Eine Frage der Ästhetik?

geschrieben von Hüftspeck 
Eine Frage der Ästhetik?
29. Juni 2007 18:47


In meiner Jugend (heul, lang, lang ist es her) wurden Standard-T-Shirts getragen. Je dicker jemand war, desto weiter trug er sein Shirt.


Heute wird jeder Rettungsring zur Schau gestellt.

Ist das noch schön?
Ist das das neue Selbstbewusstsein, oder einfach nur geschmacksverirrt?

Natürlich wird man nicht dünner, dadurch, dass mann sein Shirt in Zeltgröße trägt, aber eine gesunder Mittelweg vielleicht?



Hüftspeck






Übrigens fand ich dieses Bild, als ich die von August erwähnten Blutpflaumen ergoogelt habe!

Re: Eine Frage der Ästhetik?
29. Juni 2007 19:07
hallo hüftspeck,

ich bin da ganz deiner meinung.
klar, ein gesundes maß an selbstbewusstsein ist heute einfach unerlässlich,
allerdings stelle ich mir auch häufig die frage, ob diejenige, die nun ein viel zu enges shirt oder eine hüfthose trotz übergewicht trägt, dies einfach nicht sieht oder nur keine ahnung hat, dass nicht jeder trend einem auch steht und vielleicht eher die problemzonen betont als diese kaschiert.
Ehrlich gesagt, ich bin sogar der Meinung, dass dies eine Zumutung ist.
Ich habe ganz und garnichts gegen Menschen mit Übergewicht, im Gegenteil ich bin sehr tolerant gegenübr Anderen-mir gegenüber aber fast schon zu kritisch- ich würde so ein T-Shirt nicht einmal bei meinem Gewicht tragen, ich finde es zu freizügig ( nein, ich gehe nicht vermummt auf die Straße) allerdings würde ich es trotzdem nur drunter tragen.

Aber das steht ja unter einem anderen Stern ;o)

Ich wollte dir jedenfalls einmal zustimmen in dem Punkt, dass die heutige Jugend sich wohl unbedingt in Größe XS reinquetschen muss, anstatt Größe L zu wählen und super darin aus zu sehen.

Die Zelt-MOde ist jedenfalls längst der Vergangenheit angehörig.

liebe grüsse
sonja
Re: Eine Frage der Ästhetik?
29. Juni 2007 19:31
Hallo hüftspeck,
ich schüttel auch nur mit dem Kopf wenn ich die jungen Madels heutzutage sehe. Ich als Mutter würde meiner Tochter von so etwas abraten wenn sie so dick wäre,und ihr Alternativen zeigen. Gottsei Dank macht meine Tochter nicht jden Trend mit. z.B. (Pircen) brrrrrrrrr...schüttel





weibl. 47 Jahre
174 groß
Start: 01.01.2007
Re: Eine Frage der Ästhetik?
29. Juni 2007 22:29
N'Abend.....

Ich bin im Einzelhandel tätig und habe auch viel mit jungen Menschen zu tun. Was mir da geboten wird..... boh..... das ist sowas von unästhetisch. Ich kann nicht verstehen, daß diese Mädels entweder keine wirklichen Freunde oder keinen Spiegel zuhause haben.

Da werden auf Teufel komm raus enge T-Shirts getragen, die sich in der Taille, sofern am Ansatz vorhanden, hochrollen. Enge Hüftjeans kommen an den Körper, obwohl man die oberen 5cm gar nicht sieht, weil die Bauchrolle drüberlugt. (Das kann doch auch nicht bequem sein??) Dazu gehört schon eine gewaltige Menge an Selbstvertrauen oder Ignoranz, um so rumzulaufen.

Ich war als junge Frau wirklich nicht dick, aber so.... so bin ich nie rumgelaufen. Die T-shirts saßen locker am Körper und haben nicht jede Falte betont.

Ich finde es SO ausgesprochen unästhetisch.

Jeder Mensch, egal ob dick oder dünn oder genau richtig, sollte ein Mindestmaß an Selbstkritik vorm Spiegel walten lassen!!

