiert. Es könnte ja sein, dass selbst ein Ausländer mal gute Anmerkungen macht...
Aber eben, ich überlasse es dir,
ich wollte auf keinen Fall jemandem zu nahe treten, noch irgendjemanden beleidigen. Und beides habe ich offensichtlich geschafft.
Ich hoffe es hat einfach mal ein Ende, ich bin es auch Müde, ewig zu hören dass ich in mein Land abhauen soll. Achja, es ist Ecuador, ich habe vorher viele Jahre in Nicaruage gelebt.
Gruss
G
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Re: Extreme... 12. Juli 2008 07:35 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 1.123 |
Guadelupe27 schrieb:
> Hallo Steppenwolf,
[...]
> Aber eben, ich überlasse es dir,
> ich wollte auf keinen Fall jemandem zu nahe treten, noch
> irgendjemanden beleidigen. Und beides habe ich offensichtlich
> geschafft.
Ich glaube nicht, "dass Du das offensichtlich geschafft hast", vielmehr stellst Du Deinem Gegenüber vehement ein Recht in Frage, welches Du für Dich absolut -berechtigt- beanspruchst. Wer eine Meinung zum besten gibt, sollte nicht andere dafür an den Pranger stellen, wenn sie gleiches tun. Du kritisierst -teilweise durchaus berechtigt- diverse Zustände in Deutschland, worauf Steppenwolf mit seiner Sicht der Dinge geantwortet hat. Wo ist das Problem?
> Ich hoffe es hat einfach mal ein Ende, ich bin es auch Müde,
> ewig zu hören dass ich in mein Land abhauen soll. Achja, es ist
> Ecuador, ich habe vorher viele Jahre in Nicaruage gelebt.
Der Hinweis, dass Du dann doch besser wieder dorthin ginge st, wo es Dir besser gefällt, ist nicht der billige "Ausländer raus"-Quatsch den Du darin sehen möchtest, sondern ein guter Wusch für bessere Lebensumstände für Dich, dem ich mich nur anschließen kann. Er wünsch Dich nicht etwa in die Hölle -wie es typische Ausländerhasser machen- sondern dorthin, wo es Dir besser geht. Daran kann ich nichts verwerfliches entdecken.
> Gruss
> G
Gewicht 118,9kg am 13.01.06
Aktuell 86kg am 18.11.08
Mann 53 Jahre alt; 178cm groß
> Hallo Steppenwolf,
[...]
> Aber eben, ich überlasse es dir,
> ich wollte auf keinen Fall jemandem zu nahe treten, noch
> irgendjemanden beleidigen. Und beides habe ich offensichtlich
> geschafft.
Ich glaube nicht, "dass Du das offensichtlich geschafft hast", vielmehr stellst Du Deinem Gegenüber vehement ein Recht in Frage, welches Du für Dich absolut -berechtigt- beanspruchst. Wer eine Meinung zum besten gibt, sollte nicht andere dafür an den Pranger stellen, wenn sie gleiches tun. Du kritisierst -teilweise durchaus berechtigt- diverse Zustände in Deutschland, worauf Steppenwolf mit seiner Sicht der Dinge geantwortet hat. Wo ist das Problem?
> Ich hoffe es hat einfach mal ein Ende, ich bin es auch Müde,
> ewig zu hören dass ich in mein Land abhauen soll. Achja, es ist
> Ecuador, ich habe vorher viele Jahre in Nicaruage gelebt.
Der Hinweis, dass Du dann doch besser wieder dorthin ginge st, wo es Dir besser gefällt, ist nicht der billige "Ausländer raus"-Quatsch den Du darin sehen möchtest, sondern ein guter Wusch für bessere Lebensumstände für Dich, dem ich mich nur anschließen kann. Er wünsch Dich nicht etwa in die Hölle -wie es typische Ausländerhasser machen- sondern dorthin, wo es Dir besser geht. Daran kann ich nichts verwerfliches entdecken.
> Gruss
> G
Gewicht 118,9kg am 13.01.06
Aktuell 86kg am 18.11.08
Mann 53 Jahre alt; 178cm groß
|
Re: Extreme... 12. Juli 2008 08:39 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
> Der Hinweis, dass Du dann doch besser wieder dorthin ginge st,
> wo es Dir besser gefällt, ist nicht der billige "Ausländer
> raus"-Quatsch den Du darin sehen möchtest, sondern ein guter
> Wusch für bessere Lebensumstände für Dich, dem ich mich nur
> anschließen kann. Er wünsch Dich nicht etwa in die Hölle -wie
> es typische Ausländerhasser machen- sondern dorthin, wo es Dir
> besser geht. Daran kann ich nichts verwerfliches entdecken.
Es ist schon ein eher schäbiges Totschlagargument. Und der Ausländerhasser kann ja eben auch den Türken aus dem fadenscheinigen Argument heraus in die Türkei zurück wünschen, damit dieser dort wieder unter Türken leben und vieeeel glücklicher sein könne. Genauso, wie man früher aufmüpfigen Studenten gesagt hat, sie könnten ja "rüber gehen", wenn es Ihnen hier (im Westen) nicht passt.
