Leckeres ohne Kalorien?

geschrieben von greenhawk 
Leckeres ohne Kalorien?
06. Februar 2008 19:58
Hallo,

ich bin wieder auf meinem zweimonatigen Abnehmtrip. Ich esse drei Jahre alles wie blöde in mich rein und nehme dabei immer 7-10 Kilo zu. Dann muss ich zwei Monate knallharte Diät führen und schon kann ich wieder drei Jahre Völlerei genießen. Vielleicht habe ich ja einen guten Stoffwechsel oder so, Sport treibe ich jedenfalls nicht. Wahrscheinlich ist das ganze auch ernähtungswissenschaftlich total bescheuert, aber es hat schon drei Mal funktioniert und ich bin überzeugt, dass ich wieder mein Idealgewicht von 70 kg (1.84 m, 28 Jahre) bekomme. Momentan liege ich bei 77,5 kg.

Essen ist wirklich meine Leidenschaft. Je fettiger und ungesunder desto besser. Ich esse z.B. Bratenschwarte auf Brötchen, dick beschmiertes Schmalz-Brot, Nutella mit kräftig Butter, Fritiertes, Paniertes und alles was süß und klebrig ist für mein Leben gerne. Und auch schon mein ganzes Leben lang.

In den nächsten 60 Tagen verzichte ich darauf allerdings komplett. Morgens eine Scheibe Brot mit Putenaufschnitt (2% Fett) ohne Butter und abends ein Putensteak natur mit einem Klecks Curry-Ketchup. Über den Tag esse ich nur Äpfel. Immer wenn ich Hunger habe muss einer dran glauben. Ab und zu auch mal ein Salat. Zu trinken gibts nur Pepsi Max (ColaLight mit schön Aspartam und Acesulfam Zuckerersatz). Ich weiß, dass das alles ultra-ungesund ist.

Einen sofortigen Jojo-Effekt gab es übrigens noch nie. Obwohl ich Sport nur im TV genieße. Und die Gefahr Magersüchtig zu werden, besteht bei mir bestimmt nicht. Nach vier Tagen hängen mir nun allerdings die Pute und die Äpfel auch schon wieder zum Hals raus. Auch wenn ich es bestimmt durchhalten würden, wäre ein wenig Abwechslung ganz angenehm. Deshalb die Frage, was noch kräftig schmeckt und trotzdem schon beim Essen mehr Kalorien verbraucht als es enthält. ;-) Halbe Sachen mache ich nicht.

Außerdem die Frage, auf was ich eher verzichten sollte: Fett oder Kohlehydrate. Momentan verzichte ich auf beides.

Re: Leckeres ohne Kalorien?
06. Februar 2008 20:56
Wie kann man mit 28 noch so kindlich unbedarft sein???
Bist Du sicher, dass Du nur ein Ernährungsproblem hast?



Gewicht 118,9kg am 13.01.06
Aktuell 86kg am 18.11.08
Mann 53 Jahre alt; 178cm groß
Re: Leckeres ohne Kalorien?
06. Februar 2008 21:21
Was heißt unbedarft. Ich höre nur darauf, was mir mein Körper sagt. Und ich war trotz absolut vitaminarmer Ernährung in den letzten beiden Jahren nicht krank. Und wenn ich, obwohl ich ständig meinen Gelüsten nachgebe, nur gaaanz langsam zunehme, sehe ich darin kein Problem.

Und wenn es in zwei Monaten zu korrigieren ist, umso besser. Ich wollte mir diese kurze Leidenszeit nur erleichtern, weshalb ich in dieses Forum gekommen bin. Es ist mir auch klar, dass mein Essverhalten kein gutes Beispiel darstellt. Aber für mich funktioniert es.

Also, was kann man denn noch essen? Am besten convenience. Geht ein kleiner Kebap ohne Soße? Oder gebratener Reis mit Hühnchen vom Chinsesen? Wie sieht es aus mit TK-Pizza?
Re: Leckeres ohne Kalorien?
06. Februar 2008 21:57
Hallo Greenhawk,

ich hab echt lachen müssen, als ich deinen Bericht gelesen habe. Bisher hab ichs auch immer so gehalten wie du, nur dass ich meine ca. 5-10kg, die ich in 2 Monaten geschafft hatte, in etwa einem Jahr wieder komplett drauf hatte. Irgendwann packts mich dann wieder und ich nehme ab. Das dann auch konsequent und mit eisernem Willen. Nur länger als 2 Monate hält der bei mir auch meistens nicht, weil alle um mich rum so leckere Sachen wie Kuchen oder so essen und ich nicht mein ganzes Leben lang zuschauen mag, wie andere essen. Ebenso gehe ich sehr gerne auswärts essen und ich kann und will nicht immer Kalorien zählen. Vielleicht könne wir beide versuchen, in Zukunft einfach ein paar Lebensmittel "auszutauschen", dann hält die Figur auch länger :-)

So, zu Deiner Frage: Leckeres OHNE Kalorien gibt es bestimmt nicht, nur Leckeres mit wenig Kalorien. Ich trinke zum Beispiel einen Schoko-Tee, wenn ich Lust auf Süsses habe, der hat bestimmt so gut wie keine Kalorien. Schokoküsse oder Russisch Brot sollen auch kalorienarm sein, aber die mag ich persönlich nicht sehr.
Du kannst Deine Pute auch mal gegen Fisch eintauschen oder gegen ein mageres Schweine- oder Kalbsschnitzel. Nudeln mit einer fettarmen Tomatensoße sind auch ok oder vielleicht auch mal eine kalorienreduzierte TK-Pizza. da musst du dich einfach mal durchs Kühlregal wühlen und die Nährwertangaben auf den Packungen studieren. Das mach ich übrigens auch, wenn ich mir unsicher bin, ob etwas nun Diät-geeignet ist oder nicht. Viele light Produkte sind nicht besser als ihre "fetten" Verwandten :-)

Ich wünsch Dir viel Energie zum Durchhalten und vielleicht kannst du dich ja doch zu ein bisschen Sport aufraffen, dann sieht die neue Figur auch knackiger aus *smile*

Grüßle,
nyx.
Re: Leckeres ohne Kalorien?
06. Februar 2008 23:07
Das mit dem Sport habe ich mir auch schon überlegt. Habe aber dann kurzfristig beschlossen, auf besseres Wetter zu warten. Und wenn die Sonne wieder rauskommt, fällt mir auch bestimmt ne neue Ausrede ein. Einfach wenig zu essen ist leichter.

Ich müsste mir aber mal ein regelmäßiges Programm auferlegen. Ein wenig knackiger könnte die Figur schon sein. In zwei Monaten gehts nach Thailand in Urlaub und dann sollten die Urlaubsbilder nicht ganz so peinlich werden.

Ich fange am besten mal mit ner Runde Sit-Ups an! Da kann ich wenigstens dabei fernsehen. Danke für die Tipps mit den Lebensmitteln. Fisch ist mal ne gute Idee. Allerdings bin ich nicht der Starkoch und meine Freundin sehe ich nur am Wochenende. Vielleicht doch erstmal die fettarmen Nudeln probieren. Morgen gibts erstmal wieder Putensteak. Hätte vielleicht doch nicht gleich die Familienpackung kaufen sollen. :-P
Re: Leckeres ohne Kalorien?
07. Februar 2008 07:18
greenhawk schrieb:

> Was heißt unbedarft.

Das heißt nichts anderes, als dass Deine Ernährungsweise ein wenig an einen Trinker erinnert, der nach einem Entzug wieder das saufen anfängt, um wieder auf den nächsten Entzug hinzuarbeiten. Dabei redet er sich ein, dass saufen ja gar nicht so dramatisch sein kann, wenn man das Problem mittels Entzug immer wieder "lösen" kann......

>Ich höre nur darauf, was mir mein Körper
> sagt.

Es gibt KEINEN Körper dieser Welt, der nach ungesunder Ernährung schreit. Vielmehr deutest Du Deine Körpersignale nach billigem Belieben.

>Und ich war trotz absolut vitaminarmer Ernährung in den
> letzten beiden Jahren nicht krank.

Was nicht ist, kann noch werden. Auch Raucher erkranken nicht sofort an den Atemwegen........

>Und wenn ich, obwohl ich
> ständig meinen Gelüsten nachgebe, nur gaaanz langsam zunehme,
> sehe ich darin kein Problem.

Vielleicht solltest Du Dich mal ein wenig informieren? Ständiges auf und ab des Körpergewichtes ist ungesünder, als beständig leichtes Übergewicht.


> Und wenn es in zwei Monaten zu korrigieren ist, umso besser.

In diesen zwei Monaten "korrigierst" Du -außer der Anzeige auf Deiner Waage- überhaupt nichts. Eine "Korrektur" hättest Du dann vollzogen, wenn Du einen Fehler beseitigst.

