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Thema
Eisenmangel
geschrieben von TalkToMe
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Eisenmangel 30. Juli 2007 14:13 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 153 |
Ich hatte vor kurzem schon mal meine Sorgen geschildert, dass mein Sohn immer dünner wird, weil er sehr viel Sport macht.
Eure Links und Beiträge hatten mich schon richtig beruhigt... bis Freitag.
Da kam Sohnemann vom Blutspenden zurück: Man hat ihn wieder nach Hause geschickt, weil er viel zu wenig Eisen im Blut hat. Man hat ihm freundlicherweise eine sehr große Packung Eisenkapseln mitgegeben, von denen er täglich eine nehmen soll. Aber was ist denn, wenn die Packung leer ist? Hat der Körper Eisendepots und der Eisenmangel legt sich wieder?
Ich weiß noch aus der Schwangerschaft, dass es recht schwierig war, mit normaler Ernährung gegen Eisenmangel vorzugehen.
Hat jemand anregungen?
Und: Weiß vielleicht jemand, ob beim Blutspenden auch andere Mangelerscheinungen festgestellt werden?
Eure Links und Beiträge hatten mich schon richtig beruhigt... bis Freitag.
Da kam Sohnemann vom Blutspenden zurück: Man hat ihn wieder nach Hause geschickt, weil er viel zu wenig Eisen im Blut hat. Man hat ihm freundlicherweise eine sehr große Packung Eisenkapseln mitgegeben, von denen er täglich eine nehmen soll. Aber was ist denn, wenn die Packung leer ist? Hat der Körper Eisendepots und der Eisenmangel legt sich wieder?
Ich weiß noch aus der Schwangerschaft, dass es recht schwierig war, mit normaler Ernährung gegen Eisenmangel vorzugehen.
Hat jemand anregungen?
Und: Weiß vielleicht jemand, ob beim Blutspenden auch andere Mangelerscheinungen festgestellt werden?
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 14:29 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
TalkToMe schrieb:
> Da kam Sohnemann vom Blutspenden zurück: Man hat ihn wieder
> nach Hause geschickt, weil er viel zu wenig Eisen im Blut hat.
> Man hat ihm freundlicherweise eine sehr große Packung
> Eisenkapseln mitgegeben, von denen er täglich eine nehmen soll.
> Aber was ist denn, wenn die Packung leer ist? Hat der Körper
> Eisendepots und der Eisenmangel legt sich wieder?
Zunächst mal hat der Körper für alle notwendigen Nährstoffe Depots. Dennoch müssen diese Depots regelmäßig aufgefüllt werden, wenn es sich bei den Nährstoffen um essentielle Nährstoffe handelt (Stoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann). Zu diesen essentiellen Nährstoffen gehört auch das Spurenelement Eisen, das für die Blutbildung benötigt wird.
Wenn jemand zu wenig Eisen hat, genügt es evtl. nicht, einfach Eisenkapseln zu essen sondern es sollte der Grund für den Eisenmangel gefunden werden und gegebenenfalls die Ernährung umstellen: hier findest du eine Liste mit eisenhaltigen Lebensmitteln.
> Ich weiß noch aus der Schwangerschaft, dass es recht schwierig
> war, mit normaler Ernährung gegen Eisenmangel vorzugehen.
Eine Entbindung geht immer mit einem sehr großen Verlust an Eisen einher, diesen Verlust kannst du nicht einfach durch ein paar Steaks ausgleichen.
> Und: Weiß vielleicht jemand, ob beim Blutspenden auch andere
> Mangelerscheinungen festgestellt werden?
Es werden nur die Werte untersucht, aufgrund derer eine Blutspende nicht abgegeben werden kann. Eisenmangel gehört dazu, da ein Spender mit zu wenig Eisen u. U. Schwierigkeiten bekommen kann, das abgenommene Blut wieder zu bilden.
Alex
> Da kam Sohnemann vom Blutspenden zurück: Man hat ihn wieder
> nach Hause geschickt, weil er viel zu wenig Eisen im Blut hat.
> Man hat ihm freundlicherweise eine sehr große Packung
> Eisenkapseln mitgegeben, von denen er täglich eine nehmen soll.
> Aber was ist denn, wenn die Packung leer ist? Hat der Körper
> Eisendepots und der Eisenmangel legt sich wieder?
Zunächst mal hat der Körper für alle notwendigen Nährstoffe Depots. Dennoch müssen diese Depots regelmäßig aufgefüllt werden, wenn es sich bei den Nährstoffen um essentielle Nährstoffe handelt (Stoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann). Zu diesen essentiellen Nährstoffen gehört auch das Spurenelement Eisen, das für die Blutbildung benötigt wird.
Wenn jemand zu wenig Eisen hat, genügt es evtl. nicht, einfach Eisenkapseln zu essen sondern es sollte der Grund für den Eisenmangel gefunden werden und gegebenenfalls die Ernährung umstellen: hier findest du eine Liste mit eisenhaltigen Lebensmitteln.
> Ich weiß noch aus der Schwangerschaft, dass es recht schwierig
> war, mit normaler Ernährung gegen Eisenmangel vorzugehen.
Eine Entbindung geht immer mit einem sehr großen Verlust an Eisen einher, diesen Verlust kannst du nicht einfach durch ein paar Steaks ausgleichen.
> Und: Weiß vielleicht jemand, ob beim Blutspenden auch andere
> Mangelerscheinungen festgestellt werden?
Es werden nur die Werte untersucht, aufgrund derer eine Blutspende nicht abgegeben werden kann. Eisenmangel gehört dazu, da ein Spender mit zu wenig Eisen u. U. Schwierigkeiten bekommen kann, das abgenommene Blut wieder zu bilden.
Alex
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 14:49 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 153 |
Hallo Alexander :-)
Ja, so eine Lebensmittelliste hat er mitbekommen. Da er selber kocht, kann ich nur hoffen, dass er das aberücksichtigt.