Letztlich sagt man damit aber nur: "Halt die Schnauze oder verpiss Dich!". Und das ist nicht die Art von Argumentation die man in einer zivilisierten Diskussion pflegen sollte.
Aber zugegeben. Wenn jemand andauernd ein spezielles Land als so extrem viel besser und lebenswerter darstellt zwingt sich die Bemerkung geradezu auf - allein schon um die Gründe zu erfahren, warum die Bundesrepublik dann ja letztlich wohl doch bevorzug wird.
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Re: Extreme... 12. Juli 2008 10:22 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
Guadelupe27 schrieb:
> Denn es sind die
> Menschen und Umstände um dich, die Schwierigkeiten und die
> Hilfe die du von Nachbaren erhälst, deine Familie, die dich
> durchs Leben führen, und keine Psychologen.
Und da ist eben die Frage, ob das wirklich besser ist, wenn gutmeinende Nachbarn und Angehörige zu helfen versuchen oder wenn die Hilfe von gut ausgebildeten Profis kommt - vor allem wenn es sich beim Hilfsbedürftigen um jemanden mit einer Zwangserkrankung wie z. B. Magersucht handelt.
Denn mit einem mütterlichen "Das wird schon wieder" und einem "Wir haben dich alle ganz doll lieb" der anderen Familienangehörigen und Nachbarn lässt sich eine Zwangserkrankung wirklich nicht heilen.
Alex
> Denn es sind die
> Menschen und Umstände um dich, die Schwierigkeiten und die
> Hilfe die du von Nachbaren erhälst, deine Familie, die dich
> durchs Leben führen, und keine Psychologen.
Und da ist eben die Frage, ob das wirklich besser ist, wenn gutmeinende Nachbarn und Angehörige zu helfen versuchen oder wenn die Hilfe von gut ausgebildeten Profis kommt - vor allem wenn es sich beim Hilfsbedürftigen um jemanden mit einer Zwangserkrankung wie z. B. Magersucht handelt.
Denn mit einem mütterlichen "Das wird schon wieder" und einem "Wir haben dich alle ganz doll lieb" der anderen Familienangehörigen und Nachbarn lässt sich eine Zwangserkrankung wirklich nicht heilen.
Alex
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@ Guadalupe27 12. Juli 2008 20:00 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 183 |
Hallo,
Du darfst einige hier nicht so ernst nehmen. Ich gebe Dir voellig recht damit: Das Bildungssystem in Deutschland ist schlecht und es wird immer schlechter. Man schaue sich nur die Hauptschueler an. Das gleiche gilt fuer unser Gesundheits- und Sozialsystem. Von Deutschland wird zwar immer als Sozialstaat gesprochen und als Demokratie.... Aber darueber kann ich wirklich nur lachen. Hier haben nur die was zu sagen die viel Geld haben, denn Geld bedeutet Macht und mit Geld kann man sich eine Gute Gesundheitsvorsorge leisten, und zum Thema Demokratie - ich wuerde unser Staatssystem eher Demokratur nennen. Leider sind viele meiner "Landsleute" einfach zu d**f um das zubegreifen. Sie erkennen nicht was mit Ihnen gemacht wird.
Liebe Guradalupe27, es sind nicht alle so.
Ich drueck Dich ganz fest.
Raven
You'll never know - untill you try.
Du darfst einige hier nicht so ernst nehmen. Ich gebe Dir voellig recht damit: Das Bildungssystem in Deutschland ist schlecht und es wird immer schlechter. Man schaue sich nur die Hauptschueler an. Das gleiche gilt fuer unser Gesundheits- und Sozialsystem. Von Deutschland wird zwar immer als Sozialstaat gesprochen und als Demokratie.... Aber darueber kann ich wirklich nur lachen. Hier haben nur die was zu sagen die viel Geld haben, denn Geld bedeutet Macht und mit Geld kann man sich eine Gute Gesundheitsvorsorge leisten, und zum Thema Demokratie - ich wuerde unser Staatssystem eher Demokratur nennen. Leider sind viele meiner "Landsleute" einfach zu d**f um das zubegreifen. Sie erkennen nicht was mit Ihnen gemacht wird.
Liebe Guradalupe27, es sind nicht alle so.
Ich drueck Dich ganz fest.
Raven
You'll never know - untill you try.
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Re: @ Guadalupe27 13. Juli 2008 01:38 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
raven47 schrieb:
> Hallo,
> Du darfst einige hier nicht so ernst nehmen. Ich gebe Dir
> voellig recht damit: Das Bildungssystem in Deutschland ist
> schlecht und es wird immer schlechter. Man schaue sich nur die
> Hauptschueler an. Das gleiche gilt fuer unser Gesundheits- und
> Sozialsystem. Von Deutschland wird zwar immer als Sozialstaat
> gesprochen und als Demokratie.... Aber darueber kann ich
> wirklich nur lachen. Hier haben nur die was zu sagen die viel
> Geld haben, denn Geld bedeutet Macht und mit Geld kann man sich
> eine Gute Gesundheitsvorsorge leisten, und zum Thema Demokratie
> - ich wuerde unser Staatssystem eher Demokratur nennen. Leider
> sind viele meiner "Landsleute" einfach zu d**f um das
> zubegreifen. Sie erkennen nicht was mit Ihnen gemacht wird.