Guts Nächtle
motobine



Weiblich, 46 Jahre, 181 cm
Startgewicht: 83,5 kg am 24.04.2010
Ziel: 75 kg
Merkmale: inkonsequent, viel Appetit
Re: Eine Frage der Ästhetik?
29. Juni 2007 23:29
Hallo? lese ich richtig??
was hat es, bitte schön, mit ignoranz zu tun, wenn sich ein dickes mädchen etwas enges anzieht....

jede soll doch das tragen was einem gefällt!!

dick oder dünn, das hat doch nichts damit zu tun.... was man anziehen soll...
jede hat doch andere vorstellungen was schön ist und was nicht...

etwas über mich...als ich noch in die schule ging, war ich ziemlich dick und auch ich habe nur weite kleider getragen, kopf gesenkt, mit den gedanken: ich bin dick, ich kann mich doch nicht zeigen.... obwohl ich immer sport getrieben habe, war fit und gesung ABER DICK...
als ich dann vo zu hause ausgezogen bin (osteuropa) und in die schweiz kam, habe ich gesehen, dass auch dickere mädchen enge, sexy kleider tragen... die tragen einfach was denen gefällt und dann habe ich mich nicht so beobachtet gefühlt und auch gewagt auch das anzuziehen was MIR gefällt, nicht was von mir erwartet ist zu tragen... und dann habe ich irgentwann auch abgenommen...

ich bin manchmal schon überrascht von euch....
lässt ihr doch andere leben und urteilen sie, bitte, nicht...
vor allem nicht wegen kleider, ist ja nur äussere... ihr habt keine ahnung, was,zb. diese mädchen denkt und wieso sie sollchte klammoten trägt...
vielleicht gefällt es ihr einfach und sie mit sich auch zufrieden ist... nicht jede will und muss abnehmen... wäre das nicht langweilig, wenn jede schlank wäre....?

lg
Re: Eine Frage der Ästhetik?
30. Juni 2007 08:43
Tja, mir geht es da nicht besser - wenn ich beim Einkaufen bin und so manch junges Mädel sehe, das mehr oder weniger stolz seinen Hüftspeck und die Rettungsringe zur Schau stellt frage ich mich, ob sich das Schönheitsideal in den letzten Monaten so sehr gewandelt hat!

Auf der einen Seite finde ich es gut, das viel junge Mädels heute nicht mehr auf jedes Gramm achten sondern ihr Leben geniessen. Aber auf der anderen Seite - muss man das so öffentlich zeigen?!? Ein schöner Anblick ist das zum Teil je wirklich nicht......

Man muss zum Teil schon fast den Mut dieser jungen Frauen bewundern - ich könnte das nicht!



Liebe Grüße
Andrea

Wir haben nur ein Leben;Warum machen wir es uns meistens so schwer??
Re: Eine Frage der Ästhetik?
30. Juni 2007 09:02
Hübsch finde ich das nicht, aber ich finds auch nicht weiter schlimm.

Ich habe Fotos von mir gefunden, da muss ich so 15 oder 16 gewesen sein. Himmel! Die beschreib ich jetzt mal nicht...*ggg* Auf jeden Fall hatte es damit zu tun, dass ich wilde Kombinationen getragen habe, die die Erwachsenenwelt ganz sicher nicht schön fand. Und das war auch Sinn der Sache: Blooooß nicht so aussehen wie die Alten!

Mein Sohn hatte in dem Alter einen imponierenden Irokesen mit täglich wechselnden Farben.

Ich meine, in dem Alter ist das völlig egal. Es ist die einzige Zeit, wo sie alles ausprobieren können, ohne dass es ernstliche Folgen nach sich zieht. Ab der Ausbildungszeit sieht das ja ganz anders aus.
Re: Eine Frage der Ästhetik?
30. Juni 2007 10:12
Hallo,
neben Ästhetikproblematik frage ich mich seit 1-2 Jahren, ob tatsächlich die Mode diesen Hüftspeck betont oder die jungen Mädchen mehr an den Hüften zulegen (so wie in GB und Irland es ja auch die dominierende Körperform ab 14 ist). Meine Schwester ist der Meinung es käme von dem frühen Pille nehmen oder Nahrungsmitteln.
Mhm - auf meinen Klassenfotos gibt es dünne und mopplige aber keine der Damen hat so ausgeprägten Bauchspeck??? Hat einer ne Idee?

PS: Nicht nur Hüfthosen und zu enge Oberteile sondern auch Ballerinas mit den im Moment angesagten röhren Jeans sind meiner Meinung nach für 99% der Frauen eine problematische Mode....