> Ich wollte mir diese kurze Leidenszeit nur erleichtern, weshalb
> ich in dieses Forum gekommen bin.

Wer wegen seiner Ernährung "leidet", macht etwas falsch.

>Es ist mir auch klar, dass
> mein Essverhalten kein gutes Beispiel darstellt.

Wenn dem so wäre, würdest Du es ändern........

>Aber für mich funktioniert es.

NOCH!!

> Also, was kann man denn noch essen?

ALLES was Du auch sonst isst. Warum willst Du was anderes essen? Ist doch alles "bestens"......

Am besten convenience. Geht
> ein kleiner Kebap ohne Soße? Oder gebratener Reis mit Hühnchen
> vom Chinsesen? Wie sieht es aus mit TK-Pizza?

Alles vom Feinsten! Hau rein und guten Appetit!



Gewicht 118,9kg am 13.01.06
Aktuell 86kg am 18.11.08
Mann 53 Jahre alt; 178cm groß
Re: Leckeres ohne Kalorien?
07. Februar 2008 08:07
greenhawk schrieb:


> Essen ist wirklich meine Leidenschaft. Je fettiger und
> ungesunder desto besser. Ich esse z.B. Bratenschwarte auf
> Brötchen, dick beschmiertes Schmalz-Brot, Nutella mit kräftig
> Butter, Fritiertes, Paniertes und alles was süß und klebrig ist
> für mein Leben gerne. Und auch schon mein ganzes Leben lang.
>
>Hallo,
warum willst Du Dein so "leckeres Leben" ändern? Mach weiter so. Auch die nächsten 10 Kilo in drei Jahren kannat Du ja dann nach 6 Jahren insgesamt 20 kg abnehmen. das dauert dann 4 Monate. Versuchs doch mal mit dieser Strategie.
Viel Glück.



55 Jahre, w. 1,57 m
Januar 2008: 70 kg,
August 2008: 66 kg

Motto: Immer schön optimistisch bleiben
Re: Leckeres ohne Kalorien?
07. Februar 2008 10:12
greenhawk schrieb:

> Was heißt unbedarft. Ich höre nur darauf, was mir mein Körper
> sagt.

Dein Körper sagt dir, er will nichts anderes als einen Apfel und ein Putensteak mit Curry-Ketchup? Kann es sein, dass du deinen Körper "etwas" missverstehst?

Wie "hört" sich denn dein Körper an, wenn er dir mitteilen will, dass er essentielle Fettsäuren will? Wie hört es sich an, wenn er dir sagen will, dass er Vitamin A will, dass er B-Vitamine oder auch Eisen, Calcium und Kalium will?

Wenn es möglich wäre, zu hören was der Körper "sagt", wären wohl akum über 50% aller Deutschen übergewichtig.

> Und ich war trotz absolut vitaminarmer Ernährung in den
> letzten beiden Jahren nicht krank.

Schön, dass du in den letzten beiden Jahren nicht krank warst. Aber Mangelerkrankungen treten häufig erst in kommenden Jahren auf; oft stellst dass du einen Zusammenhang zur Mangelernährung gar nicht mehr her. Wenn deine Sehkraft nachlässt oder du nachtblind wirst, schiebst du das vermutlich aufs Alter. Du wirst sicher nicht mehr daran denken, dass du in früheren Jahren immer wieder wochenlang mit Vitamin A unterversorgt warst und deswegen im Laufe der Zeit nachtblind geworden bist.

Diese Liste mit Beispielen lässt sich fast beliebig fortsetzen.

> Also, was kann man denn noch essen?

Man kann alles essen - aber eben in Maßen. Solange du nicht mehr Energie isst als du verbrauchst, nimmst du auch nicht zu.

Alex
Re: Leckeres ohne Kalorien?
07. Februar 2008 19:11
irgendwie regt es mich auf, dass hier alle immer mit erhobenem zeigefinger rumrennen. anstatt jemanden LANGSAM auf den richtigen Weg zu bringen, kommt hier von euch nur sarkasmus und ironie. Ich finde es wichtig, dass jeder ein recht darauf hat, auf eigene Facon glücklich zu werden. dass die ernährungsweise von greenhawk abolut falsch ist, wissen wir alle und er weiss es auch. da gibt es nichts schönzureden. aber vielleicht kann man ihm ja auch ein paar gute tipps geben, die dann zu einer langsamen ernährungsumstellung führen. vielleicht hat er ja einfach nur noch nicht bemerkt, dass es alles, was er so gerne isst auch in einer fettärmeren variante gibt, die ihm dann vielleicht sogar noch gut schmeckt. das wäre für die zukunft doch ein anreiz. dass er hier im forum ist, ist doch bereits ein erster schritt in die richtige richtung. sonst hätte er ja einfach wie gehabt mit 2 monaten pute weitermachen können... meint ihr nicht?
Re: Leckeres ohne Kalorien?
07. Februar 2008 20:14
Hi nochmal,

mit der Aussage, "ich höre nur darauf, was mein Körper mir sagt", meinte ich ja nur, dass ich noch nie Probleme hatte mit meinem Lebensstil. Und auch mit der regelmäßigen Korrektur. Mein Körper hat mir nie gesagt, dass etwas falsch läuft. Kein Haarausfall, keine Krämpfe und auch keine psychischen Probleme. Ganz im Gegenteil. Mein Leben läuft hervorragend. Ich bin das perfekte Glückskind (wenn man das in dieser Jammergesellschaft mal sagen darf).

Ich bin wahrscheinlich schon süchtig nach leckerem und ungesunden Essen, aber bei einem Gewicht von 77,5 Kilo bei 1,85 cm bin ich meiner Meinung noch weit von gefährlichem Übergewicht entfernt. Ich hatte aus schlechtem Gewissen auch schon mal Vitamintabletten zwischendurch genommen, aber da ging es mir auch nicht besser oder schlechter. Und ich lebe mein Leben als wäre jeder Tag der letzte Tag. Ohne Reue.

Und Äpfel und Pute esse ich nur, weil ich weiß, dass ich davon schnell abnehme und ich das auch über mehrere Wochen durchhalte. Ich will nicht einfach in Maßen abnehmen, sondern pronto. Wenn ich irgendwelche negativen Auswirkungen spüre, werde ich schon wieder essen. Und spätestens auch dann wenn die Waage wieder 70 kg zeigt. ;-) Anderthalb Kilo habe ich nach vier Tagen schon geschafft, fehlen nur noch sechs. Vielleicht brauche ich ja gar keine zwei Monate.

P.s. Heute Abend gabs eine Dose Büchsenmöhrchen zur Pute. Da sind bestimmt auch keine Vitamine drin, aber es sieht wenigstens gesund aus.
Re: Leckeres ohne Kalorien?
07. Februar 2008 22:13
@ nyx: Danke für deinen Einsatz. Aber ich fühle mich wirklich nicht wie ein Problemfall. Und ich esse ja nicht den ganzen Tag Schweinebraten-Schwarte. Sonst wäre ich ja schon längst akut übergewichtig. Ich frage mich immer, was andere essen, dass sie so dick werden. Ich verputze ja schon viele fettige und ungesunde Sachen. Aber ich esse auf der anderen Seite auch gerne Salat (mit Miracle Whip-Dressing), Kartoffelsuppe (mit Wiener-Würstchen), Spargel (a la Hollandaise) oder Rotkohl (dazu ne halbe Ente als Beilage). :-)

Ich habe aber keine Fressattacken oder kotze die Hälfte wieder raus. Ich habe einfach täglich Heißhunger auf irgendeine, meist kalorien- und fleischreiche Mahlzeit. Am liebsten vom Fastfood-Imbiss oder Lieferservice in der Nähe. Und dick Soße ist auch gerne gesehen. Und wenn nicht wirklich etwas Gravierendes passiert, werde ich auch nicht darauf verzichten. Da braucht Ihr euch wirklich nicht bemühen, "mich zu retten".

optimisma schrieb:

>
> Hallo,
> warum willst Du Dein so "leckeres Leben" ändern? Mach weiter
> so. Auch die nächsten 10 Kilo in drei Jahren kannst Du ja dann
> nach 6 Jahren insgesamt 20 kg abnehmen. das dauert dann 4
> Monate. Versuchs doch mal mit dieser Strategie.
> Viel Glück.
>

Dein wenn auch ironisch gemeinter Rat hinkt. Ich will ja gar keine 20 Kilo zunehmen. Bis dahin würde ich meinen eigenen Anblick im Spiegel nicht aushalten. Über 80 Kg lasse ich die Waage nicht kommen. Und ehrlich gesagt finde ich es auch nicht schlimm, wenn das Körpergewicht im Rahmen von 10 Kg schwankt.