> Liebe Guradalupe27, es sind nicht alle so.
> Ich drueck Dich ganz fest.
> Raven
Aber Dich darf man ernst nehmen? :-) Um nochmal die Fakten zu nennen:
Deutschland liegt bei Pisa auf Platz 13, was vielleicht nicht die absolute Spitze aber doch schon die Spitzengruppe ist.
Deutschland liegt bei den Sozialausgaben weltweit gemessen am Anteil des Bruttoinlandsprodukts auf Platz 3 und auch wenn das Deutsche Sozialsystem vielleicht nicht so effizient mit seinen Geldern umgeht wie das schwedische oder das norwegische ist es geradezu absurd, im Deutschland des Jahres 2008 über zu geringe Sozialleistungen zu klagen. Damit verhöhnst Du jede Generation jeden Landes bis zu diesem Tag, die ALLE weniger hatten.
Dass Du Deutschland jetzt auch noch die Demokratiefähigkeit absprechen willst, wo wir bald 60 Jahre Erfolgsgeschichte Bundesrepublik feiern und in so ziemlich jedem relevanten Demokratietheoretischen Feld zu den Vorzeigenationen der Welt gehören, von der Wahlbeteiligung über die Stabilität der Regierungen zu unserem föderalistischen System das Vorbild für die EU ist usw. macht mich sprachlos.
Aber gut, dass Du für uns alle die wir zu dumm sind zu merken, in was für einem Schurkenstaat wir leben, mitdenkst.
> Hallo,
> Du darfst einige hier nicht so ernst nehmen. Ich gebe Dir
> voellig recht damit: Das Bildungssystem in Deutschland ist
> schlecht und es wird immer schlechter. Man schaue sich nur die
> Hauptschueler an. Das gleiche gilt fuer unser Gesundheits- und
> Sozialsystem. Von Deutschland wird zwar immer als Sozialstaat
> gesprochen und als Demokratie.... Aber darueber kann ich
> wirklich nur lachen. Hier haben nur die was zu sagen die viel
> Geld haben, denn Geld bedeutet Macht und mit Geld kann man sich
> eine Gute Gesundheitsvorsorge leisten, und zum Thema Demokratie
> - ich wuerde unser Staatssystem eher Demokratur nennen. Leider
> sind viele meiner "Landsleute" einfach zu d**f um das
> zubegreifen. Sie erkennen nicht was mit Ihnen gemacht wird.
> Liebe Guradalupe27, es sind nicht alle so.
> Ich drueck Dich ganz fest.
> Raven
Aber Dich darf man ernst nehmen? :-) Um nochmal die Fakten zu nennen:
Deutschland liegt bei Pisa auf Platz 13, was vielleicht nicht die absolute Spitze aber doch schon die Spitzengruppe ist.
Deutschland liegt bei den Sozialausgaben weltweit gemessen am Anteil des Bruttoinlandsprodukts auf Platz 3 und auch wenn das Deutsche Sozialsystem vielleicht nicht so effizient mit seinen Geldern umgeht wie das schwedische oder das norwegische ist es geradezu absurd, im Deutschland des Jahres 2008 über zu geringe Sozialleistungen zu klagen. Damit verhöhnst Du jede Generation jeden Landes bis zu diesem Tag, die ALLE weniger hatten.
Dass Du Deutschland jetzt auch noch die Demokratiefähigkeit absprechen willst, wo wir bald 60 Jahre Erfolgsgeschichte Bundesrepublik feiern und in so ziemlich jedem relevanten Demokratietheoretischen Feld zu den Vorzeigenationen der Welt gehören, von der Wahlbeteiligung über die Stabilität der Regierungen zu unserem föderalistischen System das Vorbild für die EU ist usw. macht mich sprachlos.
Aber gut, dass Du für uns alle die wir zu dumm sind zu merken, in was für einem Schurkenstaat wir leben, mitdenkst.
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@ Guadalupe27 13. Juli 2008 12:48 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 29 |
Siehst du?! Du stehst nicht aleine da , und kannst einige von uns mitnehmen, ins Paradies des dritten Weltens!
Für raven hoffe ich natürlich, das er als Auslender sich in Nicaragua wohl füllt, und endlich das findet was er in seinem Heimatland so lange vermisst hat! :-)
Ps: Der Mensch füllt sich daheim, wo er verstanden wird.
Hallo!
Für raven hoffe ich natürlich, das er als Auslender sich in Nicaragua wohl füllt, und endlich das findet was er in seinem Heimatland so lange vermisst hat! :-)
Ps: Der Mensch füllt sich daheim, wo er verstanden wird.
Hallo!
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Re: Extreme... 13. Juli 2008 13:12 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 29 |
was streitet ihr über die Politik, ökonomische Probleme usw.