Nachricht bearbeitet (30.06.2007 10:15)


Alter: 30
Geschlecht: weiblich
Größe: 157cm
Re: Eine Frage der Ästhetik?
30. Juni 2007 10:43
hallo,
leider ist es nach der Schule aber nicht vorbei mit der "Hippizeit".
Was ich für junge Mädels hier bei uns sehe,- bunt gefärbte Haare ,das Gesicht total vollgepirct, dann die Klamotten ?? Ich frage mich wie die Mädels jemals eine Lehrstelle bekommen wollen. Dass die keine Zukunft haben ist schon traurig!





weibl. 47 Jahre
174 groß
Start: 01.01.2007
Re: Eine Frage der Ästhetik?
30. Juni 2007 11:59
Ja, es gibt tatsächlich Mädels (und auch Jungs!!!!) die sich nicht unbednigt zu ihrem Vorteil kleiden. Mich stört es nicht weiter, die sollen so rumlaufen wie sie es mögen, ich so wie ich es mag.
Ich bin mit 13- 14- 15 eher in schlabbrigen, zerstörten Jeans, Karohemden, weiten T-Shirts rumgerannt (Kurt Cobains-Grungelook lässt grüssenwinking smiley). Dafür habe ich auch nicht grade wenige unfreundliche Kommentare geernetet und desöfteren den Rat bekommen, doch mal was figurbetonenderes anzuziehen =)
Im Übrigen laufe ich Heute nicht mehr so rum, es hat sich irgendwann einfach rausgewachsen, bzw. ich fand mich selber leicht peinlich... winking smiley =)
Ich glaube, so eine Disskussion führt eigentlich nicht wirklich zu Resultaten, da sie generationenübergreifend IMMER geführt wurde (meine Omi hatte zB Ärger wegen Lippenstift und Petticoats mit ihren Eltern). Letztlich geht es eben, wie schon gesagt, darum sich von den älteren und auch jüngeren Mitmenschen abzuheben und abzugrenzen. Das ist auch gut und wichtig so.
Re: Eine Frage der Ästhetik?
30. Juni 2007 12:40
wir hatten als junge dinger immer weite parker an, die durften aber nicht zugemacht werden (es war mitunter hundeelendig kalt), denn sonst war es nicht mehr "in", dann kamen die romantiker...meine güte sahen die kacke aus, vor ein paar jahren gab es die hosen ...arsch im knie...., wer fand das denn schön?

jede mode hat ihre macken, waren es nicht auch mal unsere macken?

schön finde ich die speckröllchen auch nicht (am besten der tanga schaut noch vor beim bücken), aber hatte nicht die vor uns ältere generation die gleichen probleme, wie wir jetzt?

jedem das seine, sag ich da nur, und immer schön locker bleiben, sonst gibt es zu schnell graue haare ;-)



Ziel erreicht
weiblich; 42 Jahre, 158 cm
Re: Eine Frage der Ästhetik?
30. Juni 2007 16:15
Nisse, ich seh schon, wir hatten einen ganz ähnlichen "Geschmack" in unserer Jugend *ggg* Und meine Mutter erzählte, dass ihre Generation Strickjacken verkehrt herum angezogen hat, weil sie das todschick fanden :-)
Re: Eine Frage der Ästhetik?
30. Juni 2007 16:25
Ja, jedem das Seine, find ich auch. Nach Äußerlichkeiten sollte man Menschen nicht beurteilen. So oberfächlich kann man doch nicht ernsthaft sein-jedenfalls nicht als erwachsener Mensch.

Und daß man "vollgepierct" keine Lehrstelle bekommt, stimmt ja auch nicht mehr heutzutage. Ich hab auch Tattoos und Piercings (ich stand schon drauf, da war das noch absolut nicht modern) und habe meine Ausbildung bei einer Film- & Fernsehproduktion gemacht und erfolgreich abgeschlossen. In den Medien ist es nichts Besonderes, gepierct o.ä. zu sein. Wenn ich Bankkauffrau hätte werden wollen, hätte ich mir natürlich kein Tattoo machen lassen, war aber ja nie mein Plan.
Wenn jemand keine Lehrstelle bekommt, liegt das an was anderem.

An Kleidung trage ich weite Sachen und Hosen statt Röcke, weil ich finde, daß es mir besser steht, wenn ich aber abgenommen habe, zieh ich wieder was engeres an und vielleicht auch mal wieder einen schönen Rock. Hab jetzt in 14 Tagen das erste Kilo abgenommen, so soll es weitergehen.