Den Eisenmangel hatte ich während der gesamten Schwangerschaft, nicht nach der Entbindung. So gesehen hätte der Junge eigentlich genug Eisen fürs Leben mitbekommen müssen *g*
Ich bin schon der Meinung, dass der Mangel nicht so heftig wäre, wenn er mehr wiegen würde. Aber es ist tatsächlich so, dass er kaum mehr Gesundes in sich reinstopfen kann, als er schon tut. Und mehr Fett und Zucker bringen ja keinen Gewinn an Mineralien.
Ja, so eine Lebensmittelliste hat er mitbekommen. Da er selber kocht, kann ich nur hoffen, dass er das aberücksichtigt.
Den Eisenmangel hatte ich während der gesamten Schwangerschaft, nicht nach der Entbindung. So gesehen hätte der Junge eigentlich genug Eisen fürs Leben mitbekommen müssen *g*
Ich bin schon der Meinung, dass der Mangel nicht so heftig wäre, wenn er mehr wiegen würde. Aber es ist tatsächlich so, dass er kaum mehr Gesundes in sich reinstopfen kann, als er schon tut. Und mehr Fett und Zucker bringen ja keinen Gewinn an Mineralien.
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@ alex 30. Juli 2007 14:49 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 223 |
Alexander schrieb:
......
> umstellen: hier findest du eine
> Liste
> mit eisenhaltigen Lebensmitteln.
>
>
> Alex
Wie macht ihr denn immer diese Links??
Meine muß man erst in den Browser kopieren, dass man die Seite aufrufen kann :-( :-(
Gruß
Schnecke

weibl.
31 J
1,60 m
Neustart: 17.05.2010
Startgewicht: 81 kg
......
> umstellen: hier findest du eine
> Liste
> mit eisenhaltigen Lebensmitteln.
>
>
> Alex
Wie macht ihr denn immer diese Links??
Meine muß man erst in den Browser kopieren, dass man die Seite aufrufen kann :-( :-(
Gruß
Schnecke

weibl.
31 J
1,60 m
Neustart: 17.05.2010
Startgewicht: 81 kg
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 14:51 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 241 |
Alexander schrieb:
>... hier findest du eine Liste mit eisenhaltigen Lebensmitteln.
Diese Liste ist aber trügerisch.
Hast Du sie Dir einmal angesehen?
Natürlich sind dort die Lebensmittel nach ihrem Eisengehalt sortiert, aber am Anfang (mind. die ersten 200) stehen nur Gewürze, (getrocknete) Kräuter, Innerreien und Blut. Irgendwann geht es dann mit Leberwurst und weißen Bohnen weiter.
Das ist ja ein Gruselkabinett.
Davon nimmt doch niemand solche Mengen zu sich, dass ein Eisenmangel ausgeglichen werden kann.
Will damit nur sagen, dass beim Anklicken der ersten 500 Lebensmittel, einem doch etwas der Appetit auf eisenhaltiges genommen wird!
Hüftspeck
>... hier findest du eine Liste mit eisenhaltigen Lebensmitteln.
Diese Liste ist aber trügerisch.
Hast Du sie Dir einmal angesehen?
Natürlich sind dort die Lebensmittel nach ihrem Eisengehalt sortiert, aber am Anfang (mind. die ersten 200) stehen nur Gewürze, (getrocknete) Kräuter, Innerreien und Blut. Irgendwann geht es dann mit Leberwurst und weißen Bohnen weiter.
Das ist ja ein Gruselkabinett.
Davon nimmt doch niemand solche Mengen zu sich, dass ein Eisenmangel ausgeglichen werden kann.
Will damit nur sagen, dass beim Anklicken der ersten 500 Lebensmittel, einem doch etwas der Appetit auf eisenhaltiges genommen wird!
Hüftspeck
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Re: @ alex 30. Juli 2007 14:57 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 241 |
schnecke27 schrieb:
> Wie macht ihr denn immer diese Links??
Kleiner Tipp:
Wenn Du beim Antworten auf zitieren klickst, dann werden Dir alle Geheinisse von Alexander&Co offenbart.
Denn dort werden die HTML-Schreibweisen angezeigt wie z.B. verlinken, Kursiv, Fett usw.
Also einfach mal den Beitrag von Alex zitieren und Du wirst erkennen wie's funktioniert.
Hüftspeck
Nachricht bearbeitet (30.07.2007 14:59)
> Wie macht ihr denn immer diese Links??
Kleiner Tipp:
Wenn Du beim Antworten auf zitieren klickst, dann werden Dir alle Geheinisse von Alexander&Co offenbart.
Denn dort werden die HTML-Schreibweisen angezeigt wie z.B. verlinken, Kursiv, Fett usw.
Also einfach mal den Beitrag von Alex zitieren und Du wirst erkennen wie's funktioniert.
Hüftspeck
Nachricht bearbeitet (30.07.2007 14:59)
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 15:09 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
Hüftspeck schrieb:
> Natürlich sind dort die Lebensmittel nach ihrem Eisengehalt
> sortiert, aber am Anfang (mind. die ersten 200) stehen nur
> Gewürze, (getrocknete) Kräuter, Innerreien und Blut.
> Irgendwann geht es dann mit Leberwurst und weißen Bohnen
> weiter.
Das lehrt uns, dass stark bluthaltige Lebensmittel (Leber, Innereien usw) sowie Körner, Samen und Hülsenfrüchte viel Eisen enthalten.
> Das ist ja ein Gruselkabinett.
stimmt :-) Aber es ist doch nicht meine Schuld, dass der Liebe Gott das Eisen in die Leber und nicht in die Gummibärchen getan hat ;-)
> Will damit nur sagen, dass beim Anklicken der ersten 500
> Lebensmittel, einem doch etwas der Appetit auf eisenhaltiges
> genommen wird!
Thymian ist doch ganz lecker.
Alex
> Natürlich sind dort die Lebensmittel nach ihrem Eisengehalt
> sortiert, aber am Anfang (mind. die ersten 200) stehen nur
> Gewürze, (getrocknete) Kräuter, Innerreien und Blut.