Aus der Sicht der Arbeiter, muss die Arbeit vorhanden sein und so bezahlt werden, dass ich nicht nur mich, sondern auch meine Familie ernähren kann.
Wenn die Politiker es nicht hin kriegen, dann haben sie versagt.
Ich bezahle sie schliesslich dafür(durch die Steuern), dass sie mir so ein Arbeitsplatz zur Verfügung stellen, oder?
Warum soll ich mir noch Gedanken über die Politik machen, wo ich sowieso nichts ändern kann.
Und wofür brauchen wir dann die Politik, wenn sie aus unserer Sicht alles Falsch macht, und wir alles besser wissen :-)
Geldverschwendung!!!!!!!!!!
Jetzt weiss ich, warum ich so schlank bin: Unterbezahlt, unterernährt, Ärger mit der Politik!
so kann man auch seine Pfunde los werden.
Hallo!
Aus der Sicht der Arbeiter, muss die Arbeit vorhanden sein und so bezahlt werden, dass ich nicht nur mich, sondern auch meine Familie ernähren kann.
Wenn die Politiker es nicht hin kriegen, dann haben sie versagt.
Ich bezahle sie schliesslich dafür(durch die Steuern), dass sie mir so ein Arbeitsplatz zur Verfügung stellen, oder?
Warum soll ich mir noch Gedanken über die Politik machen, wo ich sowieso nichts ändern kann.
Und wofür brauchen wir dann die Politik, wenn sie aus unserer Sicht alles Falsch macht, und wir alles besser wissen :-)
Geldverschwendung!!!!!!!!!!
Jetzt weiss ich, warum ich so schlank bin: Unterbezahlt, unterernährt, Ärger mit der Politik!
so kann man auch seine Pfunde los werden.
Hallo!
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Re: @ Guadalupe27 13. Juli 2008 15:43 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
raven47 schrieb:
> Hier haben nur die was zu sagen die viel Geld haben
Alle Jahre hat "hier" jeder etwas zu sagen: bei Kommunalwahlen, OB-Wahlen, Kreistagswahlen, bei Landtagswahlen, Bundestagswahlen, Europawahlen, Kirchengemeinderatswahlen, Betriebsratswahlen, Sozialversicherungswahlen usw.
Dennoch haben wir katastrophale Wahlbeteiligungen. In Sachsen-Anhalt gab es z. B. eine Wahlbeteiligung von 36,5% bei den Kommunalwahlen 2007.
Es gibt jede Menge Gremien und Parlamente, in denen man mitarbeiten kann und sich wählen lassen kann, damit man auch etwas zu sagen hat. Und das ganz ohne Geld.
Wenn du gerne was zu sagen hättest, warum hast du nie in der SMV mitgearbeitet, hast dich nie für den Jugendgemeinderat aufstellen lassen, bist nie in der Jugendorganisation einer Partei aktiv gewesen und bist jetzt nicht aktiv tätig im Betriebsrat, Personalrat, Gemeinderat, im Vereinsvorstand usw.?
Wer keinerlei Engagement erbringt, hat meiner Meinung nach das Recht verwirkt, über "die da oben" zu schimpfen.
> Leider
> sind viele meiner "Landsleute" einfach zu d**f um das
> zubegreifen.
Stimmt. Denn wären sie nicht so doof, würden sie selbst aktiv werden anstatt nur rumzusitzen und zu jammern.
Alex
> Hier haben nur die was zu sagen die viel Geld haben
Alle Jahre hat "hier" jeder etwas zu sagen: bei Kommunalwahlen, OB-Wahlen, Kreistagswahlen, bei Landtagswahlen, Bundestagswahlen, Europawahlen, Kirchengemeinderatswahlen, Betriebsratswahlen, Sozialversicherungswahlen usw.
Dennoch haben wir katastrophale Wahlbeteiligungen. In Sachsen-Anhalt gab es z. B. eine Wahlbeteiligung von 36,5% bei den Kommunalwahlen 2007.
Es gibt jede Menge Gremien und Parlamente, in denen man mitarbeiten kann und sich wählen lassen kann, damit man auch etwas zu sagen hat. Und das ganz ohne Geld.
Wenn du gerne was zu sagen hättest, warum hast du nie in der SMV mitgearbeitet, hast dich nie für den Jugendgemeinderat aufstellen lassen, bist nie in der Jugendorganisation einer Partei aktiv gewesen und bist jetzt nicht aktiv tätig im Betriebsrat, Personalrat, Gemeinderat, im Vereinsvorstand usw.?
Wer keinerlei Engagement erbringt, hat meiner Meinung nach das Recht verwirkt, über "die da oben" zu schimpfen.
> Leider
> sind viele meiner "Landsleute" einfach zu d**f um das
> zubegreifen.
Stimmt. Denn wären sie nicht so doof, würden sie selbst aktiv werden anstatt nur rumzusitzen und zu jammern.