Aber wenn ein dickeres Mädel sich in engen Klamotten wohlfühlt, von mir aus. Ehrlich gesagt bemerke ich sowas kaum, ich betrachte mir nicht andere Leute äußerlich so haargenau, womöglich noch, um über sie abzulästern. Solche "Hobbies" haben ja manche, das finde ich schade, da gibt es doch kreativere Dinge, wie man seine Freizeit verbringen kann. :-)

Ein schönes Restwochenende wünsch ich noch allen.
Re: Eine Frage der Ästhetik?
30. Juni 2007 18:03
arielle schrieb:

Hallo? lese ich richtig??
was hat es, bitte schön, mit ignoranz zu tun, wenn sich ein dickes mädchen etwas enges anzieht....





Schau dir doch das Bild im Post von Hüftspeck an......



Weiblich, 46 Jahre, 181 cm
Startgewicht: 83,5 kg am 24.04.2010
Ziel: 75 kg
Merkmale: inkonsequent, viel Appetit
Re: Eine Frage der Ästhetik?
30. Juni 2007 21:26
Hüftspeck schrieb:

> Ist das noch schön?

nein (das war jetzt aber eine einfache Frage ;-) )

> Ist das das neue Selbstbewusstsein, oder einfach nur
> geschmacksverirrt?

Ich vermute, das Mädchen hat sich keine Gedanken darüber gemacht ob es an ihr toll aussieht. Vermutlich war es einfach ihre Lieblingsfarbe, sie fand den Print, das Material, den Preis toll und sie hat reingepasst. Sie hat sich damit im Spiegel stehend gesehen (dann sind die Würste nicht so nah beieinander). Hat gepasst und damit ist sie ab zur Kasse.

Ist doch toll, so unbeschwert (in Kleidersachen) zu sein, das andere kommt früh genug.

Das heisst jetzt aber nicht, dass ich Übergewicht bei jungen Menschen toll finde!

Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 09:57
nisse schrieb:
> Ich glaube, so eine Disskussion führt eigentlich nicht wirklich
> zu Resultaten, da sie generationenübergreifend IMMER geführt
> wurde (meine Omi hatte zB Ärger wegen Lippenstift und
> Petticoats mit ihren Eltern). Letztlich geht es eben, wie schon
> gesagt, darum sich von den älteren und auch jüngeren
> Mitmenschen abzuheben und abzugrenzen. Das ist auch gut und
> wichtig so.


Eigentlich glaube ich nicht, dass dieses ein Generationsproblem ist.
Es gibt 'vollschlanke' Damen aller Altersklassen, die solche Tops (oder ähnlich eng sitzende Kleidungsstücke) tragen.

Meiner Meinung nach gibt es Klamotten die Vorzüge betonen/verdecken und Klamotten die eben dieses auch mit den sogenannten Problemzonen machen.
Dieses gilt für die Modetrends aller Generationen.

Z.B. eine Frau mit unproportionierten, dicken Beinen, einem schlanken Oberkörper und einem tollen Busen:
Wenn diese Frau nun einen engen Minirock mit einem dicken, weiten Kapuzensweatshirt kombiniert, dann finde ich das irgendwie unvorteilhaft.

Und nun kommt die Sache mit dem Alter.
Mein Eindruck ist, dass zurzeit seltenener darauf geachtet wird, was einer Person steht, als dass es nur darauf ankommt einem Trend (oder einem Teil eines Trends) zu folgen.
Und meine Frage ist, ob das wirklich so ist, oder ob es ein neues Selbstbewusstsein gibt, mit dem man gerne seine Rettungsringe usw. präsentiert?
So wie 'früher' Männer ihren Bauch über dem Hosenbund trugen, liebevoll auf diesen klatschten und sprachen: "Der hat viel Geld gekostet!"


Hüftspeck
Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 10:58
Hallo!

Also mir ist egal, was jeder anzieht, ob dick oder dünn.
Jeder sol tragen was ihm/ihr gefällt.

Wenn mich jemand fragt, wie es aussieht, sag ich meine ehrliche Meinung, aber eben nur wenn es der /die Betreffende auch will.

Lg Magdalena



-------------------------
26 J.
174 cm
Gewicht März:69 kg
Gewicht: 1.4.2007: 68.5 :-)
Gewicht: April 2008: 67.9
Gewicht: Juni 2008: 69.6
Wunschgewicht: 65 kg
Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 12:43
Hi!