Ich sehe auch ein, dass die Geschwindigkeit und die Art mit der ich abnehmen will, irgendwie ungesund klingt. Normalerweise fahre ich die Ernährung nach der Diät auch erst langsam wieder hoch. Aber dauerhafte negative Schäden kann ich mir einfach nicht vorstellen. Ich habe selbst eine Ausbildung als Rettungssanitäter und während meiner aktiven Zeit habe auch einige Herzinfarkte gesehen. Die meisten davon waren aber entweder starke Raucher oder extrem fettleibig. Da bin ich meiner Ansicht nach, nicht in einer besonderen Risikogruppe.

Was kann denn Eurer Meinung nach passieren, wenn ich so weiterlebe?

Re: Leckeres ohne Kalorien?
08. Februar 2008 06:13
greenhawk schrieb:


> Dein wenn auch ironisch gemeinter Rat hinkt. Ich will ja gar
> keine 20 Kilo zunehmen. Bis dahin würde ich meinen eigenen
> Anblick im Spiegel nicht aushalten. Über 80 Kg lasse ich die
> Waage nicht kommen. Und ehrlich gesagt finde ich es auch nicht
> schlimm, wenn das Körpergewicht im Rahmen von 10 Kg schwankt.

Dein Gewicht "schwankt" nicht, denn eine "Gewichtsschwankung" ist durchaus normal, liegt aber im Bereich von 1-3kg. Du mutest Deinem Körper schlicht eine Berg-und Talbahnfahrt zu, die eben nicht "normal" ist.

> Ich sehe auch ein, dass die Geschwindigkeit und die Art mit der
> ich abnehmen will, irgendwie ungesund klingt.

Diese Art klingt nicht ungesund, sondern sie IST es!

>Normalerweise fahre ich die Ernährung nach der Diät auch erst langsam wieder hoch. Aber dauerhafte negative Schäden kann ich mir einfach
> nicht vorstellen.

Was Du Dir "vorstellen" kannst und was schon millionenfach passiert ist, sind zwei paar Schuhe.........

Ich habe selbst eine Ausbildung als
> Rettungssanitäter und während meiner aktiven Zeit habe auch
> einige Herzinfarkte gesehen.

Um so weniger versteht man Dein Verhalten!

>Die meisten davon waren aber
> entweder starke Raucher oder extrem fettleibig.

Wieviele Infarkte hast Du schon gesehen und bei wievielen davon war Deine Meinung zur Ursache mehr als eine Annahme?? Ich habe auch schon oft Dinge angenommen, mußte aber am Ende erfahren, dass meine Annahmen Blödsinn waren.

>Da bin ich
> meiner Ansicht nach, nicht in einer besonderen Risikogruppe.

Was sagen denn Deine Blutwerte dazu?

> Was kann denn Eurer Meinung nach passieren, wenn ich so
> weiterlebe?

Im besten Fall nichts, im schlimmsten Fall schwere -ernährungsbedingte- Krankheiten......... Dieses Gesamtspektrum steht zu Deiner Verfügung. Wo Du Dich einordnen wirst, kannst Du allerdings selbst beeinflussen.



Gewicht 118,9kg am 13.01.06
Aktuell 86kg am 18.11.08
Mann 53 Jahre alt; 178cm groß
Re: Leckeres ohne Kalorien?
08. Februar 2008 10:22
greenhawk schrieb:

> mit der Aussage, "ich höre nur darauf, was mein Körper mir
> sagt", meinte ich ja nur, dass ich noch nie Probleme hatte mit
> meinem Lebensstil.

Probleme hatte ich mit dem Rauchen auch nie. Zumindest 20 Jahre lang. Und mein Schwiegervater hatte sogar 40 Jahre lang mit dem Rauchen kein Gesundheitsproblem. Bis er dann an Lungenkrebs starb.

> Mein Körper hat mir nie gesagt, dass etwas falsch läuft. Kein
> Haarausfall, keine Krämpfe und auch keine psychischen Probleme.

Das wird wohl auch nicht passieren, wenn du 2 Monate lang hauptsächlich mageres Fleisch und Obst isst. Gib da noch einen Löffel Olivenöl dazu und du kannst dich damit durchaus vollwertig ernähren.

> Ich bin wahrscheinlich schon süchtig nach leckerem und
> ungesunden Essen, aber bei einem Gewicht von 77,5 Kilo bei 1,85
> cm bin ich meiner Meinung noch weit von gefährlichem
> Übergewicht entfernt.

Richtig.

> P.s. Heute Abend gabs eine Dose Büchsenmöhrchen zur Pute. Da
> sind bestimmt auch keine Vitamine drin, aber es sieht
> wenigstens gesund aus.

Tausch die Büchsenmöhrchen gegen TK-Kost aus - das ist genauso schnell zubereitet, schmeckt besser und ist nährwerttechnisch wertvoller.

Alex
Re: Leckeres ohne Kalorien?
08. Februar 2008 12:28
greenhawk schrieb:

> Das mit dem Sport habe ich mir auch schon überlegt. Habe aber
> dann kurzfristig beschlossen, auf besseres Wetter zu warten.
> Und wenn die Sonne wieder rauskommt, fällt mir auch bestimmt ne
> neue Ausrede ein. Einfach wenig zu essen ist leichter.


Haha diese Mentalität zum Sport kenne ich auch!

>
> Ich fange am besten mal mit ner Runde Sit-Ups an! Da kann ich
> wenigstens dabei fernsehen.

Unglaublich :-)

Übrigens, Sport sollte man nicht zum abnehmen machen, sondern weil es richtig gute Laune bringt! Und Sit ups vor dem Fernseher sind voll nervig, die hältst du eh nicht durch!
Da kann man dann noch nicht mal mehr vor dem Fernseher abhängen ohne schlechtes Gewissen zu haben.
Ich hab mich jetzt für die Semesterferien mit ein paar Leuten für 2 Uni- Sportkurse eingeschrieben, kosten nicht viel, und sind auch für Nicht-Studenten... Und dann hat man nen festen termin und trifft sich gleichzeitig mit Freunden, finde ich sehr gut!

LG
eike
Re: Leckeres ohne Kalorien?
08. Februar 2008 14:12
August der Starke schrieb:

> Dein Gewicht "schwankt" nicht, denn eine "Gewichtsschwankung"
> ist durchaus normal, liegt aber im Bereich von 1-3kg. Du mutest
> Deinem Körper schlicht eine Berg-und Talbahnfahrt zu, die eben
> nicht "normal" ist.

... und außerdem gefährlich. Als Rettungssani müßte das greenhawk eigentlich wissen. Bei Risikoanalysen wird immer gefragt, ob das Gewicht in den letzten FÜNF Jahren um mehr als 5 kg gestiegen bzw. gesunken ist. Wird dies mit ja beantwortet, ist das Risiko für unzählige Krankheitsbilder um das 2 bis 10 (!!!) fache erhöht. Das gilt auch für Leute, die viel Gewicht durch eine Diät verloren haben - erst wenn dieses Gewicht über mehr als fünf Jahre gehalten wurde (mit einer Toleranz, wie August schon schrieb, von bis zu plus/minus drei Kilo), fällt man in die "Normalrisikogruppe" (exklusive Alkoholabus, Rauchen, ungesunder Lebensstil etc.)


> > Ich sehe auch ein, dass die Geschwindigkeit und die Art mit
> der
> > ich abnehmen will, irgendwie ungesund klingt.
>
> Diese Art klingt nicht ungesund, sondern sie IST es!

Wenn Du Dein Auto so behandelst, wie Deinen Körper, dann kannst Du es in null Komma nix verschrotten. Wie IDIOTISCH kann man sich nur verhalten...

> >Normalerweise fahre ich die Ernährung nach der Diät auch erst
> langsam wieder hoch. Aber dauerhafte negative Schäden kann ich
> mir einfach
> > nicht vorstellen.
>
> Was Du Dir "vorstellen" kannst und was schon millionenfach
> passiert ist, sind zwei paar Schuhe.........

Exakt. Frag mal einen Arzt - am besten einen Internisten. Der kriegt sicher Schreikrämpfe.

> Ich habe selbst eine Ausbildung als
> > Rettungssanitäter und während meiner aktiven Zeit habe auch
> > einige Herzinfarkte gesehen.
>
> Um so weniger versteht man Dein Verhalten!

Da weißt Du ja, was Dich (wenn Du Deine Ernährung nicht gesünder gestaltest) erwartet.

> >Die meisten davon waren aber
> > entweder starke Raucher oder extrem fettleibig.