Alex
|
Re: @ Guadalupe27 13. Juli 2008 16:13 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 1.123 |
raven47 schrieb:
> Hallo,
> Du darfst einige hier nicht so ernst nehmen.
Wie wärs wenn sie da bei Dir anfängt?
Der Rest Deines Posts ist es echt nicht wert, weitere Kommentare dazu abzugeben...................Man nennt solche Äusserungen auch Populismus.....
> Raven
>
Gewicht 118,9kg am 13.01.06
Aktuell 86kg am 18.11.08
Mann 53 Jahre alt; 178cm groß
> Hallo,
> Du darfst einige hier nicht so ernst nehmen.
Wie wärs wenn sie da bei Dir anfängt?
Der Rest Deines Posts ist es echt nicht wert, weitere Kommentare dazu abzugeben...................Man nennt solche Äusserungen auch Populismus.....
> Raven
>
Gewicht 118,9kg am 13.01.06
Aktuell 86kg am 18.11.08
Mann 53 Jahre alt; 178cm groß
|
Re: @ Guadalupe27 13. Juli 2008 17:42 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 183 |
Hey Steppenwolf,
ich habs schon mehrfach gelesen, dass Deutschland auf Platz 13 sein soll. Du kannst mich ernst nehmen oder auch nicht, ist mir ehrlich gesagt gleichgueltig. Es laesst sich allerdings nicht weg diskutieren das unsere Hauptschueler - bei denen finde ich die Entwicklung naehmlich am bedenklichsten - eine immer schlechtere Bildung erhalten. Vor knapp 15 Jahren haben die Hauptschueler noch die Binomischen Formeln gelernt. Man konnte Ihnen Texte aus der Sueddeutschen Zeitung vorsetzen und sie haben diese aufgrund ihrer Kentnisse aus dem Deutschunterricht, auch verstehen koennen. Vergleicht man das mit den heutigen 9. Klaesslern - die also in der Abschlussklasse der Hauptschule sind - kann es einem schon Angst und Bang werden. Die sind ueberwiegend naehmlich nicht im stande Texte aus der Sueddeutschen verstehen zu koennen - ich denke da nur an einige ehemalige Mitschueler meines Bruders der in eine Hauptschule in Tutzing gegangen ist wenn es Dich interessiert. Ein anderes Problem ist die Mangelnde Anzahl an Lehrern, wodurch zu grosse Klassenstaerken erzielt werden.
Auch im Gymnasium wurden meiner Ansichtnach wichtige Themen einfach raus genommen. Die Leistungskurse wurden leider schon vor meiner Zeit auf 5 Stunden woechentlich gekuerzt, im Leistungskurs Mathematik wurden deswegen zum Beispiel die Imaginaeren Zahlen raus genommen
Das sind jetzt alles nur Beispiele. Aber fuer mich hoert sich das definitiv nach einer Verschlechterung an. Vielleicht waeren wir ja vorher auf Platz 12 gekommen. Ich bin der Ueberzeugung das unser Schulsystem Verbesserungswuerdig ist. Es ist marode und mit seiner Hilfe wird grade unter den Hauptschuelern eine neue Generation von Personen die keine Chance auf einen guten Job haben (aufgrund mangelnder Bildung) herangezogen. Super, wirklich *andenkopfschlag* Sowas kann man natuerlich von aussen schlecht erkennen, sondern nur wenn man das Schulsystem aus verschiedenen Blickwinkeln kennt.
Sozialsystem *lach* wir reden hier von Relativen Zahlen. Ueberleg mal warum die Anzahl der in Armut lebenden in D. wohl so stark ansteigt.... Hmmm, woran koennte das wohl liegen? Bestimmt nicht an unserem super Sozialsystem.
Dann nochmal zu unseren tollen Krankenkassen, die sich immer mehr in die Richtung der Krankenversicherungen der USA entwickeln.... Super, also ich wollte eigentlich nie erleben, dass man nicht mehr in jedes Krankenhaus kann sondern nur noch in diejenigen die von der eigenen Krankenkasse unterstuetzt werden. Wir sind davon nur noch einen Wimpernschlag entfernt. Die Leute mit Knete bekommen immernoch die bessere Behandlung und vorallem die schnellere gegenueber denen die gesetzlich versichert sind. Wie ich schon geschrieben hab, Geld ist Macht in diesem Land - wie in fast allen....
Das sind alles nur Beispiele gewesen, es ist eigentlich noch viel schlimmer. Ich will damit nicht sagen, dass es irgendwo besser ist, aber das heisst nicht, dass man nichts daran aendern soll. Ich finde das schon wirklich erschreickend.
Aber vielleicht bin ich auch nur einfach zu zart beseitet.