Bei uns war am samstag Stadtfest, und da konnte man es wieder ausgiebig beobachten.
Speckrollen hängen an allen möglichen und unmöglichen Stellen über Hosen- und Rockbünde, lugen aus T-Shirts und Pullis - ich find´s auch fürchterlich.

Aber wenn ich mir mein Klassenfoto aus der Abschlußklasse `87 ansehe, kann ich nur sagen, wir waren damals auch alle gleichgeschaltet.
Jede Einzelne von uns hatte eine unglaubliche Dauerwelle, unmöglich gemusterte Pullis waren Standard, und Stretchjeans gab´s damals gerade ganz kurz und waren der Brüller. Natürlich hauteng (wie Leggins).

Wir hatten damals noch eine regionale Eigenheit: Cowboystiefel, bei denen der Schaft so eingeschlagen wurde, daß er unter die (Stretch-)Jeans passte. Wenn möglich ließen wir beim Schuster richtige Hufeisen in den Absatz einarbeiten. Da konnte man so schöne Funken schlagen, wenn man mit der 80er über den Stadtplatz fegte....

Das war völlig normal bei uns und und wäre nie der Gedanke gekommen, dass sich irgendjemand anders anzieht (zumindest niemand von der coolen Sorte - die K+L-Popper vielleicht BUHHH).

Mir ist das erstmals aufgegangen, als ich in meinem Outfit am Bahnhof Hamburg Altona auf einen Anschlußzug wartete - die Blicke waren von erstaunt bis irritiert und extrem belustigt. Hatte ich schon erwähnt dass ich aus dem tiefsten Bayern komme? - Kulturschock sozusagen....

Ich denke den Mädels gehts heute genauso. Die sehen das nicht so eng, weil alle anderen aus ihrem Umfeld auch so aussehen. Selektive Wahrnehmung. Wer beachtet denn in dem Alter die Millionen anderen Menschen ausserhalb der eigenen Clique? Ist doch völlig uninteressant....

LG
huetzelchen




40 Jahre, 169 cm
Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 12:53
huetzelchen schrieb:

> Bei uns war am samstag Stadtfest, und da konnte man es wieder
> ausgiebig beobachten.
> Speckrollen hängen an allen möglichen und unmöglichen Stellen
> über Hosen- und Rockbünde, lugen aus T-Shirts und Pullis - ich
> find´s auch fürchterlich.

Und ich war am Samstag an der Tankstelle, da konnte man noch viel Schrecklicheres sehen. Männer in halblangen Hosen, gewandet in weißen Socken die keck aus blau gestreiften Adiletten hervorlugten, die Hosen selbstverständlich so getragen, dass beim Bücken die Ritze eines behaarten fetten Arsches aus dem gerippten Schießer-Schlüpfer spickt. Das Hemd grässlich kariert mit farblich zur Hose passenden Schweißflecken unter den Achseln. Und das Ganze garniert vom Geruch der Ausdünstungen - eine Mischung aus Zigaretten, Bier und Schweiß.

Sorry, aber da find ich die Speckröllchen einer gepflegten Jugendlichen um Klassen ästhetischer.

> Wir hatten damals noch eine regionale Eigenheit: Cowboystiefel,
> bei denen der Schaft so eingeschlagen wurde, daß er unter die
> (Stretch-)Jeans passte. Wenn möglich ließen wir beim Schuster
> richtige Hufeisen in den Absatz einarbeiten.

Und die Spitze der Djangos wurde mit silberfarbenen Beschlägen verziert, wichtig waren auch Sporenhalter. Dramatisch war nur, wenn die Djangos neu waren - das hat wirklich sowas von uncool ausgesehen.

Alex
Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 13:00
wird immer wieder gerne gesehen.... **brech**



Weiblich, 46 Jahre, 181 cm
Startgewicht: 83,5 kg am 24.04.2010
Ziel: 75 kg
Merkmale: inkonsequent, viel Appetit
Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 13:23
motobine schrieb:

> wird immer wieder gerne gesehen.... **brech**

und wenn ich dann noch sehe, dass dieses Volk auch noch mächtig stolz ist auf seine unglaubliche Hässlichkeit, dass man diese Bilder auch noch im Internet veröffentlicht, fange ich an, am Verstand derselben zu zweifeln:


Quelle: [srol.de]

Alex

Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 13:35
Da kommt dann wieder der Spruch
"der hat viel Geld gekostet"

Tja, meine Laufschuhe haben auch viel Geld gekostet ;-)



Lg Sportkatze

26 Jahre alt
1,70 m groß

Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 13:45

Ist doch letztendlich auch egal woran man stirbt.