> Irgendwann geht es dann mit Leberwurst und weißen Bohnen
> weiter.
Das lehrt uns, dass stark bluthaltige Lebensmittel (Leber, Innereien usw) sowie Körner, Samen und Hülsenfrüchte viel Eisen enthalten.
> Das ist ja ein Gruselkabinett.
stimmt :-) Aber es ist doch nicht meine Schuld, dass der Liebe Gott das Eisen in die Leber und nicht in die Gummibärchen getan hat ;-)
> Will damit nur sagen, dass beim Anklicken der ersten 500
> Lebensmittel, einem doch etwas der Appetit auf eisenhaltiges
> genommen wird!
Thymian ist doch ganz lecker.
Alex
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 15:25 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 223 |
Alexander schrieb:
> > Will damit nur sagen, dass beim Anklicken der ersten 500
> > Lebensmittel, einem doch etwas der Appetit auf eisenhaltiges
> > genommen wird!
>
> Thymian ist doch ganz lecker.
>
> Alex
Stimmt, Thymian schmeckt besonders lecker im Leberkäs und im Hackbraten.
Man kann ihn aber auch in den Brätspätzle genießen
:-)
:-)
Gruß
die "fleischfressende" Schnecke

weibl.
31 J
1,60 m
Neustart: 17.05.2010
Startgewicht: 81 kg
> > Will damit nur sagen, dass beim Anklicken der ersten 500
> > Lebensmittel, einem doch etwas der Appetit auf eisenhaltiges
> > genommen wird!
>
> Thymian ist doch ganz lecker.
>
> Alex
Stimmt, Thymian schmeckt besonders lecker im Leberkäs und im Hackbraten.
Man kann ihn aber auch in den Brätspätzle genießen
:-)
:-)
Gruß
die "fleischfressende" Schnecke

weibl.
31 J
1,60 m
Neustart: 17.05.2010
Startgewicht: 81 kg
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 16:24 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 3.221 |
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 16:30 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 153 |
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 17:40 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 241 |
Alexander schrieb:
> Das lehrt uns, dass stark bluthaltige Lebensmittel (Leber,
> Innereien usw) sowie Körner, Samen und Hülsenfrüchte viel Eisen
> enthalten.
Also leiden Vampire wohl äußerst selten an Eisenmangel!
> stimmt :-) Aber es ist doch nicht meine Schuld, dass der Liebe
> Gott das Eisen in die Leber und nicht in die Gummibärchen getan
> hat ;-)
Dein Ansehen hier im Forum ist zwar hoch, aber so hoch.............?
> Thymian ist doch ganz lecker.
Das trifft sowoh für Thymian, als auch für die anderen Kräuter zu, aber wenn ich versuchen würde meinen täglich Eisenbedarf mit diesen (Heil-) Kräutern zu decken würden wahrscheinlich ganz andere unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.
Nochmal zu dieser Liste mit eisenhaltigen Lebensmitteln, wenn ich diese mit anderen Listen vergleiche dann wundert mich doch etwas die Maßeinheit.
mügramm sind doch Miligramm*10^3. Also Millimilligramm.
Oder?
In anderen Listen sind ähnliche Zahlenwerte aber mit der Einheit Milligramm aufgeführt??
Irgendwie stehe ich da gerade auf dem Schlauch.
Hüftspeck
> Das lehrt uns, dass stark bluthaltige Lebensmittel (Leber,
> Innereien usw) sowie Körner, Samen und Hülsenfrüchte viel Eisen
> enthalten.
Also leiden Vampire wohl äußerst selten an Eisenmangel!
> stimmt :-) Aber es ist doch nicht meine Schuld, dass der Liebe
> Gott das Eisen in die Leber und nicht in die Gummibärchen getan
> hat ;-)
Dein Ansehen hier im Forum ist zwar hoch, aber so hoch.............?
> Thymian ist doch ganz lecker.
Das trifft sowoh für Thymian, als auch für die anderen Kräuter zu, aber wenn ich versuchen würde meinen täglich Eisenbedarf mit diesen (Heil-) Kräutern zu decken würden wahrscheinlich ganz andere unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.
Nochmal zu dieser Liste mit eisenhaltigen Lebensmitteln, wenn ich diese mit anderen Listen vergleiche dann wundert mich doch etwas die Maßeinheit.
mügramm sind doch Miligramm*10^3. Also Millimilligramm.
Oder?
In anderen Listen sind ähnliche Zahlenwerte aber mit der Einheit Milligramm aufgeführt??
Irgendwie stehe ich da gerade auf dem Schlauch.
Hüftspeck
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 17:51 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 506 |
> Werd ich mal anregen, habe ich aber keinen Einfluss mehr drauf.
> Der Sohn ist 19. Ich fänds aber gut, wenn er einen Bluttest
> machen würde. Wer weiß, was ihm noch so alles fehlt...
Ich würde erst einmal nicht zu beunruhigt sein. Der Eisen-Spiegel unterliegen meist einem zirkadianen Rhythmus mit großen Schwankungen (der Tageshöchstwert kann dreimal so hoch sein wie der Tagesminimalspiegel!) Ein erniedrigtes Serumeisen ist nicht spezifisch für einen Eisenmangel - als isoliert untersuchter Parameter zur Abklärung eines Eisenmangels ist die Bestimmung des Serumeisens vollkommen unbrauchbar und nicht aussagekräftig! Im Gegensatz zum Eisenspiegel ist das Ferritin die empfindliche Methode und spezifische Methode zur Überprüfung der Körpereisenspeicher - festgestellt werden sollte auch, ob ein latenter oder ein manifester Eisenmangel vorliegt.