You'll never know - untill you try.
ich habs schon mehrfach gelesen, dass Deutschland auf Platz 13 sein soll. Du kannst mich ernst nehmen oder auch nicht, ist mir ehrlich gesagt gleichgueltig. Es laesst sich allerdings nicht weg diskutieren das unsere Hauptschueler - bei denen finde ich die Entwicklung naehmlich am bedenklichsten - eine immer schlechtere Bildung erhalten. Vor knapp 15 Jahren haben die Hauptschueler noch die Binomischen Formeln gelernt. Man konnte Ihnen Texte aus der Sueddeutschen Zeitung vorsetzen und sie haben diese aufgrund ihrer Kentnisse aus dem Deutschunterricht, auch verstehen koennen. Vergleicht man das mit den heutigen 9. Klaesslern - die also in der Abschlussklasse der Hauptschule sind - kann es einem schon Angst und Bang werden. Die sind ueberwiegend naehmlich nicht im stande Texte aus der Sueddeutschen verstehen zu koennen - ich denke da nur an einige ehemalige Mitschueler meines Bruders der in eine Hauptschule in Tutzing gegangen ist wenn es Dich interessiert. Ein anderes Problem ist die Mangelnde Anzahl an Lehrern, wodurch zu grosse Klassenstaerken erzielt werden.
Auch im Gymnasium wurden meiner Ansichtnach wichtige Themen einfach raus genommen. Die Leistungskurse wurden leider schon vor meiner Zeit auf 5 Stunden woechentlich gekuerzt, im Leistungskurs Mathematik wurden deswegen zum Beispiel die Imaginaeren Zahlen raus genommen
Das sind jetzt alles nur Beispiele. Aber fuer mich hoert sich das definitiv nach einer Verschlechterung an. Vielleicht waeren wir ja vorher auf Platz 12 gekommen. Ich bin der Ueberzeugung das unser Schulsystem Verbesserungswuerdig ist. Es ist marode und mit seiner Hilfe wird grade unter den Hauptschuelern eine neue Generation von Personen die keine Chance auf einen guten Job haben (aufgrund mangelnder Bildung) herangezogen. Super, wirklich *andenkopfschlag* Sowas kann man natuerlich von aussen schlecht erkennen, sondern nur wenn man das Schulsystem aus verschiedenen Blickwinkeln kennt.Sozialsystem *lach* wir reden hier von Relativen Zahlen. Ueberleg mal warum die Anzahl der in Armut lebenden in D. wohl so stark ansteigt.... Hmmm, woran koennte das wohl liegen? Bestimmt nicht an unserem super Sozialsystem.
Dann nochmal zu unseren tollen Krankenkassen, die sich immer mehr in die Richtung der Krankenversicherungen der USA entwickeln.... Super, also ich wollte eigentlich nie erleben, dass man nicht mehr in jedes Krankenhaus kann sondern nur noch in diejenigen die von der eigenen Krankenkasse unterstuetzt werden. Wir sind davon nur noch einen Wimpernschlag entfernt. Die Leute mit Knete bekommen immernoch die bessere Behandlung und vorallem die schnellere gegenueber denen die gesetzlich versichert sind. Wie ich schon geschrieben hab, Geld ist Macht in diesem Land - wie in fast allen....
Das sind alles nur Beispiele gewesen, es ist eigentlich noch viel schlimmer. Ich will damit nicht sagen, dass es irgendwo besser ist, aber das heisst nicht, dass man nichts daran aendern soll. Ich finde das schon wirklich erschreickend.
Aber vielleicht bin ich auch nur einfach zu zart beseitet.
You'll never know - untill you try.
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Re: @ Guadalupe27 13. Juli 2008 19:06 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
raven47 schrieb:
> Hey Steppenwolf,
>
> ich habs schon mehrfach gelesen, dass Deutschland auf Platz 13
> sein soll. Du kannst mich ernst nehmen oder auch nicht, ist mir
> ehrlich gesagt gleichgueltig. Es laesst sich allerdings nicht
> weg diskutieren das unsere Hauptschueler - bei denen finde ich
> die Entwicklung naehmlich am bedenklichsten - eine immer
> schlechtere Bildung erhalten. Vor knapp 15 Jahren haben die
> Hauptschueler noch die Binomischen Formeln gelernt. Man konnte
> Ihnen Texte aus der Sueddeutschen Zeitung vorsetzen und sie
> haben diese aufgrund ihrer Kentnisse aus dem Deutschunterricht,
> auch verstehen koennen. Vergleicht man das mit den heutigen 9.
> Klaesslern - die also in der Abschlussklasse der Hauptschule
> sind - kann es einem schon Angst und Bang werden. Die sind
> ueberwiegend naehmlich nicht im stande Texte aus der
> Sueddeutschen verstehen zu koennen - ich denke da nur an einige
> ehemalige Mitschueler meines Bruders der in eine Hauptschule in
> Tutzing gegangen ist wenn es Dich interessiert.
Das ist jetzt eine müßige Diskussion. Die Lehrpläne in den verschiedenen Bundesländern unterscheiden sich schon so stark, dass ich Dir weder pauschal zustimmen noch widersprechen will. Für die Hauptschulen gilt dasselbe. Die kann im bayerischen Wald oder in der hessischen Provinz noch wunderbar funktionieren, während sie in Metropolen zu einem Abstellgleis für zukünftige Hartz 4 Empfänger geworden ist.
Ein anderes
> Problem ist die Mangelnde Anzahl an Lehrern, wodurch zu grosse
> Klassenstaerken erzielt werden.
