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„Supersnacks und Powerfood”

  • Untertitel: Gesunde Rezepte für Frühstück, Lunchbox und zwischendurch
  • Autor: Sabrina Sue Daniels
  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Edition Michael Fischer (21.01.2016)
  • Preis: 14,99 EUR
  • Sprache: Deutsch

Fazit

4,6 von 5 Sternen - Das Buch ist nichts für Otto-Normal-Verbraucher oder Menschen, die jeden Pfennig zweimal umdrehen müssen. Wer es sich aber leisten kann und will, für besondere Zutaten etwas mehr auszugeben, der sollte hier zugreifen. Gerade für Leser, die Clean Eating für sich entdeckt haben oder allgemein Leser, die auf eine gesunde Ernährung achten, werden hier sowohl alltägliche als auch sehr ausgefallene Rezepte finden. Ich kann es sehr empfehlen.

Inhalt

Fit und gesund durch den Tag! Die erfolgreiche Food-Bloggerin Sabrina Sue Daniels (www.sabrinasue.de) verrät ihre besten Soulfood-Rezepte fürs Frühstück, die Büro-Lunchbox und leckere Nachmittagssnacks. Clean Eating, glutenfrei, laktosefrei, vegetarisch, vegan & Co. – in diesem Buch findet sich die geballte Power der gesunden Ernährungstrends. Symbole informieren den Leser auf einen Blick, welche Gerichte den einzelnen Kategorien zugeordnet sind. Ein übersichtlicher Grundlagenteil zu den Hauptzutaten und der Wirkung von heimischen und exotischen Superfoods wie Grünkohl, Chia-Samen, Matcha-Pulver, Goji-Beeren, Hanf-Samen, Ingwer, Heidelbeeren und mehr zeigt, welche Power in den Kraftpaketen aus der Natur steckt.

In den vier Kapitel „Morning Glory“, „No Worry Sweet Treats“, „Köstlich international“ und „Soulfood Deluxe“ präsentiert die Autorin kleine und große gefragte Gerichte wie Smoothie Bowls, Overnight Oats, Wraps, Powerballs, Burger, Bagels, Cookies, Cracker und vieles mehr. Wie wäre es z.B. mit Matcha Sunshine Balls, Quinoa Sushi Rolls, Portobello Burger mit Sprossen oder Auberginen-Crostini mit Grünkohlpesto? Wer kann da noch widerstehen?

Verlagsbeschreibung EMF

Meinung

Die Aufmachung des Buches ist sehr schön. Die Bilder sind hell, freundlich und machen Lust aufs Essen und Nachkochen bzw. -backen. Die gestochene Schärfe, die satten Farben und Kontraste und das grandiose Arrangement zeigen deutlich, dass hier ein Profi am Werk war.

Schon der Anfang des Buches zeigt wie übersichtlich und gut geordnet hier alles ist. Man findet gleich eine Inhaltsangabe in der alle Rezepte aufgelistet sind. Eingeteilt werden sie in Frühstücksideen, Süßes, Soulfood und Internationales. In einer sehr kurzen Einleitung erklärt die Autorin ihre Einstellung und ihre Beweggründe für das Schreiben des Buches. Dann erfolgt eine Vorstellung der vier Symbole, die bei jedem Rezept angeben, ob es glutenfrei, laktosefrei oder vegan ist, sowie ob es ins Clean Eating Konzept passt. Zu jedem dieser vier Bereiche gibt es eine kurze Erläuterung. Lediglich zwei zusätzliche Doppelseiten stellen dann noch mal bestimmte Superfoods vor - sowohl heimische als auch exotische. Hier wird auf die Wirkung, die Saison und die Anwendung eingegangen. Das war sehr informativ, wenn auch recht übersichtlich im Umfang. Und dann geht's auch schon los mit den Rezepten.

Jedes einzelne Rezept wird durch ein wirklich ausgesprochen gutes Foto unterstützt. So etwas finde ich sehr wichtig bei einem Kochbuch, da ich ein visueller Typ bin und mich erst richtig angesprochen fühle etwas nachzukochen/ backen, wenn ich es gesehen habe. Ich betone die Qualität der Fotos hier so, weil das Buch in diesem Punkt für mich als Hobbyfotografin wirklich heraussticht in der Wust aus Koch- und Backbüchern. Die Symbole, die ich bereits erwähnt habe, sind sehr gut ersichtlich und zeigen einem sofort an, ob das Rezept für einen geeignet ist. Die Angaben zu den Zutaten und der Zubereitung sind einwandfrei und ich hatte beim Austesten keinerlei Probleme. Mir ist zwar ein Topping schief gegangen, aber das lag an meiner schlechten Vorbereitung. Zu jedem Rezept gibt es einen kleinen Tipp. Dieser bezieht sich meist auf Variationen, auf Hinweise zur Haltbarkeit oder besseren Vorbereitung sowie auf die Verwendung von Resten.