Er kann eine Eisenmangelanämie haben (das kommt häufig vor, v. a. bei Frauen, Vegetariern und Sportlern, aber auch recht oft in der Wachstumsphase, die bei ihm sicher noch nicht abgeschlossen ist). Eine EMA ist nicht tragisch, da kann man mit Nahrungsergänzungspräparaten gegensteuern und auch über lange Zeit. Schadet gar nix. Über die Ernährung ist das meist schwierig, da viele eisenhaltige Nahrungsmittel wie rotes Fleisch im Rahmen einer gesunden, ausgewogenen Ernährung nicht in größeren Mengen gegessen werden sollten. Solange er aber - ggf. auch mit Eisenpräparaten - in der Norm bzw. etwa in diesem Bereich (40-155 µg/dl) liegt, ist das kein Grund zur Beunruhigung.
Eine andere Ursache für einen Eisenmangel ist eine Eisenverwertungsstörung (ist selten), d.h. der Körper nimmt entweder nicht genug Eisen aus der Nahrung auf oder setzt es im Stoffwechsel nicht richtig um. Wenn die Eisentabletten den Eisenmangel aber beseitigen, dürfte diese Ursache nicht in Frage kommen.
Am besten er läßt ein kleines Blutbild machen - das ist meist ausreichend (das große Blutbild enthält zusätzlich zu dem kleinen Blutbild eine Differenzierung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) in ihre Untergruppen, d. h. zusätzlich erfolgt ein maschinelles Differential-Blutbild).
..........................Möglichkeit A.......................Möglichkeit B
Eisen .....................sehr niedrig.......................sehr niedrig
Ferritin...................hoch...............................sehr niedrig
Transferritin*.............niedrig............................sehr hoch
------------------------deutet auf Ent-.......................Eisenmangel-
------------------------zündung-/Infekt-/ ....................anämie
------------------------Tumoranämie hin**
* 1 g Transferritin bindet 1,4 mg Eisen -> als Einzelwert im Blutbild jedoch nicht aussagekräftig
** Eisenverteilungsstörung (Fixierung des Eisens im RES (retikuloendothelialen System))
Ein anderer Grund für einen niedrigen Eisenwert wäre eine Schwangerschaft (bzw. Ovulationshemmer, da die darin enthaltenen Östrogene die Transferrinsynthese stimulieren) - aber das fällt ja eher raus ;-)
Was ich überprüfen lassen würde, v. a. falls es in Deiner Familie Betroffene gibt, ist der Rheumastatus. Klingt vielleicht blöd bei einem 19jährigen, ist aber bei Personen, die familiär vorbelastet sind, wichtig. Denn je eher man therapeutisch gegensteuert, umso geringer sind die Beschwerden.
Warum ich das anspreche ist die Tatsache, daß eine weitere Ursache für einen vermeintlichen Eisenmangel bei entzündlichen Erkrankungen wie beispielsweise der rheumatoiden Arthritis eine Verschiebung des Eisens in das sogenannte retikulo-endotheliale System (RES). In einem solchen Fall ist das Eisen im Körper zwar hoch genug, aber der Eisenwert im Blut erniedrigt. Ob in der Tat ein Eisenmangel vorliegt, kann man in einem solchen Fall mit Hilfe des Ferritin-Wertes überprüfen. Der Ferritinwert im Blut spiegelt die Menge des Gesamtkörpereisens wieder. Wenn er zu niedrig ist, liegt auf jeden Fall ein Eisenmangel vor.
Das Problem des Ferritinwertes ist allerdings, dass er bei einer Entzündung im Körper ansteigen kann (das Ferritin ist eines der sogenannten Akute-Phase-Proteine, d.h. ein Eiweißstoff, der ebenso wie das c-reaktive Protein (CRP) bei einer Entzündung erhöht sein kann). Ein normales Ferritin oder sogar ein hohes / erhöhtes Ferritin schließt deshalb bei einem Patienten mit einer chronischen Polyarthritis und hoher Entzündungsaktivität, beispielsweise hoher Blutsenkung oder hohem CRP, einen Eisenmangel nicht aus. Verwertbar ist insofern nur der erniedrigte Wert.
Hilfreich bei der Frage, ob ein echter Eisenmangel vorliegt oder nur ein vorgetäuschter, ist auch die sogenannte Erythrozytenmorphologie, d.h. ob die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zu klein sind (mikrozytär), normal groß (normozytär) oder zu groß (makrozytär) und ob die einzelnen Erythrozyten zu wenig Blutfarbstoff enthalten (hypochrom), einen normalen Gehalt an Blutfarbstoff haben (normochrom) oder zu viel Blutfarbstoff enthalten (hyperchrom).
Ein Eisenmangel ist typischerweise gekennzeichnet durch eine hypochrome, mikrozytäre Anämie, d.h. eine Blutarmut mit zu kleinen und mit wenig Blutfarbstoff beladenen roten Blutkörperchen.
Eine Blutarmut infolge der Entzündung selber ist gekennzeichnet durch eine normochrome, normozytäre Anämie, d.h. die einzelnen roten Blutkörperchen sind normal groß und enthalten eine normale Menge an rotem Blutfarbstoff.
Aber nochmals, lebensbedrohlich ist das definitiv nicht! Aber v. a. bei (Leistungs-)Sportlern, die noch in der Wachstumsphase sind, sollte man schon ab und zu (am besten halbjährlich) ein kleines Blutbild machen lassen - auch wenn keine akuten Beschwerden vorliegen.
suessemaus
I didn't fight my way to the top of the food chain to be a vegetarian.
> Der Sohn ist 19. Ich fänds aber gut, wenn er einen Bluttest
> machen würde. Wer weiß, was ihm noch so alles fehlt...
Ich würde erst einmal nicht zu beunruhigt sein. Der Eisen-Spiegel unterliegen meist einem zirkadianen Rhythmus mit großen Schwankungen (der Tageshöchstwert kann dreimal so hoch sein wie der Tagesminimalspiegel!) Ein erniedrigtes Serumeisen ist nicht spezifisch für einen Eisenmangel - als isoliert untersuchter Parameter zur Abklärung eines Eisenmangels ist die Bestimmung des Serumeisens vollkommen unbrauchbar und nicht aussagekräftig! Im Gegensatz zum Eisenspiegel ist das Ferritin die empfindliche Methode und spezifische Methode zur Überprüfung der Körpereisenspeicher - festgestellt werden sollte auch, ob ein latenter oder ein manifester Eisenmangel vorliegt.