> Auch im Gymnasium wurden meiner Ansichtnach wichtige Themen
> einfach raus genommen. Die Leistungskurse wurden leider schon
> vor meiner Zeit auf 5 Stunden woechentlich gekuerzt, im
> Leistungskurs Mathematik wurden deswegen zum Beispiel die
> Imaginaeren Zahlen raus genommen
Das sind jetzt alles nur
> Beispiele. Aber fuer mich hoert sich das definitiv nach einer
> Verschlechterung an. Vielleicht waeren wir ja vorher auf Platz
> 12 gekommen. Ich bin der Ueberzeugung das unser Schulsystem
> Verbesserungswuerdig ist. Es ist marode und mit seiner Hilfe
> wird grade unter den Hauptschuelern eine neue Generation von
> Personen die keine Chance auf einen guten Job haben (aufgrund
> mangelnder Bildung) herangezogen. Super, wirklich
> *andenkopfschlag* Sowas kann man natuerlich von aussen schlecht
> erkennen, sondern nur wenn man das Schulsystem aus
> verschiedenen Blickwinkeln kennt.
Das Schulsystem wird ja zumindest reformiert. Ob in die richtige Richtung darf jeder selber beurteilen. G8 und die gemeinsame Unterstufe in einigen Bundesländern sind da nur zwei Beispiele.
>
> Sozialsystem *lach* wir reden hier von Relativen Zahlen.
> Ueberleg mal warum die Anzahl der in Armut lebenden in D. wohl
> so stark ansteigt.... Hmmm, woran koennte das wohl liegen?
> Bestimmt nicht an unserem super Sozialsystem.
Die Zahl steigt doch überhaupt nicht STARK an. Sie steigt, ja. Mehr ist aus dem Armutsbericht nicht herauszulesen, der noch dazu mit 2-3 Jahre alten Zahlen operiert und also den Effekt des momentanen Wirtschaftsaufschwungs nicht eingerechnet hat.
Im europäischen Vergleich stehen wir auch bei der Armutsquote wieder im oberen Bereich da. Der Durschnitt ist 16%, wir liegen bei 13%. Noch dazu haben wir die ausgeglichenste Verteilung der Armut auf die sozialen Gruppen, was auch einen Erfolg des deutschen Sozialsystems darstellt.
>
> Dann nochmal zu unseren tollen Krankenkassen, die sich immer
> mehr in die Richtung der Krankenversicherungen der USA
> entwickeln.... Super, also ich wollte eigentlich nie erleben,
> dass man nicht mehr in jedes Krankenhaus kann sondern nur noch
> in diejenigen die von der eigenen Krankenkasse unterstuetzt
> werden. Wir sind davon nur noch einen Wimpernschlag entfernt.
> Die Leute mit Knete bekommen immernoch die bessere Behandlung
> und vorallem die schnellere gegenueber denen die gesetzlich
> versichert sind. Wie ich schon geschrieben hab, Geld ist Macht
> in diesem Land - wie in fast allen....
Natürlich ist Geld Macht. Das war immer so und wird immer so sein. Ein Millionär kann sich eine Reise nach New York zum Presbyterian Hospital leisten, was die beste Institution bei Herzerkrankungen weltweit ist. Das kann und wird eine Krankenkasse niemals bezahlen, selbst eine private nicht. Aber was für Schlussfolgerungen ziehst Du daraus? Willst Du dem Millionär seine OP nicht gönnen, weil nicht jeder so eine exklusive Behandlung kriegen kann?
Natürlich nicht. Es geht um Standards die für alle Menschen gelten müssen und die finanzierbar bleiben. Deutschland hat eines der teuersten Gesundheitswesen der Welt und auch für Kassenpatienten einen der umfassensten Behandlungskataloge und so ziemlich die geringsten Wartezeiten aller Gesundheitssysteme. Es läuft sicherlich auch einiges schief und Geld wird auch verschwendet, aber auch hier wieder halte ich Deine Kritik für zu pauschal und vollkommen überzogen.
Nachricht bearbeitet (13.07.2008 19:07)
> Hey Steppenwolf,
>
> ich habs schon mehrfach gelesen, dass Deutschland auf Platz 13
> sein soll. Du kannst mich ernst nehmen oder auch nicht, ist mir
> ehrlich gesagt gleichgueltig. Es laesst sich allerdings nicht
> weg diskutieren das unsere Hauptschueler - bei denen finde ich
> die Entwicklung naehmlich am bedenklichsten - eine immer
> schlechtere Bildung erhalten. Vor knapp 15 Jahren haben die
> Hauptschueler noch die Binomischen Formeln gelernt. Man konnte
> Ihnen Texte aus der Sueddeutschen Zeitung vorsetzen und sie
> haben diese aufgrund ihrer Kentnisse aus dem Deutschunterricht,
> auch verstehen koennen. Vergleicht man das mit den heutigen 9.