Fettleibig wirst Du auch - bei Männern stellt sich der Stoffwechsel mit Mitte/Ende 30 um - wenn Du dann so weiter ißt, wirst Du auch fett! Sport wird Deine Arterien auch nicht freipusten. Es gibt genügend schlanke, normalgewichtige richtig kranke Menschen. Die sehe ich jeden Tag und muß denen dann sagen, daß, wenn sie so weitermachen, sie sich zu Tode fressen.

> >Da bin ich
> > meiner Ansicht nach, nicht in einer besonderen Risikogruppe.

Es trifft immer die anderen, nicht?! Ziemlich infantil ("wenn ich die Augen zu mache, dann sehen mich die anderen nicht"winking smiley Deine Meinung.

> > Was kann denn Eurer Meinung nach passieren, wenn ich so
> > weiterlebe?

Bei einer Ernährung, die zu reichhaltig, zu fett, zu salzig, zu süß ist:

Metabolisches Syndrom, Arterienverkalkung, Höheres Risiko an Alzheimer zu erkranken, Fettstoffwechsel-Störung, Osteoporose (trifft nicht nur Frauen), Bluthochdruck, Magen- und Darmkrebs (eine echt ekelige Art zu sterben, glaub mir!), Gicht, Harn-/Gallensteine, Schlaganfall/Herzinfarkt (trifft auch immer mehr Leute unter 40), verstärktes Risiko bösartiger Tumore, Kropf, Prostatakrebs, Mundhöhlen-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs, Darmdivertikulose, Entwicklung von Allergien...

Das sind so die geläufigsten.

Wenn ich die Patienten so vor mir sehe, die trotz schwerster ernährungsbedingter Krankheiten weiter fressen, saufen und rauchen, dann könnte ich manchmal dreinschlagen. Wie saublöd kann man als homo sapiens eigentlich sein. Wer sich so verhält, ist doch total triebgesteuert und oralfixiert. GAHHH! (Sorry, hatte heute schon ein paar echte Spezies und hab mir den Mund fusselig geredet ... mein Aggressionslevel ist ein klein wenig erhöht ;-/)


suessemaus



I didn't fight my way to the top of the food chain to be a vegetarian.
Re: Leckeres ohne Kalorien?
08. Februar 2008 14:51
greenhawk schrieb:

> Essen ist wirklich meine Leidenschaft. Je fettiger und
> ungesunder desto besser. Ich esse z.B. Bratenschwarte auf
> Brötchen, dick beschmiertes Schmalz-Brot, Nutella mit kräftig
> Butter, Fritiertes, Paniertes und alles was süß und klebrig ist
> für mein Leben gerne. Und auch schon mein ganzes Leben lang.

Als jemand, der in der Ernährungsberatung arbeitet, läuft mir einer kalter Schauer über den Rücken, wenn ich das lese.

Vielleicht solltest Du Dir ein Hobby suchen?! Wenn Du Essen als Leidenschaft beschreibst, dann frage ich mich schon, wie Dein Sozialleben aussieht...

Ich esse auch ausgesprochen gern - und ich zähle Kochen zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. Wie Du es beschreibst, hast Du Deine Geschmacksnerven über Jahre hinweg "überreizt" - versuche doch einmal, ganz bewußt zu schmecken - z. B. Vollkornbrot mit Nüssen, Ziegenkäse, Walnüsse und Birnenscheiben. Geschmack kann man trainieren und das, was Du ißt, löst keine "Geschmacksexplosion" aus, d. h. es stimuliert nicht die Geschmacksnerven, sondern überreizt, betäubt sie.

Zu süß bzw. zu salziges Essen ist nicht nur ungesund, man beraubt sich auch vieler Geschmackserlebnisse. Man kann es sich jedoch abgewöhnen. Einfach über mehrere Wochen/Monate um ein Minimum die Menge reduzieren, der Körper paßt sich an und nach einiger Zeit wird das "zu süß/salzig" als anormal wahrgenommen.

Ich habe jahrelang meinen Kaffee und Tee mit Zucker getrunken - als ich damit aufgehört habe, erschienen mir die Getränke erst als unangenehm bitter. Jetzt schüttelt es mich, wenn ich Kaffee mit Milch und Zucker trinke. Alles Gewohnheit. Nutella und Honig esse ich auch, aber selten, und dann relativ dünn auf (dünn) Butter - somit wird der Geschmack des Brots/Brötchens nicht überflutet, sondern alles ergänzt sich wunderbar.

In der Psychotherapie gibt es ein sogenanntes Genußtraining - denn Süchtige (Dein Verhalten klingt mir doch nach einer latenten Eß-Sucht) drängen auf die sofortige Befriedigung der Gelüste. Offensichtlich hast Du aber noch nicht eingesehen, wie ungesund und schädlich Dein Verhalten ist - wie bei Alkoholikern mußt Du wohl erst einen absoluten Tiefpunkt erreichen (z. B. Magenkrebs...)!

suessemaus



I didn't fight my way to the top of the food chain to be a vegetarian.
Re: Leckeres ohne Kalorien?
08. Februar 2008 18:23
suessemaus schrieb:

> Nutella und
> Honig esse ich auch, aber selten, und dann relativ dünn auf
> (dünn) Butter - somit wird der Geschmack des Brots/Brötchens
> nicht überflutet, sondern alles ergänzt sich wunderbar.
>

Ich denke auch, das die Geschmacksnerven schnell überreizt sind, aus diesem Grund mögen auch viele kein Obst. Der natürlich süße Geschmack wird nicht mehr wahrgenommen, bzw. als langweilig empfunden.

Aber: Wenn ich ein Brötchen mit Nutella etc. esse, dann soll das auch richtig schön schokoladig schmecken. Das Brot interessiert mich da nicht, abgesehen davon schmeckt Weißbrot eh meist nach nischt!
Und ab und zu mal was fettiges und "ungesundes" ist sicher auch ok.

Bei mir ist es so, dass ich mir den Geschmack auch gut abgewöhnen kann, aber einmal wieder irgendwas Leckeres, Ungesundes, Fettiges, und sofort schmeckt es auch wieder :-)

Man muss es aber nicht übertreiben, und ich denke dass auch der psychische Aspekt oft ausgeblendet wird, Essen ist mehr als "Treibstoff", es kann auch glücklich machen, wenn es das richtige ist!
Re: Leckeres ohne Kalorien?
08. Februar 2008 19:05
Hallo Eike,

das sehe ich auch so. Essen hat auch eine psychologische Seite und Genuss gehört zum Leben einfach mit dazu. Ich hab mir heute einen kleinen Schokoriegel gegönnt. Nach bald 6 Wochen Abstinenz. Es hat herrlich geschmeckt :-)
Leider gehöre ich zu der Gruppe an Menschen, die es nach dem Verzehr eines kleinen Schoko-Stücks nicht schaffen, die Tafel wieder zurück zu legen, deshalb habe ich die ganze Zeit lieber komplett verzichtet. In letzter Zeit gibt es aber ganz viele Riegel im Mini-Format. Das finde ich super, denn das Aufreissen einer neuen Verpackung stellt immerhin eine gewisse psychische Hemmschwelle dar *smile*.

Grüßle,
nyx.
Re: Leckeres ohne Kalorien?
08. Februar 2008 23:02
eike schrieb:

> Aber: Wenn ich ein Brötchen mit Nutella etc. esse, dann soll
> das auch richtig schön schokoladig schmecken. Das Brot
> interessiert mich da nicht, abgesehen davon schmeckt Weißbrot
> eh meist nach nischt!

Dagegen ist ja auch nix einzuwenden. Ich esse aber meine Nutella auf Roggen-Walnußbrötchen, das ist superlecker. Der Nußgeschmack plus Butter und dazu Nutella. Göttlich!

> Und ab und zu mal was fettiges und "ungesundes" ist sicher auch
> ok.

Aber nur, wenn es wirklich nur ab und zu ist. In diesem Fall scheint es aber die ausschließliche Nahrung zu sein. Das hat auch nix mit der Ästhetik zu tun (dick/dünn), sondern mit der körperlichen Gesundheit. So ist nachgewiesen, daß Menschen mit hohem Junk-Food-Verzehr psychisch labiler sind, d. h. z. B. Anfälliger für Depressionen, und daß der IQ (um bis zu 10 Punkte!) absinken kann! Bei Kindern soll amerikanischen Studien nach ein hoher Zucker- und Fettkonsum (Mit-)Auslöser von ADS sein... Echt klasse! Zu den ernährungsbedingten Krankheiten hab ich mich ja schon geäußert.

> Man muss es aber nicht übertreiben, und ich denke dass auch der
> psychische Aspekt oft ausgeblendet wird, Essen ist mehr als
> "Treibstoff", es kann auch glücklich machen, wenn es das
> richtige ist!