Er kann eine Eisenmangelanämie haben (das kommt häufig vor, v. a. bei Frauen, Vegetariern und Sportlern, aber auch recht oft in der Wachstumsphase, die bei ihm sicher noch nicht abgeschlossen ist). Eine EMA ist nicht tragisch, da kann man mit Nahrungsergänzungspräparaten gegensteuern und auch über lange Zeit. Schadet gar nix. Über die Ernährung ist das meist schwierig, da viele eisenhaltige Nahrungsmittel wie rotes Fleisch im Rahmen einer gesunden, ausgewogenen Ernährung nicht in größeren Mengen gegessen werden sollten. Solange er aber - ggf. auch mit Eisenpräparaten - in der Norm bzw. etwa in diesem Bereich (40-155 µg/dl) liegt, ist das kein Grund zur Beunruhigung.
Eine andere Ursache für einen Eisenmangel ist eine Eisenverwertungsstörung (ist selten), d.h. der Körper nimmt entweder nicht genug Eisen aus der Nahrung auf oder setzt es im Stoffwechsel nicht richtig um. Wenn die Eisentabletten den Eisenmangel aber beseitigen, dürfte diese Ursache nicht in Frage kommen.
Am besten er läßt ein kleines Blutbild machen - das ist meist ausreichend (das große Blutbild enthält zusätzlich zu dem kleinen Blutbild eine Differenzierung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) in ihre Untergruppen, d. h. zusätzlich erfolgt ein maschinelles Differential-Blutbild).
..........................Möglichkeit A.......................Möglichkeit B
Eisen .....................sehr niedrig.......................sehr niedrig
Ferritin...................hoch...............................sehr niedrig
Transferritin*.............niedrig............................sehr hoch
------------------------deutet auf Ent-.......................Eisenmangel-
------------------------zündung-/Infekt-/ ....................anämie
------------------------Tumoranämie hin**
* 1 g Transferritin bindet 1,4 mg Eisen -> als Einzelwert im Blutbild jedoch nicht aussagekräftig
** Eisenverteilungsstörung (Fixierung des Eisens im RES (retikuloendothelialen System))
Ein anderer Grund für einen niedrigen Eisenwert wäre eine Schwangerschaft (bzw. Ovulationshemmer, da die darin enthaltenen Östrogene die Transferrinsynthese stimulieren) - aber das fällt ja eher raus ;-)
Was ich überprüfen lassen würde, v. a. falls es in Deiner Familie Betroffene gibt, ist der Rheumastatus. Klingt vielleicht blöd bei einem 19jährigen, ist aber bei Personen, die familiär vorbelastet sind, wichtig. Denn je eher man therapeutisch gegensteuert, umso geringer sind die Beschwerden.
Warum ich das anspreche ist die Tatsache, daß eine weitere Ursache für einen vermeintlichen Eisenmangel bei entzündlichen Erkrankungen wie beispielsweise der rheumatoiden Arthritis eine Verschiebung des Eisens in das sogenannte retikulo-endotheliale System (RES). In einem solchen Fall ist das Eisen im Körper zwar hoch genug, aber der Eisenwert im Blut erniedrigt. Ob in der Tat ein Eisenmangel vorliegt, kann man in einem solchen Fall mit Hilfe des Ferritin-Wertes überprüfen. Der Ferritinwert im Blut spiegelt die Menge des Gesamtkörpereisens wieder. Wenn er zu niedrig ist, liegt auf jeden Fall ein Eisenmangel vor.
Das Problem des Ferritinwertes ist allerdings, dass er bei einer Entzündung im Körper ansteigen kann (das Ferritin ist eines der sogenannten Akute-Phase-Proteine, d.h. ein Eiweißstoff, der ebenso wie das c-reaktive Protein (CRP) bei einer Entzündung erhöht sein kann). Ein normales Ferritin oder sogar ein hohes / erhöhtes Ferritin schließt deshalb bei einem Patienten mit einer chronischen Polyarthritis und hoher Entzündungsaktivität, beispielsweise hoher Blutsenkung oder hohem CRP, einen Eisenmangel nicht aus. Verwertbar ist insofern nur der erniedrigte Wert.
Hilfreich bei der Frage, ob ein echter Eisenmangel vorliegt oder nur ein vorgetäuschter, ist auch die sogenannte Erythrozytenmorphologie, d.h. ob die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zu klein sind (mikrozytär), normal groß (normozytär) oder zu groß (makrozytär) und ob die einzelnen Erythrozyten zu wenig Blutfarbstoff enthalten (hypochrom), einen normalen Gehalt an Blutfarbstoff haben (normochrom) oder zu viel Blutfarbstoff enthalten (hyperchrom).
Ein Eisenmangel ist typischerweise gekennzeichnet durch eine hypochrome, mikrozytäre Anämie, d.h. eine Blutarmut mit zu kleinen und mit wenig Blutfarbstoff beladenen roten Blutkörperchen.
Eine Blutarmut infolge der Entzündung selber ist gekennzeichnet durch eine normochrome, normozytäre Anämie, d.h. die einzelnen roten Blutkörperchen sind normal groß und enthalten eine normale Menge an rotem Blutfarbstoff.
Aber nochmals, lebensbedrohlich ist das definitiv nicht! Aber v. a. bei (Leistungs-)Sportlern, die noch in der Wachstumsphase sind, sollte man schon ab und zu (am besten halbjährlich) ein kleines Blutbild machen lassen - auch wenn keine akuten Beschwerden vorliegen.
suessemaus
I didn't fight my way to the top of the food chain to be a vegetarian.|
Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 18:06 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
Hüftspeck schrieb:
>> Alexander schrieb:
>> stimmt :-) Aber es ist doch nicht meine Schuld, dass der
>> Liebe Gott das Eisen in die Leber und nicht in die Gummibärchen
>> getan hat ;-)
>
> Dein Ansehen hier im Forum ist zwar hoch, aber so
> hoch.............?