> Klaesslern - die also in der Abschlussklasse der Hauptschule
> sind - kann es einem schon Angst und Bang werden. Die sind
> ueberwiegend naehmlich nicht im stande Texte aus der
> Sueddeutschen verstehen zu koennen - ich denke da nur an einige
> ehemalige Mitschueler meines Bruders der in eine Hauptschule in
> Tutzing gegangen ist wenn es Dich interessiert.
Das ist jetzt eine müßige Diskussion. Die Lehrpläne in den verschiedenen Bundesländern unterscheiden sich schon so stark, dass ich Dir weder pauschal zustimmen noch widersprechen will. Für die Hauptschulen gilt dasselbe. Die kann im bayerischen Wald oder in der hessischen Provinz noch wunderbar funktionieren, während sie in Metropolen zu einem Abstellgleis für zukünftige Hartz 4 Empfänger geworden ist.
Ein anderes
> Problem ist die Mangelnde Anzahl an Lehrern, wodurch zu grosse
> Klassenstaerken erzielt werden.
> Auch im Gymnasium wurden meiner Ansichtnach wichtige Themen
> einfach raus genommen. Die Leistungskurse wurden leider schon
> vor meiner Zeit auf 5 Stunden woechentlich gekuerzt, im
> Leistungskurs Mathematik wurden deswegen zum Beispiel die
> Imaginaeren Zahlen raus genommen
Das sind jetzt alles nur> Beispiele. Aber fuer mich hoert sich das definitiv nach einer
> Verschlechterung an. Vielleicht waeren wir ja vorher auf Platz
> 12 gekommen. Ich bin der Ueberzeugung das unser Schulsystem
> Verbesserungswuerdig ist. Es ist marode und mit seiner Hilfe
> wird grade unter den Hauptschuelern eine neue Generation von
> Personen die keine Chance auf einen guten Job haben (aufgrund
> mangelnder Bildung) herangezogen. Super, wirklich
> *andenkopfschlag* Sowas kann man natuerlich von aussen schlecht
> erkennen, sondern nur wenn man das Schulsystem aus
> verschiedenen Blickwinkeln kennt.
Das Schulsystem wird ja zumindest reformiert. Ob in die richtige Richtung darf jeder selber beurteilen. G8 und die gemeinsame Unterstufe in einigen Bundesländern sind da nur zwei Beispiele.
>
> Sozialsystem *lach* wir reden hier von Relativen Zahlen.
> Ueberleg mal warum die Anzahl der in Armut lebenden in D. wohl
> so stark ansteigt.... Hmmm, woran koennte das wohl liegen?
> Bestimmt nicht an unserem super Sozialsystem.
Die Zahl steigt doch überhaupt nicht STARK an. Sie steigt, ja. Mehr ist aus dem Armutsbericht nicht herauszulesen, der noch dazu mit 2-3 Jahre alten Zahlen operiert und also den Effekt des momentanen Wirtschaftsaufschwungs nicht eingerechnet hat.
Im europäischen Vergleich stehen wir auch bei der Armutsquote wieder im oberen Bereich da. Der Durschnitt ist 16%, wir liegen bei 13%. Noch dazu haben wir die ausgeglichenste Verteilung der Armut auf die sozialen Gruppen, was auch einen Erfolg des deutschen Sozialsystems darstellt.
>
> Dann nochmal zu unseren tollen Krankenkassen, die sich immer
> mehr in die Richtung der Krankenversicherungen der USA
> entwickeln.... Super, also ich wollte eigentlich nie erleben,
> dass man nicht mehr in jedes Krankenhaus kann sondern nur noch
> in diejenigen die von der eigenen Krankenkasse unterstuetzt
> werden. Wir sind davon nur noch einen Wimpernschlag entfernt.
> Die Leute mit Knete bekommen immernoch die bessere Behandlung
> und vorallem die schnellere gegenueber denen die gesetzlich
> versichert sind. Wie ich schon geschrieben hab, Geld ist Macht
> in diesem Land - wie in fast allen....
Natürlich ist Geld Macht. Das war immer so und wird immer so sein. Ein Millionär kann sich eine Reise nach New York zum Presbyterian Hospital leisten, was die beste Institution bei Herzerkrankungen weltweit ist. Das kann und wird eine Krankenkasse niemals bezahlen, selbst eine private nicht. Aber was für Schlussfolgerungen ziehst Du daraus? Willst Du dem Millionär seine OP nicht gönnen, weil nicht jeder so eine exklusive Behandlung kriegen kann?
Natürlich nicht. Es geht um Standards die für alle Menschen gelten müssen und die finanzierbar bleiben. Deutschland hat eines der teuersten Gesundheitswesen der Welt und auch für Kassenpatienten einen der umfassensten Behandlungskataloge und so ziemlich die geringsten Wartezeiten aller Gesundheitssysteme. Es läuft sicherlich auch einiges schief und Geld wird auch verschwendet, aber auch hier wieder halte ich Deine Kritik für zu pauschal und vollkommen überzogen.
Nachricht bearbeitet (13.07.2008 19:07)
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Re: Extreme... 13. Juli 2008 19:09 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 239 |
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