Sicher. Aber essen sollte nicht nur "glücklich" machen, sondern den Körper mit Energie versorgen. Wenn Du Deinen Benziner permanent mit Diesel betankst, dann macht der es auch nicht lange! Glück sollte man nicht nur über Essen erfahren. Erfolg, stabile Freundschaften, breitgefächerte Interessen sind da allemal besser. Schmecken soll es natürlich, aber bei einem Essen im Kreise von Freunden oder der Familie sollte der soziale Aspekt immer an erster Stelle stehen! Wer seinen täglichen Kick nur übers Essen erfährt oder dieses Gefühl benötigt, hat ein echtes Problem...

nyx schrieb:

> Hallo Eike,
>
> das sehe ich auch so. Essen hat auch eine psychologische Seite
> und Genuss gehört zum Leben einfach mit dazu. Ich hab mir heute
> einen kleinen Schokoriegel gegönnt. Nach bald 6 Wochen
> Abstinenz. Es hat herrlich geschmeckt :-)

Eben! Weil es etwas besonderes war. Deshalb konntest Du es richtig genießen.

> Leider gehöre ich zu der Gruppe an Menschen, die es nach dem
> Verzehr eines kleinen Schoko-Stücks nicht schaffen, die Tafel
> wieder zurück zu legen, deshalb habe ich die ganze Zeit lieber
> komplett verzichtet.

Das ist die richtige Methode! Wird Dir jeder Psychotherapeut raten. Es gibt bestimmte "Trigger-Foods", die man einfach nicht kontrollieren kann. Ich kaufe z. B. generell keine Pralinen (Rocher oder Raffaello sind mein Untergang) oder Kekse (mit Nuß, ohhhh). Ich esse sie bei meinen Eltern (die sie für mich kaufen) - dann auch gern mal 7 oder 8, aber da ist eine gewisse Hemmschwelle, die ganze Tüte zu essen. Dann genieße ich es aber auch und denk nicht: Oh Gott, die vielen Kalorien, die gehärteten Fett, meine Arterien... Hätte ich sie bei mir daheim, wäre die Tüte nach einer Stunde alle. Absoluter Kontrollverlust. Das weiß ich und dementsprechend verhalte ich mich. Da kann ich mich auch nicht schlecht fühlen, weil ich so viel Süßkram ohne Sinn und Verstand (das Gehirn schaltet sich irgendwie aus, ich bin dann wie ferngesteuert!) in mich hineingestopft habe,

> In letzter Zeit gibt es aber ganz viele
> Riegel im Mini-Format. Das finde ich super, denn das Aufreissen
> einer neuen Verpackung stellt immerhin eine gewisse psychische
> Hemmschwelle dar *smile*.

Das nützt bei mir nix... Rocher und Raffaello sind ja auch individuell verpackt ;-) Allerdings besteht die Gefahr, daß man sich dann doch mal zwei oder drei "von den kleinen Minis" gönnt und dann mehr Kcal aufgenommen hat, als wenn man die Originalgröße gewählt hatte. Und richtig befriedigt ist man dann nicht (wie man nach dem Original wäre, meine ich damit).

Man sollte versuchen, so viele dieser kleinen Sünden (die über die Zeit große Spuren hinterlassen!) wie möglich mit gesünderen Lebensmitteln zu ersetzen. Ich liebe z. B. Quarkuchen. Ich habe gemerkt, daß mir angerührter Magerquark mit 1 EL Mandeln und ein paar Biscotti genau so (okay, fast genau so) gut schmeckt. Den Kuchen gibt's dann eben nur zu irgendwelchen Festivitäten.

Außerdem gehe ich leidenschaftlich gern Indisch essen - ich lieeebe Chicken Vindaloo und Naan mit Ghee, und Linsen Masala - danach natürlich Mangocrème mit Eis und Sahne. Das volle Programm eben. Damit ich nicht total verzichten muß, gehe ich aller vier bis fünf Wochen mit einer Gruppe zum Inder, esse, was mir schmeckt, genieße es, noch mehr aber die Gesellschaft. Ergo, ich bekomme mein Lecker-schmecker-Menü, welches ich jedoch immer mit jemandem teile, da ich durch die Gespräche nicht so auf das Essen fixiert bin und automatisch langsamer esse und dadurch nach weniger Essen mein Sättigungsgefühl erreiche. Ich freue mich auf diese Abende, aber es bleibt eben etwas "außer der Reihe".

suessemaus



I didn't fight my way to the top of the food chain to be a vegetarian.
Re: Leckeres ohne Kalorien?
08. Februar 2008 23:49
Ohjee, da habe ich ja richtig was angerichtet. ;-(

Ich wollte niemanden absichtlich auf die Palme bringen und scheine hier ja genau im richtigen Forum gelandet zu sein mit meinem Essverhalten. Eigentlich wollte ich ja nur wissen, was man noch während einer harten Diät essen kann, was zumindest annähernd nach nach leckerem Essen schmeckt. Aber bei der Definition von "lecker" fängt es schon an. Da haben wir hier nämlich gewaltige Unterschiede in unseren Vorstellungen.

Noch etwas zu einigen Antworten: Ich habe ein Jahr während meines Zivildienstes als Sani gearbeitet. Da habe ich vielleicht 10-15 Herzinfarkte gesehen. Und davon waren ausnahmslos alle in irgendwelchen Risikogruppen, vom Rauchen, Fettleibigkeit, Blutdruck bis einfach hin zum Alter. Ich habe zwar meine Bluttfettwerte noch nicht messen lassen, aber so leid es mir tut, vor einem schnellen Ende habe ich wirklich keine Angst. Zumindest nicht mehr, als wenn ich den ganzen Tag Dinkelbrötchen mit Paprika essen würde. Ich habe übrigens auch so gut wie nie Stress und trinke auch keinen Kaffee oder Tee. Und in meiner Familie ist der Infarkt übrigens auch kein besonderes Risiko.

Ich bin auch nicht süchtig nach einer riesen Masse Essen. Sondern ich bekomme einfach immer wieder Lust auf bestimmte einzelne Gerichte. Ich habe z.B. auch öfter Heißhunger auf ein einfaches Butterbrot. Aber Rohkost ist zugegeben nur selten dabei. Essen ist einfach Lust. Und das heißt wirklich nicht, dass ich keine Freunde habe oder mir Ersatzbefriedigungen suchen müsste. Im Gegenteil: Ich gehe sogar ziemlich häufig weg, meistens aber auch irgendwo auswärts essen. :-)

Ich bin auch nicht der Ansicht, dass sich Geschmack trainieren lässt. Ich bin dabei gar nicht generell mäkelig. Schmecken tut mir z.B. Spinat, Spargel, Blumenkohl, Muscheln oder Hering. Dafür würde ich Broccoli, Ziegenkäse, Zucchini oder Artischocken niemals in den Mund nehmen. Und ja, es kann schon sein, dass ich etwas geschmackstaub geworden bin. Aber mein Putenschnitzel hat gestern - schön dick einpaniert mit Schnitzelgewürzmischung - hervorragend geschmeckt. Übrigens bin ich ich auch einer, der an alles Salz macht, bevor es probiert.

Ich gebe zu, dass ich da ziemlich unbedarft bin und mir über das Essen nur selten Gedanken mache. Auch wenn ich dafür wieder eins auf den Deckel bekomme: Wenn ich doch einmal negative Folgen spüren sollte, werde ich auch meine Ernährung schon umstellen. Ich denke nicht, dass diese Konsequenzen so drastisch kommen, dass man dann nichts mehr dagegen tun kann.

Auch wenn ihr noch so schwerwiegende Folgen aufzählt, werde ich meine Sünden nicht aufgeben. Ich will mir nicht irgendwann vorwerfen, auf irgendetwas verzichtet zu haben. Ich will auch nicht als Lehrbeispiel in die Geschichte eingehen. Wenn es doch schlecht ausgeht, dann ist das eben so. Man bekommt, was man verdient. Ich bin da Fatalist. Und um den hier ja schon öfter gerne gewählten Vergleich mit einem Auto zu ziehen: Ich fahre auch mal gerne (im Rahmen) zu schnell. Ich beschwere mich aber auch nicht, wenn ich geblitzt werde.