Herzkreislauferkrankungen (Bierbauch)
Hautkrebs (Sonnenbrand)
Lungenkrebs (Zigarette, oder sehe ich das falsch auf dem Foto?)

Wenn schon, denn schon.



Hüftspeck

Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 13:57
Alexander schrieb:

> Und die Spitze der Djangos wurde mit silberfarbenen Beschlägen
> verziert, wichtig waren auch Sporenhalter. Dramatisch war nur,
> wenn die Djangos neu waren - das hat wirklich sowas von uncool
> ausgesehen.
>
> Alex

Ha!
Ja genau! Hab ich ganz vergessen! Und dazu einen klassischen Vokuhila, und dann gab´s da eine ganz bestimmte Lederjacke mit kreisrunden Nähten an Schultern und Ellenbogen, mit geflochtener Schulterklappe. Die war auch schon fast Pflicht!
*prust*

Übrigens - wir hatten vor ca. 8 Jahren ein Stadtbankerl-Treffen mit all den Leuten von damals. Und einer von uns sieht tatsächlich immer noch genauso aus, hat immer noch genau die Klamotten an, und den Haarschnitt dazu - gruselig!

Ich bin ja soooo gespannt wie mein Kleiner in ein paar Jahren mal rumläuft. Irgendwas muss er sich ja ausdenken, womit er mein Entsetzen ernten kann sonst ist es langweilig. Nachdem ich Punks voll lustig finde, fällt das schonmal aus. Ich glaube fast mich könnte er mit Schlips und Kragen am meisten schockieren. Mal sehen, wie kreativ er in die Richtung ist.

Ich hatte übrigens auch mal eine Phase, wo ich nur in Bundeswehr-Klamotten zu hellblau besprühten Turnschuhen (Adidas-Allround, was sonst) mit roten Schuhbändern, rumgelaufen bin.
Das war die Zeit, wo mein Pa in der Öffentlichkeit abgestritten hat, dass ich seine Tochter bin, har har...

Also ehrlich - dagegen sind alle Speckröllchen dieser Welt rein garnichts!

LG
huetzelchen




40 Jahre, 169 cm
Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 14:19
Lieber Alex

Nur unter uns, welcher von denen bist Du nun wirklich???

Gruss
Smokey
Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 14:36
huetzelchen schrieb:

> und dann gab's da eine ganz bestimmte Lederjacke mit
> kreisrunden Nähten an Schultern und Ellenbogen, mit
> geflochtener Schulterklappe.

Richtig!!! Kenn ich auch noch!

> Übrigens - wir hatten vor ca. 8 Jahren ein Stadtbankerl-Treffen
> mit all den Leuten von damals. Und einer von uns sieht
> tatsächlich immer noch genauso aus, hat immer noch genau die
> Klamotten an, und den Haarschnitt dazu - gruselig!

Find ich cool. Die Djangos von meiner Frau und mir sind leider irgendwo in den Tiefen des Kellers verschwunden. Aber sobald ich die gefunden hab, gehen wir auf ein Bon Jovi Konzert :-)

Und dann saufen wir Bier aus Dosen und essen fettige Wurst und sitzen auf dem Boden - wenn's die Bandscheiben noch mitmachen und dadurch die Ledersitze vom Benz nicht verschmutzt werden und vielleicht schlafen wir auch nicht auf der Iso-Matte sondern besser doch im Vier-Sterne-Hotel mit Dusche und Frühstücksbüffet und evtl. nehm ich auch Ohrenstöpsel mit...

> Ich hatte übrigens auch mal eine Phase, wo ich nur in
> Bundeswehr-Klamotten zu hellblau besprühten Turnschuhen
> (Adidas-Allround, was sonst)

Natürlich - die guten Adidas-Allround-Turnschuhstiefeletten. Am besten mit hautengen Jeans dazu und einer Poser-Matte auf dem Kopf (Für die Jüngeren unter euch: Eine Poser-Matte war ein hochtoupierte, blond gelockte Frisur wie sie z. B. die Jungs von Europe trugen)

> Also ehrlich - dagegen sind alle Speckröllchen dieser Welt rein
> garnichts!

Ack. :-)

Alex
Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 14:42
smokey schrieb:

> Nur unter uns, welcher von denen bist Du nun wirklich???