Ich hatte ihm damals noch ein Kapitel vorgeschlagen, "am achten Tage korrigierte Alex die Nährwerte..." - wollte er nicht. Na ja, jetzt sind die Vitamine eben im Spinat und nicht in der Curry-Wurst...
> Nochmal zu dieser
> Liste
> mit eisenhaltigen Lebensmitteln, wenn ich diese mit
> anderen Listen vergleiche dann wundert mich doch etwas die
> Maßeinheit.
>
> mügramm sind doch Miligramm*10^3. Also Millimilligramm.
> Oder?
> In anderen Listen sind ähnliche Zahlenwerte aber mit der
> Einheit Milligramm aufgeführt??
>
> Irgendwie stehe ich da gerade auf dem Schlauch.
Rechnest halt um: 100 Gramm Thymian haben 123600 µg Eisen, das sind 123,6 Milligramm. Der Tagesbedarf beträgt etwa 15 mg, das heißt mit ca. 12 Gramm Thymian deckst du den Tagesbedarf an Eisen - nicht wirklich viel, oder?
Alex
>> Alexander schrieb:
>> stimmt :-) Aber es ist doch nicht meine Schuld, dass der
>> Liebe Gott das Eisen in die Leber und nicht in die Gummibärchen
>> getan hat ;-)
>
> Dein Ansehen hier im Forum ist zwar hoch, aber so
> hoch.............?
Ich hatte ihm damals noch ein Kapitel vorgeschlagen, "am achten Tage korrigierte Alex die Nährwerte..." - wollte er nicht. Na ja, jetzt sind die Vitamine eben im Spinat und nicht in der Curry-Wurst...
> Nochmal zu dieser
> Liste
> mit eisenhaltigen Lebensmitteln, wenn ich diese mit
> anderen Listen vergleiche dann wundert mich doch etwas die
> Maßeinheit.
>
> mügramm sind doch Miligramm*10^3. Also Millimilligramm.
> Oder?
> In anderen Listen sind ähnliche Zahlenwerte aber mit der
> Einheit Milligramm aufgeführt??
>
> Irgendwie stehe ich da gerade auf dem Schlauch.
Rechnest halt um: 100 Gramm Thymian haben 123600 µg Eisen, das sind 123,6 Milligramm. Der Tagesbedarf beträgt etwa 15 mg, das heißt mit ca. 12 Gramm Thymian deckst du den Tagesbedarf an Eisen - nicht wirklich viel, oder?
Alex
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 18:10 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
Alexander schrieb:
> Hüftspeck schrieb:
> Liste
> > mit eisenhaltigen Lebensmitteln, wenn ich diese mit
> > anderen Listen vergleiche dann wundert mich doch etwas die
> > Maßeinheit.
Gerade sehe ich, dass in der Übersicht tatsächlich die falsche Maßeinheit (oder der falsche Wert) angegeben ist. Die richtigen Werte stehen in den Detailangaben.
Hab mal 'ne Mail geschrieben deswegen.
Alex
> Hüftspeck schrieb:
> Liste
> > mit eisenhaltigen Lebensmitteln, wenn ich diese mit
> > anderen Listen vergleiche dann wundert mich doch etwas die
> > Maßeinheit.
Gerade sehe ich, dass in der Übersicht tatsächlich die falsche Maßeinheit (oder der falsche Wert) angegeben ist. Die richtigen Werte stehen in den Detailangaben.
Hab mal 'ne Mail geschrieben deswegen.
Alex
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 18:18 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 153 |
Wow, das ist wirklich rundum informativ. Vielen Dank! Ich werde ihm das alles ausdrucken und ihn bitten, zum Bluttest zu gehen. Er macht wirklich sehr viel Sport, und ich hoffe, dass er auch noch ein bisschen wächst. Ich bin schon froh, dass er ziemlich auf seine Ernährung achtet. Vielleicht werde ich ihn ein bisschen locken. Wenn er zum Bluttest geht, finanziere ich 2 Monate seinen Schokoladenverbrauch. Wird teuer, aber wenns denn hilft... :-)
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 18:35 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 392 |
Also du solltest du wegen einer negativen HB-Kontrolle vor der Blutspende keinen allzu dicken Kopf machen. Ich glaube auch nicht, dass das unbedingt mit dem zu niedrigen Gewicht zu tun hat, dass er deiner Meinung nach hat.
Ich habe mit dem hb-Wert auch regelmäßig Probleme bei den Blutsaugern. Letztes Mal hatte ich einen Wert von 13,7, dass sind nur 0,2 Punkte über dem Grenzwert. Also hat man mich spenden lassen, mir aber gesagt, dass ich durch die Spende unter den Grenzwert rutschen werde, mir ne Packung Eisen in die Hand gedrückt und gesagt ich solle doch besser erst in drei Monaten wiederkommen und nicht schon nach zwei. Es überhaupt so, dass erst seit diesem Jahr die gesetzliche Pflicht besteht, Blutspender vor der Spende auf ihren hb-Wert zu testen und auszusortieren. Bisher hat man diese Probe nach der Spende gemacht und wenn danach ein katastrophaler Wert festgestellt wurde, dann hat man sich gesagt:"Ohah, müssen wir wohl das nächste Mal vorher gucken". Ein fürs Blutspenden zu niedriger Wert hat also noch nichts mit Blutarmut zu tun und ist in der Regel auch nicht weiter behandlungsbedürftig (von den paar Eisen-Tabletten mal abgesehen).
Allerdings ist es in der Tat so, dass er als Extrem-Sportler und Blutspender einen erhöhten Bedarf an Eisen hat, den er über die Nahrung aufzunehmen hat. Dessen sollte er sich bewusst sein, bei seiner - wie du schreibtst- vorbildlichen Ernährungsweise sollte das aber auch kein Problem sein.