Nachricht bearbeitet (08.02.2008 23:54)
Re: Leckeres ohne Kalorien?
09. Februar 2008 06:11
suessemaus schrieb:

>
> > Man muss es aber nicht übertreiben, und ich denke dass auch
> der
> > psychische Aspekt oft ausgeblendet wird, Essen ist mehr als
> > "Treibstoff", es kann auch glücklich machen, wenn es das
> > richtige ist!
>
> Sicher. Aber essen sollte nicht nur "glücklich" machen, sondern
> den Körper mit Energie versorgen. Wenn Du Deinen Benziner
> permanent mit Diesel betankst, dann macht der es auch nicht
> lange! Glück sollte man nicht nur über Essen erfahren. Erfolg,
> stabile Freundschaften, breitgefächerte Interessen sind da
> allemal besser. Schmecken soll es natürlich, aber bei einem
> Essen im Kreise von Freunden oder der Familie sollte der
> soziale Aspekt immer an erster Stelle stehen! Wer seinen
> täglichen Kick nur übers Essen erfährt oder dieses Gefühl
> benötigt, hat ein echtes Problem...
>


Und ich bin der Meinung der Körper holt sich, was er braucht. Wenn ich Lust auf nen Apfel habe, ist es in dem Moment das Richtige für mich und macht mich genauso glücklich wie in nem anderem Moment ein Nutellabrötchen.

Diese ständigen Vergleiche zwischen Auto- Körper, Benzin-Essen resultieren meiner Meinung nach aus einer lustfeindlichen, moralischen, zwanghaften Haltung gegenüber Essen. Ich muss mich nicht kontrollieren; wenn ich abnehmen will, esse ich einfach weniger, aber weiterhin das, was mir schmeckt und worauf ich Lust habe.
Habe jedoch festgestellt, dass je gesünder umso besser geht es mir, als wenn ich z.B. den ganzen Tag Süßkram esse...
Aber dann ist das eine bewusste Entscheidung, ich zwinge mich zu gar nichts und ich muss mich auch nicht kontrollieren über essen herzufallen, warum sollte ich ne ganze Packung Kekse essen, wo ich doch weiß, dass es mir hinterher nicht gut geht?

Und ob der soziale Aspekt im Vordergrund steht oder nicht, bleibt doch jedem selbst überlassen, ich denke jeder kann selbst entscheiden, ob sie lieber allein oder in Gesellschaft isst.
Re: Leckeres ohne Kalorien?
09. Februar 2008 12:12
eike schrieb:

> Und ich bin der Meinung der Körper holt sich, was er braucht.

Das ist ein Irrglaube. Die Evolution hat es beim Menschen so eingerichtet, dass er sich nicht das holt, was er braucht, sondern das, was er bekommen kann. Ähnlich wie beim Wolf bzw. Hund und ganz anders als z. B. bei der Katze.

> Wenn ich Lust auf nen Apfel habe, ist es in dem Moment das
> Richtige für mich

"Wenn ich Lust auf ne Zigarette habe, ist es in dem Moment das Richtige für mich" - du siehst, sich auf die(se) Signale deines Körpers zu verlassen ist unsinnig.

> wenn ich abnehmen will, esse ich einfach
> weniger, aber weiterhin das, was mir schmeckt und worauf ich
> Lust habe.

Da spricht ja auch nichts dagegen.

> Habe jedoch festgestellt, dass je gesünder umso besser geht es
> mir, als wenn ich z.B. den ganzen Tag Süßkram esse...
> Aber dann ist das eine bewusste Entscheidung, ich zwinge mich
> zu gar nichts und ich muss mich auch nicht kontrollieren über
> essen herzufallen, warum sollte ich ne ganze Packung Kekse
> essen, wo ich doch weiß, dass es mir hinterher nicht gut geht?

Weil viele Menschen so konditioniert wurden. Nahrung - besonders ungesunde Nahrung - wird immer noch als etwas Besonderes, Gutes und als Belohnung eingesetzt. Gibt es wohl eine Omi, Tante, Mutter die ihr Kleines lobt mit den Worten, "das hast du fein gemacht, als Belohnung bekommst du eine Kohlrabi" oder "toll, deine Noten - zur Belohnung bekommst du keine Schokolade, so dass du gesund und normalgewichtig bleibst"?

> Und ob der soziale Aspekt im Vordergrund steht oder nicht,
> bleibt doch jedem selbst überlassen, ich denke jeder kann
> selbst entscheiden, ob sie lieber allein oder in Gesellschaft
> isst.

Nicht wenn das Essen mehr bzw. etwas anderes bedeutet, als die Herstellung einer ausgeglichenen Energiebilanz und die Versorgung mit Nährstoffen: Trost, Liebe, Lob, Kompensation von Enttäuschung, Einsamkeit, Trauer usw.

Alex
Re: Leckeres ohne Kalorien?
09. Februar 2008 17:42
greenhawk schrieb:

> Ich bin auch nicht der Ansicht, dass sich Geschmack trainieren
> lässt.

Das hat mich Ansicht gar nichts zu tun - das ist eine Tatsache. Wie Muskeln läßt sich auch der Geschmack (oder Geruchssinn) trainieren.

> Ich bin dabei gar nicht generell mäkelig. Schmecken tut
> mir z.B. Spinat, Spargel, Blumenkohl, Muscheln oder Hering.
> Dafür würde ich Broccoli, Ziegenkäse, Zucchini oder
> Artischocken niemals in den Mund nehmen. Und ja, es kann schon
> sein, dass ich etwas geschmackstaub geworden bin. Aber mein
> Putenschnitzel hat gestern - schön dick einpaniert mit
> Schnitzelgewürzmischung - hervorragend geschmeckt. Übrigens bin
> ich ich auch einer, der an alles Salz macht, bevor es
> probiert.

Da hat die Lebensmittelindustrie in Dir ja den perfekten Kunden, der auch brav von den Geschmacksverstärkern abhängig geworden ist... Das ist jetzt kein Scherz, sondern Tatsache.

> Ich gebe zu, dass ich da ziemlich unbedarft bin und mir über
> das Essen nur selten Gedanken mache. Auch wenn ich dafür wieder
> eins auf den Deckel bekomme: Wenn ich doch einmal negative
> Folgen spüren sollte, werde ich auch meine Ernährung schon
> umstellen. Ich denke nicht, dass diese Konsequenzen so
> drastisch kommen, dass man dann nichts mehr dagegen tun kann.

JA - Du bist unbedarft. Und zwar sehr. Leider ist es meist zu spät, wenn die Leute merken, daß sie etwas tun müßten. Manche Schäden sind dann irreparabel. Und viele sind später im Leben so tief konditioniert (auf "richtiges" Essen und nicht diesen "Gesundfraß"winking smiley, daß sie es auch einfach nicht mehr können.

> Auch wenn ihr noch so schwerwiegende Folgen aufzählt, werde ich
> meine Sünden nicht aufgeben. Ich will mir nicht irgendwann
> vorwerfen, auf irgendetwas verzichtet zu haben.

Das ist wohl der dämlichste Kommentar überhaupt. Hedonistisch veranlagt?! Oder einfach ignorant.

> Ich will auch
> nicht als Lehrbeispiel in die Geschichte eingehen. Wenn es doch
> schlecht ausgeht, dann ist das eben so. Man bekommt, was man
> verdient. Ich bin da Fatalist. Und um den hier ja schon öfter
> gerne gewählten Vergleich mit einem Auto zu ziehen: Ich fahre
> auch mal gerne (im Rahmen) zu schnell. Ich beschwere mich aber
> auch nicht, wenn ich geblitzt werde.

Na toll. Dank solcher Leute wie Dir funktioniert weder das SOLIDARISCHE Gesundheitssystem noch gilt Rücksichtnahme als Tugend. Ich hoffe, es gibt auch noch Menschen, die nicht so egozentrisch, hedonistisch, kurzsichtig und dumm sind wie Du... Aber vielleicht wirst Du ja irgendwann mal erwachsen, bei manchen dauert das ja ne Weile.

Oje.

Eine Augen verdrehende

suessemaus



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Re: Leckeres ohne Kalorien?
09. Februar 2008 17:46
Alexander schrieb:

> > wenn ich abnehmen will, esse ich einfach
> > weniger, aber weiterhin das, was mir schmeckt und worauf ich
> > Lust habe.
>
> Da spricht ja auch nichts dagegen.

... wenn man sich einigermaßen ausgewogen ernährt. Sonst isses schlecht.

> > Und ob der soziale Aspekt im Vordergrund steht oder nicht,
> > bleibt doch jedem selbst überlassen, ich denke jeder kann
> > selbst entscheiden, ob sie lieber allein oder in Gesellschaft
> > isst.
>
> Nicht wenn das Essen mehr bzw. etwas anderes bedeutet, als die
> Herstellung einer ausgeglichenen Energiebilanz und die
> Versorgung mit Nährstoffen: Trost, Liebe, Lob, Kompensation von
> Enttäuschung, Einsamkeit, Trauer usw.
>
> Alex

Danke, danke, DANKE! Ich habe mich schon wie der einsame Rufer im Wald gefühlt...

suessemaus



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Re: Leckeres ohne Kalorien?
09. Februar 2008 20:28
Wow.. nur weil ich gerne fettig esse bin ich direkt unsozial und rücksichtslos? Hallo? Merkst Du eigentlich noch was? Ich finde, dass einige hier das Thema Essen etwas zu ernst nehmen. Wobei ich auch gerne zugebe, dass ich das Thema auch etwas unterschätze.