Meine Figur sieht eher so aus:



Na ja, also zumindest wird sie mal so aussehen, irgendwann, bzw. sie würde irgendwann mal so aussehen, wenn ich konsequenter trainieren würde und weniger essen würde und 20 Jahre jünger wäre...

Alex

Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 14:47
Nur schon dieses sich vorzustellen ist so schööööööön.

Gruss
smokey
Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 15:59
Alexander schrieb:

> Find ich cool. Die Djangos von meiner Frau und mir sind leider
> irgendwo in den Tiefen des Kellers verschwunden. Aber sobald
> ich die gefunden hab, gehen wir auf ein Bon Jovi Konzert :-)

Ach weißt du, der gute Jon wird auch schon alt - der winselt nur noch wehleidig rum. Kein Vergleich mehr mit früher! Aber was will man machen?
Gestern hab ich im Radio gehört, dass Debbie Harry (Blondie) 62 geworden ist. ZWEIUNDSECHZIG! Da komm ich mir auch gleich entsetzlich alt vor!


> Und dann saufen wir Bier aus Dosen und essen fettige Wurst und
> sitzen auf dem Boden - wenn's die Bandscheiben noch mitmachen
> und dadurch die Ledersitze vom Benz nicht verschmutzt werden
> und vielleicht schlafen wir auch nicht auf der Iso-Matte
> sondern besser doch im Vier-Sterne-Hotel mit Dusche und
> Frühstücksbüffet und evtl. nehm ich auch Ohrenstöpsel mit...

Letztes Jahr hab ich mit Sohn eine Nacht an unserem örtlichen (Party-)Flußufer verbracht. So wie früher, dacht ich. Mit Lagerfeuer, nur ein Schalfsack dabei, unter freiem Himmel - haben wir schließlich früher fast jedes WE gemacht, von Anfang April bis Mitte September.

MEIN GOTT WAR MIR KALT! Und dann war der Sand so hart, dass ich gar nicht wusste wie ich liegen soll. Und das Vogelgepfeife ab 3 Uhr früh hat mich völlig fertig gemacht .....um 5 Uhr früh sind wir heim, ich war wie gerädert....
Und dann hab ich überlegt wie wir das früher ausgehalten haben. Klar! Kein Mensch hat sich ZUM SCHLAFEN irgendwo hingelegt. Wenn schon liegen dann eher nur kurzfristig ;-) , ansonsten hat man die ganze Nacht gequatscht, gelacht, gesungen, und natürlich gesoffen bis zum Morgengrauen.


Das waren noch Zeiten!

> > Ich hatte übrigens auch mal eine Phase, wo ich nur in
> > Bundeswehr-Klamotten zu hellblau besprühten Turnschuhen
> > (Adidas-Allround, was sonst)
>
> Natürlich - die guten Adidas-Allround-Turnschuhstiefeletten. Am
> besten mit hautengen Jeans dazu und einer Poser-Matte auf dem
> Kopf (Für die Jüngeren unter euch: Eine Poser-Matte war ein
> hochtoupierte, blond gelockte Frisur wie sie z. B. die Jungs
> von Europe trugen)

Also Europe war einfach bäh :-)
Kommerzieller Möchtegern-Hardrock-Scheiß ;-)

Tja da könnte ich noch stundenlang so weitererzählen, ich komm mir schon vor wie ein Opi der vom 70er-Krieg erzählt, höhö.

bis denne!




40 Jahre, 169 cm
Re: Eine Frage der Ästhetik?
02. Juli 2007 16:39
Alexander schrieb:
> Natürlich - die guten Adidas-Allround-Turnschuhstiefeletten. Am
> besten mit hautengen Jeans dazu .........



Bei uns gab es zu den guten allround allerdings keine Röhren, eigentlich das Gegenteil: Mit Gürtel in der Taille geraffte Clochard-Jeans. Die waren ja eher weit statt eng. Auf jeden Fall aber waren sie (zu) kurz, so dass sie über dem allround endeten, da konnte man so schön die runtergerollten Tennissocken sehen.
Später kamen dann die Vanilla-Hosen dazu.

huetzelchen schrieb:
> Also ehrlich - dagegen sind alle Speckröllchen dieser Welt
> rein garnichts!



Das ist doch Ananas mit Karotten vergleichen. Die Frage ist doch, wo die Speckröllchen rein gequetscht werden.


Hüftspeck
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