Bei mir wirken die Kapseln übergigens nur richtig, wenn ich sie mehrere Stunden nach der letzten Mahlzeit am besten vor dem Schafengehen und in Verbindung mit einem Vitamin-C-haltigen Getränk zu mir nehme. Das dürfte aber auch auf dem Beipackzettel stehen.
Der Shaddy
Ich habe mit dem hb-Wert auch regelmäßig Probleme bei den Blutsaugern. Letztes Mal hatte ich einen Wert von 13,7, dass sind nur 0,2 Punkte über dem Grenzwert. Also hat man mich spenden lassen, mir aber gesagt, dass ich durch die Spende unter den Grenzwert rutschen werde, mir ne Packung Eisen in die Hand gedrückt und gesagt ich solle doch besser erst in drei Monaten wiederkommen und nicht schon nach zwei. Es überhaupt so, dass erst seit diesem Jahr die gesetzliche Pflicht besteht, Blutspender vor der Spende auf ihren hb-Wert zu testen und auszusortieren. Bisher hat man diese Probe nach der Spende gemacht und wenn danach ein katastrophaler Wert festgestellt wurde, dann hat man sich gesagt:"Ohah, müssen wir wohl das nächste Mal vorher gucken". Ein fürs Blutspenden zu niedriger Wert hat also noch nichts mit Blutarmut zu tun und ist in der Regel auch nicht weiter behandlungsbedürftig (von den paar Eisen-Tabletten mal abgesehen).
Allerdings ist es in der Tat so, dass er als Extrem-Sportler und Blutspender einen erhöhten Bedarf an Eisen hat, den er über die Nahrung aufzunehmen hat. Dessen sollte er sich bewusst sein, bei seiner - wie du schreibtst- vorbildlichen Ernährungsweise sollte das aber auch kein Problem sein.
Bei mir wirken die Kapseln übergigens nur richtig, wenn ich sie mehrere Stunden nach der letzten Mahlzeit am besten vor dem Schafengehen und in Verbindung mit einem Vitamin-C-haltigen Getränk zu mir nehme. Das dürfte aber auch auf dem Beipackzettel stehen.
Der Shaddy
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 18:37 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 241 |
Die Detailangaben habe ich mir gar nicht angesehen.
Wenn Du Deine Rechnung jetzt mit dem (falschen) Wert von
123,6 µg* Eisen pro 100g Thymian aufstellen würdest (wie ich das getan habe), dann müsstest Du aber etwas mehr Thymian essen (oder Blut trinken)!
Aber die Angabe in µg* ist doch auch etwas unüblich, da die meisten Angaben meist in mg gemacht werden.
Hüftspeck
*Wie zum Teufel hast Du das µ in den Text bekommen?
Jetzt musste ich das aus Deinem Text kopieren, weil meine Versuche zuvor fehlgeschlagen sind.
  Deshalb auch das 'mü'.
Wenn Du Deine Rechnung jetzt mit dem (falschen) Wert von
123,6 µg* Eisen pro 100g Thymian aufstellen würdest (wie ich das getan habe), dann müsstest Du aber etwas mehr Thymian essen (oder Blut trinken)!
Aber die Angabe in µg* ist doch auch etwas unüblich, da die meisten Angaben meist in mg gemacht werden.
Hüftspeck
*Wie zum Teufel hast Du das µ in den Text bekommen?
Jetzt musste ich das aus Deinem Text kopieren, weil meine Versuche zuvor fehlgeschlagen sind.
  Deshalb auch das 'mü'.
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 18:39 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 506 |
TalkToMe schrieb:
> Wow, das ist wirklich rundum informativ. Vielen Dank! Ich
> werde ihm das alles ausdrucken und ihn bitten, zum Bluttest zu
> gehen. Er macht wirklich sehr viel Sport, und ich hoffe, dass
> er auch noch ein bisschen wächst. Ich bin schon froh, dass er
> ziemlich auf seine Ernährung achtet.
Ja, aber da schwirren auch ziemlich viele Mythen rum. In der Leber z. B. ist zwar viel Eisen enthalten, es liegt jedoch nicht zweiwertig als Häm-Eisen sondern dreiwertig und als Ferritin vor. Es muß also aus dem Darm "herausgelöst" werden, fällt dort aber als unlösliches und sehr schlecht resorbierbares Eisenoxid aus.
Der Tip, viel Leber, Spinat, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte zu essen, ist leicht irreführend. Phytate in Getreide, Nüssen, Hülsenfrüchten sowie pflanzliche "nicht-Stärke"-Polysaccharide in Getreide machen eine Aufnahme des Eisen in den Körper fast unmöglich. In Rind- und Schweinefleisch sowie in Fisch und Geflügel liegt Eisen in erhöhten Konzentrationen (bis zu 5 mg/100g) vor und das auch noch als sehr gut verwertbares Häm-Eisen. Diese Verbindung ist deutlich hochwertiger als Eisen in nicht "Häm-Form" wie es in Milch, Eiern, Innereien und Früchten vorkommt.
Liegt ein manifester Eisenmangel vor, sollte man Eisenpräparate einnehmen, aber da gibt's auch , ähhh, eher unangenehme Nebenwirkungen wie Durchfall und Magenkrämpfe (bei etwa 75% der Patienten treten Beschwerden solcher Art mehr oder weniger ausgeprägt auf!). Deshalb ist die Einnahme besser nach dem Essen (auch wenn der Beipackzettel was anderes sagt)
Leider ist die Aufnahme aus Magen und Darm auch bei qualitativ hochwertigen Präparaten sehr schlecht; bei erschöpften Eisenspeichern und einem somit hohen Gesamt-Eisen-Defizit von 800 bis 1200 mg wären die Eisenspeicher erst nach etwa einem Jahr (richtig, zwölf Monate!) aufgefüllt wenn man jeden Tag 100 mg eines Eisenpräparates einnähme.