Nochmal: Ich wiege (gerade) 75 Kilo bei 1.84 Metern. Dass ich mit meinem Essverhalten jetzt hier die Gesellschaft bewusst in Gesundheitskosten stürze, möchte ich mal stark zurückweisen. Dir wäre es wohl am Liebsten, wenn jeder Bürger Zwangssport verordnet bekäme. *auchmalaugenhochroll*

Und nur weil ich nicht politisch korrekt esse, bin ich sicher nicht dumm. Zumindest sagen mein Einser-Abitur und mein abgeschlossenes Studium etwas anderes. Und das, was ich an Kohle an Steuern und Sozialabgaben bezahle, werde ich bestimmt nie im Leben durch Krankheitskosten vom System zurückfordern müssen. Was ja auch nicht Sinn des sozialen Systems ist, welches ich übrigens für vernünftig halte. Das klingt zugegeben etwas angeberisch, aber wenn hier die Oberlehrer mit dem erhobenen Zeigefinger kommen, dann bekomme ich echt die Krise.

Und die Lebensmittelindustrie hat in mir auch den perfekten Kunden. Das gebe ich ja gerne zu. Mir schmecken künstliche Geschmacksstoffe. Ich brauche keine Natur nur der Natur wegen. Ich vermisse sie nicht und habe auch nicht das Gefühl, dass ich was verpasse. Ist es denn wirklich so schlimm, wenn ich nicht mehr weiß, wie echte Vanille schmeckt? Darf ich denn nicht auch so glücklich sein? Ich esse ja auch nicht bewusst fettig oder weniger fettig. Es ist nur einfach in vielen Sachen, die ich gerne esse, viel Fett drin. Ich mache mir darüber einfach keine Gedanken, weil ich die Folgen als nicht so dramatisch sehe. Ich denke auch nicht, dass ich ein so großer Extremfall bin, wie mir hier einzureden versucht wird.

Hedonismus kann man mir gerne vorwerfen. Ich sehe das nicht als Beleidigung an. Aber ich nutze die Lust am Essen nicht als Ersatzbefriedigung für irgendwelche anderen Probleme. Ich bin das perfekte Glückskind, mit einer intakten Familie, einer perfekten Freundin, einem Traumjob und großen Freundeskreis. Ich fahre zweimal im Jahr groß in Urlaub und bin eigentlich ganz entspannt und ausgeglichen.

Nur jetzt gerade nicht. :-)
Re: Leckeres ohne Kalorien?
09. Februar 2008 21:23
greenhawk schrieb:

> Wow.. nur weil ich gerne fettig esse bin ich direkt unsozial
> und rücksichtslos? Hallo? Merkst Du eigentlich noch was? Ich
> finde, dass einige hier das Thema Essen etwas zu ernst nehmen.
> Wobei ich auch gerne zugebe, dass ich das Thema auch etwas
> unterschätze.

Es geht nicht darum, daß Du gern fettig ißt - es geht darum, was Du Deinem Körper damit antust.

> Nochmal: Ich wiege (gerade) 75 Kilo bei 1.84 Metern. Dass ich
> mit meinem Essverhalten jetzt hier die Gesellschaft bewusst in
> Gesundheitskosten stürze, möchte ich mal stark zurückweisen.
> Dir wäre es wohl am Liebsten, wenn jeder Bürger Zwangssport
> verordnet bekäme. *auchmalaugenhochroll*

Es geht nicht um Dein Gewicht. Wie ich bereits schrieb: es gibt viele schlanke, kranke Leute. Den Arterien ist das egal. Es geht um das viszerale Fett (da Du ja so schlau bist und ein Einser Abi hast, wirst Du ja wissen, was das ist).

> Und nur weil ich nicht politisch korrekt esse, bin ich sicher
> nicht dumm. Zumindest sagen mein Einser-Abitur und mein
> abgeschlossenes Studium etwas anderes.

Keiner verlangt von Dir "politisch korrekt" zu essen - was auch immer das für Dich beinhaltet. Herzlichen Glückwunsch zum Einser Abi und der Akademikerlaufbahn, Super Einser Abi hatte ich auch hatte ich auch, zwei Studienabschlüsse ebenso. Und?! Was sagt das jetzt?! Das macht mich nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen. Das zeigt nur, daß Intelligenz und gesunder Menschenverstand nicht unbedingt Hand in Hand gehen.

> Und das, was ich an
> Kohle an Steuern und Sozialabgaben bezahle, werde ich bestimmt
> nie im Leben durch Krankheitskosten vom System zurückfordern
> müssen. Was ja auch nicht Sinn des sozialen Systems ist,
> welches ich übrigens für vernünftig halte. Das klingt zugegeben
> etwas angeberisch, aber wenn hier die Oberlehrer mit dem
> erhobenen Zeigefinger kommen, dann bekomme ich echt die Krise.

Weißt Du, was eine Bypass-OP kostet?! Oder ein lausiger Tag auf der Intensiven? Genau. Aber: geschenkt! Es geht mir nicht um's Geld, sondern darum, wie jemand mit offenen Augen und sich der Gefahren bewußt einfach so eine Leck-mich-am-Arsch Mentalität haben kann. Sei doch froh, daß ich mir nicht sage: scheiß drauf. Dann erwischt's den eben schon zwanzig Jahre eher, eh egal.
Und oberlehrerhaft hat mich noch keiner genannt! Okay, ich hab ein Helfersyndrom - deshalb bin ich wahrscheinlich auch so blöd und glaub an das Gute (und Gehirn) im Menschen.
Wenn ich hier nicht drastisch geschrieben hätte, dann hättest Du's gar nicht wahrgenommen. Vielleicht hat es Dich aufgeregt und genervt und Du hast Dir gedacht: so ne blöde zwanghafte Tuss - aber zumindest hast Du drüber nachgedacht (und - siehe Dein Posting - reagiert!). Nennt man übrigens intern bei den Psychologen "Holzhammermethode" - man gewinnt auf jeden Fall die Aufmerksamkeit (und ist wirkungsvoller als gutes Zureden!).

> Und die Lebensmittelindustrie hat in mir auch den perfekten
> Kunden. Das gebe ich ja gerne zu. Mir schmecken künstliche
> Geschmacksstoffe. Ich brauche keine Natur nur der Natur wegen.
> Ich vermisse sie nicht und habe auch nicht das Gefühl, dass ich
> was verpasse. Ist es denn wirklich so schlimm, wenn ich nicht
> mehr weiß, wie echte Vanille schmeckt? Darf ich denn nicht auch
> so glücklich sein?

Das kannst Du gern tun, aber - meiner Meinung nach - verpaßt Du etwas. All diese künstlichen Stoffe stehen außerdem im Verdacht, krebserregend zu sein. Und Mineralstoffe oder Spurenelemente bekommst Du auch nicht gescheit.

> Ich esse ja auch nicht bewusst fettig oder
> weniger fettig. Es ist nur einfach in vielen Sachen, die ich
> gerne esse, viel Fett drin. Ich mache mir darüber einfach keine
> Gedanken, weil ich die Folgen als nicht so dramatisch sehe. Ich
> denke auch nicht, dass ich ein so großer Extremfall bin, wie
> mir hier einzureden versucht wird.

Leider bist Du kein Einzelfall. Gegen Fett ist auch gar nichts einzuwenden - versuche einfach, gesättigte Fette zu reduzieren (v. a. in rotem Fleisch, lieber Fisch (Lachs, Hering), Geflügel (aber vllt. nicht gleich 1/2 Ente *ähem*) sowie gehärtete Fette zu vermeiden (in Chips z. B. - Nüsse sind besser, in Gottes Namen auch gesalzen)

> Hedonismus kann man mir gerne vorwerfen. Ich sehe das nicht als
> Beleidigung an. Aber ich nutze die Lust am Essen nicht als
> Ersatzbefriedigung für irgendwelche anderen Probleme. Ich bin
> das perfekte Glückskind, mit einer intakten Familie, einer
> perfekten Freundin, einem Traumjob und großen Freundeskreis.
> Ich fahre zweimal im Jahr groß in Urlaub und bin eigentlich
> ganz entspannt und ausgeglichen.

Da bin ich echt beruhigt (und das ist jetzt nicht sarkastisch gemeint).

> Nur jetzt gerade nicht. :-)

;-) Irgendwie find ich das gar nicht so schlecht... Wann hast Du Dich das letzte mal bewußt mit Deiner Ernährung beschäftigt?!