Die Zutaten an sich sind natürlich eher teuer und teils auch extravagant. Die meisten bekommt man im Reformhaus oder Bioladen (z.B. Kokosblütenzucker, Erdnussmus...). Andere muss man im Internet bestellen. Einige wenige bekommt man aber heutzutage schon in großen Supermärkten. (Chiasamen, Haselnussmilch...) Es gibt aber auch Rezepte die komplett aus 'normalen' Supermarktzutaten bestehen. Zum einen wären da die "Popeyes Spinat-Feta-Muffins", die zu meinen Highlights gehörten. Teilweise waren aber auch Zutaten im Buch, die ich nirgends bekam, wie zum Beispiel die asiatischen Schnittlauchblüten oder das gefrorene Hibiskusblütenpulver. Ganz so ausgefallen muss es für meinen Geschmack dann auch nicht sein. Grundsätzlich ist das Buch auf keinen Fall etwas für den Otto-Normal-Verbraucher und man sollte auch etwas mehr Geld in der Tasche haben und bereit sein es für ausgefallene Zutaten auszugeben. Die Leserschaft dieses Buches ist daher schon etwas eingegrenzt. Geschmacklich sind die Rezepte aber wirklich sehr abwechslungsreich und interessant. Ich habe 10 der Rezepte ausprobiert und sie kamen sowohl bei mir als auch bei meinem mitunter 7 Mittestern sehr gut an. Hier sind mal einige Beispiele:

Parmesan-Süßkartoffelfritten

Ein Klassiker, der mir trotzdem nie über wird, sind die "Parmesan-Süsskartoffelfritten". Mir und meinen Mittestern schmecken zwar normale Kartoffelspalten etwas besser, aber die Süßkartoffelchips kommen ganz knapp hinter den Grünkohlchips (ebenfalls im Buch, aber wir haben kein Bild gemacht) auf Platz 3. Vor allem macht es bei Besuch etwas her, weil das Farbspiel doch wirklich ansprechend ist.


Amarant-Chocolate-Chip-Cookies

Die "Amarant-Chocolate-Chip-Cookies" waren der absolute Hammer. Die waren in Nullkommanichts weg.


Ebenfalls ein Highlight waren die

Ebenfalls ein Highlight waren die "Feigen-Heidelbeer-Buchweizen-Muffins". Ich war wirklich überrascht, dass es mit Buchweizenmehl und Honig als Süßungsmittel möglich ist Muffins zu backen. Sie waren herrlich locker und nicht zu süß. Leider hatte ich mich bei der Creme nicht ans Buch gehalten und daher ist sie zu dünn geworden.

Der einzige Fehler, der mir aufgefallen ist, war die fehlerhafte Angabe von Seitenvermerken. Der Papayapfeffer wird in mehreren Rezepten erwähnt und es wird auf eine Seite im Buch verwiesen, wo sich das Rezept dazu aber nicht befindet. Nach einer kurzen Suche fand ich es dann auf Seite 93 statt wie angegeben auf Seite 96. Aber Tippfehler können nun mal passieren. Da wäre allerdings eine Zutatenliste am Ende des Buches hilfreich gewesen und ich finde sowieso, dass so etwas in ein Koch- bzw. Backbuch gehört. Ich finde es sehr praktisch, wenn ich anhand des Stichwortes der Zutat, die ich verbrauchen möchte, auch gleich alle Rezepte dazu im Buch finde. Das hätte ich mir hier auch gewünscht.

Von der Vielfalt her war das Buch wirklich kaum zu toppen. Es gab zwar auch einige Rezepte, die ich gleich links liegen ließ, weil sie Zutaten enthielten, die ich gar nicht mag oder sie sich nicht mit meinen Ernährungskonzept vertrugen, aber im Großen und Ganzen fand ich fast alle Rezepte ansprechend. Man findet Klassiker und Alltägliches wie Frittatas, Salate und Pancakes aber auch viele sehr exotische Rezepte wie "Süßkartoffel-Papaya-Suppe" (sehr zu empfehlen), Tacos und Sushi. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei.

Rezensent: Sandra Dittfeld