Lediglich Häm-Eisen, das seit einiger Zeit als Arzneimittel (HemFerin) zur Verfügung steht, wirkt rascher. Ich weiß allerdings nicht, ob es auch frei verkäuflich ist...
> Vielleicht werde ich ihn
> ein bisschen locken. Wenn er zum Bluttest geht, finanziere ich
> 2 Monate seinen Schokoladenverbrauch. Wird teuer, aber wenns
> denn hilft... :-)
100g Schokolade enthalten 6,7mg Eisen, Spinat dagegen nur mickrige 3,5 mg - Du unterstützt damit also seine Gesundheit ;-) Guter Plan... *g*
suessemaus
I didn't fight my way to the top of the food chain to be a vegetarian.
> Wow, das ist wirklich rundum informativ. Vielen Dank! Ich
> werde ihm das alles ausdrucken und ihn bitten, zum Bluttest zu
> gehen. Er macht wirklich sehr viel Sport, und ich hoffe, dass
> er auch noch ein bisschen wächst. Ich bin schon froh, dass er
> ziemlich auf seine Ernährung achtet.
Ja, aber da schwirren auch ziemlich viele Mythen rum. In der Leber z. B. ist zwar viel Eisen enthalten, es liegt jedoch nicht zweiwertig als Häm-Eisen sondern dreiwertig und als Ferritin vor. Es muß also aus dem Darm "herausgelöst" werden, fällt dort aber als unlösliches und sehr schlecht resorbierbares Eisenoxid aus.
Der Tip, viel Leber, Spinat, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte zu essen, ist leicht irreführend. Phytate in Getreide, Nüssen, Hülsenfrüchten sowie pflanzliche "nicht-Stärke"-Polysaccharide in Getreide machen eine Aufnahme des Eisen in den Körper fast unmöglich. In Rind- und Schweinefleisch sowie in Fisch und Geflügel liegt Eisen in erhöhten Konzentrationen (bis zu 5 mg/100g) vor und das auch noch als sehr gut verwertbares Häm-Eisen. Diese Verbindung ist deutlich hochwertiger als Eisen in nicht "Häm-Form" wie es in Milch, Eiern, Innereien und Früchten vorkommt.
Liegt ein manifester Eisenmangel vor, sollte man Eisenpräparate einnehmen, aber da gibt's auch , ähhh, eher unangenehme Nebenwirkungen wie Durchfall und Magenkrämpfe (bei etwa 75% der Patienten treten Beschwerden solcher Art mehr oder weniger ausgeprägt auf!). Deshalb ist die Einnahme besser nach dem Essen (auch wenn der Beipackzettel was anderes sagt)
Leider ist die Aufnahme aus Magen und Darm auch bei qualitativ hochwertigen Präparaten sehr schlecht; bei erschöpften Eisenspeichern und einem somit hohen Gesamt-Eisen-Defizit von 800 bis 1200 mg wären die Eisenspeicher erst nach etwa einem Jahr (richtig, zwölf Monate!) aufgefüllt wenn man jeden Tag 100 mg eines Eisenpräparates einnähme.
Lediglich Häm-Eisen, das seit einiger Zeit als Arzneimittel (HemFerin) zur Verfügung steht, wirkt rascher. Ich weiß allerdings nicht, ob es auch frei verkäuflich ist...
> Vielleicht werde ich ihn
> ein bisschen locken. Wenn er zum Bluttest geht, finanziere ich
> 2 Monate seinen Schokoladenverbrauch. Wird teuer, aber wenns
> denn hilft... :-)
100g Schokolade enthalten 6,7mg Eisen, Spinat dagegen nur mickrige 3,5 mg - Du unterstützt damit also seine Gesundheit ;-) Guter Plan... *g*
suessemaus
I didn't fight my way to the top of the food chain to be a vegetarian.|
Jogger haben Eisenmangel !! (jetzt mit richtigem Link) 30. Juli 2007 19:16 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 241 |
Alexander schrieb:
> Thymian ist doch ganz lecker.
Dann fang schon mal zu essen an, da Du mit jedem Lauf, mit jedem Schriitt Deine roten Blutkörperchen erbarmungslos zerquetschst und meuchelst!

Siehe dazu Risikogruppe Ausdauersportler
;-) ;-) ;-)
Hüftspeck
Nachricht bearbeitet (30.07.2007 19:55)
> Thymian ist doch ganz lecker.
Dann fang schon mal zu essen an, da Du mit jedem Lauf, mit jedem Schriitt Deine roten Blutkörperchen erbarmungslos zerquetschst und meuchelst!

Siehe dazu Risikogruppe Ausdauersportler
;-) ;-) ;-)
Hüftspeck
Nachricht bearbeitet (30.07.2007 19:55)
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Re: Eisenmangel 30. Juli 2007 19:30 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 153 |
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Re: Eisenmangel 31. Juli 2007 10:59 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
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Re: Jogger haben Eisenmangel !! (jetzt mit richtigem Link) 31. Juli 2007 11:06 | Registrierungsdatum: 10 Jahre zuvor Beiträge: 6.243 |
Hüftspeck schrieb:
> Dann fang schon mal zu essen an, da Du mit jedem Lauf, mit
> jedem Schriitt Deine roten Blutkörperchen erbarmungslos
> zerquetschst und meuchelst!
>
>
>
> Siehe dazu
> Risikogruppe
> Ausdauersportler
Dann sind das also gar nicht meine Schuhe die quietschen, sondern das sind die Schmerzensschreie der roten Blutkörperchen im Todeskampf.
*schluchz*
Alex
> Dann fang schon mal zu essen an, da Du mit jedem Lauf, mit
> jedem Schriitt Deine roten Blutkörperchen erbarmungslos
> zerquetschst und meuchelst!
>
>

>
> Siehe dazu
> Risikogruppe
> Ausdauersportler
Dann sind das also gar nicht meine Schuhe die quietschen, sondern das sind die Schmerzensschreie der roten Blutkörperchen im Todeskampf.
*schluchz*
Alex
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