Ich geh jetzt meine Kaffetrinken-Kalos von heute (drei Stücke - naja, aber war lecker) abtanzen.

suessemaus



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Re: Leckeres ohne Kalorien?
10. Februar 2008 07:23
greenhawk schrieb:

> Wow.. nur weil ich gerne fettig esse bin ich direkt unsozial
> und rücksichtslos? Hallo? Merkst Du eigentlich noch was? Ich
> finde, dass einige hier das Thema Essen etwas zu ernst nehmen.
> Wobei ich auch gerne zugebe, dass ich das Thema auch etwas
> unterschätze.

Vielleicht haben diese "einige" auch gute Gründe dafür, nicht so wie Du zu handeln???
So zum Beispiel ICH!
Ich war in jungen Jahren genau so ein "Ernährungskünstler" wie Du und habe nach der Devise "was soll schon passieren" gelebt. Hatte mit 30 Jahren -ähnlich wie Du- Idealgewicht und war das blühende Leben. Leider änderte sich das -was biologisch begründbar ist- danach sehr sehr schnell und bald "zierte" mich ein Body von fast 120kg!!!


> Nochmal: Ich wiege (gerade) 75 Kilo bei 1.84 Metern. Dass ich
> mit meinem Essverhalten jetzt hier die Gesellschaft bewusst in
> Gesundheitskosten stürze, möchte ich mal stark zurückweisen.
> Dir wäre es wohl am Liebsten, wenn jeder Bürger Zwangssport
> verordnet bekäme. *auchmalaugenhochroll*

Auch hier dachte ich ganz genau wie Du.........

> Und nur weil ich nicht politisch korrekt esse, bin ich sicher
> nicht dumm. Zumindest sagen mein Einser-Abitur und mein
> abgeschlossenes Studium etwas anderes.

Leider liegt bei sehr vielen Menschen -so auch bei mir für lange Zeit- der schulische Werdegang und alltagstaugliche Bildung in zwei verschiedenen Schubladen. Ein akademischer Grad sagt nicht unbedingt etwas über soziale Kompetenz aus.


>Und das, was ich an
> Kohle an Steuern und Sozialabgaben bezahle, werde ich bestimmt
> nie im Leben durch Krankheitskosten vom System zurückfordern
> müssen. Was ja auch nicht Sinn des sozialen Systems ist,
> welches ich übrigens für vernünftig halte. Das klingt zugegeben
> etwas angeberisch, aber wenn hier die Oberlehrer mit dem
> erhobenen Zeigefinger kommen, dann bekomme ich echt die Krise.


Das ist eine total bescheuerte Argumentation!! Ein schwerer Verkehrs-oder sonstiger Unfall -den Dir niemand wünscht- und Deine paar eingezahlten Kröten reichen noch nicht mal, um Dich wieder zusammen zu flicken. Du lebst in der Tat nur im heute und schaust nicht weiter, als ein Schwein schei..en kann.

> Und die Lebensmittelindustrie hat in mir auch den perfekten
> Kunden. Das gebe ich ja gerne zu. Mir schmecken künstliche
> Geschmacksstoffe.

So?? Wonach schmecken denn künstliche Geschmacksstoffe?


>Ich brauche keine Natur nur der Natur wegen.
> Ich vermisse sie nicht und habe auch nicht das Gefühl, dass ich
> was verpasse.

Gott sein Dank brauch die Natur Dich noch weniger.....


>Ist es denn wirklich so schlimm, wenn ich nicht
> mehr weiß, wie echte Vanille schmeckt?

Nein, keinesfalls! Sonst hätten die Hersteller künstlicher Aromen bald nichts mehr zu tun und Deutschland wieder mehr Arbeitslose.

>Darf ich denn nicht auch so glücklich sein? Ich esse ja auch nicht bewusst >fettig oder weniger fettig. Es ist nur einfach in vielen Sachen, die ich
> gerne esse, viel Fett drin. Ich mache mir darüber einfach keine
> Gedanken, weil ich die Folgen als nicht so dramatisch sehe. Ich
> denke auch nicht, dass ich ein so großer Extremfall bin, wie
> mir hier einzureden versucht wird.

Gerade die versteckten Fette -und unter denen die Transfette- machen den meisten Schaden. Aber das trifft natürlich auf Dich nicht zu........


> Hedonismus kann man mir gerne vorwerfen. Ich sehe das nicht als
> Beleidigung an. Aber ich nutze die Lust am Essen nicht als
> Ersatzbefriedigung für irgendwelche anderen Probleme. Ich bin
> das perfekte Glückskind,
mit einer intakten Familie, einer
> perfekten Freundin, einem Traumjob und großen Freundeskreis.
> Ich fahre zweimal im Jahr groß in Urlaub und bin eigentlich
> ganz entspannt und ausgeglichen.
>
> Nur jetzt gerade nicht. :-)

Hoffentlich noch lange, wenngleich schwer fällt daran zu glauben.


Ps.: Warum treibst Du Dich eigentlich in einem Abnehmforum rum? Bei Dir ist doch alles "bestens"!?????



Nachricht bearbeitet (10.02.2008 07:38)

Gewicht 118,9kg am 13.01.06
Aktuell 86kg am 18.11.08
Mann 53 Jahre alt; 178cm groß
Re: Leckeres ohne Kalorien?
10. Februar 2008 19:17
Alexander schrieb:

> Nicht wenn das Essen mehr bzw. etwas anderes bedeutet, als die
> Herstellung einer ausgeglichenen Energiebilanz und die
> Versorgung mit Nährstoffen: Trost, Liebe, Lob, Kompensation von
> Enttäuschung, Einsamkeit, Trauer usw.

Für mich bedeutet Essen tatsächlich mehr, als die Herstellung einer ausgeglichenen Energiebilanz und Versorgung mit Nährstoffen.

Ich esse nämlich manchmal einfach nur zum Genuss oder wirklich um mich zu belohnen. Was ist daran falsch?
Und ich denke nicht, dass man ein Stück Schokolade mit einer Zigarette vergleichen kann. Nikotin ist ein Gift, damit schadest du deinem Körper, durch ein Stück Schoki oder eine Pizza (wichtig: ab und zu) nicht. Und wenn es in deine Energiebilanz passt, nimmst du auch nicht davon zu.

Und wenn ich merke, meine Lust auf Schokolade ist gerade groß, sehe ich absolut keinen Sinn darin, vorher 3 Vollkornbrote, 1 Joghurt, 1 Apfel, Salat oder sonstiges Gesundes zu essen, dann am Schluss die Schokolade und schlechtes Gewissen zu haben.

Dafür gibt es dann auch Tage, da gibt es nur Gesundes.
Halte einfach nichts davon, sich zu zwingen, wenn man eigentlich was anderes will.
Geschmack auf Gesundes umzutrainieren ist was anderes, dann mag man das nämlich wirklich und hat auch Lust drauf.
@nyx
10. Februar 2008 20:35
Hey nyx,

du hast was von nem Schokotee geschrieben. Hab das jetzt schon öfter gelesen, aber z.B. im Supermarkt keinen gefunden. Wo kaufst du den denn? Gibt's den nur in richtigen Teeläden? Von welcher Marke ist deiner?
Und schmeckt der wirklich nach Schoko bzw. befriedigt dich das als Schokoersatz??

Danke für deine Antwort im Voraus smiling smiley
Re: @nyx
11. Februar 2008 11:35
Hallo smilething,

da ich diesen Schokotee auch wahnsinnig gern trinke, erlaube ich mir mal, Dir zu antwortrn ;-)

Ich kenne und kaufe drei Sorten:

Alnatura GlücksTee (Kakaoschalen mit Roibos und Vanille);
HitGourmet (Roibos mit Kakaobohne) und
Lord Nelson Roibos Caramel.

Alnatura gibt's u.a. bei REWE, Rossmann und dm, HitGourmet in den HIT-Märkten der REWE Kette und Lord Nelson ist die LIDL Hausmarke.

Auch sehr zu empfehlen ist der Marzipan-Roibostee von Niederegger Marzipan Lübeck; ist zwar etwas teurer (¤ 3 das Paket mit 20 Teebeuteln), aber die paar Cent mehr lohnen sich wirklich!

Lecker und gesund sind sowohl der Kamille-Ingwer Tee mit Honig-Sahne-Vanillearoma von Bad Heilbrunner sowie der Weiße Tee mit Vanille-Pfirsich von Meßmer. Sonst mag ich noch den Grünen Tee mit Vanille von Lidl (Lord Nelson) - es gibt ja seit einiger Zeit unzählige aromatisierte Tees, ich probiere sehr gern rum (Fehlgriffe natürlich inbegriffen), aber sooo wahnsinnig teuer ist Tee ja nicht, da ist ein Mißgriff nicht so tragisch.

suessemaus



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